23. Mai 2013
Die energieintensive Industrie im Kanton Luzern ist auf eine bezahlbare und sichere Stromversorgung angewiesen.
Mit Atomausstieg und steigenden Strompreisen gefährdet die Politik das Überleben der Stahl-, Gusseisen-, Holz-, Papier- und Chemieindustrie Kanton. Die AVES Luzern wehrt sich dagegen : aves-luzern.jimdo.com
18. Mai 2013
Grosse Freude vor 10 Jahren! Am Sonntag, 18. Mai 2003 haben wir den Abstimmungskampf gegen die zwei schädlichen Anti- Atom- Initiativen sehr deutlich gewonnen. Die Initiative "Strom ohne Atom" - Für eine Energiewende und die schrittweise Stilllegung der Atomkraftwerke hat das Volk mit 66,3 % der Stimmen gebodigt, die Verlängerung des seit 1990 geltenden Moratoriums ist mit "nur" 58,1 % versenkt worden.
Zwei deutliche Absagen an die Kernenergiegegner und Subventionsfreunde. Im Jahr 2000 wurden neue Energiesteuern deutlich abgelehnt, auch die Ausstiegsinitiativen von 1979, 1984 und 1990 fanden beim Volk keine Gnade.
Umso erstaunlicher, dass ein Jahrzehnt später die Politiker ihre "Energiewende" mit Atomausstieg, Energiesteuern, Strompreisexplosion und Milliardensubventionen ohne Volksabstimmung durchdrücken wollen.
Ebenso unverständlich ist die gleichgültige Haltung der Stromkonzerne. Mit dem Verzicht auf schweizerische Kernkraftwerke wird die Versorgungssicherheit gefährdet, zumal seit 1990 europaweit zu wenig in neue Kraftwerke und Übertragungsleitungen investiert wird.
In der gegenwärtigen Euro- Krise mit dem drastischen Rückgang der Industrieproduktion insbesondere in Italien (-7,2 %), aber auch in Deutschland und Frankreich ist die Stromnachfrage eingebrochen, was die die Preise sinken lässt.
Die Wirtschaftslage soll sich aber wieder bessern, damit entstünde eine Stromlücke, die sich nicht mit der unzuverlässigen und vielfach zu teuren Produktion von Windrädern, Solarzellen andern "Subventionswundern" schliessen lässt.
Es gibt wohl warnende Stimmen aus der Wirtschaft, aber momentan sind weite Teile des Volkes auf die Euro- Krise und ihre Folgen wie sinkende Löhne und explodierende Mieten fixiert. Dabei geht leider vergessen, dass eine sichere Stromversorgung Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft und eine funkionierende Versorgung ist. Ob Trinkwasserversorgung, Spitäler, Zahlungsverkehr oder Lebensmittelversorgung- Stromausfälle sind überall unerwünscht, steigende Strompreise machen alles teurer!
Unermüdliche, hartnäckige Idealisten wie Jörg Krammer, der Zwentendorf- Veteran, Michael Fehr, der begnadete Leserbriefschreiber aus Neuhausen und -nicht zu vergessen, die eidgenössischen Atom- Pioniere wie Dr. H. R. Lutz, Dr. Albert Bretscher und Dr. Heinz Albers warnen vor den Folgen des überstürzten und sinnlosen Atomausstiegs.
Unterstützen wir ihren Kampf für eine sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung auf der Basis einheimischer Wasserkraft und Kernenergie. Die Ergänzung durch Kehrichtverbrennungsanlagen, Biomassenkraftwerke und anderes ist sicher erwünscht. Milliardensubventionen, um unsere Landschaften mit Windrädern zu verspargeln und mit Solarzellen zu verspiegeln.
Nehmen wir den Schwung und Optimismus vom 18. Mai 2003 mit, als wir Eidgenossen die Leistung der Frauen und Männer in unseren sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen Kernkraftwerken mit klaren Abstimmungsresultaten würdigten!
Der Ausstiegswahn hat keine Vorteile, dafür viele klare Nachteile. Weltweit ist die Kernenergie auf dem Vormarsch.
15. Mai 2013
Stromeffizienz gegen Ressourceneffizienz? Die heute eingereichte Volksinitiative eines politisch breit abgestützten Komitees von
linken Kernenergiegegnern und bürgerlichen Subventionsfreunden will den Stromverbrauch auf den Stand des Finanzkrisen- Jahres 2011 einfrieren.
Federführend ist die Dr. Pia Stebler Consulting in Aarau. Swisscleantech mischt mit, ebenso BDP- Politiker wie Urs Gasche, Freisinnige wie Ruedi Noser, verschiedene Kernenergie- Gegner, aber auch an Subventionen interessierte Betriebe der Privatwirtschaft. Energieeffizienz ist erwünscht, aber dafür einen Subventionsapparat aufbauen?
Der Initiativtext wirft Fragen auf:
Eine Anpassung des Verbrauchszieles (?) sei möglich, wenn die Bevölkerungsentwicklung (!) oder die Substitution fossiler Brennstoffe dies erfordern. Das bedeutet wohl, dass die Stromkonzerne ihren Umsatz nur durch Einwanderung steigern können....
Produktivitätssteigernde Investitionen sind nicht erwähnt.... recht schwammig und doch extrem wirtschaftsfeindlich.
Strom ist die Rationalisierungsenergie, die unseren Wohlstand ermöglicht hat und in Zukunft sichern könnte.... von Beamten und Subventionsfreunden erzwungener Strommangel würde uns ärmer machen.... trotz aller Versprechungen.
Der Zusammenhang zwischen Arbeitsproduktivität und Wohlstand sowie die Rolle einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Energieversorgung wird im nächsten Bulletin unseres Vereins thematisiert.
Es erscheint im Juni.
12. Mai 2013
Die Eurozone versinkt in der Krise; speziell Italien, Spanien, Portugal und Griechenland leiden unter sinkender Wirtschaftsleistung und explodierender Arbeitslosigkeit.
Die Türkei, vor wenigen Jahren ein politisch instabiler und wirtschaftlich schwacher "Krisenherd", konnte sich in den letzten Jahren als Wachstumsland positionieren. So werden beispielsweise zahlreiche bekannte Automodelle im Land zwischen Europa und Asien hergestellt, ebenso Busse. Der Tourismus blüht und die Binnenkaufkraft wächst. Der EU- Beitritt erscheint nicht mehr so wichtig, dafür wird der Ausbau der Kernenergie vorangetrieben. In Akkuyu werden russische WWER- 1200- Druckwasserreaktoren gebaut, die ab 2019 ans Netz gehen sollen. Zusätzlich wird der Kauf von japansich französischen Atmea- Reaktoren für einen zweiten Standort (Sinop) geplant.
11. Mai 2013
Der Zürcher Regierungsrat lehnt den überhasteten Atomausstieg ab; er wehrt sich aber auch nicht gegen den nationalen Atomausstieg.
Warum auch, der Kanton Zürich ist kein Standortkanton eine Kernkraftwerkes und der Strom kommt aus der Steckdose?
So lassen sich die Medienmitteilungen zur regierungsrätlichen Ablehnung der Behördeninitiative aus der Stadt Zürich vereinfacht zusammenfassen.
Dass der Kanton Zürich rund drei Viertel der Elektrizität aus schweizerischen Kernkraftwerken und Strombezugsrechten in Frankreich bezieht, wird nicht gross thematisiert. Dass die von der Politik ausdrücklich gewünschte Einwanderung den Stromverbrauch tendenziell erhöht, ist auch kein Thema.
Warum auch, die Stromversorgung funktioniert trotz leuthardschem Atomausstieg einwandfrei, eine Stromlücke ist bei der schwachen Wirtschaftsentwicklung in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.....?
Kritisch wird es erst, wenn tatsächlich ein Kernkraftwerk vom Netz gehen würde und gleichzeitig die Euro- Krise ein Ende fände.
Aber dann sind die meisten der heutigen Politiker nicht mehr im Amt.
11. Mai 2013
Tecnologia argentina para el mundo. Der argentinische Technologiekonzern INVAP baut in Argentinien und Brasilien je einen Forschungsreaktor. Der an Australien gelieferte OPAL (Open Pool Australian Light-water) ist das Referenzobjekt.
Zweck der Reaktoren ist unter anderem die Herstellung von Isotopen für Medizin, Forschung und Industrie.
11. März 2013
Keine Atomängste dürfen die Käufer der weltweit ersten Atom- Taschenuhr der Londoner Uhrmanufaktur Hoptroff haben.
Im Gehäuse sorgt eine winzige Menge radioaktives Cäsium für eine äusserst präzise Zeitangabe.
10. Mai 2013
Atomausstieg, Ein- Euro- Jobs und Lohnkürzungen; die Deutschen leiden still und mucken kaum auf.
Wenn aber die SPD- Atomaussteiger Sigmar Gabriel laut über ein Tempolimit auf Bundesautobahnen nachdenkt, ist die Geduld am Ende, dann wird richtig aufgemuckt.
http://www.autobild.de/?bid=1082635&umfrageergebnis=1&choice=1
10. Mai 2013
Heute feiert Michael Fehr, besser bekannt als "Atommichi", seinen 45. Geburtstag. Seit über einem Vierteljahrhundert kämpft er für die Akzeptanz der Kernenergie. Auslöser war ein Besuch in Leibstadt sowie die Tatsache, dass Bier ein stromintensives Produkt ist.
Fehr liebt einheimische Biere, der Gerstensaft ist für ihn mehr als nur die "Maurerbrause". Bier ist Kultur.
Er ist Vorstandsmitglied des Vereins Kettenreaktion, der AVES Schaffhausen und der SVP Schaffhausen. Seit vielen Jahren ist er ein unermüdlicher Leserbriefschreiber, mit über 2000 Leserbriefen hat er unzählige Stunden für die Kernenergie eingesetzt und ist dabei keineswegs müde geworden!
Er ruht nicht, bis in der Schweiz neue Kernkraftwerke gebaut werden!
7. Mai 2013
2012 vermochte das Wirtschaftswachstum mit dem Bevölkerungswachstum von einem Prozent Schritt zu halten, dieses Jahr wird es schwieriger, da die Einwanderung wegen der Eurokrise stark bleibt, während die Exportwirtschaft vom hohen Franken und der schwachen Konjunktur gebremst wird. Die Banken leiden unter der Jagd auf Steuerhinterzieher.
http://industrieblog.ch/die-wirtschaft-wachst-die-produktivitat-sinkt/
Tiefes Wachstum und sinkende Kaufkraft gefährden die Immobilienblase; wenn diese platzt, dann müssen einige, auch grössere Banken gerettet werden, was die Staatsfinanzen aus dem Ruder laufen liesse.
Für die Elektrizitätswirtschaft bedeutet die wirtschaftliche Stagnation in der Schweiz ein gebremstes Absatzwachstum, schon 2012 ist der Stromverbrauch nur um 0,6 % und damit langsamer als die Bevölkerung gewachsen. Der Allzeitrekord von 2010 wurde verfehlt, da 2011 ein kräftiger Rückgang zu verzeichnen war, der im vergangenen Jahr nicht mehr aufgeholt werden konnte.
Zusätzlich läuft das Exportgeschäft harzig; weil u. a. in Italien und Griechenland die Industrieproduktion stark eingebrochen ist. Bei tiefen Preisen sinkt zusätzlich das Volumen, eine doppelte Herausforderung. Die "Stromlücke" wird von der Eurokrise beseitigt....
Eine wirtschaftliche Erholung in Europa würde den Verbrauch jedoch stark ansteigen lassen, damit würde der Strom innert weniger Jahre europaweit knapp und teuer. Bei den unsicheren politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lohnen sich milliardenschwere Investitionen in neue Kraftwerke einfach nicht!
7. Mai 2013
Hohe Strompreise machen der Industrie das Leben schwer, bei einigen Industrien sind die Stromkosten höher als die Lohnkosten.
Der US- Chemiekonzern DOW betreibt in Deutschland hocheffiziente Fabriken und profitiert auch von den innert zehn Jahren massiv verbilligten Löhnen. Die steigenden Strompreise gefährden jedoch die deutschen Chemiestandorte:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Dow-attackiert-Altmaier-article10182661.html
1. Mai 2013
Arbeitersonntag, Kampftag der Werktätigen, Chaotentag, Schwarzer- Block- Sonntag? Oder einfach Gelegenheit, um zu überlegen, was unsere Arbeit wert ist, was sie bedeutet und wie wir unsere Situation verbessern können?
Die hartnäckige Euro- Krise mit der Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa und zunehmend auch im Osten und im Westen will kein Ende nehmen, im Gegenteil, sie breitet sich immer noch aus.
Sind die Banken mit ihren Spekulationen schuld, die Staatsschulden Italiens und Griechenlands oder die Agenda 2010 von Alt- Bundeskanzler Schröder, welche die deutschen Löhne drastisch senkte und so die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der -ohnehin schwachen- südlichen Eurostaaten untergräbt und allmählich auch Frankreich und die Benelux- Staaten in Bedrängnis bringt? Oder ist es alles zusammen?
Steht Deutschland unangefochten stark da?
Wohl kaum, die Massen deutscher Wirtschaftsflüchtlinge in der Schweiz, aber auch in Österreich, den Benelux- Staaten, Frankreich usw. deuten eher auf grosse Probleme hin. Hierzulande wird kaum erwähnt, dass viele deutsche Haushalte mit tiefen Einkommen Mühe haben, die -durch den Atomausstieg verteuerte- Stromrechnung zu bezahlen. Ebenso wird bei der Industrie ein Teil der eingesparten Lohnkosten durch die steigenden Stromkosten kompensiert. China und Russland profitieren, die einen liefern Solarzellen, die anderen Erdgas.....
Jammern bringt nichts, in der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten, mit technischem Fortschritt Wohlstand zu schaffen und einen nachhaltigen, dauerhaften Wachstumszyklus einzuleiten.
Im nächsten Bulletin unseres Vereins wird der Zusammenhang zwischen Produktivität und Wohlstand sowie die zukünftige Rolle der Kernenergie diskutiert!
Lohnsenkungen, prekäre Arbeitsverhältnisse, Subventionen für Alternativenergien und Bankenrettungen ohne Ende haben keine Zukunft.
Produktivitätssteigerung durch Innovationen und Investitionen haben sich schon vor Jahrzehnten bewährt, warum soll das heute anders sein?
26. April 2013
Nach "2 Jahre Fukushima" "feiern" Kernenergiegegner heute "27 Jahre Tschernobyl". Beim Graphitbrand im 1000 MW- Reaktor des ukrainischen Kernkraftwerkes starben mindestens 29 Menschen; es wurde eine Rekordmenge radioaktiver Stoffe freigesetzt, deren Spuren bis heute nachweisbar sind. Die Ukrainer betreiben heute nur noch sichere WWER- Druckwasserreaktoren russischer Bauart, die graphitmoderierten Reaktoren in Tschernobyl sind dem Verfall preisgegeben, ebenso ein Freizeitpark, der kurz vor dem Unglück eröffnet wurde. Es muss sehr bedrückend sein, die Bahnen und Autoscooter verrotten zu sehen.
So wie Japans Ostküste mehr unter den Tsunami- Folgen leidet, als unter den Kernschmelzen in Fukushima Daiichi, leiden die Menschen in der Ukraine heute wesentlich stärker unter dem Zerfall der Sowjetunion, als unter der (abnehmenden) Strahlenbelastung.
Der Verlust von Arbeitsplätzen und der Niedergang des Gesundheitswesen treffen die Menschen hart.
Im letzten Winter ist sogar ein Teil der fast 800 Meter langen Maschinenhalle des Kraftwerks unter der Schneelast eingestürzt.
Tschernobyl steht damit für die Risiken der überhasteten Industrialisierung der Sowjetunion, so wie Fukushima Daiichi für die Nachteile von Japans Billig- Politik steht. Fukushima Daini und Onagawa überstanden Erdbeben und Tsunami ohne Gefährdung von Mensch und Umwelt; ebenso sind die russischen WWER- Druckwasserreaktoren seit Jahren weltweit bewährt und geschätzt.
Ebenso bewährt und geschätzt sind die deutschen Kernkraftwerke, die trotz Atomausstieg und Demonstrationen jedes Jahr Redkordwerte erzielen.
Isar 2, Grohnde und Emsland besetzen 2012 die Plätze 4, 5 und 6 in der Welt- Rangliste der produktivsten Anlagen der Welt. Den Produktionsweltrekord hält Chooz B-1 an der Maas in Nordfrankreich mit 12,97 Milliarden KWh Jahresproduktion.
Die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Produktivität der deutschen Kernkraftwerke ist umso bemerkenswerter, als die deutsche Politik den Betreibern die Arbeit schwer macht. Neben allen Schikanen wird der Betrieb auch noch durch den Umstand erschwert, dass auch Kernkraftwerke die Produktionsschwankungen der unzähligen Windräder ausgleichen müssen. Dadurch wird die Auslastung verschlechtert, was die Kosten erhöht und die Jahresproduktion senkt.
Bezahlen dürfen- wie immer, die Strombezüger!
19. April 2013
Deutschland steigt aus und die USA wollen an der Energiezukunft verdienen:
green.wiwo.de/kernenergie-usa-starten-atomoffensive-mit-mini-akws/
Auch in der Schweiz geht der Ausstiegswahnsinn mit den riesigen Kosten und der drohenden Stromlücke weiter.
Die Politiker wollen ihren Atomausstieg offensichtlich ohne Volksabstimmung duchdrücken.
Auch wenn die Eurokrise den Stromverbrauch vorläufig europaweit drosselt, geht der technische Fortschritt weiter. Ebenso werden weiter Elektrogeräte gekauft. Eine Wirtschaftserholung würde den Verbrauch sprunghaft ansteigen lassen.
17. April 2013
Wie das Bundesamt für Energie heute schreibt, war der Stromverbrauch 2012 0,6 % höher als im Vorjahr. Ursachen sind die leicht verbesserte Wirtschaftslage, der sehr kalte Februar 2012, die starke Einwanderung und der Zuwachs der Gebäudefläche. Trotz kaltem Winter wurde der Rekordverbrauch von 2010 mit einem Landesverbrauch von 63 408 Gigawattstunden deutlich verfehlt. 2010 wurden noch 64 278 Gigawattstunden verbraucht, weil sich die Wirtschaft von der Welt- Finanzkrise 2009 erholte.
Wie die mittel- langfristigen Aussichten der Elektrizitätswirtschaft sind, lässt sich schwer abschätzen. In den 0er- Jahren waren Internet und Mobilkommunikation europaweit grosse Verbrauchstreiber, heute scheint die verbesserte Energieeffizienz von Servern, Sendemasten usw. einen Teil des Verbrauchszuwachses durch steigende Datenmengen zu kompensieren. Zusätzlich drückt die Krise im Euroraum auf den Stromabsatz hauptsächlich in Italien, was die Profite im Exportgeschäft sinken lässt.
In der Schweiz selbst könnte ein Platzen der Immobilienblase den Stromabsatz einbrechen lassen, was die durch den Atomausstieg und unsichere Rahmenbedingungen ohnehin schon belasteten Stromkonzerne in echte Schwierigkeiten bringen würde.
Vom Optimismus nach der deutlichen Ablehnung der beiden Antikernenergie- Initiativen am 18. Mai 2003 ist nicht mehr viel übrig geblieben.
Neue Kernkraftwerke werden in den nächsten Jahren hauptsächlich in Osteuropa gebaut.
12. April 2013
Die Piratenpartei will den Atommüll sinnvoll verwerten: wiki.piratenpartei.de/AG_Nuklearia/Atomm%C3%BCll
9. April 2013
"Trotz hoher Recycling- Quoten landet immer mehr PET und Glas im Abfall" schreibt der Zürcher "Tages- Anzeiger" (TA) am Montag. Nun wollen einige Politiker ein Pfand einführen. Im Jahr 2000 wurden nach Angaben des Bundesamtes und des TA rund 5000 Tonnen PET (Plastikflaschen) in den Abfall geworfen, 2011 8900 Tonnen. Der Kunststoff PET hat einen sehr hohen Heizwert in den Kehrichtverbrennungsanlagen. Der Strom aus den Kehrichtverbrennungsanlagen macht rund drei Viertel der Stromerzeugung aus "Erneuerbaren Energien" aus, daher werfen viele Kernenergiegegner die PET- Flaschen in den Abfall. Wie hoch der Anteil der aus Bequemlichkeit in den Abfall geworfenen Flaschen gegenüber den absichtlich so entsorgten ist, kann jedoch niemand beziffern.
Interessant ist, dass nicht nur das PET- Recycling von einigen "Grünen" abgelehnt wird, sondern auch das Recycling abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken. Ideologie kann stärker als als der Umweltgedanke sein.
7. April 2013
Trotz Tschernobyl, Tsuruga, Tokaimura und den zum Medientsunami entarteten Tsunamischäden in Fukushima Daiichi;
Kernkraftwerke retten Menschenleben, denn die Nutzung von Kernenergie ist weniger riskant und erheblich umweltfreundlicher als die Nutzung fossiler Brennstoffe.
Eine Studie des ehemaligen NASA- Wissenschaftlers James Hansen beziffert die Zahl der durch Kernenergie von 1971 bis 2009 weltweit geretteten Menschenleben auf 1,84 Millionen. Hauptgrund ist die weltweite Reduktion der Luftverschmutzung durch Kernenergie anstelle von fossilen Brennstoffen. Die Einschätzung ist eher konservativ, wahrscheinlich ist die Zahl erheblich höher.
Auch bei der Nutzung von Kernenergie kommt es immer wieder zu Arbeitsunfällen, auffällig sind etwa die tödlichen Stürze bei Revisionen in französischen Kernkraftwerken. Stürze lassen sich durch Sicherungseinrichtungen und Auswahl sowie Instruktion des Personals zum grossen Teil vermeiden. Betroffen sind häufig temporäre Angestellte.
Durch die grosse Energiedichte lässt sich der Brennstoff mit geringem Aufwand transportieren und die Abfälle können aufgefangen und sicher verarbeitet werden. Die strenge Kontrolle (zumindest bei uns) und die reichlich vorhandenen Mittel für Umweltschutz und Arbeitssicherheit (weil die Kernkraft eine sehr preisgünstige Energiequelle ist) helfen mit, Unfälle zu vermeiden.
Wenn im Zusammenhang mit der Kernenergie Unfälle passieren, so wird das von unseren Medien fast immer breitgeschlagen; umgekehrt braucht es grosse Ölkatastrophen, bis etwas in unseren Zeitungen zu lesen ist. Gasexplosionen werden nur erwähnt, wenn sie spektakulär genug sind. So erhalten wir ein verzerrtes Bild der Realität.
Unser Verein will dieser Manipulation entgegentreten; mit unserem viermal jährlich erscheinenden Bulletin, mit Leserbriefen, Standaktionen, Exkursionen, etwa zu Endlagern und auch mit unserem Internet- Auftritt, der noch diesen Monat überarbeitet wird. Lassen wir uns überraschen!
28. März 2013
Gestern hat in Zug der 8. Energie- Apero der AVES stattgefunden. Herr Dr. Walter Rüegg, der ehemalige Chefphysiker der Armee erläuterte in einem packenden Vortrag die Geschichte der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Radioaktivität und die Verhältnisse zwischen natürlicher Radioaktivität und den Freisetzungen in Tschernobyl und Fukushima. Radioaktivität und Strahlenschutz sind sehr grosse Wissensgebiete; ein Grundverständnis ist sehr wichtig, um die Irrtümer und Lügen zu durchschauen, die von Massenmedien unkritisch verbreitet werden. In der anschliessenden Diskussion zeigte sich, wie unkritisch Politiker den (von wem eigentlich?) zur Religion erhobenen Atomausstieg umsetzen wollen. Besonders erstaunt ist man über die Physikerin Dr. Angela Merkel, die offensichtlich wider besseres Wissen handelt. Aber warum nur?
26. März 2013
Gestern hat der der Zürcher Kantonsrat mit 87 zu 83 Stimmen beschlossen, mit einer Änderung des Planungs- und Baugesetzes den Gemeinden künftig zu erlauben, in besonders dafür geeigneten Gebieten die Hausbesitzer zu zwingen, Alternativenergien zu nutzen.
Der Vorschlag kommt von der Regierung selbst. Was so harmlos erscheint, ist für die Hausbesitzer, bzw. für die Mieter mit hohen Kosten verbunden. Die Kostendeckende Einspeisevergünstigung ist dabei keineswegs auf längere Zeit garantiert, wie sich heute beispielsweise im sonnigen Spanien zeigt. Sind wir auf dem Weg in die Ökodiktatur? Es mag sinnvoll sein, eine gute Isolation, das Versickern von Meteorwasser oder gar vereinzelt Sonnenkollektoren, etwa für Warmwasser vorzuschreiben, aber einfach pauschal einen derartigen Wahnsinn mit unbegrenzten Kosten zu verlangen, ist beängstigend. Der Glauben an "Alternativenergien" und die "Energiewende" wird zur Ersatzreligion. Jede kritische Frage wird zur Ketzerei......
24. März 2013
Im Sommer 1953, in der auflebenden Hochkonjunktur, fand in Düsseldorf unter dem Motto "Alle sollen besser leben" die grosse Rationalisierungsausstellung statt. Die Ausstellung zeigte dem Volk, wie moderne Technik die Arbeit erleichtert und den Wohlstand steigert. Seit 2003 werden in Deutschland im Rahmen von Schröders "Agenda 2010" die Löhne massiv gesenkt, zusätzlich erhöht der Atomausstieg die Stromkosten massiv. Im Moment wirken die tiefen Arbeitskosten noch stärker als die hohen Stromkosten, so werden z. B. Opel Corsa in Deutschland statt in Spanien gefertigt, mit entsprechenden Auswirkungen auf Spaniens Arbeitslosigkeit. Deutschlands Konsumenten verlieren Kaufkraft, was die (Import) Nachfrage und so die Exporte anderer EU- Länder bremst..... die "Energiewende" fördert mit Subventionen die Solarbranche..... Solarzellen stammen aber aus China und nicht aus Spanien, Italien und Griechenland.....Im nächsten Bulletin (Bulletin 2 / 2013) zeigen wir die Zusammenhänge auf.
24. März 2013
Vor 10 Jahren war der Abstimmungskampf gegen die beiden schädlichen Ausstiegsinitiativen "Strom ohne Atom" und "Moratorium plus" voll am Laufen. Es gab sogar eine Demonstration dagegen. Das Volk hatte schon damals die Nase voll von Atomausstiegen und steigenden Energiekosten! Entsprechend wurden die beiden Initiativen mit 58,4 % bzw. 66,3 % der Stimmen auch wuchtig verworfen.
Leider missbraucht (anders lässt sich das nicht beschreiben!) unsere Regierung die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi, die erwiesenermassen durch den Tsunami ausgelöst wurden, um ohne Volksabstimmung einen Atomausstieg und eine unbezahlbare "Energiewende" durchzudrücken. Gefragt ist nun der Widerstand der Bevölkerung. Gemeinsam sind wir stark! 1993 nahm das Volk gegen den Willen der Regierungsparteien eine Initiative für den arbeitsfreien Nationalfeiertag ein, Anfang Monat ist die "Abzockerinitiative" gegen den Widerstand der Regierung deutlich angenommen worden.
24. März 2013
Öl- und Gaswunder durch Fracking? In den USA, aber auch in Deutschland und Polen, soll die Öl- und Gasförderung durch die effizientere Förderung mit Chemikalien und Wasserdruck wesentlich gesteigert werden. Neue Felder könnten ausgebeutet werden und die Ausnützung bestehender wesentlich verbessert werden. Grosser Energieaufwand und Umweltverschmutzung sind die Nachteile.
Möglicherweise könnten gar Erdbeben ausgelöst werden, wie bei der Geothermiebohrung in Basel, da das Gestein in der Tiefe aufgebrochen wird.
Insgesamt ist die Kernenergie risikoärmer und umweltfreundlicher, aber im heutigen politischen Klima in den deutschsprachigen Ländern darf das nicht ausgesprochen werden.
24. März 2013
In Pakistan sind Anfang März die Stahldächer der Druckwasserblöcke Chasma 2 + 3 aufgesetzt worden. Die Inbetriebnahmen sind für 2016 und 2017 vorgesehen. Chasma 1 ist der erste ausserhalb der Landesgrenzen gebaute chinesische Reaktorblock.
China will auch auf dem Kernkraftwerksmarkt eine wichtige Rolle spielen.
Japan lässt sich weder vom Tsunami vor zwei Jahren noch vom deutschen Atomausstieg beeindrucken. Die eigenen Kernkraftwerke sollen mit westlicher Technologie sicher gemacht werden, was hauptsächlich die französische Industrie freut. Ein Achtungserfolg gelang dem japanischen Toshiba- Konzern, der für das Kernkraftwerk Hanhikivi des Konzerns Fennovoima als Lieferant bevorzugt werden soll. Der EU- ABWR (Fortgeschrittener Druckwasserreaktor für EU- Länder) soll 1600 MW leisten.
Europas Industrie muss sich der asiatischen Konkurrenz stellen. Atomausstiege und Technologieverbote sind völlig deplatziert.
Haben wir nicht schon genug wirtschaftliche Herausforderungen?
21. März 2013
Die beiden EPR am Standort Hinkley Point C dürfen gebaut werden, da der Nutzen erwiesenermassen grösser ist, als die möglichen Nachteile, wie die Aufsichtsbehörde feststellte. Die beiden 1630 MW- Reaktorblöcke sind die ersten neuen KKW in Grossbritannien seit einem Vierteljahrhundert. Es ist damit das grösste Infrastrukturprojekt seit den 1950er- Jahren. Die Anlage wird rund 7 % der heute landesweit benötigten Elektrizität liefern.
20. März 2013
Im Aargau will die Politik an den geplanten Windrad- Standorten festhalten. Auch ein "Möhlinjet" soll möglich sein. Trotz endloser Diskussionen konnte sich die Vernunft nicht durchsetzen. Immerhin soll der Abstand zu Wohngebieten mindestens 300 Meter betragen, ebenso sollen Natur- und Grundwasserschutzgebiete verschont bleiben. Man will Windräder um (fast) jeden Preis- egal was es kostet und wie wenig es bringt. Dass es an geeigneten Standorten fehlt, ist schon bekannt, aber Hauptsache, es werden Zonen bestimmt, die verspargelt werden könnten, wenn es jemand bezahlen will...... Politik zum Kopfschütteln!
18. März 2013
Seit letzter Woche wissen wir, dass der Bundesrat die Atomausstiegs- Initiative der Grünen ablehnt und -wie bereits von Bundesrätin Leuthard gesagt- die Kernkraftwerke weiterbetreiben will "..solange sie sicher sind...".
Kernkraftwerke sind nach Meinung unserer Regierung sicher, trotzdem dürfen (warum eigentlich?) keine neuen Gebaut werden.
Die "Energiestrategie 2050" soll als indirekter Gegenvorschlag dem Parlament präsentiert werden.
Im Aargau hat das einfache Volk unterdessen eine eigene Meinung über die Energieministerin und den Atomausstieg; die völlig kopflose Abkehr vom (nötigen) Ausbau der Kernenergie kurz vor den eidgenössichen Wahlen 2011 kommt bei vielen sehr schlecht an.
Die Destabilisierung der Stromversorgung und Erschwerung von Investitionen sind die falsche Antwort auf die gegenwärtige Wirtschaftslage! Beznau 3 würde die Versorgung sichern und langfristig Arbeitsplätze schaffen.
17. März 2013
In dieser Woche ist das Fundament für den ersten AP- 1000 am Standort Vogtle in Georgia gegossen worden, wie World Nuclear News am 15. März berichtete. Auf der Baustelle von Vogtle-3 und 4 werden bis zu 5000 Menschen beschäftigt sein. Der Betrieb der beiden Einheiten wird 800 Menschen eine Dauerstelle garantieren. Die Arbeitsplätze sind hochwillkommen.
13. März 2013
Ein Kurzschluss, verursacht durch Bauarbeiten legte gestern Zürich- West mit einen vierstündigen Stromausfall lahm. Die Stromversorgung in der Schweiz ist sehr zuverlässig, aber verletzlich ist sie trotzdem. Die "Energiewende" ist ein Angriff auf die Versorgungssicherheit; gestern sah Zürich mögliche Auswirkungen.
13. März 2013
Am 11. März wurde das Fundament für den ersten der zwei AP-1000 des neuen Kernkraftwerkes Virgil. C. Summer in South Carolina gegossen. In 50 STunden wurden 5350 Kubikmeter Beton verarbeitet.
11. März 2013
Am 11. März 2011, um 14:46 Ortszeit (6:46 bei uns) erschütterte das Tohoku- Erdbeben die Ostküste Japans. Es ist das schwerste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren gemessene Erdbeben. Besonders verheerend war der vom Beben ausgelöste Tsunami. Insgesamt wurden über 20 000 Menschen getötet und gewaltige Zerstörungen angerichtet. Die Kernkraftwerke in der Region wurden automatisch abgeschaltet. Die Notstromversorgung der alten Reaktoren am Standort Fukushima Daiichi hielt den Wassermassen nicht stand, so dass es durch den Ausfall der Notkühlung zu Kernschmelzen kam. Damit haben unsere Kernenergiegegner nach einem Vierteljahrhundert ihr neues "Tschernobyl". Die neueren Reaktoren in Fukushima Daini und Onagawa überstanden Erdbeben und Tsunami auslegungsgemäss, ohne jede Gefährdung der Umgebung.
Schon das ganze Wochenende haben die Demonstranten gejubelt, in Deutschland wird heute und morgen -mit etwas geringerer Intensität- weiterdemonstriert. Interessant, dass -ausser im deutschsprachigen Raum und Frankreich- nirgendwo Grossdemonstrationen stattgefunden haben. Auch in Japan und Tamil Nadu (Südindien) will die Protestwelle nicht richtig anrollen, trotz Bemühungen und Investitionen von Greenpeace.
Die Toten des Erdbebens sind bei uns vergessen, ebenso die beklemmende Tatsache, dass wir Wohlstandseuropäer nicht einmal für ein weit schwächeres Beben vorbereitet wären- trotz erdbebenfesten und tsunamiresistenden Kernkraftwerken! Andere Gebäude sind kaum erdbebenfest, wir rechnen einfach nicht damit.
10. März 2013
Während in Deutschland gegen die sicheren Kernkraftwerke demonstriert wird, setzt die Welt weiter auf Kernenergie. Deutschland ist klüger als der Rest der Welt..... halb Deutschland kehrt dem verkohlten, geschröderten und heruntergemerkelten Land den Rücken; aber nicht um die Antikernenergie- Ideologie zu verbreiten, sondern um Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen zu entgehen!
Es gibt in unserem nördlichen Nachbarland aber auch besonnene Stimmen:
www.welt.de/wirtschaft/article114273680/Deutschland-verpasst-den-neuen-Atomkraft-Boom.html
10. März 2013
Nach Veranstalterangaben demonstrierten im norddeutschen Grohnde 20 000 Personen gegen deutsche Kernkraftwerke, nach Angaben der Polizei aber nur 2500 . Grohnde ist bekannt für Weltrekorde in der Jahresproduktion; Demonstrationen sind eher selten, der Druckwasserreaktor ist zu abgelegen.
Die "Berner Zeitung" verwandelte das Reaktorgebäude des Kernkraftwerkes Mühleberg in einen Turm und später in einen Kühlturm. Der "Tages- Anzeiger" schrieb die Story ab..... Christian Riesen (Vorstand Kettenreaktion) bemerkte den Fehler....
www.bernerzeitung.ch/region/bern/Greenpeace-projiziert-Fukushima-auf-Kuehlturm-Muehleberg/story/30870402
Hier Tatsachen zu den Havarien in Fukushima : fukushima.grs.de/
Die 20 000 Tsunamiopfer sind den Kernenergiegegnern schlicht egal, für sie zählen die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi, dass die neueren Anlagen in Fukushima Daini und Onagawa den Tsunami ohne Kernschmelzen überstanden, ist für sie ärgerlich, wird aber von unseren Medien weitgehend verschwiegen.
Der Medien- Tsunami um Fukushima ist ein Beispiel für die Manipulation der Massenmedien und wird auch wissenschaftlich erforscht:
www.kepplinger.de/files/Kepplinge&Lemke(2012)_Fukushima_in_Presse_und_Fernsehen.pdf
9. März 2013
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird heute "2 Jahre Fukushima" gefeiert, villeicht wird sogar der über 20 000 Erdbeben- und Tsunamitoten gedacht....
Auf jeden Fall wird demonstriert, der "Kapitalismus" verdammt (Chavez ist überall) und auch das Essen, Trinken und Rauchen kommt nicht zu kurz! Auch viele Politiker werden mitdemonstrieren oder mindestens mitpolemisieren. Der Strom kommt aus der Steckdose und die sensationell billigen Winterreifen aus Japan (kaufen auch die Grünen!) wurden wohl mit Strom aus Öl- und Gaskraftwerken hergestellt. Unsere Leserbriefschreiber stehen bereit!
8. März 2013
Es reicht! Wo man hinhört, haben alle die Nase voll von "Energiewende", "Atomausstieg" und neuen Steuern. Aber keiner macht etwas....... Es werden wohl Leserbriefe geschrieben, Kettenreaktion und AVES veranstalten Exkursionen, Standaktionen und Versammlungen.... aber es braucht deutlichere Zeichen, um den Regierenden klar zu machen, dass die Regierten nicht endlos zahlen wollen, damit einige wenige abzocken können!
Braucht es eine eidgenössische Initiative für neue Kernkraftwerke und einem Ende des "Atomausstiegs", damit die Politik endlich erwacht? Wie sollen die Deutschen, die keine Volksinitiative lancieren können, ihre Regierung vom antinuklearen Kurs wegbringen?
In Deutschland beschränkt sich der Widerstand keineswegs auf die Naturwissenschafter und die Unternehmer, immer mehr einfache Leute haben schlicht die Nase voll von einer zukunftsfeindlichen und realitätsfernen Aussteigerpolitik und kehren ihrer Heimat den Rücken.
8. März 2013
Medien- Tsunami zu Ende? In der heutigen Ausgabe des Zürcher "Tages- Anzeiger" werden die Auswirkungen der Kernschmelzen in Fukushima Daiichi relativiert; im Wirtschaftsteil werden umgekehrt die Betrügereien um Subventionen für Alternativenergien thematisiert. "Windreich" werde zur Belastung für die Bank Sarasin. Die Versprechungen, mit Subventionen hohe Gewinne zu erzielen, erweisen sich nicht immer als realistisch. Zum Teil steckt einfach Gier dahinter.....
7. März 2013
In Oftringen und Zofingen hält sich -wie überall- die Nachfrage nach Ökostrom in Grenzen. "Die Nachfrage nach Ökostrom ist in Zofingen klein und stagnierend", so wird Paul Marbach, der Geschäftsführer der Stadtwerke heute im "Zofinger Tagblatt" zitiert.
6. März 2013
Unsere Standaktionen haben mitgeholfen, die deutliche Ablehnung der "Subventions- Initiative" "Bern Erneuerbar" zu ermöglichen.
Entscheidend ist auch bei der Akzeptanz der Kernenergie die Motivation. Zu viele Menschen sind gleichgültig, solange der Strom zuverlässig aus der Steckdose kommt. Sich über Subventionsfreunde zu ärgern, ist eines, aber entscheidend ist, auch wirklich Nein zu unsinnigen Subventionen auf Kosten der Allgemeinheit zu stimmen! Die Rückmeldungen auf unsere Standaktione sind sehr positiv. Zusammen sind wir stark!
6. März 2013
2013 kann zum Glücksjahr werden, wenn man daran glaubt und dafür arbeitet. Auf jeden Fall ist es ein Jubliäumsjahr; kommendes Wochenden "feiern" viele Kernenergiegegner "2 Jahre Fukushima". Ob sie auch an die über 20 000 Tsunamiopfer denken?
Im Sommer 1953 fand in Düsseldorf unter dem Motto "Alle sollen besser leben" eine Rationalisierungsausstellung statt. Gezeigt wurden Rationalisierungsmittel aller Art. Wie wir heute wissen, ist eine effiziente Wirtschaft auf eine wirtschaftliche und sichere Stromversorgung angewiesen. Ein wichtiges Motiv für die saubere und ergiebige Kernenergie!
4. März 2013
Leider wurden wir gestern von Hackern heimgesucht. Die Angriffe auf Internet- Seite und Mailadressen sind unterdessen abgewehrt.
Über den Hintergrund der Täter ist nichts bekannt.
4. März 2013
Das Berner Volk hat "Bern erneuerbar" mit über 65 % abgelehnt. Die Initiative verlangte den weitgehenden Ersatz von Kernenergie und fossilen Brennstoffen durch "Erneuerbare Energien". Die Furcht vor den gigantischen Kosten (und dem Scheitern der Idee) überwog die Hoffnung auf eine rosarote Zukunft in der Träume wahr werden.
Nun ist verständlich, weshalb die Regierung ihren "Atomausstieg" ohne Abstimmung "durchdrücken" will. Warum die auf Kernenergie verzichten wollen, ist bis heute unklar.
Hoffen die auf Gazprom- Mandate (siehe Alt- Kanzler Schröder!) oder haben sie Aktien und/ oder Optionen von Ölkonzernen?
Je früher wir aus der "Energiewende" aussteigen, desto geringer ist der Schaden. In Deutschland wir es richtig teuer, rund 1 000 000 000 000 Euro.
3. März 2013
Das Ja zur Abzocker- Initiative fällt überraschend klar aus. Damit zeigen die Abstimmenden, dass sie von der Selbstbedienungsmentalität in den Teppichetagen die Nase voll haben.
Es ist dem Schweizervolk möglich, gegen eine satte Mehrheit der Politiker (inkl. Milliardär Blocher), die Bundesverfassung zu ändern!
Wir freuen uns auf die Abstimmung über den Atomausstieg unserer Politiker!
Am 18. Mai 2003 gab es in der finanzschwachen Gemeinde Dietikon eine Abstimmung über die Bezüge des von den Politikern bestimmten "Wirtschaftsförderers", der sich übermässig aus der Stadtkasse bediente. Das Volk lehnte die unbewilligten Zahlungen an den in einer reichen Gemeinde wohnenden Mann mit über 60 % ab. Die Abzockerei hörte sofort auf, aber ob aber von den bereits geleisteten unbewilligten Zahlungen etwas zurückgeholt werden konnte, ist unbekannt.
Ebenfalls am 18. Mai 2003 lehnte das Volk ähnlich deutlich zwei Antikernenergie- Initiativen ab.
Nehmen wir den Schwung der Abzockerinitiativen mit, um den "Atomausstieg" mit 70 % nein zu bodigen!
Auch der "Atomausstieg" ist eine Abzockerei, führt die "Energiewende" doch zu riesigen Subventionen, die von der Allgemeinheit bezahlt werden, von der aber nur eine Minderheit profitiert!
1. März 2013
Wie das Bundesamt für Energie schreibt, hat der Stromverbrauch im November 2012 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % abgenommen. Grund ist aber nicht der geplante Atomausstieg und auch nicht eine Abschwächung von Konjunktur oder Einwanderung, sondern ganz einfach die aussergewöhnlich milde Witterung.
Im Mittelland war der November im Vergleich zur Norm 1991- 1990 1,5 bis 2,5 Grad zu warm, in Höhenlagen 2 bis 3 Grad.
1. März 2013
Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt fast zwei Jahre nach den Kernschmelzen in Fukushima Daiichi das Strahlungsrisiko für die Bevölkerung als gering ein. In zwei Städten sei ein erhöhtes Krebsrisiko möglich.
Erdbeben und Tsunami töteten über 20 000 Menschen, bisher sind keine bleibenden Gesundheitsschäden durch die Auswirkungen der Kernschmelzen in Fukushima bekannt. Am 9. März feiern Kerneneriegegner "2 Jahre Fukushima". Ob auch der Tsunamiopfer gedacht wird?
1. März 2013
In Russland macht der Bau neuer Kernkraftwerke Fortschritte. In Nowoworonesch werden beim ersten Reaktor der zweiten Serie
die Hauptleitungen zusammengeschweisst. Dabei kommt ein neues Schweissverfahren zum Einsatz, das speziell für WWER-1200 Reaktoren optimiert worden ist. Die zwei zusätzlichen Reaktorblöcke werden 2014 und 2016 ans Netz gehen.
In Rostov werden die Dampferzeuger der Einheiten 3 und 4 installiert, die ebenfalls 2014 und 2016 Strom liefern werden.
Bereits Ende 2013 soll der Schnelle Brüter in Beloyarsk erstmals kritisch werden. Dort wird unterdessen das Brennelement- Lagerbecken gebaut.
Am Standort Leningrad II werden die unteren Teile der Reaktorgebäude betoniert.
1. März 2013
Auch in der Schweiz kommen 29 energieintensive Unternehmen in den Genuss einer reduzierten "Ökostrom- Abgabe", damit sie gegenüber der ausländischen Konkurrenz nicht übermässig benachteiligt sind. Neben den Stahlwerken, Giessereien, Glashütten und Papierfabriken und anderen energieintensiven Betrieben sind das auch die Schweizerischen Rheinsalinen. Dies berichtete die Fernsehsendung "10 vor 10 im Februar. Die Politik hat darauf nicht gross reagiert. Solange es in den Amtsstuben und Regierungsgebäuden schön warm und hell ist...
25. Februar 2013
Merkels Atomausstieg schadet nicht nur Deutschland, sondern auch dem Weltklima, weil die fehlende Kernenergie zunehmend durch fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdgas (Schröder profitiert!) ersetzt wird. 2012 unterschritt die Produktion von Atomstrom mit 99 Mrd. Kilowattstunden KWh seit Jahrzehnten erstmals die Grenze von 100 Terawattstunden.
Braunkohle (besonders schmutzig) war auch 2012 mit 25,7 % die wichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung, ein Jahr vorher waren es nur 24,7 %. die vielgelobten "Alternativenergien", zu denen auch die ganz normale Wasserkraft gezählt wird, erreichten dagegen nur 22,1 %. Die Steinkohle liegt mit 19,1 % unterdessen vor der Kernenergie mit 16,1 %. Deutschland konnte 2012 dank Verbrauchsrückgang der Industrie und grosszügiger Verwendung fossiler Brennstoffe zum Ausgleich der Schwankungen bei "Alternativenergien" netto 23,1 Terawattstunden exportieren, was rund die Hälfte der französischen Stromexporte ausmacht.
Im Gegensatz zu den Franzosen verlieren die Deutschen mit den Stromexporten viel Geld, da sie teuren bis unbezahlbaren Strom auf dem Markt zu Schleuderpreisen verkaufen müssen. Dafür müssen die Stromkunden geradestehen.....
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der von Schröder eingeleiteten und von Merkel rücksichtslos durchgezogenen "Energiewende" sind für immer mehr Deutsche ein wichtiger Auswanderungsgrund....
25. Februar 2013
China hat seine erste selbst entwickelte Uranzentrifuge im Lanzhou Nuclear Fuel Complex in Betrieb genommen. Seit 1964 wird in Lanzhou Uran angereichert; erst für militärische Zwecke, dann für Forschungsreaktoren und ab 1991 für die Kernkraftwerke.
In Hanzhun sind seit 1997 russische Zentrifugen im Einsatz. China hat die Urananreicherung ab 1997 weitgehend vom früher üblichen Diffusionsverfahren auf die effizienteren Zentrifugen umgestellt.
25. Februar 2013
Berlusconi kommt wieder- und mit ihm die Kernenergie? Für unsere Zeitungen ist der Schürzenjäger und Medienzar der Inbegriff des Bösen in der italienischen Politik; für seine Wähler anscheinend nicht. Bei uns dominieren die Frauengeschichten und Steueraffären. Verschwiegen wird seine politische Arbeit. Berlusconi bemühte sich beispielsweise in den letzten Jahren sehr um neue Kernkraftwerke- seine guten Beziehungen zu Nicolas Sarkozy waren da von Vorteil. Junge Italiener wurden in Frankreich ausgebildet- mehr als nur Populismus für ein Land, dessen Wettbewerbsfähigkeit wegen der ungenügenden Ausbildung der meisten Arbeitskräfte schwach ist.
Die ehrgeizigen Baupläne für Kernkraftwerke mit französischen EPR- Druckwassereaktoren wurden schliesslich vom Volk an der Urne abgelehnt. So mächtig, wie bei uns dargestellt, scheint Berlusconis Mediaset nicht zu sein.
www.lefigaro.fr/societes/2008/09/19/04015-20080919ARTFIG00688-italie-une-centrale-nucleaire-en-.php
24. Februar 2013
Heute hat die SVP des Kantons Luzern die Ausstellung Time Ride der Nagra im Verkehrshaus besucht und interessante Kurzvorträge von Armin Murer (Nagra), Felix Müri (SVP) und Thomas Zwald (VSE) gehört. Die Endlagerung radioaktiver Abfälle ist technisch ist im Ausland wie in der Schweiz machbar, die Lösungsvorschläge der Nagra sind sehr perfektionistisch.
Der überhastete Atomausstieg von Energieministerin Leuthard stellt die Politik vor sehr grosse Probleme, denn die Stromlücke lässt sich bekanntlich nicht mit Solarzellen und Windrädern schliessen, denn weder Sonnenschein noch Windstärke lassen sich politisch steuern. Die politische Steuerung vieler Stadtwerke stellt wiederum den VSE vor grosse Herausforderungen; für die Versorgungssicherheit sind die heutigen Kernkraftwerke unverzichtbar und in naher Zukunft werden neue benötigt, aber die Elektrizitätswerke vieler Städte wollen in einigen Jahrzehnten auf Atomstrom verzichten. Die zukünftigen Politiker werden den Scherbenhaufen aufräumen und den Atomausstieg rückgängig machen müssen, aber woher soll der Strom kommen, bis die neuen Kernkraftwerke laufen? Darauf gibt es weder technische noch politische Antworten. Unbestritten bleibt, dass die im Kanton Luzern wichtigen energieintensiven Industrien auf erträgliche Strompreise angewiesen sind. Nationalrat Felix Müri und Gemeinderat Peter With setzen sich dafür ein! Leider ist die in Luzern sehr wichtige CVP an der Energiepolitik nicht interessiert und hängt gar rotgrünen Träumen nach, statt sich für die Energiezukunft einzusetzen. Peter With setzt sich mit www.igel.lu für die Stromkonsumenten ein!
22. Februar 2013
Am 11. März jährt sich das Tohoku- Erdbeben in Japan zum zweiten Mal. Durch die Erschütterungen und den Tsunami wurden über 20 000 Menschen getötet; unvorstellbare Verwüstungen zeichnen die betroffene Küsten, Schiffe wurden ins Landesinnere geworfen, Oel und Chemikalien ins Meer geschwemmt. Die ungeschützten Notstromdiesel des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi wurden überflutet, was in drei Reaktoren eine Kernschmelze verursachte. Fukushima Daini und Onagawa blieben sicher, sind aber äusserlich beschädigt.
Ein vergleichbares Erdbeben etwa in der Region Basel wäre unvorstellbar, denn bei uns sind fast alle Gebäude nur ansatzweise erdbebensicher. Uns schützt das vergleichsweise geringe Erdbebenrisiko.
Am 9. März "feiern" deutsche und schweizerische Kernenergiegegner die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi, zahlreiche Veranstaltungen sind angesagt. Das norddeutsche Kernkraftwerk Grohnde, bekannt für seine Produktionsweltrekorde, ist eines der Ziele für wohlstandsmüde Demonstranten. Die über 20 000 Opfer des Tsunami sind kein Thema, zu weit weg, bei uns gibt es keine schweren Erdbeben und Tsunamis.....
22. Februar 2013
Der Winter will nicht enden, es bleibt kalt und die Bise bläst kräftig. Der Heizölpreis verharrt weiter über 100 Franken je 100 Liter.
Nachtstrom kostet bei den meisten Elektrizitätswerken trotz sich abzeichnender Stromlücke immer noch um die 10 Rappen / Kilowattstunde oder gar weniger. Damit sind Elektrospeicherheizungen günstiger als Ölheizungen, denn aus einem Liter Öl lassen sich auch mit einem Kondensationskessel nicht mehr als 10 Kilowattstunden Wärme gewinnen, zudem ist der Wartungsaufwand deutlich geringer. Zusätzlicher Vorteil ist die Verbesserung der Netzauslastung, da die Speicher -gesteuert durch den Netzbetreiber- in der Zeit mit dem geringsten Stromverbrauch aufgeladen werden können.
Mit Strom heizen wäre auch umweltfreundlicher, wenn die Schweiz ihren Verbrauch ganzjährig mit Wasser- und Kernkraftwerken abdecken könnte.
Tatsächlich wird heute europaweit immer mehr Strom aus fossilen Brennstoffen erzeugt, beispielsweise aus russischem Erdgas oder kolumbianischer Kohle. In Deutschland gelten beide Brennstoffe als unentbehrlich für die "Energiewende", politische, wirtschaftliche oder ethische Bedenken werden ignoriert.
Durch die Northstream- Pipeline (Aufsichtsratsvorsitzender: Gerhard Schröder, Initiant des Atomausstiegs) ist Westeuropa, insbesondere Deutschland, stärker von Russland abhängig geworden. Gas kann nur für einen kurzen Zeitraum gespeichert werden.
Osteuropäischer Atomstrom wird eine wachsende Rolle spielen, weil die Abhängigkeit auf verschiedene Länder verteilt wird, ist sie weniger riskant. Frankreichs Atomprogramm stockt, während die Bevölkerung und damit der Stromverbrauch weiter wachsen.
Auch Minergiehäuser sind bei der gegenwärtigen Kälte nicht so energieautark, wie man gerne glaubt; um Feuchtigkeit zu vertreiben, muss zumindest im Badezimmer geheizt werden. Wohl kaum mit Holz oder Kuhmist, auch nicht mit Sonnenkollektoren, wohl eher......... elektrisch! Weil die Sonnenkollektoren tief zugeschneit sind, haben Warmduscher verloren.....
22. Februar 2013
In unseren Zeitungen sind fast nur schlechte Wirtschaftsnachrichten über Spanien zu lesen. Nur die Investitionen von Audi und Renault hellen das Bild des südeuropäischen Krisenlandes, in dem die Siesta wichtiger sein soll als die Arbeitsleistung, etwas auf.
Doch auch auf dem Nuklearsektor zeigt Spanien Konkurrenzfähigkeit; Iberdrola Ingieneria beendete Auftrag erfolgreich, die Leistung des mexikanischen Kernkraftwerkes Laguna Verde um 20 % zu erhöhen und die Lebensdauer zu verlängern. Die Spanier haben dabei mit Alstom Mexicana zusammengearbeitet, die 3 % des Auftragsvolumens ausgeführt hat.
22. Februar 2013
Politiker lassen Bürger frieren; Bulgariens Kernkraftwerk Kozloduj mit seinen sechs in den 1970er und 1980er erbauten Druckwasserreaktoren half bis 2002 den inländischen Bedarf zu decken und ermöglichte lukrative Stromexporte in die Nachbarländer. Zwischen 2002 und 2006 mussten die vier älteren Blöcke auf Druck der EU vom Netz genommen werden.
Der Bau neuer Kernkraftwerke scheiterte bisher hauptsächlich aus Kostengründen, obwohl das Volk sich in einer Konsultativabstimmung vor ein paar Wochen klar für neue KKW ausgesprochen hat.
Nun herrscht ein eigentliches Chaos in Bulgariens Stromversorgung; die Stromlücke ist da; Strom ist teuer und die Versorgung unsicher. Es gibt bereits Massendemonstration und Cyber- Attacken gegen die Stromversorger, insbesondere die tschechisch dominierte CEZ- Bulgaria. Die Regierung unter Präsident Boyko Borisov will die Versorgungsunternehmen nationalisieren, was weder den Tschechen noch der EU gefallen wird und die aktuten Probleme auch nicht löst, denn neue Kraftwerke können nicht von heute auf morgen gebaut werden. Alternativenergien und Stromerzeugung durch Reden und Studien helfen im strengen osteuropäischen Winter nicht weiter; über Stromlieferungen aus Griechenland, wo doch zumindest die Industrie eifrig Strom spart, ist bisher nichts bekannt geworden.....
22. November 2013
Die Türkei macht vorwärts; das Bauunternehmen Ozdogu Construction and Trage Co erhält den Auftrag für die Vorarbeiten für das Kernkraftwerk Akkuyu. Rosatom wird die nuklearen Ausrüstungen liefern.
19. Februar
Deutsch- französische Zusammenarbeit bei der "Energiewende":
http://www.bmu.de/themen/
Ob dabei etwas sinnvolles herauskommt?
Gegen Energiesparmassnahmen ist sicher nichts einzuwenden, aber Windräder und Solarzellen auf Kosten der Allgemeinheit?
18. Februar 2013
Hans Achermann und Michael Fehr haben am Samstag in Thun zusammen mit zahlreichen Helferinnen und Helfern eine vielbeachtete Standaktion durchgeführt.
Hier der Bericht:
"Wir verschenkten unsere meinungsbildenden Manifeste, schenkten den Thunern klaren Wein ein und klärten die Luft vom verführerisch fein riechenden Duft der Energiewende, die uns eine trockene zusammengeschrumpfelte teure Zukunft ohne Saft und Gewicht hinterlassen würde. Sollten die Berner oder mind. die Berner Oberländer zur kantonalen Vorlage am 3 / 4. März „Nein“ sagen, dann ist es auch ein Verdienst der Kettenreaktion."
17. Februar 2013
Planen die beiden alten Freunde Schröder und Putin den nächsten Coup auf dem europäischen Energiemarkt?
Die Indizien für eine Hochspannungsleitung entlang der Ostsee- Pipeline von Gazprom verdichten sich:
www.deutschland.net/content/energiewende-ostsee-trasse-fuer-strom-aus-kernenergie-nordkurier-telepolis-kopp-bundestag
Tatsächlich wurde diese Frage bereits 2012 im Bundestag diskutiert, zudem ist die Idee, vom neuen russischen Kernkraftwerk Kaliningrad (2x 1200 MW) Strom zum stillgelegten 5x 440 MW Kernkraftwerk Greifswald zu transportieren, einleuchtend. Die Netzanbindung dürfte einfach sein, die Verbindung durch die Ostsee, (teilweise) entlang der bereits in Betrieb stehenden Gaspipeline auch. Aber die Risiken technischer, politischer und wirtschaftlicher Art?
Da auch unsere Regierung eine "Energiewende" mit Stromimporten plant, sind die Entwicklungen auf dem europäischen Strommarkt auch für uns hochinteressant. Wie entwickeln sich die Energiepreise und die Versorgungssicherheit in den nächsten Jahren?
15. Februar 2013
Der französische Präsident Francois Hollande und Indiens Premierminister Manhoman Singh bekräftigen die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kernenergie. Die Verhandlungen zum Bau von bis zu sechs EPR-1600 Druckwasserreaktoren in Jaitapur im Bundesstaat Maharastra seien auf gutem Weg. Die Franzosen werden die Reaktoren und Dienstleistungen dazu liefern.
12. Februar 2013
Tepco muss den billigen Atomstrom durch teuren aus fossil- thermischen Kraftwerken ersetzen. Entsprechend steigen die Importe von Flüssiggas, sowie Schwer- und Rohöl. So sollen u. a. jährlich 800 000 Tonnen Flüssiggas aus Louisiana (USA) über 20 Jahre bezogen werden. Die hohen Kosten werden dem Stromkonzern entsprechende Verluste bescheren. Dazu kommt die Luftverschmutzung im dichbesiedelten Japan und die Klimabelastung durch das Kohlendioxid.
11. Februar 2013
Russland macht mit den metallgekühlten Schnellen Brütern vorwärts; diese Reaktoren der vierten Generation sollen auf dem Weltmarkt erfolgreich werden. Im eigenen Land werden Druckwasserreaktoren der dritten Generation gebaut. Diese ersetzen Gaskraftwerke. Das eingesparte Gas wird nach Westeuropa exportiert, wo Gaskraftwerke Kernkraftwerke ersetzen sollen...... "Gas Gerd" Schröder und sein "lupenrein demokratischer Freund" Putin lachen, ihre Schatullen werden prall gefüllt, während Millionen Deutsche (und Italiener) unter den hohen Stromtarifen stöhnen.... selbst schuld, wer arm geboren ist....... Schröder war einst Sozialist und Putin Kommunist....
Die Freie Marktwirtschaft belohnt die Schlauen und bestraft die Dummen!
10. Februar 2013
China und Argentinien bauen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kernenergie aus. Das lateinamerikanische Land
soll von einem umfassenden Technologietransfer profitieren.
3. Februar 2013
Unser Verein hat sich ausführlich zur Energiestrategie des Bundes geäussert:
Bern, den 12. Januar 2013
Stellungnahme zur Vernehmlassungsvorlage ‚Energiestrategie 2050’
Sehr geehrte Damen und Herren
Grundsätzlich ist der Verein ‚Kettenreaktion’ klar der Meinung, dass die heutige, praktisch CO2-freie und quasi zu 100% auf inländisch produziertem Strom beruhende Elektrizitätsversorgung der Schweiz sicher und qualitativ hochstehend ist. Die Prosperität der vergangenen 40 Jahre ist dabei zu einem guten Teil der zuverlässigen Kernenergie zu verdanken. Ein Ausstieg aus der Kernenergie ist daher für unsere Vereinsmitglieder nicht akzeptabel und die vorgeschlagene ‚Energiewende’ ist keine Zukunftsoption. Wir sind der Meinung, dass die Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie voreilig und ohne eine saubere Analyse als Entscheidungsgrundlage erfolgte. Der Bundesrat hätte unseres Erachtens die Bevölkerung transparent informieren und die Pros und Cons sauber für eine Volksbefragung aufbereiten müssen. Da dies nicht erfolgt ist, erachten wir die Energiewende – ohne dem Einsatz von zusätzlichen nachhaltigen erneuerbaren Produktionsträgern zu opponieren – als ein Abenteuer, das sich die Schweiz nicht leisten kann.
Zur Kernenergie
- Wir lehnen das neu im Kernenergiegesetz (KEG) festgehaltene Verbot des Erteilens von Rahmenbewilligungen für Kernkraftwerke ab (Art.12, Abs. 4 neu und Art. 106 Abs. 1bis). Als Anlass für dieses Verbot können wir uns nur Parteitaktik vorstellen. In Art. 48 des KEG ist festgehalten, wer für die Rahmenbewilligung einer Kernanlage zuständig ist. (Bundesrat, Bundesversammlung, fakultatives Referendum). Unserer Ansicht nach genügt diese Reglung – auch weil ja kein Anrecht auf eine Rahmenbewilligung besteht.
- Auf Seite 18 des Berichtes wird das Vier-Säulen-Prinzip der Energiestrategie 2007 zitiert. In der Medienmitteilung vom 21. 2. 2007 stand dazu auch: „Der Bundesrat setzt weiterhin auf Kernenergie. Er erachtet den Ersatz der bestehenden oder den Neubau von Kernkraftwerken als notwendig.“
Der Verein ‚Kettenreaktion’ bedauert es ausserordentlich, dass der Unfall in Fukushima in der Schweiz eine fundamentale Wende in dieser Strategie bewirkt hat, welche weltweit – abgesehen von Deutschland – nirgends Gefolgschaft gefunden hat. Er beurteilt diese Wende als eine unüberlegte, partei- und wahlpolitisch motivierte Aktion, welche mit dem Einsatz von Gaskraftwerken der Lösung des CO2-Problems einen Bärendienst erweist und das Letztere eher mit dem Geldbeutel als mit einem Beitrag in natura mildern will.
- Wir legen Wert darauf, dass, wie in 2.2.6 im Zusammenhang mit dem Kernenergiegesetz erläutert, ‚Bildung, Lehre und Forschung in sämtlichen Energietechnologien ... weiterhin unterstützt werden’, d.h. auch in der Kerntechnik. Unser Land hat ein eminentes Interesse daran, dass die Kernenergie sicher genutzt wird – unabhängig von deren Dauer – und auf zweifelsfrei abgeklärten Grundlagen beruht.
Nebst der Einreichung des ausgefüllten Fragebogens (siehe Beilage) gestatten wir uns, zu weiteren Punkten der Vernehmlassung Stellung zu nehmen. Wir wollen mit unseren Bemerkungen zu einer vernünftigen Energiepolitik bis ins Jahr 2050 beitragen.
Zur Energiestrategie 2050
· Die Energiestrategie 2050 führt gemäss dem vorliegenden Bericht zu einer Planwirtschaft, die mit der liberalen Grundhaltung der Schweizer Bevölkerung nicht vereinbart werden kann. Ein Beispiel dazu ist der angestrebte Wegfall des Subsidiaritätsprinzips (siehe Art.5 des Energiegesetzes und Vernehmlassungsvorlage Seite 79).
· Die Energiestrategie 2050 gleicht in vielem einer Reise ins Blaue. Mit Aussagen wie „muss später geregelt werden“, „muss mit Verträgen sichergestellt werden“, „erstes Massnahmenpaket“, „eingespart werden müssten“, „nur teilweise berücksichtigt“ „ Für die Zeit nach 2020 muss die Energiepolitik strategisch neu ausgerichtet werden“ etc. sind wohl zu viele nicht quantifizierte Unsicherheiten vorhanden.
· Gemäss Art 89 der Bundesverfassung sind Bund und Kantone für eine ausreichende, breit gefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung verantwortlich. Mit den vorgestellten Massnahmen ist nicht nur die sichere und wirtschaftliche Energieversorgung in Frage gestellt, sondern wegen des geplanten Einsatzes von Gaskraftwerken auch die Umweltverträglichkeit.
· Wichtige Annahmen in den Modellrechnungen stehen auf wackligen Füssen:
o Die Leistung der Pumpspeicherkraftwerke wird um rund 5.7 GW erhöht (S. 71); wo wäre da in den Alpen noch Platz?
o Photovoltaik-Anlagen werden im Jahr 2050 eine installierte Leistung von ca. 9 GW haben (Prognos-Bericht S. 815), was mit der heutigen Solarzellen-Technologie einer Fläche von 100 km2 entspricht, d.h. mehr als 10 m2 pro Einwohner.
o Das Prognos-Modell musste sich im Interesse der praktischen Durchführbarkeit aufs Inland beschränken und die Wechselwirkungen und Schnittstellen mit dem Ausland ausblenden – ein Sachverhalt, den wir angesichts der offenbaren Notwendigkeit von Stromimporten und der mancherorts propagierten Funktion der schweizerischen Speicherseen für den europäischen Stromverbund sehr bedauern.
o Es werden lokale, saisonale Energiespeicher vorausgesetzt (S. 73); solche sind Wunschträume.
o Hat das im Ecoplan-Bericht verwendete Modell SWISSGEM_E der volkswirtschaftlichen Auswirkungen je eine Bewährungsprobe zu bestehen gehabt, beispielsweise anhand der Zahlen über die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz in den letzten vierzig Jahren?
· Die Energiestrategie 2050 geht praktisch überall von absoluten Zahlen aus. Strategien, die sich mit Zielen für 2050 auseinandersetzen, sollten eigentlich entsprechende Bandbreiten aufweisen, mit Hinweisen darauf, welche Konsequenzen Abweichungen von den Modell-Eingabewerten haben. Dieses Problem wird auch im Prognos-Bericht unter 2.6 angesprochen.
· Wir haben daher grosse Zweifel, dass die nach der Ausserbetriebnahme der bestehenden KKW entstehende Stromlücke durch die vorgeschlagenen Massnahmen aufgefangen werden könnte.
· In 1.6.4 der Energiestrategie 2050 wird ausgesagt, dass mit dem Szenario NEP (‚Neue Energiepolitik’) die energiebedingten CO2-Emissionen im Jahre 2050 nur rund 1 bis 1,5 t pro Kopf betragen sollen. Laut Ecoplan-Bericht „Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer ökologischen Steuerreform“ vom 12.09.2012 wären zur Erreichung dieses Zieles für das Jahr 2050 eine hohe CO2-Abgabe von rund 1‘140 CHF/t CO2 (entspricht 2.75 CHF/Liter Benzin oder 3.05 CHF/Liter Heizöl EL) und eine Stromabgabe von rund +40% (als Zuschlag auf dem Strompreis) nötig. In der Energiestrategie 2050 vermissen wir eine entsprechende Aussage.
· Vom Primärenergiebedarf werden heute ca. 25% durch elektrische Energie und ca. 67% durch fossile Energieträger abgedeckt (Energiestatistik 2011). Unserer Ansicht nach wird in der Energiestrategie 2050 die elektrische Energie überproportional reguliert.
Zu den neuen erneuerbaren Energien
· Die Förderung der neuen erneuerbaren Energien auf öffentlichen Bauten wird durch den Steuerzahler finanziert! Es ist dies also eine weitere versteckte Abgabe.
· Wir sehen keinen Grund den alten Artikel 7 des EnG im neuen EnG ersatzlos zu streichen. Dieser Artikel gewährt mit seiner Teildeckelung für die einzelnen Produktionsarten eine wichtige gesetzlich geregelte Gewichtung entsprechend der Produktionsmöglichkeit.
· Da sich neue Gebäude ab 2020 im Bereich Wärmeenergie ganzjährig möglichst selbst versorgen sollen (Seite 33) ist eine zusätzliche Spitzendeckung mit externen Energieträgern sinnvoll. Ein Verbot von Widerstandsheizungen und Elektroboilern ist daher nicht zielführend.
- Die bis zum Jahr 2025 neu zugebauten Quellen von erneuerbaren Energien werden mit grosser Wahrscheinlichkeit um das Jahr 2050 zum Ersatz anstehen. Der Bericht gibt keine Auskunft darüber, wie mit diesem Problem umgegangen werden soll.
Zur Fotovoltaik
· Nichts verdeutlicht wohl die Ineffizienz und überzogene Vergütung von Photovoltaikanlagen besser als der nachstehende Auszug aus dem Geschäftsbericht der Stiftung KEV für das Jahr 2011.
|
Technologie |
Anzahl Anlagen |
Inst. Leistung kW/ Anlage |
Stromproduktion MWh/Anlage |
Stromproduktion GWh |
Anteil (%) |
Gesamtvergütung CHF/MWh |
|
|
Wasserkraft |
244 |
449 |
1‘985 |
484 |
46 |
156 |
|
|
Photovoltaik |
2‘639 |
22 |
20 |
52 |
5 |
646 |
|
|
Windenergie |
17 |
1‘350 |
2‘697 |
46 |
4 |
185 |
|
|
Geothermie |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
|
Biomasse |
173 |
527 |
2‘727 |
471 |
45 |
209 |
|
|
Gesamt |
3073 |
92 |
344 |
1053 |
100 |
202 |
|
· Die Förderung von Fotovoltaikanlagen auf Privathäusern ist asozial, da ein grosser Teil der Fördergelder durch Mieter aufgebracht werden muss (KEV-Abgabe).
· Der Aufwand für den Ausbau des Verteilnetzes infolge der zunehmenden dezentralen Einspeisung von erneuerbarem Strom in Höhe von 3,9 bis 12.6 Mia Fr. (S. 121) entspricht in etwa den Kosten für den Ersatz eines vorhandenen Kernkraftwerks an seinem Standort. Die Figur II.3-24 im Prognos-Bericht illustriert, dass aus dem Verteilnetz im Juni 2050 tagsüber bis zu 4'000 MW Solarstrom in Speicherwerke transferiert würde. Hingegen würde diese Investition im Dezember brachliegen (Figur II.3-26). Eine kostspielige Stromerzeugungsmethode!
· Da neue erneuerbare Energien zum grossen Teil stochastisch anfallen, muss dem Netzbetreiber zum Erhalt der Netzstabilität die Möglichkeit zu einer Reduktion der Einspeisung gegeben werden. Das ist heute in Deutschland bereits ein Thema. Daraus entstehende Einbussen beim Produzenten sollen nicht vergütet werden müssen.
· Da die eingestrahlte Sonnenenergie bei der Nutzung durch Solarwärmeanlagen ca. 4 mal besser umgewandelt wird als bei Fotovoltaikanlagen müsste die zur Verfügung stehende Dachfläche vorwiegend für die Wärmenutzung verwendet werden. Zudem ist bei der Wärmenutzung kein aufwändiger Ausbau einer Netzinfrastruktur notwendig, kann doch die anfallende Wärme in einem Wasserspeicher im Haus oder durch Speicherung im Boden einfach und ortsnah gespeichert werden. Wir lesen im Bericht keine Aussagen darüber. Im Gegenteil soll gemäss Angabe auf Seite 35 aus CO2-Abgaben die Fotovoltaik gefördert werden.
Zum Strommarkt
- Die Schweiz hatte bis heute eine tadellos funktionierende Stromversorgung zu akzeptablen Preisen. Mit den vorgeschlagenen Markteingriffen wird die angestrebte Liberalisierung wieder zunichte gemacht.
- Auf Seite 30 erwähnt der Bericht, dass Stromimporte weiterhin für eine sichere Stromversorgung notwendig sein werden. Gleichzeitig wird erwähnt, dass heute ein wesentlicher Teil der Schweizer Energieversorgung mit Strom aus französischen Kernkraftwerken gedeckt wird. Durch die vorhandenen Verträge erfolgt dies heute zu günstigen Bedingungen. Im Bericht wird nirgends darauf eingegangen, dass durch den Wegfall dieser Verträge in Zukunft höhere Importpreise bezahlt werden müssen.
- Der heutige tiefe Strompreis in Europa darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass bis zum Jahre 2050 in ganz Europa mit einer Erhöhung des Strompreises gerechnet werden muss. Dies vor allem deshalb, weil viele der heute für den tiefen Strompreis verantwortlichen Produktionsanlagen bis dann ersetzt werden müssen. Mit der auf Seite 74 gemachten Aussage, dass darüber keine verlässlichen Prognosen gemacht werden können, stimmen wir überein. Auch den langfristig steigenden Trend halten wir für gegeben.
- Bereits die laufenden Verhandlungen über das Stromhandelsabkommen zeigen auf, wie erpressbar die Schweiz auf dem Energiesektor ist. Diese Tendenz der Erpressbarkeit wird wohl in Zukunft noch zunehmen. Die Mitgliedschaft der Schweiz, wie unter Kapitel 1.1.5, Seite 22 erwähnt, in verschiedenen internationalen Organisationen wird hier kaum Hilfe leisten.
- Falls durch die neue Strategie besonders im Winter hohe Importe von elektrischer Energie notwendig sind, so wird die Transitleistung im Höchstspannungsnetz der Schweiz entsprechend abnehmen. Das Interesse der EU an der Schweiz als „Stromdrehscheibe“ wird damit wohl auch drastisch sinken. Damit wird die Verhandlungsposition der Schweiz geschwächt werden.
- Falls für fossil-thermische Kraftwerke weiterhin eine hundertprozentige CO2-Kompensation verlangt wird, so werden diese Anlagen nur teuren Strom liefern können. Dies auch deswegen, weil sie wegen der jahreszeitlich schwankenden Einspeisung aus neuen erneuerbaren Energien nicht ganzjährig mit hoher Last gefahren werden können; dies illustrieren der Hauptbericht (S. 73) und der Anhang II.3 zum Prognos-Bericht 2012.
- Die Zielvorgabe für Elektrizitätsverbrauch gemäss Art. 43-44 im neuen Energiegesetz führt zu einem grossen administrativen Aufwand. Zudem kann ein Elektrizitätslieferant wohl kaum die wirtschaftliche Entwicklung und die Bevölkerungszunahme in seinem Absatzgebiet beeinflussen.
Das CO2-Problem – international abgestimmt?
- Wir vermissen eine klare Information, wie realistisch die wichtigste Annahme ist, die dem Szenario ‚Neue Energiepolitik’ zugrunde liegt: Es wird nämlich eine ‚international abgestimmte CO2-Reduktions- und Energieeffizienzpolitik’ vorausgesetzt. Unserer Meinung nach ist eine solchermassen postulierte Harmonisierung illusorisch. Im heutigen Konkurrenzkampf der Werkplätze sind der Strompreis und die Qualität der Stromversorgung wesentliche Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Davon hangen zu einem guten Teil die Konkurrenzfähigkeit der Industrie und damit längerfristig die Arbeitsplätze ab.
Unnötigerweise beeinträchtigte Versorgungssicherheit
- Wir vermissen im Bericht ein Konzept zur strategischen Vorratshaltung von Erdgas. Unter 1.7 wird im vierten Spiegelstrich vermerkt, dass der Energieträger Gas in Zukunft für die Schweizer Energieversorgung an Bedeutung gewinnt. Das Problem ist offenbar erkannt: ‚... ist ein ununterbrochener Energiefluss mit entsprechenden Speicherkapazitäten aufrecht zu erhalten (S. 12)’. Zwar rückt die Eröffnung des südlichen Gaskorridors nach dem Baubeginn der sog. Southstream- Leitung näher. Hinter dieser Leitung steht jedoch der gleiche Staat wie bei Northstream. Der Bau weiterer Leitungen (Nabucco „Light“ oder TAP) ist ungewiss.
- Die auf Seite 16 des Berichts erwähnte Erdgasversorgungsverordnung der EU sagt explizit, dass Drittländer im Krisenfall erst in zweiter Linie berücksichtigt werden. Somit wird die angestrebte Teilnahme am Gaskrisenmechanismus der EU (S. 73) dringend; trotzdem bleibt sie nur eine Teillösung, sofern sie überhaupt möglich ist..
- Einen grossen Vorteil stellt für den Verein ‚Kettenreaktion’ die Vorratshaltung am Standort von Kernkraftwerken dar. Auf Grund des grossen Energieinhaltes von Kernbrennstoff lagern bei den Kraftwerken Brennstoffvorräte für mindestens 1 – 2 Jahre Betrieb! Würden stattdessen GuD-Kraftwerke eingesetzt, so würde unser Land unnötigerweise seine vorhandene Schwachstelle im Bereich der Gebäudeheizung im Winter auf die Stromerzeugung ausdehnen. Die Diversität im Gebiet der Primärenergieversorgung würde empfindlich geschmälert.
Inkaufnahme wirtschaftlicher Nachteile
- Eine ökologische Steuerreform (in 1.5) lehnen wir auf Grund der dadurch entstehenden massiven Eingriffe ab. Eine solche Reform kann nie aufkommensneutral sein. Die dazu notwendige Verwaltung wird auf allen Stufen hohe Kosten verursachen.
- Viele Häuser mit elektrischen Widerstandsheizungen besitzen keine zentrale Wärmeerzeugung. Der Umbau ist daher mit hohen Kosten für eine zentrale Wärmeeinleitung verbunden. Der Bericht erwähnt nicht, ob für solche kostspielige Sanierungen entsprechend höhere Beiträge erwartet werden können.
- Wenn verlangt wird, dass Gebäudetechnikanlagen auf dem jeweils aktuellsten Stand der höchsten Energieeffizienz betrieben werden müssen (Seite 36), ist das wenig praxisgerecht. Sinnvoll ist es, dass dann, wenn eine Anlage wirklich einmal ersetzt oder saniert werden muss, Geräte mit hoher Energieeffizienz zum Einsatz kommen.
- Unter dem Abschnitt 3.3.4 wird erwähnt, dass mit einer starken Nachfrage des öffentlichen Verkehrs zu rechnen sei. Wie kann man diese Aussage unkommentiert machen, nachdem schon heute der öffentliche Verkehr Mühe bekundet genügend Kapazitäten bereit zu stellen und Politiker schon heute einen höheren Deckungsgrad fordern?
- Im gleichen Abschnitt 3.3.4 wird erwähnt, dass die Rentnerhaushalte durch die neue Energiestrategie die grössten Einkommenseinbussen erfahren werden. Dies ausgerechnet zu einer Zeit, in der die Altersrenten wohl gekürzt werden müssen.
- Die Angabe der zusätzlichen Stellen (Kap. 3.1.2) erachten wir als krass untertrieben. Insbesondere da doch auf Seite 45 erwähnt wird „Die Umsetzung dieser Massnahmen führt beim Bund zu einem hohen Vollzugsaufwand, der noch nicht abschliessend beziffert werden kann.“ Die Stellen bei Kantonen und Gemeinden, sowie bei den Unternehmungen (insbesondere Swissgrid) sind nicht berücksichtigt. Sekundärkosten wie z.B. Gebäudeenergieausweis und Beratungsbericht sind nirgends erwähnt, müssen aber zusätzlich erbracht werden. Als weiteres Beispiel wie durch einen erhöhten Verwaltungsaufwand zusätzliche Kosten entstehen, dienen die Ausgabe und der Handel von sog. Weissen Zertifikaten (Seite 44).Wir schätzen die Kosten für all die oben erwähnten Aufwendungen auf Stufe Bund, Kantonen und Gemeinden auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.
- „Die Kosten der Effizienzprogramme tragen die Elektrizitätslieferanten und werden in einem liberalisierten Markt auf die Endkunden überwälzt.“ (Seite 45). In den Kosten für die neue Energiestrategie vermissen wir jedoch eine entsprechende Angabe.
- Der Verein Kettenreaktion begrüsst die Straffung des Bewilligungswesens. Jahrelange, zum Teil jahrzehntelange Verzögerungen von Bewilligungen durch Einsprachen auf allen Ebenen verunmöglichen ein zeitnahes Reagieren auf neue Umstände.
Mit freundlichen Grüssen
Sign. H.R. Lutz Sign. H. Achermann
H.R. Lutz H. Achermann
Präsident Verein Kettenreaktion
Verein Kettenreaktion
Sign. W. Aeberli Sign. U. Jost
W. Aeberli U. Jost
2. Februar 2013
Im Oktober hat der Stromverbrauch der Schweiz um 1,3 % gegenüber der Vorjahresperiode zugenommen. Im September sind es 1,3 % Abnahme gewesen. Konjunktur und Witterung beeinflussen die Verbrauchszahlen; für 2012 ist ungefähr mit einem gleichbleibenden Landesverbrauch zu rechnen.
26. Januar 2013
Vor einem halben Jahrhundert war der Seegfrörni- Winter, ein Winter mit aussergewöhnlich langer und konstanter Kälte.
Sogar der Bodensee fror Anfang Februar zu. Die Vögel wurden von Tierschützern gefüttert, die Bundeswehr setzte sogar Helikopter ein, um die Tiere zu füttern. Die Stromversorgung der Schweiz war damals auch ohne grosse Kernkraftwerke gesichtert, wegen der wesentlich geringeren Einwohnerzahl und dem tieferen Verbrauch pro Kopf. Heute wäre die Versorgung in weiten Teilen Europas einem so langen und strengen Winter nicht mehr gewachsen. Die Stromlücke in der Schweiz wird sich erstmals in einem kälteren Winter in den nächsten Jahren deutlich zeigen. Frankreich wird -wegen der hauptsächlich einwanderungsbedingt gewachsenen Bevölkerung- die Lücke nicht stopfen können, Russland ist weit weg und Deutschlands Kohlekraftwerke sichern primär den dortigen Atomausstieg....
24. Januar 2013
2012 hat der Stromverbrauch in Frankreich wegen des kalten Winters und der starken Einwanderung insgesamt zugenommen. Der Verbrauch der grossen Industrie hat krisenbedingt um rund 4 % abgenommen, die der KMU nur um 1 %.
Die Haushalte haben 2,4 % mehr verbraucht, wegen der elektrischen Heizungen, dem Bevölkerungszuwachs und der grösseren Zahl an elektrischen und elektronischen Geräten. Die Produktion der Kernkraftwerke ist um 3,8 % zurückgegangen, der Kernenergieanteil liegt aber immer noch bei 74,8 % .
Die Stromexporte sind auf rund 44 Milliarden Kilowattstunden gesunken, von rund 70 vor zwei Jahrzehnten....
23. Januar 2013
Wieder Lebenszeichen von Marco Camenisch und seinen Sympathisanten. Auf Anarchisten- Seiten ist zu lesen, dass sich der Ökoterrorist und Hardcore- Kernenergiegegner im Hungerstreik gegen das WEF befinde. Camenisch kämpfte vor Jahrzehnten gegen die Elektrizitätswirtschaft und sprengte z. B. Hochspannungsmasten. Seine Gefolgschaft fackelte vor einigen Jahren -laut Bekennerschreiben- das Auto des damaligen Zürcher Justizdirektors Markus Notter ab. Ebenso wurden fabrikneue Reisebusse verbrannt.
Die Zeit der Antikernenergiebewegung ist noch nicht ganz vorbei- Antrieb ist heute wie schon vor 40 Jahren die Abneigung gegen "Kaptitalismus" und "Repression". Was Politiker bürgerlicher Parteien auf die Seite der Kernenergiegegner treibt, ist bis heute nicht klar; ein denkbares Motiv sind Wahlkampfmanöver.
20. Januar 2013
Wie eine Auswertung der Smartvote- Profile für die Zeitschrift "Sonntag" zeigt, sinkt bei den bürgerlichen Politikern die Unterstützung für den "Atommausstieg". Sogar die "Grünliberalen" beweisen Realitätssinn; bei ihnen sinkt die Ausstiegsbegeisterung auf gegen 90 %.
Widmer- Schlumpfs BDP steht noch zu 71 % hinter Leuthards Doktrin, während bei der SVP nicht einmal jeder Fünfte auf heimische Kernkraftwerke verzichten will. Einzig die roten und grünen Genossen sind noch 100 % auf der Parteilinie. Diese ist aber keineswegs in Granit gemeisselt; 1964 forderte SP- Bundesrat Willy Spühler die Elektrizitätswirtschaft auf, Kernkraftwerke zu bauen. Auch Umweltorganisationen sprachen sich für Kernkraftwerke aus. Der Meinungsumschwung kam erst, als wegen der geplanten Flusswasserkühlung für das Kernkraftwerk Kaiseraugst erstmals Kritik laut wurde und diese von 68ern als "Systemkritik" instrumentalisiert werden konnte. Seither sind westliche Kernkraftwerke auch in der Schweiz Ziele für linke Demonstranten.
Gegen Gösgen, Kaiseraugst, Graben, Wyhl, Fessenheim, Biblis, Brokdorf, Grohnde und Neckarwestheim wurde demonstriert, vor dem Hauptsitz der Bernischen Kraftwerke campieren Gegner, aber keiner demonstriert gegen neue Kernkraftwerke in Russland, der Ukraine und Asien...... Kein Aussteiger würde vor der dem Hauptsitz von Rosatom oder Tepco seine Zelte aufschlagen- das würde wohl auch keine Minute toleriert......
Die CVP ist mit dem "Wahlturbo Atomausstieg" abgestürzt, die Grünen haben ihr Alleinstellungsmerkmal verloren und die FDP hat sich einmal mehr als "Wischiwaschi"- Partei profiliert. Wirklich profitiert hat die SVP, die auch während des "Medien- Tsunamis" nach Fukushima kaum von der energiepolitischen Vernunft abwich. Sie kann sich nun glaubwürdig für neue Kernkraftwerke einsetzen.
Die gegenwärtige Kälteperiode zeigt, welchen Wert Versorgungssicherheit hat. Ein Blackout würde uns in der Dunkelheit frieren lassen.....
18. Januar 2013
Wieder einmal steht eine Antikernenergie- Initiative an; die heute mit 107 533 gültigen Unterschriften zustande gekommene Initiative verlangt einen verbindlichen Zeitplan für die Abschaltung aller Schweizer Kernkraftwerke. Bis 2029 müsste Leibstadt als jüngstes Kernkraftwerk vom Netz genommen werden.
Bis dann wird aber die Stromlücke so gross sein, dass sich die Forderung von selbst erledigen würde..... auch Grüne sitzen lieber an der Wärme und wollen nicht auf Internet und Smartphone verzichten....
Beznau I müsste sogar ein Jahr nach Annahme der Initiative abgestellt werden- damit wird die Stromversorgung schon in absehbarer Zeit gefährdet, was die Zahl der Nein- Stimmen deutlich erhöhen wird.
Der Abstimmungstermin steht noch nicht fest, die Kettenreaktion ist auf jeden Fall bereit, den Abstimmungskampf mit sachlichen Argumenten zu führen.
Ziel ist ein Nein- Anteil von mindestens 60 %.
16. Januar 2013
Gute Nachricht aus der EU; das Eurokrisenland Ungarn verzeichnet eine Rekordproduktion seines Kernkraftwerkes PAKS mit vier Reaktorblöcken. Insgesamt wurden über 14 Milliarden Kilowattstunden (KWh) ans Netz abgegeben, bei einer Bruttoproduktion von über 15 Milliarden KWh.
Auffällig ist die hohe Verfügbarkeit der vier Blöcke mit 85,9 bis 91,9 % .
paksnuclearpowerplant.com/record-year-in-production
12. Januar 2013
Unsere erste Standaktion des noch jungen Jahres ist ein grosser Erfolg gewesen; wir haben erstaunlich viel verteilt und diskutiert.
Die Reaktionen reichen von gehässigt ablehnend bis begeistert zustimmend.
Herzlichen Dank den zahlreichen Helfern, die teilweise viele Stunden mit Herzblut das Manifest und anderes Informationsmaterial verteilt haben!
11. Januar 2013
Der Kanton Aargau wird vom Rüebliland zum Windland; sechs Hügelzüge eignen sich für mindestens drei Windräder.... glauben mindestens viele Politiker im einstigen Atom- Kanton. Es gibt wohl noch Volksvertreter, die sich um die Rentabilität sorgen, weil der Aargau zu wenig windig sein. Aber die grosse Mehrheit wird Leuthards Energiewende unterstützen, notfalls mit stehenden Windrädern, falls es mit wehenden Fahnen nicht geht....
Bürgerinnen und Bürger könnten sich nun über die Geldverschwendung und die Landschaftsverschandelung aufregen...
anderswo nimmt man die Sache mit Humor: windtoons.com/
10. Januar 2013
Grossbritannien wendet sich wieder von der "Dienstleistungsgesellschaft" ab; die Banken werden als Folge der Finanzkrisen streng reguliert während die Industrie wieder wachsen soll. Die erste Industrienation der Welt will verlorenen Boden gutmachen, unter anderem durch die Erneuerung des Kernkraftwerk- Parkes. Neue Kernkraftwerke sollen die CO2- Emissionen und den Strompreis senken. Mit dem National Nuclear Gateway -Projekt wird die britische Industrie für den Bau von Kernkraftwerken fit gemacht.
Der Nuklearsektor zählt 200 Firmen mit 44 000 Angestellten und soll bis 2016 auf über 50 000 Beschäftigte wachsen.
www.nuclear.nsacademy.co.uk/
9. Januar 2012
Platzt die "Alternativenergie"- Blase? Der Solar- Zulieferer Meyer Burger in Thun bau 140 Stellen ab, Deutschland deckelt die Subventionen für neue Solaranlagen, die Südeuropäer können bald gar keine Subventionen mehr bezahlen... Windräder spüren Gegenwind...
Besser sieht es bei den Kernkraftwerken aus, da weltweit und insbesondere in den Wachstumsländern neue Kernkraftwerke gebaut werden. Areva sucht nach wie vor auch im Aussteiger- Deutschland Personal, da die deutschen Standorte beibehalten werden....
In China werden nicht mehr "nur" Solarzellen hergestellt und Kohlekraftwerke gebaut, es entwickelt sich auch eine sehr starke Kerntechnik- Industrie, die Europas und Nordamerikas Maschinenbauer auf diesem wachsenden Markt hart konkurrenzieren können.
8. Januar 2013
Wie Untersuchungen in Grossbritannien und Dänemark zeigen, ist die Lebensdauer von Windrädern wesentlich kürzer als bisher angenommen. Die Effizienz "Nutzungsgrad" der Windturbinen könne gemäss www.eike-klima-energie.eu innert nur 15 Jahren von 24 % auf nur noch 11 % zurückgehen, bei Anlagen auf dem Meer erreiche der Rückgang innert 10 Jahren gar 40 % auf 15 %. Die Prozentzahl drückt aus, wie gross das Verhältnis zwischen theoretisch möglicher Erzeugung aufgrund der Nennleistung und der effektiven Erzeugung wegen der Windstärke und des Zustandes der Anlage ist. Da die Windräder naturgemäss Wind und Wetter ausgesetzt sind, verschleissen sie rasch, insbesondere an der salzigen Luft. Der Wartungsaufwand der exponierten Strukturen und insbesondere der Rotoren wäre immens- also einfach Subventionen einstreichen und dann verrossten lassen?
Wenig erfreuliches auch von den vielgelobten Solarzellen. Deutschland erreicht einen neuen Solarrekord, weil schon bald die Subventionen "gedeckelt", also eingeschränkt werden. Bei 52 000 Megawatt ist Schluss, es wird einfach zu teuer!
Die bisher installierten (und hochsubventionierten) Solaranlagen erreichen eine theoretische Leistung von 34 200 Megawatt, mehr als die Hälfte der Leistung der französischen Kernkraftwerke ( rund 61 000 Megawatt). Die theoretische Leistung ist zwar sehr teuer, aber weil die Sonne in der Nacht gar nie, im Winter weniger und an Sommertagen wetter- und tageszeitabhängig scheint, lässt sich die Erzeugung nicht den Marktbedürfnissen anpassen. Der Luxusstrom kommt die Konsumenten wohl teuer zu stehen (rund 20 Milliarden Euro jährlich für alle "Alternativenergien"), ist aber beinahe wertlos, da ohnehin Kohle- und Gaskraftwerke (Putin und Schröder lachen!) als Reserve bereitgehalten werden müssen!
Übrigens : Auch Solarzellen verschmutzen und verschleissen. Aus diesen Gründen bauen "Sonnenländer" wie Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Brasilien Kernkraftwerke. Sie könnten sich den Solarirrsinn gar nicht leisten!
8. Januar 2012
Das Kernkraftwerk PAKS in Ungarn erhält eine Verlängerung der Lebensdauer um 20 Jahre. Die vier WWER- Druckwassereaktoren leisten je 470 MW und sind die grösste industrielle Investition in Ungarns Geschichte. Ihre Leistung soll durch Erhöhung der Reaktorleistung auf je 500 MW erhöht werden. Der erste Reaktor wurde 1982 in Betrieb genommen.
Auch neue Reaktoren sollen gebaut werden. PAKS liefert heute 40 % der ungarischen Elektrizität und ist für Zuverlässigkeit bekannt.
paksnuclearpowerplant.com/
7. Januar 2013
Die bekannten Arabella- Dampfturbinen der französischen Alstom werden künftig auch im russischen Wolgodonsk gebaut. Das Joint- Venture Alstom- Atomenergomasch wird die Turbinen für die beiden Kernkraftwerksblöcke Kaliningrad herstellen. Das Marktpotential für grosse Dampfturbinen ist in Russland gut, da in absehbarer Zeit einige WWER-1200 Reaktoren gebaut werden.
Ausschlaggebend für die Ansiedlung in Wolgodonst ist die gute (Transport-) Infrastruktur und das gut qualifizierte Personal
5. Januar 2012
Das Kernkraftwerk Mühleberg teilte gestern auf seiner Homepage mit, dass 2012 mit brutto 3 117 Mio. Kilowattstunden (KWh) ein neuer Produktionsrekord erzielt wurde. Der Siedewasserreaktor ist seit 40 Jahren in Betrieb und lieferte insgesamt über 108 Mrd. KWh, genug, um die Stadt Bern über hundert Jahre zu versorgen. Die Jahresauslastung von 91,9 % belegt den guten Zustand und die hervorragende Wartung der Anlage. Damit werden die immer wieder geäusserten Zweifel an der Sicherheit des Kernkraftwerkes Mühleberg entkräftet. Würde der Mühleberg- Strom ausfallen, wäre die Schweiz noch stärker von Importen abhängig und der Druck, das Gaskraftwerk in Chavalon zu bauen, würde zunehmen.
Gas ist durchaus eine Alternative zur politisch unerwünschten Kernenergie -die Nordstream- Pipeline, die ab dem laufenden Jahr bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland bringen kann, könnte Deutschlands anerkannt sichere und hochproduktive Kernkraftwerke komplett ersetzen, wenn das Gas in Gaskombi-Kraftwerken verstromt würde. Aufsichtsratsvorsitzender der in Zug ansässigen Nordstream AG ist alt- Bundeskanzler Gerhard Schröder, der 2000 den Atomausstieg durchsetzte und 2005 den Vertrag mit den Russen unterzeichnete.
Russland baut Kernkraftwerke, um Gaskraftwerke zu ersetzen und das eingesparte Gas zu exportieren. Politik wird von Interessen gesteuert, nicht von Zufällen!
5. Januar 2012
"AKW- Betreiber sollen Bilanzen geschönt haben", schreibt der Zürcher "Tages- Anzeiger". Hintergrund ist eine Strafanzeige von Rechtsprofessorin Monika Roth und Kaspar Müller, Präsident der Anlagestiftung Ethos, gegen die Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt. Den Betreibern wird vorgeworfen, sie hätten die Bilanzen geschönt, indem sie die Rückstellungen für die Stilllegung und den Rückbau ihrer KKW buchhalterisch zu hoch bewertet hätten. Alpiq und Axpo, die Hauptaktionäre und verantwortlichen Betreiber der Anlagen warten auf die Zustellung der Vorwürfe, um inhaltlich Stellung zu nehmen.
Es ist davon auszugehen, dass diese Anzeige im wesentlichen ein Störmanöver gegen die Betreiber von Kernkraftwerken in der Schweiz ist, da die heute laufenden KKW ohnehin einmal stilllgelegt werden müssen. Je länger die nach Aussage von Energieministerin sicheren Anlagen betrieben werden können, desto besser sind Stilllegung, Rückbau und Entsorgung finanziert.
4. Januar 2013
Weltweit werden Betriebsbewilligungen von Kernkraftwerken verlängert, weil man weiss, dass die Anlagen bei entsprechend sorgfältigem Betrieb und gewissenhafter Wartung erheblich länger sicher und zuverlässig laufen, als ursprünglich erwartet.
Fragwürdig ist die Verlängerung der Betriebsbewilligung für das russische Kernkraftwerk Smolensk- 1 mit 925 MW RMBK- Reaktor. Der gleiche -wassergekühlte und graphitmoderierte- Reaktortyp führte aufgrund zahreicher grundlegender Mängel zum schlimmsten Reaktorunglück der Welt in Tschernobyl 1986.
Der 1982 ans Netz gegangene Reaktorblock Smolensk-1 soll bis 25. Dezember 2022 laufen, möglicherweise gar 45 Jahre Betriebsdauer erreichen dürfen.
In Smolensk sind drei RBMK- Reaktoren in Betrieb, die -hoffentlich bald- durch modernste WWER-1200 Druckwassereaktoren ersetzt werden sollen.
Die seit den 1980er- Jahren marktreifen WWER- 1000 Druckwasserreaktoren bewähren sich in vielen Ländern der Welt, der Weiterbetrieb von potentiell gefährlichen RBMK- Reaktoren ist daher unverständlich.
Das Reaktorunglück von Tschernobyl forderte mindestens 29 Todesopfer und eine unbekannte Zahl von Menschen erlitt Strahlenschäden unterschiedlicher Intensität.
In Fukushima gab es keine Todesopfer oder Schwerverletzte durch die Kernschmelzen, trotzdem sah sich die deutsche Politik gezwungen, 8 sichere Kernkraftwerke abzuschalten.
3. Januar 2013
Zum Jahresbeginn nimmt die neue Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Forsthaus der Stadt Bern den Vollbetrieb auf. Die KVA mit dem integrierten Holz- und Erdgaskraftwerk soll einen Drittel des Strombedarfes der Stadt decken und so den Atomausstieg erleichtern. Die Inbetriebnahme der Anlage läuft anscheinend nach Plan, ob die Verstromung von Holz und Erdgas ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, wird sich zeigen. Über die Verwertung der grossen Menge an Holzasche beispielsweise weiss man momentan noch nichts, die CO-2- Emissionen der Gasturbine werden ebenfalls nicht thematisiert. Zufall oder Absicht?
Interessant ist auch die Tatsache, dass die "Erfolgsmeldung" auf dem Weg zur "Energiewende" in den Zeitungen kein grosses Echo findet.
Ist die "Energiewende" 2013 schon gestorben?
3. Januar 2013
Erneute Proteste gegen ein Kernkraftwerk Projekt in Indien. Diesmal sind die EPR- Reaktoren in Jaitapur im Visier der der Demonstranten. Vorher war immer wieder Kundankulam in Tamil Nadu betroffen, wo russische VVER- 1000 Reaktoren gebaut werden. Es gab bei den Ausschreitungen auch schon Todesopfer. Vermutlich werden die Demonstranten von ausländischen Organisationen ermutigt, das Unbehagen über die Kernenergie hat aber auch im sonst so wissenschaftsfreundlichen Indien zugenommen.
2. Dezember 2013
Der spanische Energiekonzern Iberdrola verkauft sein französische Windenergie- Tochter IBRF(Iberdrola energies renouvelables France) an ein Konsortium aus Münchner Rück, Electricite de France (EDF) und General Electric. Der von der Wirtschaftskrise im eigenen Land und Enteignungen in Lateinamerika bedrängte Konzern stösst damit ein Risiko ab; denn heute ist es keineswegs mehr sicher, dass das Hochsteuerland Frankreich weiter hohe Subventionen bezahlen kann und will. Die Konkurrenzfähigkeit der zweitgrössten Volkswirtschaft Europas ist wegen der hohen Soziallasten und dem steigenden Mindestlohn in den vergangenen zehn Jahren drastisch geschwunden; die Franzosen verzeichnen ein wachsendes Handelsdefizit, ihre Industrie schrumpft, die Arbeitslosigkeit steigt und die aus dem Ruder laufenden Staatsfinanzen verschlechtern die Kreditwürdigkeit.
Iberdrola will für seine 32 Windparks auf dem Festland mindestens 350 Millionen Euro lösen.
2. Januar 2013
Wie das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in einer heute veröffentlichten Studie festhält, bezahlen die ärmeren Haushalte mit 1,3 % ihres Einkommens Subventionen für Bundeskanzlerin Merkels "Energiewende" (Tendenz rasch steigend), die reichsten 10 % jedoch nur 0,2 %, da der Stromverbrauch eines Haushaltes mit steigendem Einkommen nur unterproportional zunehme.
In Deutschland ist die "Energiearmut" bereits ein Thema, da steigende Strom- und Gastarife mit stagnierenden bis sinkenden Einkommen zusammentreffen. Die deutsche Bevölkerung bezahlt über die private Stromrechnung (und die Ausgaben der Wirtschaft) einen immer höheren Preis für "Energiewende" und "Atomausstieg", während beispielsweise Gazprom (und der Ostsee- Pipeline- Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Schröder) sich über einen wahren Geldregen freuen.
2. Januar 2013
Japans Präsident Shinzo Abe setzt wieder entschlossen auf die Kernenergie. Damit beginnt 2013 für Japans Energiewirtschaft gut. Das dichtbesiedelte und hochindustrialisierte Land ist auf sichere und leistungsfähige Kernkraftwerke angewiesen. Der Pro- Kopf- Stromverbrauch ist höher als in manchem europäischen Wohlstandsland.
31. Dezember 2012
Wir wünschen für das neue Jahr viel Glück, Gesundheit, Liebe und Lebenfreude!
31. Dezember 2012
Am 28. Dezember hat das Kernkraftwerk Ningde-1 den ersten Strom ins Netz geliefert. Anfang 2013 wird der 1080-MW- Druckwasserreaktor CPR (China Pressurized Reactor) den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Der CPR basiert auf französischen 900- MW- Reaktoren. Einige Komponenten enthalten Patente der französischen Areva, was den Export in andere Länder erschwert.
Die Chinesen entwickeln ein Nachfolgemodell unter dem Namen ACPR-1000 oder ACPR-1000+, das auf weitgehend chinesischer Technologie (inspiriert von französischen und russischen Lösungen) basieren soll.
Ebenfalls noch auf Jahresende begannen die Chinesen mit dem Bau des Kernkraftwerkes Tianwan- 3, das mit einem russischen Druckwasserreaktor WWER-1000 AES-91 bis 2018 den ersten Strom liefern soll.
Der WWER-1000 AES-91 bringt 1060 MW elektrische Leistung und ist zusätzlich gegen Erdbeben abgesichert.
China sammelt rasant Erfahrungen beim Bau und Betrieb von Kernkraftwerken. Das erworbene Wissen wird mit Sicherheit auch auf Exportmärkten eingesetzt. Die hohen Anforderungen bei der Herstellung von Kernkraftwerks- Komponenten stärken die Maschinenindustrie insgesamt. Damit wird China ein immer stärkerer Konkurrent für die "alten" Industrieländer.
28. Dezember 2012
Ende Jahr- Zeit für Rückblick und Ausblick ins neue Jahr. Für uns vom Verein Kettenreaktion ist das 2012 ein sehr erfreuliches und motivierendes Jahr gewesen. Verstärkung und Erneuerung des Vorstandes, neue Mitglieder, Das Manifest unseres Präsidenten Dr. H. R. Lutz mit Unterstützung der Kernenergie- Pioniere Dr. Heinz und Dr. Kurt Küffer. Jahrzehntelange Erfahrung, ein riesiges Wissen und der ungebrochene Wille, mit einer sinnvollen Energiepolitik die Stromversorgung der Schweiz zu sichern, sind im recht umfangreichen Text spürbar. Lange Texte passen eigentlich nicht mehr in unsere schnelllebige und oberflächliche Zeit. Trotzdem ist das Manifest sehr gut angekommen und hat viele Menschen wachgerüttelt. Sachpolitik statt Schlagwörter!
Ein herzliches Dankeschön dem Vorstand für seine Arbeit und Motivation, den Standaktions- Aktivisten für die vielen Stunde im Freien, den Leserbriefschreibern für ihre guten Argumente und den Mitgliedern für die Vorschläge und die Spenden.
Ebenfalls danken wir den Mitarbeitern der Kernkraftwerke für den sichere und zuverlässigen Betrieb ihrer Anlagen- trotz Dauerkritik der Politiker und Medienschaffenden.
Ob man Regierungsgebäuden und Redaktionsstuben "aus Spargründen" für ein paar Stunden den (Atom-) Strom abstellen sollte?
Vielleicht müssten wir Politikern und Medienschaffenden kritischer über die Schultern schauen.
Auch in der gesamten Bevölkerung wächst der Widerstand gegen den Atomausstieg- die Freiburger lehnten ein Gesetz, das elektrische Heizungen verbieten wollten mit deutlicher Mehrheit gegen den Willen aller grossen Parteien und fast aller Politiker ab!
Der Gesslerhut Atomausstieg muss und wird fallen! Das kann schon 2013 sein, wenn das Volk sich durchsetzt!
Wir brauchen weitsichtige Staatsmänner wie SP- Bundesrat Willy Spühler, der die Elektrizitätswirtschaft schon 1964 aufforderte, Kernkraftwerke zu bauen und auf Ölkraftwerke zu verzichten!
27. Dezember 2012
Nach dem milden November und dem Wärmeeinbruch vor Weihnachten ist klar, dass der Stromverbrauch 2012 wohl etwas höher liegt, als 2011, den Allzeitrekord von 2010 aber recht deutlich verfehlt. Auch der Bevölkerungsanstieg auf über 8 Millionen Einwohner vermag die Einsparungen durch Witterung und Wirtschaftslage nicht zu kompensieren.
Ein Grund zur Freude?
Kurzfristig ist die Versorgung gesichert, auch wenn die Wasserkraft keine Rekorderzeugung verzeichnet. Gegenwärtig sind die Stauseen gut gefüllt. Die Politiker lehnen sich zurück; in der laufenden Legislatur sind keine Probleme zu erwarten.
2010 erreichte der Landesverbrauch 64,278 Milliarden Kilowattstunden (KWh), bei einem Importüberschuss von 520 Millionen KWh, 2011 63 Mrd. KWh, bei einem Importüberschuss von gut 2,5 Mrd. KWh.
Stromimporte aus Frankreich und Osteuropa sind schon heute unentbehrlich, nur die Finanzkrise hat den Verbrauch so tief gehalten, dass die grenzüberschreitenden Leitungskapazitäten auch im Winter ausreichen.
Die starke Einwanderung, kombiniert mit einer wirtschaftlichen Erholung und dem Wegfall von Strombezugsrechten gegen Ende des Jahrzehntes könnte aber in einem nicht sehr milden Winter zu einer spürbaren Stromverknappung führen- Stromrationierungen für Haushalte zugunsten der Industrie?
Könnten zusätzliche Leistungserhöhungen der bestehenden Kernkraftwerke die Stromlücke weiter hinausschieben?
Wird eine allwinterliche Stromknappheit die Rückwanderung von Migranten begünstigen?
In wenigen Jahren werden wir mehr wissen- vielleicht wundert man sich dann über die Gleichgültigkeit Anfangs der 10er- Jahre.
27. Dezember 2012
Wie "Die Zeit" schreibt, ist Deutschland wegen des Atomausstiegs auf kolumbianische Kohle angewiesen. Windräder und Solarzellen reichen nicht....
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die weitgereiste Kohle nur dank problematischen Abbaubedingungen wettbewerbsfähig ist.
In der Online- Diskussion wird eingewendet, auch der Uran- Bergbau sei problematisch. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass wegen der grossen Energiedichte und des geringen Anteils der Urankosten am Strompreis auch "sauberes" Uran, etwa aus Kanada, eingesetzt werden kann.
Dass die Verwendung von Uran aus zweifelhaften Quellen in europäischen Kernkraftwerken unerwünscht ist, muss wohl nicht speziell betont werden.
Leider kann man bei Kohle, Oel und Gas nicht ähnlich hohe Massstäbe anlegen.
26. Dezember 2012
Bahnwelt der zwei Geschwindigkeiten : Schweizer Politiker wollen den öffentlichen Verkehr verteuern, China eröffnet die längste Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke der Welt. Künftig werden die Züge die 2298 Kilometer lange Strecke von Peking nach Guangzhou mit Geschwindigkeiten bis 300 Km/h fahren. Wie können die Chinesen das bezahlen? Das hohe Wirtschaftswachstum kann nicht die einzige Erklärung sein. Der Verzicht auf Atomausstieg und andere eigenartige Politikerideen spart sehr viel Geld, das produktiv eingesetzt werden kann.
Der Ausbau des Hochgeschwindigkeits- Bahnnetzes soll weitergehen, bis 2020 sind 16 000 Kilometer geplant. Damit die Züge auch tatsächlich 300 Km/h erreichen und bei Windstille und Bewölkung nicht stehenbleiben, baut China u. a. zahlreiche neue Kernkraftwerke.
Solarzellen und Windräder sind gut für den Export nach Europa, dort glauben viele Menschen daran.
Zivilisationen entwickeln sich, blühen auf, geniessen den Wohlstand, degenerieren und gehen unter.....
Die moderne Schweiz entstand 1848, erlebte einen langen Aufstieg und stagniert seit vielen Jahren auf hohem Niveau, die Volksrepublik China erlebt seit 1949 einen rasanten Aufstieg, der sich durch das exponentielle Wachstum noch beschleunigt. Wie gehen unsere Politiker und Chinas Staatsmänner mit den unterschiedlichen Problemen um?
25. Dezember 2012
Heute schreibt die "Basler Zeitung" in ihrer Online- Ausgabe über die zunehmende Kohleförderung in China und Indien, aber auch in den alten Industrieländern. Auf den ersten Blick ist die Schweiz nicht betroffen, es gibt nirgendwo eine Kohlemine oder ein Kohlekraftwerk.
Die Schweiz verbrennt auf den eigenen Territorium seit Jahren immer weniger Kohle (die Zementwerke ersetzen Kohle durch Altreifen, Klärschlamm und ähnliches), importiert aber tendenziell immer mehr Strom aus dem Osten, da die Franzosen wegen der wachsenden Bevölkerung immer weniger netto exportieren.
Falls sich die Wirtschaft in Europa in den nächsten Jahren wieder erholt, werden Kohle- oder Gaskraftwerke auch bei uns wieder ein Thema.
Den interessierten Kreisen sind diese Fakten bekannt, interessant ist dabei, dass die BaZ diese Thematik am Weihnachtstag aufgreift.
Möglich, dass die neuen Besitzverhältnisse eine Rolle spielen.
Überspitzt könnte man sagen, im -traditionell kernenergiefeindlichen- Basel würde eine Energiewende in Richtung Vernunft herbeigeschrieben.
24. Dezember 2012
Der Verein Kettenreaktion wünscht ein besinnliches Weihnachtsfest und schöne Festtage.
Wir geniessen die Ruhe und Besinnlichkeit, auch ohne Schnee.
24. Dezember 2012
Kein schönes Weihnachtsgeschenk für das Kernkraftwerk Mühleberg; immer neue Auflagen stellen den rentablen Betrieb zunehmend in Frage.
In der Sonntagspresse äusserte sich Verwaltungsratspräsident Urs Gasche zur Zukunft des 40- jährigen Kernkraftwerkes.
Möglicherweise liefert der Siedewasserreaktor nur bis 2017 CO2- freien Strom.
Die hohen Investitionen, um alle Auflagen zu erfüllen können nur amortisiert werden, wenn Mühleberg über 2022 hinaus betrieben werden kann. Bundesrätin Leuthard wollte bei der Präsentation ihrer Ausstiegsideen die bestehenden Kernkraftwerke laufen lassen, solange sie "sicher sind". Unterdessen ist das nicht mehr so sicher.....
Unsicherheit erschwert Investitionen, egal in welchem Bereich. Die Elektrizitätswirtschaft leidet seit Jahren unter unsicheren politischen Rahmenbedingungen, entsprechend werden Investitionen aufgeschoben.
Die Stromlücke wird sich ab Ende des Jahrzehnts trotz schwacher Wirtschaftsentwicklung öffnen, weil Strombezugsrechte auslaufen.
Der fehlende Strom kann problemlos in der EU gekauft werden, solange die Eurokrise die südeuropäische Industrie bremst.
Bei einer Wirtschaftserholung sieht alles anders aus.
22. Dezember 2012
Im September ist der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahresmonat relativ deutlich um 1,3 % gefallen. Das Wetter und eine geringere Zahl von Arbeitstagen mögen eine Rolle gespielt haben. Hauptgrund ist aber die schwache Wirtschaftsentwicklung, wenn trotz einer Bevölkerungszunahme von rund 80 000 Personen und einer starken Bautätigkeit der Stromabsatz so deutlich sinkt. Der schwache Euro und die Schuldenkrise drücken die energieintensive Industrieproduktion.
21. Dezember 2012
Die Russen glauben offensichtlich nicht an den Weltuntergang und bauen ein Forschungs- U- Boot mit nuklearem Antrieb, wie World Nuclear News schreibt.
21. Dezember 2012
Drei Viertel der Elektrizität aus Erneuerbauren Energien stammen aus Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA). Weil hohe Kehrichtsack- Steuern einen Anreiz für unkonventionelle Entsorgungswege schaffen, fehlt den KVA immer häufiger der Brennstoff. Ohne Abfall aber keine Fernwärme und kein Strom. Wie ein Augenschein bei KVA in den Kantonen Zürich und Aargau zeigt, setzen die Anlagenbetreiber auf Unterstützung aus Deutschland. 40- Tönner bringen deutschen Müll. Ob die Deutschen die hohen Tonnenpreise der hiesigen KVA bezahlen oder ob Geiz auch in der KVA geil ist, wäre sehr interessant......
16. Dezember 2012
Wieder Probleme in Oskarshamn (Schweden). Zwei von drei Siedewasserreaktoren sind abgeschaltet, weil die Notstromdiesel nicht im geforderten Zeitrahmen gestartet werden können. 30 Jahre Atomausstieg haben Schwedens Kernkraftwerk- Park offensichtlich geschadet.
Wurde die Wartung vernachlässigt? Hat die Aufsichtsbehörde in den drei Jahrzehnten ihre Wachsamkeit eingebüsst?
Gleichgültigkeit? Oder einfach Pech?
Schweden bereitet sich auf die kältesten Monate des Jahres vor- mit Importen aus Russland?
Unterdessen hat der Testbetrieb des russischen Druckwasserreaktors Kalinin-3 mit 104 % der Leistung begonnen. 40 Megawatt Schweden?
16. Dezember 2012
Schlechte Nachrichten für die Atomausstiegswilligen ausgerechnet in der Sonntagsausgabe der "Basler Zeitung" ; wieder einmal wird berichtet, dass die Schweiz als Serverstandort beliebt ist. Stabile politische und rechtliche Rahmenbedingungen, keine Vorratsdatenspeicherung, keine "amerikanischen" Moralvorstellungen und Sanktionsdrohungen und eine sichere Stromversorgung.... wobei genau diese durch den geplanten Atomausstieg gefährdet und verteuert wird.
Trotz ständiger Effizienzverbesserungen benötigen Server rund um die Uhr sehr viel Strom, selbst wenn sie "grüne" Webseiten beherbergen.....
Das Internet ist sehr stromintensiv, wie in unserem Bulletin schon vor rund einem halben Jahrzehnt zu lesen war! (Bulletin I 2006)
15. Dezember 2012
Gaskraftwerke und Kehrichtverbrennungsanlagen sollen die Kernkraftwerke ersetzen, da im Winter die Solarzellen schneebedeckt und die Windräder ganzjährig unzuverlässig sind. Für die Gasbeschaffung reiste die damalige Aussenministerin Micheline Calmy- Rey vor Jahren nach Teheran und verschleierte sich, um dem iranischen Präsidenten Achmadinedschad zu gefallen. Sie ist wieder zurückgekommen, aber der Gas- Deal platzte......
Die Brennstoffbeschaffung der Kehrichtverbrennungsanlagen ist etwas einfacher, da Deutschland, Österreich und Italien selbst zu wenig Verbrennungskapazitäten haben und die EU die Deponierung von brennbaren Abfällen nicht mehr tolerieren will.
Nun wollen einige Politiker die kleinen Plastiksäcke (Raschelsäcke) im Detailhandel verbieten, da sie nicht umweltfreundlich seien. Diese Übung wurde auch schon in Frankreich durchgezogen, zum Nachteil der italienischen Lieferanten. Carrefour warb vor Jahren mit dem vierfachen Nutzen der Säcke. Einkäufe einpacken, einfacher Transport, Nutzung als Kehrichtsack und umweltfreundliche Verbrennung zur Energiegewinnung, ein Sack liefere Strom, um eine Glühbirne 10 Minuten brennen zu lassen..... Nun haben übereifrige Politiker aber bereits die Glühbirnen verboten.....
15. Dezember
Die schrittweise Aufhebung der Inländerbevorzugung auf dem Arbeitsmarkt (Personenfreizügigkeit) habe das Arbeitsangebot vergrössert und sich vorteilhaft auf die Arbeitskosten ausgewirkt, schreibt die KOF, die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.
Sie sieht aber auch Risiken für die Produktivität, ein Indiz ist die schwache Entwicklung der Faktorproduktivität und die entsprechend geringe Erhöhung des Bruttoinlandproduktes pro Kopf, die zudem überwiegend auf eine höhere Arbeitsleistung und nicht auf Rationalisierungen zurückzuführen ist. Da die Arbeitsleistung der einzelnen Erwerbstätigen nicht beliebig erhöht werden kann, muss die Wirtschaft längerfristig wieder Rationalisierungsinvestitionen tätigen. Ohne Produktivitätswachstum werden die Verteilkämpfe immer härter, da es nicht mehr zu verteilen gibt.
Möglich, dass die Industrie durch die gesenkten Arbeitskosten international wettbewerbsfähiger geworden ist und daher Produktion und Export seit zehn Jahren steigert. Bremsend wirken seit einigen Monaten die Schuldenkrise der Euro- Länder und der sehr starke Franken.
Unabhängig davon, ob die Schweiz weiter auf ein quantitatives Wachstum durch Einwanderung setzt, zukünftig eher ein qualitatives Wachstum durch Rationalisierungsinvestitionen bevorzugt oder, was am wahrscheinlichsten ist, eine Kombination aus beiden Szenarien eintritt, der Stromverbrauch wird weiter steigen.
Leider wird diese Tatsache von den Atomausstiegs- Politikern hartnäckig ignoriert.
14. Dezember 2012
Noch keine Weihnachtsferien im Osten; in China hat der Bau der Druckwasserreaktoren Fuquing 4 und Yangjiang- 4 begonnen; zusätzlich wir in Shandong ein gasgekühlter Hochtemperatureaktor gebaut (Demonstrationsanlage).
In Russland hat der Bau des Kernkraftwerkes Kaliningrad (Königsberg), Fortschritte gemacht. Das Fundament ist fertig, nun beginnt der Bau des Core- Catchers, der bei einer Kernschmelze das hochradioaktive Metallgemisch auffangen würde.
In Tschechien hat der Stromversorger CEZ die Baubewilligung für zwei neue Reaktorblöcke in Temelin eingereicht.
12. 12. 2012
Widerstand gegen die Energiewende kommt nicht nur aus dem Volk, sondern zunehmend auch aus der Industrie, welche durch die explodierenden Stromkosten einen grossen Standortnachteil erleiden würde.
Fraglich ist aber, wie gross der Leidensdruck in Form von Stromausfällen und überhöhten Stromtarifen sein muss, bis Volk und Industrie sich wirklich spürbar wehren.
Die Stadt Zürich macht gemäss Radiobericht von heute Nachmittag mit ihren Atomausstiegsplänen weiter, sie will ihren Atomstromanteil in unbekannter Höhe (vermutlich rund 50 %) innert weniger Jahre durch andere Energien ersetzen. Wie das funktionieren soll, ist noch unklar. Man darf gespannt sein.
10. Dezember 2012
Silvan Müggler, der Leiter Wirtschaftspolitik beim Schweizerischen Baumeisterverband erwartet in einem Interview in der "Unternehmerzeitung", dass die Bautätigkeit in den nächsten Monaten hauptsächlich durch das Wetter beeinflusst wird- die Branche arbeite an der Kapazitätsgrenze. Nur eine längere Kälteperiode könne bremsend wirken.
Entsprechend werden auch 2013 zahlreiche neue Gebäude mit Strom zu versorgen sein- die "Abstimmung an der Steckdose" wird nicht allein durch die Industriekonjunktur beeinflusst.
9. Dezember 2012
Der Wettlauf der drei schweizerischen Mobilfunknetzbetreiber Swisscom, Sunrise und Orange geht mit der Einführung der neuesten Technologie LTE ab 2013 in eine neue Runde. Den chinesischen Netzwerk- Ausrüster Huawei freuts, die westliche Konkurrenz schläft aber nicht. Mobiler Internet- Zugang mit möglichst hoher Datenübertragung ist heute offensichtlich ein wichtiges Bedürfnis vieler Menschen.
Wie sich die neue Technologie auf die Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen auswirkt, ist derzeit unbekannt; sicher ist aber, dass der Stromverbrauch der Mobilfunknetze weiter ansteigt. Ob demnächst Windräder auf den Antennenmasten zu sehen sind, weiss man nicht. Sicher ist aber, dass Windräder wie auch Solarzellen die Opposition gegen Mobilfunkantennen verstärken würden. Die Masten würden noch störender, zudem schleudern Windräder im Winter Eiszapfen weg, was speziell in dicht besiedelten Gebieten Gefahren schafft. Solarzellen haben den Vorteil, dass man sie unter dem Schnee nicht sieht....
9. Dezember 2012
Nachdem das Gasfeld im luzernischen Finsterwald vor Jahren ausgebeutet wurde, soll nun im neuenburgischen Jura ein kleines Gasvorkommen förderungswürdig sein. Für den Atomausstieg sehr nützlich, könnten doch die geplanten Gaskraftwerke auf einen kleinen Anteil einheimisches Erdgas zurückgreifen, was die Schweiz weniger stark von Gazprom und anderen ausländischen Lieferanten abhängig machte. Die Position bei Preisverhandlungen würde damit gestärkt; auch ohne verschleierte Bundesrätinnen, die nach Teheran pilgern.....
Die ökologischen Auswirkungen sind umstritten, die ersten Umweltverbände stellen sich bereits gegen mögliche Förderanlagen....
Langfristig betrachtet wäre es wohl sinnvoll, das Gas als Reserve im Boden zu lassen und den Strom weiterhin aus Wasserkraft und Kernenergie zu gewinnen. Uran gibt es überall auf der Welt und die Kerntechnik ist eine Schlüsseltechnologie, die unsere Industrie beherrschen muss....
8. Dezember 2012
Bundeskanzlerin Merkel steigt aus dem Atomzeitalter aus und ihre WählerInnen verlassen zu Tausenden das Land, während der französische Energiekonzern Areva in Erlangen an der Zukunft der Kernenergie arbeitet. Seit 2001 wird die Sicherheit von Druckwasserreaktoren in einer Versuchsanlage weiterentwickelt.
Die Primärkreislaufversuchsanlage in Erlangen (PKL) bildet einen Primärkreislauf eines Druckwasserreaktor in voller Höhe nach und ist mit "einer grossen Zahl" von Messpunkten ausgestattet.
Die Nuclear Energy Agency (NEA) der OECD hat das internationale Forschungsprojekt, an dem auch Organisationen und Unternehmen aus 14 OECD- Staaten beteiligt sind, bis 2015 verlängert.
Der Forschungsstandort Deutschland entwickelt damit die Sicherheit von Kernkraftwerken weiter, obwohl die Politiker aussteigen wollen und an der Bildung sparen.....
Daneben befasst sich Areva Erlangen auch mit "Neuen Erneuerbaren Energien". Die Naturgesetze lassen sich aber auch mit grossem Forschungsaufwand nicht ändern oder überlisten und so bleibt die Kernenergie weltweit eine wichtige Quelle für saubere und preisgünstige Energie. Wann kommt der Wiedereinstieg in Deutschland?
8. Dezember 2012
Russische Atom- Eisbrecher ermöglichen den Transport von Flüssiggas durch das Nordmeer von Norwegen nach Japan, wo es für die Stromerzeugung benötigt wird. Wegen Sicherheitsmängeln sind die meisten japanischen Kernkraftwerke abgestellt, Gas und Kohle ersetzen den fehlenden Atomstrom.
Sichere Kernkraftwerke wie in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und China wären billiger gewesen, als die kurz vor der definitiven Stilllegung stehenden Reaktoren in Fukushima Daiichi.
Russland hat aus der Katastrophe von Tschernobyl gelernt und setzt auf sichere Druckwasserreaktoren der 3. Generation. Zusätzlich wird bereits an der 4. Generation gearbeitet.
7. Dezember 2012
Sichere Stromversorgung in der Schweiz dank gut 55 % Kernenergieanteil, wie die Stromkennzeichnung verrät. Ohne Atomstrom wäre es heute dunkel und kalt.
Das EWZ (Elektrizitätswerk der Stadt Zürich) gibt leider nicht an, woher sein Strom stammt.
Nur aus den beiden Kehrichtverbrennungen, den eigenen Wasserkraftwerken und schweizerischen Kernkraftwerken? Oder auch aus französischen und osteuropäischen Kraftwerken?
Momentan brauchen wir eine gute Heizung, 2000 Watt sind sicher nötig.... Atomausstieg und 2000- Watt- Gesellschaft sind momentan überflüssig wie ein Kropf!
2. Dezember 2012
Schnee bis ins Flachland, eisige Kälte und etwas Sonnenschein. Traumwetter für den 1. Advent und dank Atomstrom aus eigenen KKW und französischen Bezugsrechten eine sichere Stromversorgung. Die Solarzellen ruhen unter der Schneedecke.
Die Energiewende soll warten bis im Januar, wir brauchen Heizung, Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsgebäck!
29. November 2012
Strom für 0 Haushaltungen, Leuchtziffern für nichts.... das ist der Nutzen einer Solaranlage mit 130 Quadratmetern Fläche und einer Spitzenleistung von 15 Kilowatt heute um 16:00 also zur Bürozeit, vor dem Feierabend in den Fabriken und auf den Baustellen.
Bürolisten, Beamte, Banker, Fabrikarbeiter und Kranführer verbrauchen Atomstrom, ebenso die Haushaltungen...... Auch eine Ölheizung braucht Strom, für Steuerung, Brenner und Pumpen.
Leistung 0 Kilowatt, heutige Produktion 0,667 Kilowattstunden, Gesamtproduktion einige tausend Kilowattstunden und Blabla auf der Aluminiumtafel (Graue Energie für die Aluminiumproduktion unbekannt...) alles schön mit Leuchtziffern angezeigt.
Ohne Atomstrom läuft nichts, nicht einmal die Reklame für Solarstrom.
Kopfschütteln geht ohne Strom, ich beziehe die Energie dafür aus dem Zucker im Kaffee und der Zucker wurde durch Fotosynthese erzeugt....also mit Sonnenenergie. Der Strom für die Kaffeemaschine und die Zuckermühle? .... diese Frage ist nicht erlaubt!!!!!
Mein Auto fährt garantiert mit Benzin, der Strom für Licht, Radio, Navigation, ABS und Spiegelheizung stammt aus politisch korrektem Alternator, angetrieben vom Motor. Die Tankstelle hat Solarzellen auf dem Dach. Bundesrätin Leuthard hat Freude an mir!
27. November 2012
Die NASA und die Los- Alamos - Laboratorien in den USA haben ein neues Reaktorkonzept für die Raumfahrt vorgestellt.
Es besteht aus einem kleinen Kernreaktor, der mit 8 Stirling- Motoren zur Stromerzeugung kombiniert ist und kann die bewährten Atombatterien ersetzen. Ein Kern aus 23 Kg angereichertem Uran und mit einem Reflektor soll die Hitze für die Warmluft- Motoren liefern. Der Reaktor soll über Jahre 500 Watt elektrische Leistung bringen. Die Demonstrations- und Testanlage liefert 24 Watt.
26. November 2012
Beteiligen Sie sich an der Vernehmlassung. Auf dieser Seite (Verweis) kann ein elektronischer Fragebogen heruntergeladen werden.
www.admin.ch/ch/d/gg/pc/pendent.html#UVEK
26. November 2012
Im Kanton Freiburg wurde am Sonntag ein Verbot von Elektroheizungen am Sonntag an der Urne abgelehnt. Die Hauseigentümer wehrten sich damit erfolgreich gegen einen Artikel im kantonalen Energiegesetz, der verlangt hätte, Elektroheizungen bis 2025 durch andere Systeme zu ersetzen.
Aus Sicht vieler Politiker sind Elektroheizungen (gemeint sind Widerstandsheizungen) "Energiefresser".
Die Realität ist, wie häufig in der Politik, etwas komplexer. Widerstandsheizungen erzeugen die Wärme direkt aus der Elektrizität, im Gegensatz zu elektrischen Wärmepumpen, die Umgebungswärme nutzen und so mehr nutzbare Wärme liefern, als als sie in Form von elektrischer Energie aus dem Netz beziehen.
In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Elektrospeicherheizungen, die vorwiegend Nachtstrom nutzen und die Wärme meist in Schamottesteinen und seltener in Warmwasser- Behältern speichern, als energiesparend propagiert, da man damals mit einer Erdölknappheit rechnete. Mit Speicherheizungen wurde damals die Netzauslastung optimiert.
Tatsächlich nutzen Widerstandsheizungen den Strom nicht ganz optimal, umgekehrt sind Wärmepumpen teurer und bei sehr grosser Kälte schwindet der Vorteil von Wärmepumpen, speziell von billigeren Anlagen, die Umgebungsluft nutzen.
Die Netzbelastung nimmt damit bei grosser Kälte überproportional zu, was die Versorgungssicherheit tendenziell verschlechtert.
Bei kleinen und sehr gut isolierten Objekten haben Elektroheizungen durchaus ihre Berechtigung. Speziell bei Minergiehäusern, die grundsätzlich ohne Heizung auskommen können, werden beispielsweise die Badezimmer in der Regel elektrisch beheizt, um im Winter die Feuchtigkeit zu vertreiben, ebenso können Steinböden etwas temperiert werden, um die Behaglichkeit zu verbessern.
Aus der Sicht vieler heutiger Politiker sollen Elektroheizungen und sogar Wärmepumpen durch Öl- und Gasheizungen ersetzt werden, Hauptsache, der Atomausstieg wird unterstützt, Klimaschutz und Ressourcenschonung sind nicht mehr so wichtig!
Wie viele Politiker die elektrisch beheizte Sauna in ihrer Villa stilllegen, ist nicht bekannt....
24. November 2012
Babcock & Wilcox hat mit seinem Small and Modular Reactor (SMR) den Wettbewerb des Department of Energy (DoE) gewonnen. Die Weiterentwicklung des 180- MW- Druckwasserreaktors soll mit 450 Millionenen Dollar gefördert werden.
Die Kleinreaktoren sollen mit geringem Wartungs- und Überwachungsaufwand über viele Jahre sicher betrieben werden können. Die Anlagen werden fast immer unterirdisch angelegt, eine Ausnahme sind die russischen U- Boot- Reaktoren, die auch für schwimmende Kernkraftwerke verwendet werden können. Neben Strom wird auch Fernwärme produziert.
Während Deutschland, Österreich und die Schweiz mit Importstrom den Ausstieg betreiben, gehören die USA, Grossbritannien, Japan und Russland zu den Ein- und Aufsteigern.
Die Modularen Kleinreaktoren bringen die Kernenergie näher zu den Kunden; ihre Leistung liegt bei maximal 300 Megawatt (MW), während heute grosse Reaktoren bis zu 1600 MW elektrisch bringen. Dank Herstellung in grösseren Stückzahlen, einfacher Wartung und hoher inhärenter Sicherheit (Sicherheit, die sich aus den Naturgesetzen ergibt) sind Investitions- und Unterhaltskosten günstiger.
Sie können abgelegene Städte und Industrieanlagen, etwa in Sibirien oder Alaska mit Strom und Fernwärme versorgen.
23. November 2012
Keine Abkühlung der Bauwirtschaft in der Schweiz; noch ist die Immobilienblase intakt, es wird weiter gebaut und die entsprechenden Hypotheken werden grosszügig vergeben. Die Bautätigkeit nimmt seit der Jahrtausendwende zu und sogar im kommenden Jahr will das Baugewerbe neue Mitarbeiter (wohl aus dem Ausland) einstellen.
Interessant ist, dass auch sehr grosse und teure Wohnungen und Häuser gut verkauft bzw. vermietet werden.
Mehr Gebäude bedeuten auch mehr Stromnachfrage, so steigt der Verbrauch auch ohne Wirtschaftswachstum.
23. November 2012
Russland will nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion und dem darauf folgenden wirtschaftlichen Niedergang seine Kräfte wieder sammeln. Ob Finanzhilfe an Zypern, die internationale Raumstation ISS oder eben die Investitionen in neue Kernkraftwerke, in die Forschung und Entwicklung, die Russen wollen ihr Los wieder verbessern.
2007 wurde der Nuklearsektor grösstenteilsin der staatlichen Rosatom zusammengefasst; unterdessen haben sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bei Rosatom vervielfacht; demnächst soll das zehnfache der ursprünglichen Forschunsinvestitionen erreicht werden. Die Russen bauen Kernkraftwerke in China, Indien, der Türkei, demnächst auch Bangladesch und Vietnam.
Während die Entwicklung von Schnellen Brütern in Deutschland und Frankreich von kurzsichtigen Politikern hintertrieben wurde, wird in Russland am Bleigekühlten Schnellen Brüter gearbeitet.
Aus Sicht der russischen Politiker gehört der Nuklearsektor zu den Schlüsseltechnologien, die Russland wieder wettbewerbsfähig und stark machen sollen. Neben der Energieerzeugung wird Kerntechnik auch in der Raumfahrt, in der Medizin, in Forschung und Industrie angewandt.
21. November 2012
Wir haben an unserer Mitgliederversammlung ausgiebig über die "Energiewende" von Bundesrätin Leuthard diskutiert und prüfen nun, eine Initiative zu lancieren, welche die Bevorzugung von Wasserkraft und Kernenergie in der Verfassung verankert. Wegen der grossen CO2- Emissionen, der Abhängigkeit von Russland und Iran sowie den hohen Kosten wollen wir auf Gaskraftwerke möglichst verzichen. Nach dem statutarischen Teil zeigte Dr. Irene Aegerter auf, welche Anforderungen die geplante "Energiewende" an das Übertragungsnetz stellen würde und wie teuer uns das zu stehen käme. Sie hofft auf Volksabstimmungen zu "Atomausstieg" und "Energiewende", denn erfahrungsgemäss ist das Volk nicht so naiv, wie viele Politiker glauben oder sich wünschen!
Ebenso haben wir mit Hans Achermann und Christian Riesen zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Ich, Markus Alder, bin zurückgetreten, um Platz für die Erneuerung des Vorstandes zu schaffen und mich mehr meinem Beruf zu widmen.
Die Motivation im Vorstand und ebenso im Kreis der Mitglieder ist gut spürbar, die Kernenergie hat die Zukunft noch vor sich.
19. November 2012
Die wirtschaftliche Abkühlung in Europa macht auch vor der Elektrizitätswirtschaft nicht halt. In Griechenland, Italien und Portugal bricht die Stromnachfrage im zweistelligen Prozentbereich ein, in Spanien im hohen einstelligen Bereich, auch in Frankreich und der Schweiz sorgt die schwache Industriekonjunktur für Stromeinsparungen der unerwünschten Art.
In Deutschland dürfte die Stromnachfrage dank gesenktenArbeitskosten und der entsprechend verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der Industrie einigermassen stabil bleiben. In Italien ist der Auftragseingang der verarbeitenden Industrie im September gegenüber dem Vorjahresmonat um über 12 % eingebrochen. Dummerweise sind schweizerische Stromkonzerne in Italien sehr aktiv- momentan verbrennen sie Geld statt Gas und Oel....
Längerfristig wird die Stromnachfrage aber europaweit wieder zunehmen, denn die Krise wird nicht ewig anhalten. Ob Spaniens Hochgeschwindigkeitsbahnen, die schweizerische NEAT, Deutschlands Industrie, Frankreichs Elektroautos oder Italiens Wasserversorgung; ohne bezahlbare, leistungsfähige und sichere Stromversorgung wird alles sehr schwierig.
18. November 2012
"Angst vor Einwanderung eint Grüne und Patrioten", schreibt "Der Sonntag" (Aargauer Zeitung) kurz und bündig. Wie zu lesen ist, wollen neben den Wirtschaftsverbänden und den bürgerlichen Parteien auch die Führung von SP, Gewerkschaften und Grüne die Inititive bekämpfen, da sie die Einwanderung auf 0,2 % der Bevölkerung beschränken will. Heute wäre dies eine Nettoeinwanderung von 16 000 Personen jährlich, also "nur" eine zusätzliche Kleinstadt pro Jahr, viel zu wenig für ein rein quantitatives Wirtschaftswachstum.
Um die Bautätigkeit auf dem heutigen Niveau zu halten, ist ein Bevölkerungswachstum von rund 80 000 Personen notwendig. Ein Rückgang der Wohnungsnachfrage und stagnierende oder gar sinkende Mieten würde die Immobilienblase platzen lassen, was heute gesunde Banken destabilisieren könnte.
Manager und Politiker wollen "Wachstum" um jeden Preis, aber unsere Regierung will mit dem "Atomausstieg" die Stromversorgung massiv verteuern und die Versorgungssicherheit reduzieren.
Gehen bald die Lichter aus?
17. November 2012
Die Antikernenergie- Initiative der "Grünen" ist mit rund 120 000 Unterschriften eingereicht worden. Sie will den Betrieb von Kernkraftwerken zur Erzeugung von Wärme und Strom verbieten. Forschungsreaktoren, wie z. B. in der kernenergieskeptischen Stadt Basel, blieben erlaubt. Etwas widersprüchlich, aber wohl um der Einfachheit willen...
Nur ein Jahr nach der Annahme müssten die ersten Anlagen abgestellt werden. Die Stromlücke würde grösser.
Wenn die Initiative vors Volk kommt, kann erstmals seit den Kernschmelzen in Fukushima Daiichi über den "Atomausstieg" abgestimmt werden. Eine deutliche Ablehnung würde die Ausstiegspläne unserer Regierung in Frage stellen, jedoch nicht automatisch stoppen.
Der Gesslerhut "Atomausstieg" kann nur mit einem Referendum gegen einen referendumsfähigen Bundesbeschluss oder eine Pro- Kernenergie- Initiative gebodigt werden.
15. November 2012
"Mehr Strom- dank wärmeren Flüssen" titelt der "Tages- Anzeiger" auf Seite 3. Der Bundesrat erwäge, die Maximaltemperatur für Flüsse zu erhöhen, was den mit Aarewasser gekühlten Kernkraftwerken Mühleberg und den beiden Beznau im Hochsommer eine Leistungsreduktion ersparen würde. Auf Kosten der Umwelt- Gestank statt Fische?
Einmal "Atomausstieg", dann wieder Rücksicht auf Kernkraftwerke?
Im Hochsommer ist die Stromnachfrage tiefer, die Versorgungssicherheit wird also weniger tangiert.
Die Kernkraftwerke in Mühleberg und Beznau sind, dank hoher Investitionen und motivierten Mitarbeitern, heute immer noch sicher und zuverlässig, auf längere Sicht müssen aber neue Kernkraftwerke geplant werden.
Die "Energiewende" ist eine gefährliche Sackgasse.
Weitsichtige Staatsmänner werden dringend gesucht!
11. November 2012
Trotz rückläufiger Wirtschaftsentwicklung geht die Einwanderung in die Schweiz ungebremst weiter; entsprechend wird der krisenbedingte Rückgang der Stromnachfrage abgeschwächt. Der "Sonntag" (Aargauer Zeitung) schreibt unter dem Titel "Ungebremste Zuwanderung trotz mehr Arbeitslosen", dass die Bevölkerung einwanderungsbedingt seit Anfang Jahr um 52 500 Personen zugenommen habe.
"Demnach wird die Schweiz die 10-Millionen-Einwohner- Grenze bereits 2031 überschreiten."
Wie war das mit dem "Atomausstieg"......... in knapp zwei Jahrzehnten braucht die Schweiz sehr viele Windräder, um die zusätzlichen Haushalte zu versorgen, in einem Land, das immer stärker zubetoniert wird....... Fragen zu dieser völlig widersprüchlichen Politik müssten erlaubt sein...
11. November 2012
Deutsche Umweltschützer und Tierfreunde wollen die Nutzung von Windurbinen zeitlich einschränken, um die Fledermäuse vor der tödlichen Bedrohung zu schützen. Nach Angaben der FAZ töten deutsche Windräder jährlich über 200 000 Fledermäuse. Auch Vögel werden immer häufiger Opfer der gewaltigen Rotorblätter.
Wann endlich wird die "Energiewende" abgeschafft?
Tierwelt, Konsumenten und Wirtschaft danken! Deutschland hofft auf eine "Gesinnungswende" der Kanzlerin.
Lieber ein Vogelschutzgebiet wie um das (leider aus politischen Gründen abgestellte) Kernkraftwerk Biblis, als mit Windrädern verspargelte Landschaften und mit Solarzellen verspiegelte Äcker....
10. November 2012
Zwei Staaten, eine Energiepolitik: Tschechien und die Slowakei sprechen sich trotz Teilung vor zwei Jahrzehnten weiter klar für die Nutzung der Kernenergie aus; an der gemeinsamen Sitzung beider Regierung betonten die beiden Premierminister Robert Ficas und Petr Necas, sie lassen eine "Torpedierung" der Weiterentwicklung der Kernenergie nicht zu.
Diese Aussage an die Adresse Deutschlands und Österreichs ist wohl klar; denn ohne Atomstrom aus dem Osten wären Atomausstiege im Westen undenkbar.
Tschechien und die Slowakei bauen weitere Kernkraftwerke, neben russischen sollen auch westliche Reaktoren zugelassen werden, wenn sie die Anforderungen erfüllen. Tschechien und die Slowakei verfügen als traditionelle Maschinenbau- Nationen über eine grosse Zulieferindustrie.
Tschechiens Regierung will die Abhängigkeit von der Kohle deutlich reduzieren; der Anteil Atomstrom soll von 30 % auf 50 % steigen.
8. November 2012
Seit 40 Jahren glänzt das umstrittene Kernkraftwerk Mühleberg mit einer hervorragenden Verfügbarkeit von durchschnittlich 90 % und deckt rund zwei Fünftel des Elektrizitätsbedarfs im Versorgungsgebiet der Bernischen Kraftwerke.
Seine Sicherheit wurde wiederholt bestätigt, die Anlage ist auch gegen äusserst unwahrscheinliche Naturkatastrophen (welche die Umgebung total zerstören würden) gut gerüstet.
In den vier Jahrzehnte wurden 108 Milliarden Kilowattstunden Elektrizität erzeugt. Das entspricht rund dem Gesamtverbrauch der Schweiz in den Jahren 2000 und 2001.
Die Planung einer grösseren Ersatzanlage auf dem vorhandenen Gelände ist durch den "Atomausstieg" blockiert, die Stromkunden müssen darauf zählen, dass der Siedewasserreaktor noch viele Jahre sicher und zuverlässig betrieben werden kann.
Die bisherige, sehr gute Arbeit der Betriebsmannschaft lässt hoffen, dass Mühleberg mindestens bis 2025 die Versorgung sichert.
Unberechenbar ist die Politk, da die Begtriebsbewilligung befristet ist.
Dank Mühleberg- Strom wurden die Stromausfälle nach dem verheerenden Sturm "Lothar" vom Jahreswechsel 1999/2000 begrenzt und verkürzt. Die Pläne des Bundesrates, künftig mit Importen, Gaskraftwerken und "Alternativenergien" den Atomstrom zu ersetzen, machen die Stromversorgung klar pannenanfälliger. Haben die Politiker Dieselaggregate in ihren Villen?
Unser Vereinsräsident Dr. H. R: Lutz war der erste Direktor des Kernkraftwerkes Mühleberg. Bis heute kämpft er für eine sichere und umweltfreundliche Stromversorgung mit Wasserkraft und Kernenergie.
7. November 2012
Der klare Wahlsieg von Barack Hussein Obama wird in Europa recht verbreitet begrüsst. Statistisch gesehen sind demokratische Präsidenten für die Börsenkurse besser als republikanische, auch die Realwirtschaft tendiert so. Für die Entwicklung der Kernenergie ist der neue alte Präsident sicher gut, in seiner zweiten Amtszeit werden die ersten neuen Kernkraftwerke seit 1996 ans Netz gehen.
Wie fast die gesamte Infrastruktur sind auch die Kernkraftwerke veraltet. Sie erzielen wohl gute Produktionsergebnisse, bei insgesamt rund hundert Leistungsreaktoren müsste jedes Jahr mindestens ein neuer Reaktorblock mit rund 1500 MW Leistung ans Netz gehen, um die Erneuerung nach einer heute für wirtschaftlich gehaltenen Betriebszeit von 60 Jahren sicherzustellen.
Obama will den Treibhauseffekt mit Kernenergie bekämpfen, entsprechend muss Uran die Kohle, welche die amerikanische Stromerzeugung bis heute dominiert, mindestens teilweise ersetzen. Anreicherungsanlagen und Kernkraftwerke sind im Bau, es könnte aber mehr investiert werden.
Bereits denken Kommentatoren an einen neuen "New Deal" wie zu Roosevelts Zeiten.
Schon vor 11 Jahren reifte in unserem Verein die Idee, den grossen US- Elektrizitätsmarkt mit 100 neuen Kernkraftwerken zu beleben, dabei würden die grossen realwirtschaftlichen Investitionen zugleich zur Modernisierung und Revitalisierung der US- Industrie beitragen. Heute, fünf Jahre nach Ausbruch der grossen Finanzkrise und wenige Tage nach den Zerstörungen durch den Hurrikan "Sandy" zeigt sich, dass wir eine gute Nase hatten.
Neue Kernkraftwerke und robustere Übertragungsleitungen hätten die Stromunterbrüche minimiert oder doch zumindest verkürzt.
Wird Obama, wie vor 80 Jahren Roosevelt, die Realwirtschaft wieder in Schwung bringen und die Finanzwelt bändigen?
6. November 2012
Dachbegrünung umweltfreundlicher als Solarzellen? Nachdem bekannt ist, dass sich Solarzellen wohl zur umweltfreundlichen Stromversorgung von Kleingeräten wie Taschenrechner und Uhren eignen, die üblicherweise mit noch weniger umweltverträglichen Batterien versorgt werden, nicht aber für die öffentliche Stromversorgung, muss die massive Subventionierung der Photovoltaik detailiert überprüft werden. Lohnt sich das für die Umwelt?
Oder ist es nur eine Kombination von Geldverschwendung und Umweltbelastung? Die Herstellung der Zellen benötigt viel Energie; dazu enthalten sie giftige Stoffe.
Besser Sedum als Solarzellen? Die Kettenreaktion geht der Sache nach!
5. November 2012
Man erinnert sich an die missglückte Unternehmenssteuerreform; wie heute im Radio zu hören ist, hat sich der Bundesrat bei den Kosten für den Atomausstieg um einige Milliarden geirrt, weil ein anderes Szenario durchgerechnet wurde.
Egal ob Subventionen für giftige Solarzellen und vogelmordende Windräder oder neue Energiesteuern; erst soll die Regierung den Nutzen des Atomausstiegs nachweisen, bevor weitergeplant wird. Das Volk soll auch über diese langfristige Weichenstellung abstimmen dürfen.
Es kann nicht sein, dass die Schweiz für Jahrzehnte hohe Kosten und grosse Umweltbelastung erleiden muss, weil einige ältere Kernkraftwerke im fernen Japan nicht tsunamifest ausgelegt waren. Die neuen sind es offensichtlich!
4. November 2012
Fünf Jahre nach der grossen, von den USA ausgehenden Finanzkrise bricht allmählich die europäische Realwirtschaft ein, was auch die Stromnachfrage in der Schweiz dämpft (vgl. Eintrag 3. Nov.)
Für die Papier- und Druckereibranche gibt es ein Konjunkturprogramm, finanziert von einem bisher unbekannten Verein KlartextEnergie in Basel. Das Geld stammt laut Impressum zu 75 % aus Zuschlägen auf dem Strompreis in Basel.
Unseren Zeitungen wird eine 40- seitige Broschüre mit Werbung für "Neue Energie" beigelegt. Die Höhe der Auflage ist unbekannt, dürfte aber über 100 000 Exemplare liegen. Manche Haushalte erhalten die Beilage doppelt und dreifach. Da werden einige Tonnen farbig bedrucktes Papier produziert......
So wird die Papiernachfrage in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld gestützt und die Druckmaschinen werden am Laufen gehalten. So wird die Stromnachfrage gestützt...... Allein um diesen Papierberg (Altpapier für die schweizerische Papierindustrie) zu produzieren, wird mehr Strom benötigt, als ein Dutzend Windräder produzieren....
Von den Milliardensubventionen für Alternativenergien profitieren zunächst einmal (fast) alle, inklusive die Betreiber von Kernkraftwerken. Erst später zeigt sich, dass die Subventionen auch bezahlt werden müssen, beispielsweise durch hohe Abgaben auf Energie, Beiträgen aus klammen öffentlichen Kassen, Sondersteuern o. ä.
In einzelnenen deutschen Gemeinden gibt es bereits Stromtarife von über 50 Euro- Cent je Kilowattstunde.... Strom wird auch für Kleinhaushalte zum Luxusgut...... Die deutsche Industrie leidet bereits, entsprechend steigt der Druck auf die Löhne. Sinkende Löhne bei steigenden Lebenskosten bedeuten einen höheren Auswanderungsdruck...... Nicht nur Hartz- IV- Empfänger verlassen das Land, auch zunehmend Handwerker und Akademiker, Deutschland blutet aus, wie die DDR zu Ulbrichts Zeiten. Wer die Renten bezahlen soll, wird immer rätselhafter.
Der Kauf von Steuer- CDs vermag das Problem nicht zu lösen, weil die Deutschen ganz einfach mit den Füssen abstimmen!
Ob die Rotgrünen eine Mauer aus Recycling- Beton bauen werden?
4. November 2012
Trotz Milliardensubventionen verliert die deutsche Solarbranche 30 000 Jobs.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/solarverband-arbeitsplaetze-verlust
Der Beschäftigungseffekt der "Energiewende" dürfte damit noch negativer Ausfallen, als bisher befürchtet. Hohe Strompreise vernichten anständig bezahlte Arbeitsplätze, während die hochsubventionierten Jobs sehr kurzfristig sind.
3. November 2012
Wir haben eine erfolgreiche Flugblatt- und Broschürenverteilung im oberaargauischen Langenthal durchgeführt. Die Stimmung in der Bevölkerung ist gar nicht so kernenergiefeindlich, wie sie unsere Politiker gern erleben. Ist die "Energiewende" eine reine Politikerillusion und der "Atomausstieg" eine leere Drohung? Klar gibt es die hartgesottenen, faktenresistenten Kernenergiegegner, sie sind jedoch eine erstaunlich kleine Minderheit. Die meisten Menschen auf der Strasse sind neutral, interessiert bis positiv eingestellt. Wir werden weiterkämpfen.
Ein herzliches Dankeschön an unsere engagierten Mitglieder!
3. November 2012
Ein Erfolg für die "Atomaussteiger"? Der Stromverbrauch hat im Juli um 0,2 % abgenommen. Trotz Bauboom und Bevölkerungszuwachs. Die Ursache ist rasch gefunden; Frankenstärke und Eurokrise bremsen die Konjunktur. Die Industrie spart Strom.
2. November 2012
Die Ecopop- Initiative zur Begrenzung der Masseneinwanderung wurde mit 120 000 Unterschriften eingereicht und wird von den Politikern bereits erbittert bekämpft. Man stelle sich vor, die Bevölkerung würde jährlich" nur" um 0,2 %, um rund 16 000 Personen wachsen....
Eine Mehrheit der Politiker und Manager will ganz klar mehr..... sie fordern quantitatives Wachstum durch eine endlose Bevölkerungszunahme- im gleichen Atemzug fordert Bundesbern den Atomausstieg... gegensätzlicher geht es nicht!
Das Baugewerbe hat eine starke Lobby- Beton bringt Arbeitsplätze für Einwanderer- Einwanderung fordert mehr Wohnraum und steigert die Stromnachfrage.
Umgekehrt:
Weniger Einwanderung würde die Löhne in die Höhe treiben, was einen Anreiz für Rationalisierungsinvestitionen bilden würde. Eine höhere Produktivität treibt den Stromverbrauch pro Kopf in die Höhe.
Die Kernenergie hat aber keine Lobby mehr....
30. Oktober 2012
US- Kernkraftwerke auf Hurrikan Sandy vorbereitet; wie World Nuclear News schreibt. Die Reaktoren in Maryland, New Jersey, Conneticut, Pennsylvania und New York werden voraussichtlich von den Auswirkungen betroffen sein und die Wettergewalt besser überstehen als die meisten anderen Gebäude.
29. Oktober 2012
Hanspeter Guggenbühl für die Ecopop- Initiative zur Begrenzung der Einwanderung. Der bekannte Kernenergiegegner und Autor unterstützt die Umweltorganisation Ecopop, die sich seit Jahren auf den Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Umweltbelastung hinweist. Das passt den Kaviarlinken nicht, sie wollen diese Zusammenhänge ausblenden, da viele von ihnen lukrative Pöstchen in der Multikulti- Szene haben, sei es Asylantenbetreuung oder Integrationsprogramme. Auch Linke leben bekanntlich lieber gut.........
Guggenbühl lässt sich nicht zu Flugreisen einladen, da ihm der Klimaschutz heilig ist. Einer der wenigen Kernenergiegegner, die ihren Glauben leben!
28. Oktober 2012
Toni Brunner weist an der Delegiertenversammlung der SVP in Basel auf die Widersprüche in der Energiepolitik des Bundesrates hin.
Die SVP ist die einzige Partei, die wirklich hinter der Kernenergie steht. Neben den Melonengrünen, Grünliberalen und Roten aller Schattierungen wollen auch Teile der FDP und der CVP unsere Energieversorgung den Subventionsfreunden und "lupenreinen" Demokraten wie" Gas- Gerd" Schröder und seinem Freund Wladimir Putin anvertrauen- Gazprom will auch etwas verdienen....
Warum will ausser der SVP keine grosse Partei eine sichere Energieversorgung mit einheimischen Kernenergiestrom?
28. Oktober 2012
Schweiz mit 17 Millionen Einwohnern? Im heutigen "Sonntagsblick" werden die Gedankenspiele des UBS- Chefökonomen Daniel Kalt beschrieben, der eine Schweiz mit 17 Millionen Einwohnern (aktuell 8,01 Millionen) zur Sicherung der Sozialwerke (!) für möglich hält....
Realistischerweise soll die Verdoppelung der Einwohnerzahl durch Masseneinwanderung erreicht werden. Die rasant steigende Zahl der Erwerbstätigen soll mit ihren Beiträgen die Rentner finanzieren.
Um 17 Millionen Einwohner in der Schweiz mit Strom zu versorgen, wären 6-8 neue Kernkraftwerke nötig.
Der UBS- Chefökonom fordert damit indirekt eine "Energiewende" in eine völlig neue Richtung. Unsere Regierung müsste wohl komplett ausgewechselt werden.
Eine Alternative zu Kalts Horrorszenario einer völlig übervölkerten und verbetonierten Schweiz wäre hohes, produktivitätsgestütztes Wachstum durch extreme Rationalisierungen. Logisch, dass viele Politiker dagegen wären, aber für die einfache Bevölkerung sind steigende Einkommen und rascher technologischer Wandel angenehmer, als Dichtestress, Verdrängung und Lohndruck.
Eine extrem rationalisierte Wirtschaft wird den Pro- Kopf Stromverbrauch extrem erhöhen, entsprechend würden auch bei stagnierender Bevölkerung wohl 1-2 zusätzliche Kernkraftwerke nötig.
Leuthards "Energiewende" können wir uns schon in wenigen Jahren nicht mehr leisten!
28. Oktober 2012
SVP neu stärkste Partei im atomkritischen Kanton Schaffhausen. Michael Fehr (SVP Neuhausen) freut sich über die Politwende und die hoffentlich bald erfolgende Korrektur der Energiewende hin zu einer zukunftsfähigen Kernenergiepolitik!
27. Oktober 2012
Wird die Energiewende von der Realität eingeholt? Im Sommer noch träumten Politiker und Subventionsfreunde, die Kernkraftwerke durch Solarzellen zu ersetzen und sich dabei eine goldene Nase zu verdienen. Selbstverständlich auf Kosten der Allgemeinheit.
Geplant war, eine "Richtgrösse" von 600 Mio. Kilowattstunden Solarstrom gesetztlich festzulegen. Bei Schlechtwetter müsste die Sonne mit entsprechenden Konsequenzen rechnen....... Nun gibt es gemäss "Tages- Anzeiger" eine neue Berechnung mit nur noch 520 Millionen Kilowattstunden jährlich ab 2020. So oder so lässt sich damit kein Kernkraftwerk ersetzen, denn auch Mühleberg als kleinste Anlage produziert jährlich über 3000 Millionen Kilowattstunden, also mindestens fünfmal mehr... auch bei Dunkelheit, Regen und Schnee......
Sinnvollerweise würde unsere Regierung noch einmal eine Pirouette drehen und die den Abschied vom Atomausstieg als neue "Energiewende" verkünden....
Die geplante "Richtgrösse" der jährlichen Solarstromerzeugung reicht übrigens nicht einmal aus, um den jährlichen Stromverbrauchszuwachs vor der Finanzkrise von rund 1000 Mio. Kilowattstunden abzudecken....
Ein Abschied von der Finanzkrise bedeutet, innert 10 Jahren ein neues Kernkraftwerk zu bauen, um den Verbrauchszuwachs abzudecken.
26. Oktober 2012
Eine eigentliche Aufbruchstimmung herrscht in China, wo trotz der realen Erdbebengefahr weitere Kernkraftwerke gebaut werden.
Nach den Kernschmelzen in Fukushima Daiichi wollte Chinas Regierung die Sicherheit der bestehenden und der zukünftigen Kernkraftwerke überprüfen, bevor der Ausbau der Nuklearen Kapazität wieder mit voller Energie angepackt wird.
Nachdem sichergestellt ist, das China KKW gegen Naturkatastrophen geschützt sind, kann weitergebaut werden.
2009 begann der Bau von neun neuen Reaktoren, 2010 wurde für 10 Reaktorblöcke der erste Beton gegossen. Gegen Ende der 10er- Jahre werden die Chinesen jeden Monat ein neues KKW in Betrieb nehmen. Europas Atomaussteiger werden im gleichen Zeitraum mit einer unsicheren und enorm teuren Stromversorgung leben müssen, da das europäische Übertragungsnetz der Belastung durch wachsende Stromimporte insbesondere Italiens und Deutschlands nicht gewachsen ist. Wie die "Finanz und Wirtschaft" vor einigen Wochen schrieb, ist Chinas Wirtschaft trotz der gigantischen Devisenreserven in Dollar und Euro bisher resistent gegen die weltweite Finanzkrise. Ursache ist wohl das immer noch robuste, investitionsgetriebene Wachstum. Die Billionenguthaben in Dollar bleiben aber ein Klumpenrisiko, da die Dollar- Geldmenge in den letzten zehn Jahren übermässig aufgebläht wurde.
26. Oktober 2012
Die Studie von Wüest & Partner über die Immobilienpreisentwicklung in der Schweiz bringt die Immobilienblase wieder ins öffentliche Interesse zurück. Die extremen Wertsteigerungen lassen sich heute nur noch durch eine starke Einwanderung sichern, da das Baugewerbe jährlich über 40 000 Wohnungen auf den Markt bringen muss, um Vollbeschäftigung zu sichern.
Viele Politiker streben das Ziel von 10 Millionen Einwohnern an, die Zahl wurde erstmals durch Professor Kneschaurek einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Er verdoppelte vor etwas über 40 Jahren einfach die Einwohnerzahlt jeder Gemeinde, um ein Szenario für die Zukunft entwerfen zu können. In der Hochkonjunktur hatte die Schweiz einen Geburtenüberschuss und eine fast ebenso starke Einwanderung wie heute.
Eine steigende Einwohnerzahl und gleichzeitig ein wachsender Wohnungsbestand erhöhen den Stromverbrauch auch ohne Wirtschaftswachstum.
24. Oktober 2012
Die Briten wollen mehr Kernenergie, wie eine Meinungsumfrage von YouGov ergab. Daneben wurde auch mehr Solar und Wind gefordert, was aber wenig realistisch ist.
22. Oktober 2012
Der Kern des Reaktors Ningde-1 in China wird erstmals mit Kernbrennstoff beladen. Die Inbetriebnahme ist für Dezember vorgesehen, 44 Monate nachdem im Februar 2008 der erste Beton gegossen wurde. China braucht Strom statt Bürokratie, entsprechend schnell verläuft der Bau von Kernkraftwerken. Am gleichen Standort werden fünf weitere CPR-1000 Druckwasserreaktoren gebaut. Werden wir Europäer, nach Jahren des Niederganges mit Bankenkrisen und Atomausstiegen, dereinst chinesische Kernkraftwerke kaufen?
China ist bereits die grösste Industrienation der Welt und seine Konzerne erobern die Weltmärkte aggressiv. So hat China faktisch ein Monopol auf LED- Lampen, welche Glühbirnen und Energiesparlampen ersetzen sollen und auch als Tagfahrlichter bei Fahrzeugen und als Strassenleuchten eingesetzt werden können. Der Telecom- Ausrüster Huawei betreibt seit September das Mobilnetz von Sunrise. Im Gegensatz zu Japan, Brasilien und anderen kleinen Billigländern überlässt China mit Spitzenleistungen wie bemannten Raumflügen usw. den westlichen Industrienationen keine Nischen mehr.
Mit Atomausstiegen und Technologieverboten bauen wir unsere Wettbewerbsvorteile mutwillig ab. Wir brauchen keine Energiewende, wir brauchen eine Politikwende, weg von rotgrünen Träumereien und hin zu einer sinnvollen Technologiepolitik.
22. Oktober 2012
Die französische Areva erhält den Auftrag, japanische Kernkraftwerke mit Wasserstoff- Rekombinatoren auszurüsten. Diese sollen Wasserstoff- Explosionen wie in Fukushima Daiichi verhindern.
Japan bringt seine KKW auf ein westliches Sicherheitsniveau, statt in Panik einen Atomausstieg zu wagen. Die Abstellung maroder KKW hat bereits zu Stromengpässen und einem hohen Verbrauch fossiler Brennstoffe geführt.
21. Oktober 2012
Am Samstag, 20. Oktober, haben wir unsere erste Herbst- Standaktion bei wunderschönem Wetter in Luzern durchgeführt.
Unser Manifest (als Flugblatt) und unsere Broschüren "Die Welt setzt auf Kernenergie" sind auf grosses Interesse gestossen und daraus sind einige interessante Diskussionen entstanden. Selbstverständlich gibt es immer noch Kernenergie- Gegner, aber die sind in der Bevölkerung eindeutig weniger zahlreich, als unter den Politikern.
Im November werden wir im Kanton Bern weitere Standaktionen durchführen. Der Widerstand gegen den Atomausstieg wächst-
wir Eidgenossen kämpfen für unsere Energieversorgung!
21. Oktober 2012
Der "Blick" thematisiert das Schicksal des arbeitslosen Ehepaares Blum aus Süddeutschland. Die beiden sollen aus der Schweiz ausgeschafft werden und wehren sich dagegen, da ihnen die Zukunft in ihrem "verkohlten, geschröderten und heruntergemerkelten" Heimatland völlig aussichtlos erscheint. Immer mehr Deutsche kehren ihrer Heimat den Rücken. Schuld ist wohl auch der von Gerhard Schröder (Gas-Gerd) eingefädelte und von Angela Merkel gnadenlos durchgezogene Atomausstieg.
18. Oktober 2012
Der Plug- in- Hybrid Karma Fisker ist ein veganischer Sportwagen aus Kalifornien, ein Luxusauto für Grüne. Vegan bedeutet, dass auf tierische Rohstoffe wie Wolle und Leder verzichtete wird. Das Holzfurnier im Innenraum stamme aus zertifizierten Resten von Waldbränden (!).
Die beiden Elektromotoren haben eine Gesamtleistung von 300 KW (408 PS), was sehr sportliche Fahrleistungen ermöglicht.
Beeindruckender als die Höchstgeschwindikeit von 200 Km/h sind die 6,7 Sekunden von 0 auf 100 Km/h.
Wie bei allen Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist das Anfahrdrehmoment gewaltig, mit 1300 Newtonmetern Motordrehmoment wird der Wert eines 40- Tönners erreicht.....
Weil die Lithium-Ionen- Akkus nur 20 KWh Kapazität haben, dient ein Vierzylinder- Benzinmotor mit Turboaufladung und Ladeluftkühler als Range Extender (Reichweiten- Verlängerer).
Wie alle Plug-in-Hybrid und Elektrofahrzeuge ist auch der Karma Fisker nur dann wirklich umweltfreundlich und klimaverträglich, wenn der Strom für die Aufladung der Batterien aus nachhaltigen Quellen stammt. Auf dem Heimmarkt USA ist das leider noch nicht der Fall, da rund die Hälfte der Elektrizität in Kohlekraftwerken erzeugt wird. Der Bau neuer Kernkraftwerke kommt erst schleppend voran, obwohl der Bedarf ausgewiesen ist.
In den USA wie auch in Europa und China bringen derzeit Investitionen in neue Kernkraftwerke den grösseren Nutzen für das Klima, als die Förderung von Elektrofahrzeugen.
16. Oktober 2012
In Deutschland wird über die Strompreissteigerungen diskutiert, die durch Atomausstieg und "Energiewende" angetrieben werden.
Der Energieökonom Rolf Wüstenhagen verspricht eine "überschaubare" Preissteigerung, während Verbraucherschützer vor einer Preisexplosion warnen. In Deutschland steigt wegen des schwachen Euros auch der Benzinpreis stärker als in der Schweiz, daher sind die Konsumenten stärker belastet.
Die "Oekostromumlage" steigt auf rund 5,3 Cent/Kilowattstunde, was den Strom empfindlich verteuert, zudem wird die Netzregelung wegen der "Alternativenergien" schwieriger und damit teurer, weiter müssen auch noch neue Kohlekraftwerke gebaut werden, da allein mit Windrädern und Solarzellen kein Kernkraftwerk ersetzt werden kann.
Vereinzelt regt sich Widerstand in der Bevölkerung gegen diese unvernüftige Politik.
Auch bei uns in der Schweiz formiert sich eine Widerstandsbewegung gegen Atomausstieg und Energiewende.
Es gilt, dem "Tsunami der Unvernuft" entschlossen zu begegnen!
16. Oktober 2012
"Die Wasserkraft hat zu wenig Support" schreibt die "Mittelland- Zeitung" auf der Titelseite. Thema ist die "Energiewende".
Auch andere Zeitungen behandeln das Thema ausgiebig.
Mit dem Verzicht auf Landschafts- und Gewässerschutz liessen sich alle Stromsorgen beseitigen..... Wollen ausgerechnet die "Grünen" aller Schattierungen unsere Gewässer in Betonmauern und Stahlrohre zwingen?
Von den Kosten steht nichts, diese dürften ins Astronomische gehen, zumal bei der Nutzung kleinerer Bäche mit wenig Gefälle die Investitionen in keinem sinnvollen Verhältnis zur Stromproduktion stehen- das klassische Problem der "Alternativenergien".
Auf dem Papier sehr sympathisch, wegen der geringen Energiedichte aber zu viel Aufwand für die Energiegewinnung.
Wann wird die "Energiewende" wegen zu hoher Risiken und Kosten sowie fehlendem Nutzen abgeschafft?
Es ist Zeit, dass unsere Politiker zum Wohl der Allgemeinheit über den eigenen Schatten springen und die Fehler eingestehen- bevor der Schaden unendlich gross ist- siehe Pensionskassendebakel der Beamtenversicherung Zürich.
15. Oktober 2012
Frankreich benötigt mehr Strom, nicht weniger Kernenergie, sagte EDF- CEO Henri Proglio am 10. Oktober vor der französischen Nationalversammlung. Wie die Schweiz ist auch Frankreich mit seinen üppigen Sozialleistungen ein beliebtes Einwanderungsland, zusätzlich weist die einheimische Bevölkerung einen leichten Geburtenüberschuss auf. Daher wächst die Bevölkerung recht schnell, die 65- Millionen- Grenze ist bereits überschritten.
Präsident Francois Hollande hat den Grünen versprochen, die beiden 900- MW- Reaktoren in Fessenheim stillzulegen und den Kernenergie- Anteil von heute 78 % auf unter 50 % zu senken.
Proglio wies darauf hin, dass durch den erwartetenVerbrauchszuwachs von 40 % bis 2025 der Anteil der Kernenergie auch ohne vorzeitige Stilllegungen sinkt. Die EDF betreiben 58 Druckwasserreaktoren, die etwas über 400 Milliarden Kilowattstunden (KWh) Strom im Jahr liefern. Deutschland, Italien die Schweiz und andere Nachbarländer beziehen davon jährlich rund 60 Milliarden KWh.
15. Oktober 2012
Die Ecopop- Initiative ist gemäss "Sonntag" mit "höchster Wahrscheinlichkeit" zustande gekommen und wird am 2. November eingereicht. Damit kommt wieder eine Initiative zur Begrenzung der Einwanderung zur Abstimmung.
Bisher wurden alle Einwanderungsinitiativen mit zweistelligen Millionenbeträgen erfolgreich bekämpft. Schon James Schwarzenbach wurde Ende der 1960er- Jahre als "fremdenfeindlich" hingestellt, weil er den Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung auf 10 % beschränken wollte.
Die grossen Parteien in der Schweiz gehen bisher davon aus, dass die Wirtschaft nur durch eine Steigerung der Einwohnerzahl Wachstum generieren könne. Daher sei die Schweiz auf Einwanderung angewiesen. Zudem würde eine stagnierende Bevölkerung zum Platzen der Immobilienblase führen, was die Banken weiter belasten würde.
Leider ist heute auch vielen bürgerlichen Politikern nicht mehr bewusst, dass mehr Einwohner auch mehr Strom benötigen und Wirtschaftswachstum nur mit einer zuverlässigen, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Stromversorgung möglich ist.
Eine wirtschaftliche Stagnation mit gleichzeitig wachsender Bevölkerung erlebte die Schweiz schon Anfang der 1990er Jahre, später wieder von 2001- 2003 und auch aktuell dürfte das Bruttoinlandprodukt pro Kopf sinken, was zu steigender Arbeitslosigkeit und stagnierenden bis sinkenden Löhnen führt.
Falls das Volk die Initiative der Ecopop, welche das Bevölkerungswachstum auf jährlich 0,2 %, also auf eine Kleinstadt von knapp 20 000 Einwohner beschränken will, gegen den Widerstand vieler Interessengruppen annehmen würde, müsste die Wirtschaft weiter rationalisiert werden, um ein ansprechendes Wachstum zu erreichen. Entsprechend stiege der Strombedarf.
Der Wunsch nach Wirtschaftswachstum ist in der Schweiz realistischerweise nur mit neuen Kernkraftwerken zu erfüllen!
14. Oktober 2012
Eine Woche nach dem Startschuss zum "Fall Nagra" bringt die "SonntagsZeitung" ein Interview mit Nagra-Chef Thomas Ernst. Er entschuldigt sich für die Aktennotiz, aus der ein Skandal konstruiert wurde.
Viel neues ist nicht zu lesen.
Sinnvollerweise schaue man die Seite der Nagra selbst an : www.nagra.ch
13. Oktober 2012
Nach 20 Jahren Deflation mit steigender Arbeitslosigkeit, halbiertem Nikkei- Index (Aktien) und hartnäckiger Immobilienkrise geht das Wirtschaftsleben in Japan weiter. Auch das Tohoku- Erdbeben mit dem Tsunami, der 20 000 Menschen tötete, ganze Landstriche verwüstete und die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi verursachte, konnte das Inselvolk nicht dauerhaft lähmen.
Während in Deutschland und der Schweiz ein "Tsunami der Unvernunft" zum Verzicht auf (sichere) Kernkraftwerke führen soll, werden in Japan trotz grosser Erdbebengefahr und tiefem Wirtschaftswachstum neue Kernkraftwerke geplant.
So will die Chugoku Electric Power Co. in Kaminoseki in der Präfektur Yamagushi zwei Fortgeschrittene Siedewasserreaktoren mit 1373 MW Leistung bauen.
Warum ist in unseren Zeitungen davon nichts zu lesen?
11. Oktober 2012
Nun ist das NAGRA- Leck bekannt; ein pensionierter Mitarbeiter soll die Präsentation an Marcos Buser weitergeleitet haben und dieser hat sie der Sonntagszeitung gesteckt.
Der ganze Medienrummel hat den Vorteil, dass die Entsorgung radioaktiver Abfälle aus Industrie, Forschung, Medizin und Energieerzeugung wieder einmal öffentlich diskutiert wird.
Technische Probleme gibt es nicht, wohl aber politische, nämlich in Form der rotgrünen Fundamentalopposition.
Zwei Vorschläge müssen diskutiert werden, nämlich die verlängerte Zwischenlagerung, die für die abgebrannten und noch nicht rezyklierten Brennelemente ohnehin nötig ist, da das Recycling derzeit politisch blockiert ist. Im Bundeszwischenlager hat es genügend Platz für die Abfälle von Jahrzehnten. Die hochaktiven Abfälle sind luftgekühlt und flugzeugabsturzsicher verpackt, sie sind auch ohne menschliches Zutun sicher gelagert und können ungestört zerfallen. Die mittel- und schwachaktiven Abfälle sind ohnehin lediglich politisch brisant.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann der heutige "Atommüll" in einigen Jahrzehnte als Energiespender und Rohstoff genutz werden.
Der zweite Vorschlag ist die internationale Lösung, weil jedes entwickelte Land radioaktive Abfälle hat, macht die Zusammenarbeit mehrerer Länder Sinn.
Verärgerung über die NAGRA, verstärktes St. Florians- Denken usw. bleiben völlig sinnlos.
11. Oktober 2012
"Für Windräder dürfen Bäume fallen" schreibt der "Tages- Anzeiger" heute morgen. Der Bundesrat erlaube den Bau von Windanlagen in Wäldern. Das Interesse der Elektrizitätswirtschaft sei allerdings gering. Der "grüne" Nationalrat Bastien Girod findet das nicht so schlimm für die Tiere. Energiewende um jeden Preis? Sind wir auf dem Weg in die Ökodiktatur?
Ist den Atomaussteigern und Subventionsfreunden in unserer Regierung gar nichts mehr heilig?
Auf der Leserbriefseite regt sich Widerstand gegen die Verunglimpfung der NAGRA. Krankenkassenprämienzahler und Stromkonsumenten sind die Verursacher von radioaktiven Abfällen, für deren Entsorgung die NAGRA zuständig ist. Also die Allgemeinheit. Sind Menschen, die z. B. wegen Krebs auf Nuklearmedizin angewiesen sind, Asoziale? Sicher nicht! Vielmehr muss die Verwertung radioaktiver Abfälle öffentlich diskutiert werden. Die NAGRA und die Verursacher müssen besser aufklären. Was fällt an, wieviel und welche Verwertungsmöglichkeiten gibt es?
Ärgerlich ist auf jeden Fall das Verbot, Brennelemente aus Kernkraftwerken dem Recycling zuzuführen. Es ist aber nicht sachlich, sondern rein politisch begründet. Urheber ist Alt- Bundesrat Leuenberger.
Wir Eidgenossen müssen den Gesslerhut Atomausstieg bodigen und so den Weg für eine vernünftigere Energiepolitik ebnen.
Die Obstruktionspolitik gegen Kernkraftwerke und die NAGRA muss abgeschafft werden.
Gleichzeitig muss eine Grundsatzdiskussion über Wirtschaftswachstum und Energiepolitik stattfinden.
Wollen wir qualitatives oder quantitatives Wachstum? Wie soll die Energieversorgung längerfristig sichergestellt werden?
Gefragt ist sachliche Information, nicht Hetze gegen Kernkraftwerke oder die NAGRA.
10. Oktober 2012
Während sich unsere Medien über den Pussy- Riot- Prozess in Moskau ereifern, berichtet www.nuklearforum.ch über den Baubeginn der Kernbrennstoff- Fabrik in der Ukraine am 4. Oktober. Die Bevölkerung der Standortregion befürwortet (!) die Investition. Ob die Medien in der Ukraine informieren statt polemisieren?
Man stelle sich vor, eine hiesige Zeitung würde nach einer Razzia in einem Asylantenheim wegen ein paar sichergestellten Waffen, einigen Eimern beschlagnahmter Drogen und einer handvoll gefundenem Bargeld eine Kampagne gegen das Bundesamt für Flüchtlinge lostreten.....
Ist die Frage, was alles in orthodoxen Kirchen toleriert werden muss, für unsere Medien wichtiger, als die Energiepolitik im Osten?
Die Inbetriebnahme des zweiten Stranges der Ostsee- Pipeline war z. B. "20- Minuten" immerhin eine Meldung wert. Dabei wurde aber nicht erwähnt, dass alt- Bundeskanzler und Atomaussteiger Gerhard Schröder Aufsichtsrats- Vorsitzender der Gazprom- Tochtergesellschaft ist. Dürfen wir diese Zusammenhänge nicht kennen?
Die Tatsache, dass machtbewusste ausländische Politiker wie Schröder und Putin durch den geplanten Atomausstieg Einfluss auf unsere Energieversorgung bekommen sollen, erscheint in den Redaktionsstuben wohl weniger wichtig, als die Frage, ob eine Punkband Kirche und Präsident verunglimpfen darf.
Bis einmal die Lichter ausgehen, weil die beiden "lupenreinen Demokraten" (und Freunde, die zusammen Fussballspiele schauen) am Gashahn drehen und wir von Gaskraftwerken abhängig sind....
Eigentlich müssten unsere Bundesrätinnen bei Schröder und Putin gute Stimmung machen, um Gas als Ersatz für die politisch unbeliebte Kernenergie zu guten Konditionen zu bekommen.
10. Oktober 2012
Strom aus der Tschechdose soll Deutschland und der Schweiz den Atomausstieg erleichtern. Dazu benötigt der tschechische Stromriese CEZ neue Kernkraftwerke. Nachdem die französische AREVA mit ihrem Europäischen Druckwasserreaktor EPR im Bieterprozess für zusätzliche Anlagen in Temelin scheiterte, sind die russische Atomstroyexport mit ihrem Druckwasserreaktor VVER-1200 und die amerikanische Westinghouse mit ihrem AP-1000 weiter im Rennen. Skoda Pilsen und andere tschechische Maschinenbauer werden auch am Bau beteiligt sein, wie das auch schon in früheren Zeiten üblich war.
Es geht um Arbeitsplätze und Wohlstand.
10. Oktober 2012
Die Immobilienblase soll die Schweiz vor der Eintrübung der Weltkonjunktur bewahren..... ob das funktioniert, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Weniger Konjunktursorgen haben die Chinesen, die nicht nur beim Wohnungs- und Gewerbebau einen Boom erleben, sondern auch bei den Kernkraftwerken.
Gestern wurde das Dach des Reaktorgebäudes des Kernkraftwerkes Fuqing 3 fertiggestellt. Die Stahlkonstruktion wiegt 160 Tonnen und wurde im frühen Morgen auf das Gebäude gehoben.
In Fuqing werden 6 (1) CPR- 1000 Druckwasserreaktoren gebaut, die Inbetriebnahme ist ab 2013 vorgesehen.
Die Chinesen bauen über 20 neue Kernkraftwerke, was aber für unsere Medien kein Thema ist. Warum?
10. Oktober 2012
Trotz langjähriger Krise, Erdbeben, Tsunami und Fukushima werden in Japan wieder Kernkraftwerke gebaut. Der Siedewasserreaktor in Ohma soll als erstes japanisches Kernkraftwerke Mischoxide (MOX) aus dem Brennstoffrecycling verwerten.
Der Bau der Anlage begann 2007, durch das Rekordbeben und seine Folgen wird die Fertigstellung um Jahre verzögert.
10. Oktober 2012
Nur noch mühsam ist die Beschwörung des "Nagra- Skandals", der keiner ist. Der "Tages- Anzeiger" kocht das Süppchen weiter, nachdem am Sonntag die "Sonntagszeitung" den Startschuss für die Story abgefeuert hat. Der Zürcher Regierungspräsident Markus Kägi hat den Ball Anfang Woche aufgenommen und die Nagra mit Vorwürfen eingedeckt. Ob er vom Pensionskassenskandal ablenken will, oder ob er sich tatsächlich vor einer (möglicherweise im Kanton Zürich) geplanten Endlagerung von radioaktiven Abfällen fürchtet, ist unklar. Keine Angst hat der in Niederglatt wohnende Politiker vor Flugzeugabstürzen. Nur eine Velodistanz von seinem Anwesen entfernt stürzte 1990 in Stadel eine Alitalia- Maschine ab; durch die wachsende Zahl von Flugbewegungen und den schwierigeren An- und Abflügen steigt das Absturzrisiko..... für Atommüll kein Problem, der ist sicher verpackt, für ungeschützte Menschen tödlich....
Es ist Zeit, die Redaktionen mit Leserbriefen zu dieser Schaumschlägerei wachzurütteln! Nicht die Nagra und ihre Szenarien sind ärgerlich, störend ist die Fundamentalopposition einiger Totalgegner.
Der Grünradikale twittert : Null Bock auf Atom und Gen; bin gegen Atom, Bullen, Chemie, Computer, Facebook, Internet, Strombarone, Rauchverbote, Repression...... schafft diese Sch..... Welt ab! Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!
8. Oktober 2012
Die Empörung über die voreilige Standortwahl der NAGRA wird weiter aufgebauscht, nun auch von der Zürcher Kantonsregierung, die wenige Tage vorher beim Pensionskassen- Skandal jede Verantwortung von sich wies.
Tatsächlich ist bis heute (und auch noch in einigen Jahren) völlig offen, was mit den radioaktiven Abfälle geschehen wird. Brennbare Abfallstoffe werden im Plasmaofen in Würenlingen verbrannt- ohne, dass jemand protestieren würde......
Aber wohin mit der Asche.... wohin mit den medizinischen Strahlenquellen, mit den Ionenaustauscherharzen, die das Primärkreislauf- Kühlwasser von Kernkraftwerken gereinigt haben... was soll mit verbrauchten Brennstäben geschehen, die "dank" politischem Starrsinn momentan nicht rezykliert werden dürfen?????????
Rohstoff als Abfall für viel Geld deponieren?????
Was soll mit den hochradioaktiven Isotopen aus dem Brennstoffrecycling geschehen? Abfall, der über Jahrhunderte und Jahrtausende zerfallen soll, bis er ungefährlich ist? Oder wertvoller Rohstoff, beispielsweise für Reaktoren der 4. Generation.... Leider leisten unsere Medien mit ihrer Sensationslust keinen Beitrag zu einer konstruktiven Diskussion.... dabei könnten sich abonnierte Zeitungen mit sachlichen Hintergrundinformationen von den Gratisblättern und den elektronischen Infotainment- Plattformen abheben und so ihr Überleben sichern....
Leider verbreiten kurzfristig denkende Manager auch in den Redaktionsstuben Ängste, statt zu Höchstleistungen anzuspornen.
7. Oktober 2012
Ein Artikel in der "Sonntagszeitung" über ein internes Papier der NAGRA, das angeblich zwei Standorte für Endlager festlegt, sorgt für grossen Medienrummel.
Ein enthüllter Skandal oder die Verlängerung der Saure-Gurken-Zeit in den Oktober?
In den industrialisierten Ländern fallen radioaktive Abfälle an, unabhängig davon, ob Kernkraftwerke betrieben, geplant, stillgelegt oder verteufelt werden. Auch die Österreicher, deren Politiker das Kernkraftwerk Zwentendorf sabotierten und so einige Milliarden Schilling verbrannten, müssen radioaktive Abfälle entsorgen. Nicht aus dem Reaktor in Zwentendorf, sondern aus den Spitälern, Labors und der Industrie.
Wie das gehandhabt wird oder gehandhabt werden soll, bleibt rätselhaft. Oder ist für die Medienschaffenden schlicht kein Thema, da es nicht um Kernkraftwerke geht.
Wenn doch die Radioaktivität so böse ist, weshalb wird denn die Strahlenmedizin nicht verteufelt? Fehlt den Meinungsmachern der Mut, beispielsweise die Bestrahlung von Tumoren und damit eine mögliche Hoffnung von Krebskranken schlechtzumachen?
Radioaktivität und Kernenergie sind Wunder der Natur, die zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden können, aber auch einige Risiken bergen.
Das Leben ist ein Risiko, wirklich sicher ist nur der Tod.
Wenn sich Politiker mit der Verteufelung von Kernkraftwerken profilieren wollen, dann fehlt es ihnen wohl an echten Qualitäten.
6. Oktober 2012
Die 40 % Atomstrom in der Schweiz und die Importe aus den französischen Strombezugsrechten müssen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ersetzt werden, dazu kommt der jährliche Verbrauchszuwachs von durchschnittlich mehr als einem Prozent.....
Gaskraftwerke sollen die Lücke füllen, das Gas soll aus Russland und dem Iran kommen.......
Entsprechend müssen Russen und Iraner mehr fördern und/oder weniger verbrauchen....
Die Russen ersetzen Gaskraftwerke durch Kernkraftwerke und können so mehr Gas exportieren.
Während wir "atomaussteigen" sollen, wird im Osten eingestiegen. WWER- 1000 Druckwasserreaktoren gehen ans Netz, WWER-1200 werden gebaut und in Sibirien ist der Bau eines bleigekühlten Schnellen Brüters geplant. Er soll für die Verwertung von hochradioaktiven Abfällen aus Leichtwasserreaktoren geeignet sein. Russland hat bereits Betriebserfahrung mit bleigekühlten Brütern.
Bei uns wird die Entsorgung von radioaktiven Abfällen politisch blockiert, während anderswo Lösungen gefunden werden.
Interessant ist dabei, dass sich die ganze Diskussion auf Kernkraftwerke und die Stromversorgung beschränkt, obwohl radioaktive Abfälle auch in der Medizin, Industrie und Forschung anfallen.
Wie ein Artikel in der "NZZ" vom 25. September 2012 aufzeigt, spielen die Medien bei den Atomausstiegen in Deutschland und der Schweiz eine entscheidende Rolle.
Das deutsche "Forum Technik- Journalismus bringt es auf den Punkt : "Haben deutsche Medien die Energiewende herbeigeschrieben?"
Die beiden deutschen Medienforscher Hans Mathias Kepplinger und Richard Lemke untersuchten die Berichterstattung verschiedener Zeitungen und die wichtigsten Fernsehrbeiträge über den Tsunami in Japan und seine Folgen in Fukushima Daiichi.
Während in Frankreich und Grossbritannien die Fakten eine entscheidende Rolle spielten, wurden in der Schweiz und noch ausgeprägter in Deutschland die über 20 000 Todesopfer eher ausgeblendet, während die Kernschmelzen dramatisiert wurden.
Negative Wertungen deutschsprachiger Journalisten wurden mit negativen Expertenmeinungen untermauert, während positive Einschätzungen französischer und britischer Kollegen von positiven Expertenmeinungen begleitet wurden.
6. Oktober 2012
Unseren Politikern ist es ernst mit dem Atomausstieg. Die fünf Kernkraftwerke in der Schweiz sollen laufen, solange sie sicher sind, neue Anlagen sollen aber nicht gebaut werden dürfen. Als Ersatz werden Alternativenergien favorisiert, weil diese Idee aber realitätsfern ist, sind Gaskraftwerke geplant. Mittelfristig sollen die Importe aus dem Osten aufgestockt werden.
Strom aus der Tschechdose heisst diese Strategie in Deutschland. Die Tschechen bauen gerne neue Kernkraftwerke für Deutschland, Österreich und die Schweiz.....
Eine andere Energie aus der Tschechdose sind die 0,5 Liter Energiedrinks aus Tschechien.........
5. Oktober 2012
Unter dem Titel "Elektrifizierte Antriebe" berichtet die "Automobil- Revue" über eine Diskussion von Spezialisten an der Berner Fachhochschule in Biel. Nach Meinung der Fachleute, die unter Leitung von Professor Jan Czerwinski über die Herausforderungen der Elektromobilität diskutierten, sei ein echter Einstieg in die Elektromobilität gelungen und das "Feigenblattstadium" endgültig überwunden. Die "Wirkungsgradtreppe" der verschiedenen Antriebsformen zeige, dass sich der Elektroantrieb mittlerweile auf einem höheren Niveau befinde, als der konventionelle Antrieb.
Fazit: Es geht langsam voran, aber man sieht doch gelegentlich ein Elektroauto auf der Strasse; Elektrovelos sind bereits recht häufig.
Eine sichere, leistungsfähige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Stromversorgung ist nicht nur für die Elektromobilität unerlässlich....
4. Oktober 2012
Russen, Tschechen und eben auch Ukrainer nutzen die Kernenergie auch ein Vierteljahrhundert nach der Havarie in Tschernobyl (vermutlich über 50 Tote!) ohne übertriebene Ängste.
In der Ukraine beginnt der Bau einer eigenen Brennstoff- Fabrik, um die Energieversorgung autonomer und sicherer zu machen.
Geliefert werden die Anlagen von Russland.
Mit dem geplanten Atomausstieg und der entsprechenden Verzögerungen beim Bau neuer Kernkraftwerke werden wir zunehmend vom Osten abhängig. Keine verlockenden Aussichten!
3. Oktober 2012
Die DDR ist Vergangenheit, Erich Honecker schon lange tot und Deutschland seit 1990 zu den Bedingungen der westlichen Siegermächte wiedervereinigt, d. h. ohne Neutralität und Verzicht auf die Stationierung von Atomwaffen.
Der Warschauer Pakt ist zerschlagen, die Tschechoslowakei aufgeteilt, die Russen am Boden, aber ....... da gibt es eine Freundschaft zwischen dem Atomaussteiger und heutigen Gazprom- Manager Gerhard "Gas- Gerd" Schröder und dem ehemaligen KGB- Mann und heutigem russischen Wechsel- Präsidenten Wladimir Putin.
Bundeskanzlerin der Gross- BRD ist die ehemalige FDJ- Funktionärin Angela Merkel (Freie- Deutsche Jugend, kommunistische Jugendorganisation), auch als "Trulla von der Uckermark" oder "Honeckers Rache" bekannt.
Sie will die (West-) Deutschen Kernkraftwerke, deren Sicherheit weltweit anerkannt ist, abstellen und Deutschland so von Strom- und Gaslieferungen aus dem Osten abhängig machen..... der Kalte Krieg geht weiter.... hinter den Kulissen.
Eine vielleicht etwas negative, sehr sachliche Sicht der Dinge.... Atomausstieg, Schröder, Putin, Merkel und die russisch- tschechische Zusammenarbeit im (Atom-) Energiebereich sind nur Tatsachen.
25. September 2012
Immense Kosten, weniger Arbeitsplätze, Stromengpässe; die deutschen Chemiefirmen und ihre Angstellten warnen in einem Brief an die Kanzlerin vor den Folgen der "Energiewende" für ihre Branche.
Angela Merkels Atomausstieg geht ans Lebendige. Hohe Stromtarife und Versorgungsstörungen wären für die energieintensive Industrie untragbar.
24. September 2012
Die Vernehmlassung zur Energiewende ist in Sicht. Alle interessierten Verbände und Organisationen können sich zum geplanten Atomausstieg äussern.
Danach kann das Volk den Atomausstieg an der Urne ablehnen -hoffentlich möglichst deutlich!
Die Tsunamifestigkeit unserer Kernkraftwerke ist ausreichend nachgewiesen.
Der wachsende Stromverbrauch verlangt neue Kernkraftwerke. Leider sind momentan alle Projekte in der Schweiz politisch blockiert, was zu höheren Planungs- und Baukosten führt, die letztlich auf den Strompreis geschlagen werden.
24. September 2012
Glückliche Gesichter statt verbissene Kernenergiegegner gibt es am Oktoberfest in München. Die Wirte wollen 7,5 Millionen Mass (Liter) Bier verkaufen. Werden rund eine halbe Million Hendl und über hundert Ochsen verspiesen.
Ohne (Atom-) Strom ist das Fest undenkbar; es wird mit einem Verbrauch von rund 2,7 Millionen Kilowattstunden gerechnet.
Von Solarzellen oder Windrädern auf den Zelten ist nichts bekannt; anscheinend gibt es sinnvollere Bierideen.......
23. September 2012
Die "Schweizer Demokraten" (SD), die einstige "Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat" planen nach einem Bericht in "Der Sonntag" den Namenswechsel auf "Ökologisch- Nationale Partei (ÖNP).
Die Bewegung setzte sich seit 1961 für eine Bremsung der Einwanderung und der Bautätigkeit sowie für die Reinhaltung von Luft und Wasser ein. Mit der "Lex von Moos", der heute als "Lex Koller" bekannten Beschränkung des Grundstücksverkaufs an Ausländer, der Ablehnung von erleichterten Einbürgerungen und dem arbeitsfreien 1. August feierte die Partei politische Erfolge, versinkt aber seit der Einführung der "Rotgrünen" und der patriotisch gefärbten SVP- Wahlwerbung in der Bedeutungslosigkeit.
Spätestens ab den 1970er- Jahren schlug sich die Partei auf die Seite der Kernenergiegegner.
Weil mit der zunehmenden Abschaffung der Inländerbevorzugung und dem Familiennachzug die Einwanderung kaum mehr zu bremsen ist, steigt die Einwohnerzahl ungebrochen, damit wird die Bautätigkeit angeheizt und der Stromverbrauch auch ohne Wirtschaftswachstum erhöht.
Nach einem halben Jahrhundert ist die Bewegung mit oder ohne Namenswechsel gescheitert.
Die "Grünen" und "Grünliberalen" haben den Bevölkerungszuwachs gar nie thematisiert und tabuisieren seine Ursachen. Auch die Bautätigkeit kritisieren sie höchstens hinter vorgehaltener Hand. Aber auch ihre Zeit wird bald vorbei sein.
In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten mit wachsendem Lohndruck und steigenden Energiekosten ist die Ablehnung der Kernenergie kein Wahlkampfthema mehr........
Eine wachsende Bevölkerung braucht mehr Energie, insbesondere mehr Strom, da in einem sehr dicht bevölkerten Land die Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe eingeschränkt werden muss.
23. September 2012
Der bekannte FDP- Nationalrat und Kernenergiegegner Peter Malama ist nur 51- jährig an einem Krebsleiden gestorben.
Das der Freisinnige eine militärische Karriere verfolgte und Marathonläufer war, ist nicht aussergewöhnlich, wohl aber seine frühe Ablehnung der Kernenergie. Worauf diese Einstellung beruhte, ist nicht genau bekannt, hängt aber wohl mit seinem Wohnort Basel zusammen, wo die Ablehnung der Kernenergie in der Schweiz erstmals salonfähig wurde.
Auch der patriotische alt- Nationalrat Rudolf Keller aus Frenkendorf bekämpfte die Kernenergie schon in jungen Jahren aus Überzeugung, obwohl Kernkraftwerke zur Sicherung der Landesversorgung beitragen und die Luftverschmutzung reduzieren.
Die Ablehung der Kernenergie ist im Baselbiet stark verbreitet, interessanterweise ist die Akzeptanz der chemischen Industrie immer noch recht gross.
21. September 2012
"Autobild" lobt den Renault Zoe, der ab November verkauft wird. Bemerkenswert, weil die französische Konkurrenz in der deutschen Zeitschrift seit Jahren einen schlechten Stand hat, selbst wenn ihre Produkte objektive Vorteile aufweisen.
Ein grosser Nachteil aller Elektrofahrzeuge bleibt aber; nämlich die geringe Reichweite bei hohen Batteriekosten.
Bei wirtschaftlicher Fahrweise sollen bis 210 Kilometer mit einer Ladung möglich sein; ein sehr optimistischer Wert.
Ein teures Auto nur für Kurzstreckenbetrieb bleibt Luxus. Ein billiger Kleinwagen kann viel mehr!
Plug-In Hybride wie der neue Toyota Prius bleiben praxistauglicher.
Trotzdem werden einige zehntausend Elektroautos verkauft, die nur mit einer sicheren, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Stromversorgung einigermassen sinnvoll betrieben werden können.
21. September 2012
Spanien führt eine Stromsteuer von 6 % ein, um seine Staatsfinanzen zu sanieren. Die Steuer erhöht letztlich die Stromkosten bzw. senkt die Gewinne der Elektrizitätswirtschaft.
Die Subventionen für "Erneuerbare Energien" sind bereits gestoppt, da schlicht das Geld fehlt. Gratis gibt es nichts und die Steuer, die keinen belastet, ist noch nicht erfunden.
Wenn Privatkunden einen höhere Stromrechnung bezahlen, sinkt ihre Kaufkraft, wenn Unternehmen mehr bezahlen, leidet die Konkurrenzfähigkeit, bzw. es muss bei Löhnen, Dividenden und/oder Investitionen gespart werden.
Wenn die Elektrizitätswirtschaft die Steuerlast trägt, werden wohl auch die Angestellten leiden und die anstehenden Investitionen hinausgezögert.
Spanien steckt in einer sehr schwierigen Situation, einerseits drückt die Schuldenlast, andrerseits sinkt die Wirtschaftsleistung durch die Rezession. Die Verschuldungsquote, ausgedrückt in Prozent des BIP, steigt sogar trotz Sparpolitik.
Auch die Stromsteuer wird kaum helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen.
21. September 2012
Die Installierte Leistung sämtlicher in Deutschland subventionierter und registrierter Solarzellen erreicht bald 24 000 Megawatt oder 24mal das Kernkraftwerk Gösgen.
Damit könnte bei Sonnenschein genug Strom für 50 Millionen Haushalte erzeugt werden.... aber auch in Deutschland scheint die Sonne nicht immer. In kalten Winternächten ist es sehr dunkel, da reichen alle Solarzellen nicht für eine einzige Strassenlampe....
Die effektive Erzeugung ist sehr gering, denn im Winter sind die Zellen schneebedeckt, bei Bewölkung, Nebel und Regen ist die Leistung gering und auch im Hochsommer wird das Maximum nicht immer erreicht.
Zudem nimmt die Leistung bereits nach wenigen Jahren ab.
Zurück bleibt giftiger Elektronikschrott.....
20. September 2012
Die Schaffhauser SVP wechselt auf blau, wie der SVP- Aktivist Michael Fehr aus Neuhausen erfreut berichtet. Die Blocher- Partei verabschiede sich damit von der unglücklichen Farbe grün, die von Technikfeinden vereinnahmt worden sei. Schliesslich sei man heute die echte Wirtschaftspartei, seit die FDP nicht mehr hinter der Kernenergie stehe.
Weiter müsse die Affäre Mörgeli müsse durch einen Parteiausschluss rasch beendet werden. Faulpelze hätten in der führenden Wirtschaftspartei keinen Platz mehr... Wer seine Arbeit nicht richtig mache, müsse nicht grossartig politisieren.
Da die von der Classe Politique verkündete Energiewende die Landesversorgung gefährde, sei Kernenergie- Politik heute auch Landesverteidigung!
Die "Abstimmung an der Steckdose" fordert klar neue Kernkraftwerke, der Stromverbrauch steigt durch Einwanderung, Wirtschaftswachstum, Internet und Mobilkommunikation. Die Forderung nach 3 neuen Kernkraftwerken bis 2030 ist daher nicht aus der Luft gegriffen, sie kommt vielmehr vom arbeitenden Volk.
18. September 2012
Den Toyota Prius gibt es ab Oktober auch als Plug- In- Hybryd, zum Nachladen an der Steckdose. Mit den neuen Lithium-Ionen- Akkus soll eine rein elektrische Reichweite von 25 Kilometern möglich sein.
Indem das Fahrzeug beispielsweise jede Nacht an der Steckdose geladen wird, kann Benzin durch Atomstrom ersetzt werden, ohne dass ein Elektroauto mit den spezifischen Nachteilen gekauft werden muss.
Einziger Nachteil ist ein happiger Aufpreis von mehreren tausend Franken....
Damit der Prius Plug- In einen hohen Kundennutzen bringt, vereinbaren Toyota und Alpiq- EMobility AG eine umfassende Zusammenarbeit.
Zu jedem Plug-In- Auto wird eine speziell abgestimmte Alpiq- Ladestation mitgeliefert, die den Ladevorgang überwacht und so optimale Aufladung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ermöglicht.
18. September 2012
Nach rund vierzig Jahren (!) Planungen und Forschung werden nun in Bangladesch die ersten beiden Kernkraftwerke gebaut.
Das 145- Millionen Land hat eine Bevölkerungsdichte von fast 1000 Einwohnern je Quadratkilometer; damit ist die bitterarme islamische Republik stärker übervölkert als Japan oder Indien.
Die Stromversorgung ist besonders prekär; rund die Hälfte der Bevölkerung hat gar keinen Zugang zu elektrischem Licht, der pro Kopf-Verbrauch ist so tief wie in vielen Ländern Afrikas. Stromausfälle sind extrem häufig, was die Industrialisierung hemmt.
Weil durch die grosse Armut die Löhne sehr tief sind, setzt eine unaufhaltsame "Japanisierung" des Landes ein; hauptsächlich ausländische Multis errichten Fabriken für arbeitsintensive Produkte wie Textilien und Schuhe.
Weil immer noch über die Hälfte der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt und Ackerland immer knapper wird, sind industrielle Arbeitsplätze sehr wichtig.
In Rooppur, nordwestlich der Hauptstadt Dhaka sind zwei russische WWER- 1000 geplant. Der bengalische Premierminister Scheich Hasima Wajed will damit die "Produktivität der Industrie und der Landwirtschaft" stärken.
Bangladesch hat gute Voraussetzungen geschaffen, um die Kernenergie erfolgreich und sicher zu nutzen, das wurde auch von der IAEA anerkannt.
Weitere Informationen über das Atomprogramm : www.baec.org.bd/baec/index.php
15. September 2012
Japans "Atomausstieg" geistert durch unseren Blätterwald. Fukushima Daini und Onagawa überstanden Erdbeben und Tsunami, die zur Abstellung vorgesehenen Alt- Anlagen in Fukushima Daiichi bekanntlich nicht.
Grund war die nicht tsunamifeste Notstromversorgung.
Den meisten japanischen Kernkraftwerken fehlt die gefilterte Druckentlastung des Containments bis heute, in der Schweiz, Deutschland und Frankreich sind alle Kernkraftwerke damit ausgerüstet, erstaunlicherweise auch in China.
Die Erdbebengefahr ist in Japan viel grösser als in Wohlstandseuropa, aber die Vorsorge ist auch sehr gut. Schweizer Politiker streben den Verzicht auf den Atomstrom an, wollen aber auf eine wirksame Erdbebenvorsorge aus Kostengründen verzichten.....
Japans "Atomausstieg" ist nicht gefährlicher als die ohnehin herrschende Immobilien- und Finanzkrise.
Das übervölkerte Land ist auf kostengünstigen Atomstrom angewiesen; im laufenden Jahr kam es wegen den steigenden Importen fossiler Brennstoffe erstmals seit Jahrzehnten zu einem Handelsbilanzdefizit.
Auch aus ökologischen Gründen macht die Verstromung fossiler Brennstoffe in einem Land, dessen Bevölkerungsdichte rund doppelt so hoch wie die der Schweiz ist, kaum Sinn.
Japanische Kernkraftwerke müssen auf ein westliches Sicherheitsniveau gebracht werden, das ist unbestritten.
14. September 2012
Wie kann die Physikerin Angela Merkel wider besseres Wissen Deutschlands sichere Kernkraftwerke abstellen und den Bau neuer Anlagen verhindern?
Für uns Schweizer ist diese Politik völlig unverständlich, haben wir doch an der Urne den Atomausstieg mehrmals deutlich abgelehnt, zuletzt im Mai 2003.
Manche Deutsche sehen die Politik der ehemaligen FDJ- Funktionärin als Rache des ehemaligen DDR- Staats- und Parteichefs Erich Honecker, der in den Anfangszeiten der DDR ebenfalls FDJ- Funktionär gewesen war.
Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) war im 20. Jahrhundert eine linke Jugendorganisation die Widerstand gegen die Nazis leistete. Sie wurde im Kalten Krieg in Westdeutschland verboten und im Osten von den Kommunisten vereinnahmt. In der Vorkriegszeit waren auch Sozialdemokraten in der Führung vertreten. Der ehemalige kommunistische Widerstandskämpfer Erich Honecker half mit, die ehemalige Exilorganisation deutscher Linker und Juden nach der Neugründung in der zweiten Hälfte der 1940er- Jahre in eine kommunistische Kampforganisation zu verwandeln.
So wie Honecker nach dem Krieg zufällig von Ulbricht "aufgelesen" wurde, liess sich Angela Merkel nach dem Ende der DDR "zufällig" von Bundeskanzler Kohl "auflesen" und ging konsequent den Weg der Macht.
So schaffte die strebsame Pfarrerstochter den Weg von der FDJ der untergegangenen DDR zur Bundeskanzlerin der erweiterten Bundesrepublik Deutschland.
Möglich, dass die Physikerin sich mit dem Atomausstieg, der Ingenieursleistungen der Bundesrepublik zerstört (die Kernkraftwerke der DDR sind bereits stillgelegt) für den Niedergang des Staates, in dem sie aufwuchs, studierte und arbeitete, rächen will....
In Deutschland wird die "Trulla von der Uckermark" gelegentlich als "Honeckers Rache" bezeichnet.
13. September 2012
Gestern wurde das Stahldach des Reaktorgebäudes des zweiten chinesischen EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) in Taishan platziert. Die über 430 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurden von einem der weltgrössten Kräne auf das 44 Meter hohe Reaktorgebäude gehoben. Nun wird das Containment gasdicht verschweisst. Der erste EPR in China soll 2013 ans Netz gehen, der zweite 2014. Ab 2015 sollen am gleichen Standort noch einmal zwei EPR 1600 entstehen.
12. September 2012
Anfangs schien es, als ob das deutsche Volk den Atomausstieg und die damit verbundene "Energiewende" widerstandslos hinnehmen würde und / oder sich durch Auswanderung (bevorzugt in die Schweiz) den Folgen entziehen würde.....
Nun regt sich der Widerstand immer stärker. Der Energiekonzern RWE hat am 6. August den Antrag für den Rückbau seines willkürlich abgeschalteten Kernkraftwerkes Biblis eingereicht. Damit würde eine milliardenteure Anlage sinnlos zerstört.
Dagegen wehren sich deutsche Ingenieure und Naturwissenschaftler mit Zuschriften an RWE und die Regierung.
Das deutsche Volk kann nicht über den Atomausstieg abstimmen, aber es kann Konzerne, Bundestagsabgeornete und die Regierung nach dem Sinn solcher Willkürakte fragen.
RWE nimmt den Atomausstieg hin, will aber für die grundlose Stilllegung sicherer und leistungsfähiger Kernkraftwerke entschädigt werden. Damit müsste der Steuerzahler für die Folgen des politisch motivierten Atomausstieges aufkommen.
Andernfalls würden Aktionäre und Stromkonsumenten zur Kasse gebeten........
Wie kann es sein, dass Russland, Grossbritannien, Frankreich, die USA und China neue Kernkraftwerke bauen dürfen, während die Deutschen ihre hervorragend gewarteten und nachgerüsteten Leistungsreaktoren aufgeben müssen?
11. September 2012
1964 forderte der SP- Bundesrat Willy Spühler die Elektrizitätswerke auf, endlich Kernkraftwerke zu bauen........ 2012 schreibt die SP des Kantons Aargau auf ihre Wahlplakate : "Sozialwerke statt Atomkraftwerke". Es reimt sich so halb, aber die Aussage ist völlig sinnlos.
"Gesunde Sozialwerke dank günstigem Strom aus Atomkraftwerken" wäre treffender und sinnvoller...
9. September 2012
Gelegentlich wird behauptet, der Solarstrom aus Deutschland würde Wasserkraftstrom aus der Schweiz verdrängen.... nur wann das so ist, bleibt unklar. Heute Sonntag, am späten Vormittag schien die Sonne über Deutschland, so auch über den ENBW- Kohlekraftwerk Heilbronn... dieses produzierte fleissig, wie die Dampffahne über den Kühlturm verriet.
Folglich konnte der Solarstrom den Kohlestrom aus Heilbronn nicht verdrängen..... Aus politischen Gründen abgestellte Kernkraftwerke werden in Deutschland durch Kohlekraftwerke und Stromimporte aus dem Osten ersetzt.
Tatsächlich wird die Landschaft mit Solarzellen verspiegelt, aber die reichen nicht einmal für die Versorgung an einem sonnigen Sonntagvormittag, wenn der Stromverbrauch (ausschlafen, später kochen, leere Büros usw.) sehr tief und die Sonneneinstrahlung stark ist.....
8. September 2012
Wir entschuldigen uns für den Ausfall unserer Seite. Ursache war ein Angriff mit einem Trojaner. Das Problem konnte innert Stunden behoben werden. Die Täterschaft ist unbekannt....
8. September 2012
Der chinesische Batterie- und Autohersteller BYD, bei uns hauptsächlich wegen der Elektroautos bekannt, wird chinesische Kernkraftwerke mit Eisen- Phosphat- Batterien zur Notstromversorgung ausrüsten. Damit könnten in Zukunft Notstrom- Diesel teilweise ersetzt werden, was den CO2- Ausstoss für Probeläufe minimiert..... Umweltschutz im Detail...
Die Batterien liefern während 90 Minuten rund 2500 Kilowatt, ein Weltrekord. Ähnliche Akkus werden für ein Solarprojekt in China verwendet und ebenso exportiert.
BYD musste aber auch schon Rückschläge einstecken; so gab es Tote und Verletzte bei Batteriebränden in Elektroautos.
Die Sicherheit neuer Batterietypen muss sehr genau geprüft werden!
8. September 2012
Gibt es noch etwas wichtigeres als die "Energiewende"? Für einen Teil unserer Landesregierung wohl nicht, wohl aber für ArbeitnehmerInnen und Mieterinnen, ebenso für UnternehmerInnen und EigentümerInnen. Der Strompreis ist in der Wirtschaft ein (unterschiedlich wichtiger) Anteil der Produktionskosten und beeinflusst auch die Wohnkosten. Einige Zeitungen haben die für 2013 angekündigte Preissenkung erst heute erwähnt...
Ausnahmen sind die Städte Zürich und Winterthur; die unendlich teure Förderung von "Alternativenergien" will durch die Konsumenten bezahlt werden.....
6. September 2012
Die Strompreise in der Schweiz sinken im kommenden Jahr. Nicht viel, aber, je nach Elektrizitätswerk und Kunde, um 1-2 %, wie letzte Woche bekannt wurde. Grosse Reaktionen blieben aus. Mieten und Krankenkassenprämien steigen, das ärgert, der Strom macht für die Haushalte nicht so viel aus. Keine grosse Entlastung, "nur" ein paar Franken. Für die Industrie sieht es anders aus.
Je nach Branche geht es um bedeutende Entlastungen, die hochwillkommen sind.
5. September 2012
Das rückläufige Wirtschaftswachstum in der Schweiz beschäftigt Politiker und Zeitungen; wie erwartet, haben der schwache Euro und die Finanzkrise die Exporte gebremst und so -wie es in der Schweiz seit Jahrzehnten üblich ist- den Konjunkturabschwung eingeläutet...
Die Konjunkturzyklen sind in der Schweiz üblicherweise vom Aussenhandel abhängig, lange bevor die "Globalisierung" als Argument für sinkende Löhne lanciert wurde.
Der Binnenkonsum ist -trotz Einkaufstourismus?- weniger anfällig auf Wechselkursschwankungen, entsprechend wird auf die Einwanderung als Konjunkturmotor gehofft.
Dass die wachsende Bevölkerung auch immer mehr Energie braucht und so den ideologischen Zielen der meisten Politiker widerspricht, geht dabei vergessen....
Die Politik beweihräuchert neue Hochhäuser, mehr Beton und mehr Einwohner.
Allein, um das Bruttoinlandprodukt pro Einwohner (also den materiellen Wohlstand) zu erhalten, muss die Wirtschaft gleich stark wie die Bevölkerung expandieren. Dieses quantitative Wachstum benötigt mehr Energie, also auch mehr Strom.
Ein höheres Bruttoinlandprodukt pro Einwohner (also mehr materieller Wohlstand) würde die Wirtschaft ohne Bevölkerungswachstum gedeihen lassen. Voraussetzung ist eine höhere Produktivität, also mehr Automatisierung. Entsprechend stiege der Stromanteil am Gesamtenergieverbrauch, der Energieverbrauch insgesamt wohl auch. Beim qualitativen, also produktivitätsbasierten Wachstum wohl insgesamt etwas weniger stark, als beim heute propagierten, überwiegend quantitativen Wachstum.
Der Atomausstieg steht im Widerspruch sowohl zum -heute überwiegenden- quantitativen Wachstum, wie auch zum langfristig anzustrebenden qualitativen Wachstum.
Entsprechend regt sich Widerstand gegen diesen Gesslerhut. Die Kettenreaktion kämpft für eine sinnvolle Energiepolitik, in der die Kernenergie eine wachsende Rolle spielt- ihre Vorteile wie Energiedichte, Kosten, Zuverlässigkeit, Umweltverträglichkeit und Sicherheit sprechen dafür!
4. September 2012
Das iranische Kernkraftwerk Busher erreichte Ende August seine volle Leistung von 1000 Megawatt.
Siemens- KWU war der ursprüngliche Lieferant, später wurden die Deutschen von den Russen abgelöst. Eine besondere Herausforderung war die Integration eines russischen Druckwasserreaktors WWER in das ursprünglich für einen KWU- Druckwasserreaktor vorgesehene Reaktorgebäude und die weitgehende Nutzung vorhandener deutscher Vorleistungen.
Der Reaktorblock I war vor Einstellung der Arbeiten fast vollständig fertiggestellt, jedoch durch irakische Luftangriffe in den 80er- Jahren beschädigt.
Möglich, dass auch dieser Faktor bei den endlosen Bauverzögerungen eine Rolle spielte.
Die iranische Wirtschaft kann den preisgünstigen Strom sicher gut brauchen, leidet sie doch wegen des Bürgerkrieges in Syrien und der Sanktionen vieler Länder unter Absatz- und Beschaffungsproblemen. Tiefere Produktionskosten, weniger Stromausfälle und mehr Kaufkraft für die Konsumenten helfen gegen die Krise. Das ist im Schwellenland Iran nicht anders als in den hochentwickelten Industrienationen Europas.
Die iranische Stahlproduktion sank in den letzten Monaten von rund 1,2 auf 1,1 Millionen Tonnen / Monat, was ein Indiz für eine wirtschaftliche Abkühlung ist.
Mit Busher haben die Russen ein Referenzobjekt mehr.
4. September 2012
Für die Briten sind die auf dem Kontinent propagierten Atomausstiege kein Thema; angestrebt wird vielmehr eine ökologische und wettbewerbsfähige Stromversorgung, die stärker auf der Nutzung von Kernenergie basiert.
Neue Kernkraftwerke werden gebaut und die bestehenden weiterbetrieben, solange es verantwortbar und sinnvoll ist.
EDF, eröffnet beim bestehenden Kernkraftwerk Hunterston B ein neues Informationszentrum.
Die beiden Fortgeschrittenen Gasgekühlten Reaktoren (AGR) aus den 70ern sollen 2016 stillgelegt werden.
3. September 2012
Der Schaffhauser Kantonsrat hat in einer vierstündigen Debatte den Atomausstieg "light" beschlossen, d. h. Schaffhausen muss erst auf die Kernenergie verzichten, wenn sicher keiner der heutigen Politiker mehr an der Macht ist.
Bis etwa 2040 soll der Industriekanton auf die rund 2/3 Atomstromanteil verzichten. Da bleibt noch einige Legislaturen Zeit, um sich aus der Verantwortung zu stehlen....-
Ja, dann soll der Strom im Kanton selber mit "Alternativenergien" erzeugt werden -oder wie auch immer, den heutigen Politikern ist das egal- sie haben das "Übel" Atomstrom entschlossen bekämpft und hoffen auf Wählerstimmen. Und es kostet nicht einmal viel, weil die grossen Kosten erst in den übernächsten Legislaturen anfallen werden. Vier Jahre sind überblickbar, was nach den nächsten Wahlen kommt, wird man sehen, die übernächsten Wahlen interessieren jetzt noch nicht..... bis 2034 gibt es noch rund fünf Legislaturen.....
Neue Kernkraftwerke, die bis 2030 am Netz sein sollen, müssen heute geplant werden, denn die Elektrizitätswirtschaft hat einen längeren Planungshorizont als die nächsten Wahlen......
Warum ist fast jeder Politiker gegen die Kernenergie? Ganz einfach, wer gegen die Fliegerei politisiert und gar das Kerosin besteuern will, verscherzt sich die Stimmen der Flugreisenden, wer gegen den Tabak lästert, sieht die Stimmen der Nikotinabhängigen verraucht, wer die Autofahrer nervt, wird überholt...... aber kein Wähler braucht ein Kernkraftwerk, solange der Strom aus der Steckdose kommt..... die Angestellten der Kernkraftwerke und ihre Angehörigen sind eine kleine Wählerschaft...... Aber ohne Kernkraftwerke hätten alle ein Problem, daher will kaum ein Politiker die sofortige Abschaltung aller Kernkraftwerke.
Die entsprechende -schweizweite- Stromlücke würde die Verantwortlichen das Mandat kosten, weil die Wählerschaft weder dunkle Strassen noch auftauenden Gefriertruhen akzeptieren würde!
Genau das müsste aber geschehen, falls das ENSI tatsächlich gefährliche Sicherheitsmängel finden würde....... sogar wenn die Energieministerin die Kernkraftwerke als sicher einschätzte.
Dank hervorragender Wartung, hohen Investitionen und hochmotiviertem, gut ausgebildetem Personal sind die Kernkraftwerke der Schweiz sehr sicher und werden sicher bleiben.
3. September 2012
Die "SonntagsZeitung" sieht eine "Atomoffensive der Forscher", weil der ETH- Rat die Kernenergieforschung bündeln statt aufgeben will. Die vor den Eidgenössischen Wahlen 2011 lancierte Ausstiegsideologie wird bald der Vergangenheit sein, während die Kernenergie weltweit immer wichtiger wird.
3. September 2012
Das Tohoku- Erdbeben und der davon verursachte Tsunami vom 11. März 2011 forderte gegen 20 000 Tote, die Kernschmelzen in den alten Reaktorblöcken des Kernkraftwerkes Fukushima verursachte direkt weder Todesfälle noch schwere Verletzungen, jedoch wurden zahlreiche Menschen durch Evakuation und Panik gestresst und psychisch beeinträchtigt. Durch die Evakuationen kam es sogar zu Herzattaken. Dies hat die Wiederaufbau- Agentur herausgefunden.
1. September 2012
Der verstorbene FDP- Nationalrat Otto Ineichen hinterlässt ein grosses Erbe... auch energiepolitisch. Für seine "Stromeffizienz- Initiative" werden ab August Unterschriften gesammelt. Sie will den Stromverbrauch des Jahres 2011 in der Verfassung festschreiben... Ob sich das Wetter (entscheidend für den Stromverbrauch!) nach unserer Verfassung richten will?
Die Einwanderungspolitik der Landesregierung kümmert sich nicht um dieses Ziel, in den letzten Tagen soll die Wohnbevölkerung die 8- Millionen- Grenze überschritten haben....
Die Elektrizität ist Modernisierungs- und Rationalisierungsenergie. Daher ist eine Plafonierung des Stromverbrauchs sehr destruktiv.
1. September 2012
Die Automatisierung (und damit Elektrifizierung) der Wirtschaft kennt kaum Grenzen. Heute Morgen berichtete DRS 1 über automatisierte Hotels (E-Hotels genannt) in der Südschweiz. Ich habe vor einigen Jahren ein "robotisiertes Hotel" in Frankreich besucht. Nicht die höchste Komfortklasse und ein mageres Frühstück, aber immerhin billig, da kaum Personal.
Die automatische Reinigung der Nasszelle funktioniert nur bei "normalen" Verschmutzungen und wohl auch nicht sehr vollständig, aber immerhin, es funktioniert.
30. August 2012
Zahlreiche Reaktionen auf unser Manifest: Auf unser am Montag in der "Neuen Zürcher Zeitung" veröffentlichten Manifest "Die Energiewende ist keine Zukunftsoption" erhalten wir sehr viele Reaktionen. Die Kernenergie- Gegner melden sich zu Wort, es kommt dabei zu interessanten Diskussionen. Noch häufiger ist Zustimmung, häufig im Sinn von "...... endlich traut sich jemand, die Wahrheit zu schreiben....".
Viele Menschen sind mit dem Vorgehen der Politiker, die ohne Volksentscheid die Kernkraftwerke abstellen wollen, nicht einverstanden. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben letztmals 2003 eine Antikernenergie- Vorlage wuchtig abgelehnt.
Wie kann die Wahlkämpferin und Bundesrätin Doris Leuthard, die als kernenergiefreundliche Politikerin Karriere gemacht hat, seit dem eidgenössischen Wahlkampf 2011 einen Atomausstieg gegen den Volkswillen durchsetzen? Auch mit der vom Volk angenommenen Zweitwohnungs- Initiative hat die Bundesrätin Mühe mit dem Volkswillen.
Zustände wie in Deutschland, wo Gerhard Schröder (der unterdessen in der russischen Gasindustrie tätig ist) im Jahr 2000 den Atomausstieg erzwang, der heute von der Regierung Merkel ohne Rücksicht auf Mensch und Natur durchgezogen wird. Ob steigende Strompreise, vogelmordende Windräder, Solarzellen auf Ackerland oder neue Kohlekraftwerke, Deutschlands international anerkannte Kernkraftwerke werden gegen jede Vernunft abgestellt. Allein für die Netzanbindung von Windrädern auf dem Meer sollen die Stromkonsumenten mit 0,25 Cent je Kilowattstunde zusätzlich belastet werden. Damit ist aber noch kein einziges Windrad bezahlt, nur ein Teil der langen Leitungen.....
Weil immer mehr Deutsche ihrem Atomaussteiger- Staat den Rücken kehren, wird die Belastung auf immer weniger Schultern verteilt....
Der Atomausstieg wird in den deutschsprachigen Ländern wird gegen besseres Wissen durchgesetzt :
fukushima.grs.de/ www.buerger-fuer-technik.de/body_kernenergie.html
Viele Schweizerinnen und Schweizer erwarten wenigstens eine Volksabstimmung über den unrealistischen Atomausstieg und die teure Energiewende.
Die SVP hat mit ihrer Forderung, endlich Kernkraftwerke der neuesten Generation zu bauen, den Volkswillen wieder einmal getroffen.
Der Verein Kettenreaktion kämpft entschlossen für die Kernenergie in der Schweiz; unsere bestehenden Kernkraftwerke sollen ohne Diskriminierungen betrieben werden dürfe, solange sie sicher sind. Ebenso müssen neue Kernkraftwerke als Ersatz für Strombezugsrechte und die Abdeckung des wachsenden Bedarfs gebaut werden. Darüber wollen wir abstimmen!
27. August 2012
Die Konjunktur schwächt sich ab, die Industrie leidet unter sinkenden Margen- aber das kümmert die grosse Politik nicht.
Energiewende und -steuern sind wieder einmal aktuell. Wie eine Zeitungsente geisterten gestern die bundesrätlichen Ideen für "Ökosteuern" durch die Sonntagspresse und werden heute von den Tageszeitungen bestätigt.
Der Strom die Hälfte teurer und der Liter Benzin für einen Fünfliber- eine Horrorvision aus Zeiten der Ölkrise.....
Die nähere Zukunft sieht viel besser aus; tendenziell soll der Strom im kommenden Jahr für die meisten Kunden etwas billiger werden, Grund seien tiefere Netzkosten- aber auch nur solange nicht zu viel in "Alternativenergien" investiert wird.
Die Endverbraucherabgaben machen rund 2,2 % der Wirtschaftsleistung der Schweiz aus; eine Stromverteuerung um 50 % würde uns 1,1 % des BIP kosten und manche Industrie- und Gewerbebetriebe ruinieren.
25. August 2012
Einige Zeitungen, aber auch das Nuklearforum griffen in den letzten Tagen die Forderung von Swissmem auf, die Industrie mit der "Energiewende" nicht noch zusätzlich zu belasten.
Teurer Strom und eine reduzierte Versorgungssicherheit würden die Wettbewerbsposition insbesondere der Exportindustrien weiter schwächen.
Die Argumentation von Swissmem- Präsident Hans Hess leuchtet ein, denn der Strom, der auf Knopfdruck bereitsteht, bereit sein muss, ist ein unentbehrlicher Produktionsfaktor. Die sichere und relativ preisgünstige Stromversorgung ist bisher ein Wettbewerbsvorteil, der die hohen Löhne und Landpreise sowie die -im internationalen Vergleich- strengen Umwelt- und Sicherheitsauflagen wohl zu einem Teil kompensiert.
Wie die Steuern ist auch der Strom nicht der einzige Standortfaktor, aber er ist ein bedeutender, da elektrische Maschinen schlicht unentbehrlich sind.....
20. August 2012
Die Vereinigten Arabischen Emirate sichern die Brennstoffversorgung ihres künftigen Kernkraftwerkes Barakah mit langfristigen Verträgen, wie heute das Nuklearforum schreibt. Die kanadische Uranium One inc. und der im Vereinigten Königreich beheimatete Rohstoffriese Rio Tinto werden das Natururan liefern; die Honeywell- Tochter ConverDyn, die russische Technabsexport und die französische Areva werden das Uran verarbeiten; die Brennelemente werden schliesslich in Südkorea von der staatlichen Kepco hergestellt.
In Barakah werden insgesamt 4 südkoreanische Druckwasserreaktoren gebaut. Warum die Araber nicht einfach ihre Wüste mit Solarzellen zupflastern ist bis heute unklar; möglich, dass auch in Arabien der Solarstrom viel zu teuer ist.
Aber immerhin gibt es mehr Sonnenstunden als in Deutschland.........
18. August 2012
Südafrika ist das einzige afrikanische Land mit Kernkraftwerken geblieben. Während bei uns die "Stromlücke" noch weit weg ist und Stromimporte immer noch recht problemlos möglich sind, leiden alle afrikanischen Länder (inkl. Maghreb) unter Stromknappheit, häufigen Stromausfällen und Spannungsschwankungen. Strom ist knapp und teuer, obwohl Sonnenenergie reichlich vorhanden wäre....
Tatsächlich machen Solarzellen für den Radio und Fernsehen, Mobilfunkantennen und ähnliches in abegelegenen Gebieten Sinn und verbessern die Lebensqualität. Grossstädte gibt es aber auch in Afrika; entsprechend braucht es industrielle Arbeitsplätze, um Armut und Asylmissbrauch zu verhindern. Neben der Wasserkraft muss mittelfristig auch die Kernenergie genutzt werden können, um eine leistungsfähige und wirtschaftliche Stromversorgung zu ermöglichen. Die kaum industrialisierten Länder Afrikas können die nötigen Investitionen nur gemeinsam und mit Hilfe aus dem Norden anpacken.
Wie das Nuklearforum schreibt, gibt es bereits eine "African Commission on Nuclear Energy" (AFCONE), die bereits vor zwei Jahren Afrika zur kernwaffenfreien Zone erklärt hat.
Das Vertrauen in die Fähigkeiten und den Willen afrikanischer Politiker ist klein, ebenso sind die zahlreichen bewaffneten Konflikte auf dem Kontinent keineswegs beendet.
Trotzdem darf Afrika nicht auf Hunger, Armut, Bürgerkrieg und Asylmissbrauch reduziert werden. In Ghana beispielsweise wird seit Jahren ein Versuchsreaktor chinesischer Bauart erfolgreich betrieben; die Ghanaer zeigen damit, dass sie wenigstens in einem winzigen Teilbereich mit den industrialisierten Staaten mithalten können. Dabei erwerben sie Know- How, das für die industrielle Entwicklung des Landes und damit für die Schaffung besserer Lebensbedingungen nützlich ist! Hochqualifizierten Menschen können im Land arbeiten.
Die Ghana Atomic Energy Commission schätzt, dass bis 2020 ein Kernkraftwerk den Betrieb aufnehmen könnte. Ein sehr ehrgeiziges Ziel, das mit russischer Unterstützung erreicht werden soll.
17. August 2012
Die "Saure- Gurken-Zeit" im Blätterwald nimmt kein Ende; entsprechend stossen die Steuerpläne der Bundesrätin Widmer- Schlumpf und die Besorgnis einiger Menschen wegen der quecksilberhaltigen Energiesparlampen auf ein grosses Echo. Alt- Bundesrat Leon Schlumpf stand seinerzeit noch für eine zuverlässige Energiepolitik mit Kernenergie ein, Tochter Widmer- Schlumpf übt sich im Opportunismus; immer schön die Fahne im Wind schwenken.... Die Frau spaltete schon die BDP von der SVP ab, weil sie an der Macht kleben wollte; nun lässt sie Energiesteuern erfinden und setzt auf die (wahlpolitisch motivierte) "Energiewende".
Nachdem uns rund 20 Jahre lang die teuren Energiesparlampen aufgeschwatzt wurden, ist nun offiziell, dass die Stromeinsparung geringer ausfällt, als erhofft (Graue Energie), die Kosten höher liegen und die Gefahren durch Quecksilber keineswegs zu unterschätzen sind.
15. August 2012
Die russische Rosatom gründet die Exportfirma Rosatom Overseas, die russische Kernkraftwerke sowie nukleare Ausrüstungsgüter und Dienstleistungen auf den Exportmärkten vermarkten soll. An Aufträgen für die russische Nuklearindustrie mangelt es nicht, so bestellt beispielsweise die Türkei russische Kernkraftwerke. Im Juli sind Büros in Südafrika und Singapur eröffnet worden.
Rosatom hat derzeit 28 Kernkraftwerke im Bau, davon 19 ausserhalb Russland.
Wenigstens ein Bereich, in dem Russlands Maschinenindustrie noch konkurrenzfähig ist..... Seit 1990 seien über eine Million Arbeitsplätze verschwunden, weil Bestellungen und Investitionen drastisch abnahmen.
14. August 2012
Das Kernkraftwerk Onagawa überstand das schwere Erdbeben, das den für Fukushima Daiichi verheerenden Tsunami auslöste, erstaunlich gut.
Damit ist klar, dass Japans Kernkraftwerke nicht einfach generell unsicher sind. Gebäude, die ein Erdbeben der Stärke 9.0 auf der Richterskala weitgehend unbeschadet überstehen, sind weltweit ziemlich selten.
Die älteren Reaktorblöcke in Fukushima Daiichi wären bald stillgelegt worden, unglücklicherweise war der Tsunami einfach schneller.
Bedauerlich sind aber nicht die Kernschmelzen in den alten Reaktoren, sondern der Tod von über 20 000 Menschen und das grosse Leid als direkte Folgen des Tsunami.
14. August 2012
Wieder einmal eine "ökologische Steuerreform", sprich hohe Energiesteuern, die vor allem Arbeiterschaft und Mittelschicht treffen, in Planung.
Vielleicht sogar gut gemeint, aber sicher ziemlich nutzlos und mit riesigem Aufwand verbunden.
4. August 2012
Wie das Bundesamt für Energie (BfE) schreibt, hat der Stromverbrauch im April 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2 % zugenommen. Im ersten Quartal 2012 (Januar- März) nahm der Verbrauch um 1,9 % zu.
Wichtigste Verbrauchstreiber sind die starke Zunahme der Bevölkerung, der Wohnfläche und der Verkaufsfläche im Detailhandel.
Die Schweiz wird schon in einigen Tagen 8 Millionen Einwohner haben, in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) wird schon die Zunahme auf 10 Millionen diskutiert (nicht offizielles, aber immer wieder genanntes Ziel der Regierung).
Entsprechend rasch nimmt der Energieverbrauch auch ohne Wirtschaftswachstum zu.
2. August 2012
Patrioten gegen Kernenergie? Einige Patrioten vertreten die Meinung, Kernenergie sei unschweizerisch, da die vorhandene Wasserkraft für die einheimische Bevölkerung ausreichen würde und der Atomstromanteil ungefähr dem Anteil der Zuwanderer an der Gesamtbevölkerung entspreche.
Dem ist entgegenzuhalten, dass Kernkraftwerke rund 40 % der Stromerzeugung ausmachen und der Atomstromanteil im Winter auch über 50 % liegen kann, da die Versorgung häufig nur mit Importen gesichert werden kann.
Etwas über 2 Millionen der inzwischen 8 Millionen Einwohner unseres Landes sind Einwanderer, also rund 25 %- 30 %, ebenso wäre die Wirtschaft mit weniger Gastarbeitern und entsprechend höherem Lohnniveau stärker rationalisiert, was den Stromverbrauch tendenziell in die Höhe treibt. Ganz ohne Kernenergie geht es selbst bei Nulleinwanderung nicht.
Falls das Ziel von 10 Millionen Einwohnern tatsächlich umgesetzt würde, müssten allein für den Bevölkerungszuwachs zwei neue Kernkraftwerke gebaut werden. Wo diese gebaut werden sollen und wie der Zeitplan aussehen soll, ist noch völlig offen. Auf jeden Fall müssen ab Ende des Jahrzehnts Strombezugsrechte in Frankreich irgendwie ersetzt werden.
Ausser www.ecopop.ch und einigen kleinen Parteien wehrt sich kaum noch jemand öffentlich gegen den Bevölkerungszuwachs. Ein Ende der Immobilienblase, die den Stromverbrauch ebenfalls anheizt, ist nicht in Sicht.
Milde Winter und eine wirtschaftliche Abkühlung als Folge der Euro- Krise könnten die Stromlücke kurzfristig schliessen, aber auf lange Sicht zählt die "Abstimmung an der Steckdose".
Erdbeben und Tsunami forderten in Japan im März 2011 über 20 000 Menschenleben; die Kernschmelzen in Fukushima- Daiichi führten bisher weder zu ernsthaften Personenschäden noch zu gefährlichen Freisetzungen radioaktiver Stoffe. Die Reaktoren in Fukushima Daini überstanden den Tsunami ohne gefährliche Schäden.
Daraus ist zu schliessen, dass nicht Kernkraftwerke, sondern Naturkatastrophen gefährlich sind.
Kernkraftwerke sind wohl sehr sicher, aber die Reaktorgebäude taugen nicht als Schutzräume für ganze Völker, da sie zu wenig Platz bieten und nicht entsprechend ausgerüstet sind.
Das Thema "Erdbebenvorsorge" ist auch in der Schweiz nicht ganz unwichtig, da auch in Basel und dem Wallis gefährliche Erdbeben möglich sind und auch in anderen Landesgegenden keine absolute Sicherheit herrscht.
Leider interessiert sich die Politik kaum dafür, auch die Selbstmordprävention ist kaum ein Thema, obwohl unterdessen mehr Menschen durch eigene Absicht sterben, als durch Verkehrsunfälle. Betroffen sind nicht selten junge Menschen in Lebenskrisen, die leicht überwunden werden könnten....
30. Juli 2012
Der Nuklearkonzern Areva ist auf Erholungskurs; die Halbjahreszahlen übertreffen die Prognosen. Das finnische Kernkraftwerk Olkiluoto 3 bleibt aber weiter ein Sorgenkind; die Fertigstellung wird erst nach 2014 erwartet. Entsprechend gross sind die Kosten.
30. Juli 2012
Eine neue grüne Partei in Japan fordert den Atomausstieg, wie am Sonntag im Radio berichtet wurde. Der Gründer heisse Akira Miyabe, eine bisher eher unbekannte Persönlichkeit. Grüne gab es in Japan schon vorher; unter der Bezeichnung Midori no Mirai existierte bereits seit Jahren eine ökologische Bewegung.
Grüne Parteien gibt es auf allen Kontinenten, problematisch ist auch nur die sture Ablehnung neuer Technologien, beispielsweise der Kernenergie.
Japans hauptsächlich auf Billiglöhnen und lascher Umweltvorschriften beruhender wirtschaftlicher Aufstieg ist seit 1990 ins Stocken gekommen, entsprechend müssen sich Gesellschaft und Politik neu orientieren. Das Plaza- Abkommen von 1985 bewirkte eine extreme Yen- Aufwertung mit entsprechendem Anpassungsdruck für die Exportindustrie und der Entwertung von Auslandguthaben, insbesondere von amerikanischen Staatspapieren, das Platzen der Immobilienblase in den 90ern schüttelte den Immobiliensektor und die Banken brutal durch.
Der Inselstaat bewältigte die Herausforderungen erstaunlich gut, wichtigster Schönheitsfehler blieb das explosionsartige Anwachsen der Staatsverschuldung.
Das schwere Erdbeben und der Tsunami vom 11. März 2011 verwüsteten ganze Landstriche; mit Fukushima Daiichi wurde erstmals ein Kernkraftwerk richtig zerstört.
Während die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi keine Todesopfer forderte, töteten Erdbeben und Tsunami über 20 000 Menschen und setzten in zahlreichen Industriebetrieben und Lagerhallen giftige Chemikalien frei.
Auch diese Verheerungen kommen letztlich den Staat sehr teuer zu stehen. Die Staatsschulden machen weit über 200 % der jährlichen Wirtschaftsleistungen (BIP ) aus, ein trauriger Rekord, der die Wirtschaft zusätzlich bremst.
Umweltschutz muss im dichtbesiedelten Land (doppelte Bevölkerungsdichte der Schweiz!) ein wichtiges Thema sein; aber nicht gegen sondern mit Kernkraftwerken. Umweltsünden wie die Quecksilber- Verseuchung der Minimata- Bucht oder die unsicheren Kernkraftwerke in Fukushima Daiichi dürfen sich nicht wiederholen. Die Nachrüstung von Kernkraftwerken und anderen Industrieanlagen eröffnet der europäischen Industrie grosse Exportmöglichkeiten. Das erste Kernkraftwerk läuft bereits wieder und liefert CO2- freien Strom.
29. Juli 2012
Ist der Atomausstieg ein sinnloser Gesslerhut? Seit die "Energiewende" in Deutschland und der Schweiz immer deutlicher an der Physik und den wirtschaftlichen Erfordernissen scheitert, wachsen die Zweifel am überhasteten Atomausstieg, es formiert sich zunehmend Widerstand gegen die willkürliche Stilllegung von Kernkraftwerken und die Schikanen, unter denen die Betreiber von Kernkraftwerken zu leiden haben. In Deutschland mussten alle bis 1980 ans Netz gegangenen Reaktoren wegen der Kernschmelzen in Fukushima Daiichi abgestellt werden. Dabei ist bekannt, dass die deutschen Anlagen tsunamifeste Notstromaggregate haben und mit Wasserstoff- Rekombinatoren sowie gefilterten Druckentlastungen ausgerüstet sind. Ein Vergleich mit Fukushima Daiichi ist daher unzulässig.
Bezahlen dürfen die Betreiber, welche die Kosten auf Wirtschaft und Haushalte abwälzen. Eine nachvollziehbare Begründung für diese Massnahme gibt es nicht; die Tsunamigefahr beispielsweise in Biblis lässt sich weder wissenschaftlich noch politisch belegen.
Ebenso gibt es für den -ohne Volksabstimmung beschlossenen- Atomausstieg der Schweiz keinen Anlass. Kein Kernkraftwerk ist unsicher; vielmehr ist die Sicherheit bestätigt worden und es werden weitere Massnahmen gegen immer unwahrscheinlichere Gefahren ergriffen.
Einen politischen Nutzen brachte die energiepolitische Kehrtwende der Energieministerin Doris Leuthard auch nicht, trotz eilends durchgepeitschtem Atomausstieg hielt sich der Wahlerfolg ihrer CVP in Grenzen, die echten Profiteure der Atomängste sind die Grünliberalen von Martin Bäumle.
Langsam, ja fast zaghaft, wächst der Widerstand der Menschen gegen den von oben diktierten Atomausstieg und die daraus abgeleitete Energiewende; interessanterweise wehren sich nicht die "Strombarone" gegen die antinukleare Politik und die Subventionen für vogelmordende Windräder und schwermetallverseuchte Solarzellen, sondern immer mehr die einfachen Bürger.
Leserbriefe werden geschrieben, Widerstandsgruppen gegen Gaskraftwerke, Windräder und Solarzellen werden gegründet.
www.megagas.ch www.epaw.org
Die stadtzürcher SVP- Gemeinderäte Bruno Amacker und Roger Bartholdi forderten vom Stadtrat die Einführung eines kostengünstigen Kernenergie- Stromtarifs ewz.nuclearpower für kernenergiefreundliche und kostenbewusste Kunden. Die rotgrüne Regierung lehnte dieses Anliegen ab, da sich das Angebot des städtischen Elektrizitätswerkes auf unterschiedlich verteuerte "Ökostrom"- Angebote und einen Grundtarif beschränken sollte, der übrigens nur zur Anwendung kommt, wenn er ausdrücklich verlangt wird. Ahnungslose Neuzuzüger bezahlen automatisch einen verteuerten Tarif.....
Die rotgrüne Ideologie verlangt von Deutschland und der Schweiz den Verzicht auf eigene Kernkraftwerke, Subventionen von politisch korrekten Alternativenergien, die Verstromung von russischem Erdgas und den Stromimport aus der "Tschechdose" (Atomstrom aus den tschechischen und slowakischen Republiken). Gazprom- Manager Gerhard Schröder und der russische Präsident Putin lachen, ebenso der halbe Ostblock.....
Nicht nur die Haushalte, auch Gewerbe und Industrie sind auf die Stromversorgung angewiesen. Eine Stromverteuerung um einige Prozent (später sogar eine Vervielfachung der Tarife!) kostet entsprechend mehr als nur ein paar Rappen.
In der Schweiz machen die Endverbraucherausgaben für elektrische Energie etwas mehr als 2 % der Wirtschaftsleistung (BIP) aus, eine Verdoppelung der Stromtarife würde unsere Kaufkraft um rund 2 % schmälern und viele Industriebetriebe ruinieren.... ganz ohne Volksabstimmung, einfach aus einer Laune der Politiker heraus.... Dazu die zunehmende Unsicherheit wegen der grösseren Importabhängigkeit, denn der grenzüberschreitende Stromhandel birgt regulatorische Risiken und die Abhängigkeit von russischem Erdgas ist erfahrungsgemäss riskant (siehe Ukraine!).
Der bevorstehende Nationalfeiertag soll Anlass sein, den Gesslerhut Atomausstieg, der viel Geld kostet und unsere Energiesicherheit gefährdet, zu hinterfragen. Eigene Kernkraftwerke mit Brennstoff- Vorrat für Jahre statt Abhängigkeit von Gas- Gerd und dem "lupenreinen Demokraten" Putin, tschechischen Kraftwerken und den EU- Stromregulatoren sichern die Landesversorgung und damit unsere Unabhängigkeit.
Wenigstens eine eidgenössische Volksabstimmung über den Atomausstieg sollten unsere Politiker zulassen.
Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und nicht fürchten die Macht der Menschen!
28. Juli 2012
Russland will einen neuen Atom- Eisbrecher bauen, wie das Nuklearforum am 24. Juli schreibt. Das noch namenlose Schiff soll 173 Meter lang und 34 breit werden und eine Eisdicke von 2,8 Metern bewältigen können. Zwei Druckwasser- Reaktoren des Typs RITM-200, wie sie auch bei schwimmenden Kernkraftwerken eingesetzt werden, sollen eine elektrische Leistung von 60 Megawatt ermöglichen. Russlands erster Atomeisbrecher "Lenin" wurde 1959 in Dienst gestellt und ist heute ein Museumsschiff. Der nukleare Schiffsantrieb setzt sich nur langsam durch, genauso wie die Elektromobilität auf den Strassen.
Das ist nicht nur ein Nachteil; bleibt so doch genügend Zeit, um Sicherheitsprobleme zu lösen.
27. Juli 2012
Fortschritt in Tamil Nadu : Der südindische Wachstumsstaat mit über 70 Millionen Einwohnern kommt endlich richtig im Atomzeitalter an; demnächst wird der WWER- 1000 Reaktorblock Kundankulam-1 den Betrieb aufnehmen, Kudankulam-2 wird 2013 folgen- nach 25 Jahren verhandeln, planen und bauen. Schuld ist aber nicht die Kernenergie oder eine Verhinderungspolitik, sondern die Ostblock- Krise, denn die ersten Reaktoren wurden noch in der Sowjetunion bestellt, wo Ende der 80er und Anfang der 90er alles drunter und drüber lief....
1988 vereinbarten die damalige Sowjetunion und Indien eine vertiefte Zusammenarbeit im Kernenergie- Sektor und damit auch die Lieferung von Leistungsreaktoren des Typs WWER-1000.
Erst 1998 konnte der Bau der ersten zwei Blöcke mit Russland verbindlich geregelt werden, 2008 wurde beschlossen, die Einheiten 3 und 4 zu bauen, insgesamt bietet der Standort genug Platz für 8 Einheiten. Der Strom kann problemlos abgesetzt werden, weist Tamil Nadu doch ein konstant hohes Wirtschaftswachstum auf.
Kudankulam (engl. Schreibweise Koodankulam) liegt ganz im Süden des indischen Subkontinents, im Tirunelveli Distrikt des Bundesstaates Tamil Nadu. Im Indira- Ghandi Kernforschungszentrum am Standort Kalpakkam ist ein Schneller Brüter, der Thorium als Brennstoff verwerten wird, im Bau. Er soll 2013 mit einer Nettoleistung von rund 470 MW ans Netz gehen. Zwei kleine Schwerwasser- Reaktoren liefern bereits seit rund drei Jahrzehnten Strom; ebenso werden Forschungsreaktoren und eine Wiederaufarbeitungsanlage betrieben.
25. Juli 2012
Ansaldo Nucleare, die "nukleare"Tochtergesellschaft von Finmeccanica, sieht sich durch Anarchisten bedroht. Gestern erhielt der Manager Carlo Castellano, selbst Opfer eines Attentats vor 35 Jahren, ein Bekennerschreiben, in dem die Federazione Anarchica Informale (FAI) die Verantwortung für die Schüsse vom 7. Mai 2012 auf Roberto Adinolfi übernimmt. Der CEO Adinolfi wurde vor seinem Haus durch Schüsse in die Beine verletzt.
Ansaldo Nucleare liefert Komponenten für Kernkraftwerke unterschiedlicher Bauart und erbringt verschiedene Dienstleistung bei Bau und Wartung von Kernkraftwerken. So war der italienische Maschinenbauer am Bau der CANDU- Schwerwasserreaktoren im rumänischen Cernavoda beteiligt.
Die italiensche Politik kennt den Atomausstieg, die Industrie hält nichts von solchen Plänen.
Nun stellt sich auch in der Schweiz die Frage, ob und wie sich die Kernenergie- Gegner radikalisieren werden, sobald der Atomausstieg einmal "entsorgt" und überwunden ist. Mit Marco Camenisch ist einer der brutalsten und bekanntesten Antiatom- Demonstranten im aargauischen Lenzburg eingesperrt. Der 60- jährige Bündner ist seit den 1970er- Jahren als radikaler Ökoterrorist gefürchtet. Der letzte Aufruf zu einer Demonstration für Camenisch wurde auf der Indymedia- Plattform für den 21. April 2012 platziert.
Ist die Freilassung von Marco Camenisch für die Angestellten von Kernkraftwerke und die Mitarbeiter von Lieferanten usw. ein Sicherheitsrisiko? Wie reagieren seine militanten Anhänger auf die Energiepolitik? Gibt es Nachahmer?
Oder verschwindet die Antikernenergie- Bewegung bald einmal?
24. Juli 2012
Der Stadtzürcher SVP- Gemeinderat und bekennende Ökoatheist Bruno Amacker fordert für die Stadt Zürich einen reinen Kernenergie- Stromtarif. Die Marke Nuclearpower soll das bestehende "Ökostrom- Angebot" ergänzen.
Leider passt die Idee nicht in die Ideologie der rotgrünen Stadtregierung, die von einem "falschen Signal" spricht und einen Imageschaden fürchtet.
Für Buno Amacker ist diese Argumentation die Diskriminierung einer Minderheit.
Objektiv gesehen, ist Kernenergiestrom umweltfreundlicher als die meisten "Alternativenergien", vorausgesetzt, man berücksichtigt die ganze Prozesskette.
Ursache für den hohen Preis von "Alternativenergien" ist der gigantische Materialaufwand, der zur Gewinnung einer relativ kleinen Energiemenge nötig ist. Der günstige Preis der Kernenergie wird durch die hohe Energiedichte und den -im Verhältnis zur Energiemenge- geringen Aufwand- verursacht.
Bruno Amacker zeigt sich mit seinem Vorstoss im Stadtparlament als mutiger und weitsichtiger Politiker, als Eidgenosse, der den Gesslerhut Atomausstieg nicht grüssen will!
21. Juli 2012
Südkorea hat sein 22. Kernkraftwerk in Betrieb genommen. Die Einheit Shin-Kori 2 hat eine Leistung von rund 1000 MW und wurde grösstenteils von südkoreanischen Firmen gebaut.
Unterdessen verzeichnet Japan einen Rekordverbrauch an fossiler Energie, weil die Kernkraftwerke des Landes seit einigen Monaten weitgehend stillgelegt sind.
10. Juli 2012
Das Ensi lässt den weiteren Betrieb aller schweizerischen Kernkraftwerke zu, macht aber weitere teure Auflagen. Gegen Sicherheit ist grundsätzlich nichts einzuwenden.
Interessant ist die Reaktion vieler Medien, welche die Änderung der Berechnungen (geringere Sicherheitsmargen falle auf) thematisieren, nicht aber die Gewichtung der Risiken.
Tatsächlich würden die fünf Leistungreaktoren im Land auch bei schweren Erdbeben und anderen Katastrophen kaum unzulässige (nicht gefährliche) Radioaktivität abgeben, also auch dann noch der gesetzlich und politisch geforderten Sicherheit entsprechen, wenn ihre Umgebung durch eine Naturkatastrophe weitgehend zerstört würde.
Im Zusammenhang mit dem Fluglärmstreit (und dem Luftverkehr allgemein) wird das Sicherheitsrisiko von den Medien höchstens am Rande thematisiert.
Auch das Erdbebenrisiko an sich interessiert -wenn man der veröffentlichten Meinung glauben will- höchstens ein paar Experten.
Eine breite Diskussion über Natur- und Technik- Gefahren findet nicht statt- wer hat ein Interesse daran, diese zu verhindern?
8. Juli 2012
Alt- Bundesrat Leon Schlumpf ist gestern Samstag 87- jährig gestorben. Der Vater von Bundesrätin Eveline Widmer- Schlumpf stand als Bundesrat noch für eine kernenergiefreundlichere Politik der Landesregierung. Hätte die Politik den Atomausstieg bereits zu seiner Zeit angefangen, hätten wir schon heute zu wenig Strom, man stelle sich vor, das Kernkraftwerk Leibstadt wäre nie in Betrieb gegangen. Sterben die Politiker mit Augenmass aus?
"Ich vertraue auf den elementaren persönlichen und politischen Anstand." wurde Leon Schlumpf im Jahr 1984 im deutschen Magazin Spiegel im Zusammenhang mit der Kontroverse um das geplante aber politisch gescheiterte Kernkraftwerk Kaiseraugst zitiert. (Ausgabe 38/1984). Die Antiatom- Bewegung war schon in den 80ern nicht zimperlich, SVP- Mitglied Leon Schlumpf verzichtete jedoch auf Blocher- Sprüche und setzte auf Diskussion und Information.
Leider fehlt seiner Tochter dieses Format; unser Land ist mehr denn je auf einheimische Kernenergie angewiesen und doch fehlt unserer Landesregierung das Rückgrat, für die Energiesicherheit einzustehen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Logisch, dass kernenergiefreundliche PolitikerInnen bei Antiatom- Bewegung und Medien nicht beliebt sind.
Die Landesversorgung muss aber höher gewichtete werden, als eine kurzfristige Beliebtheit....... sobald in den Redaktionsstuben das Licht ausgeht, dreht die veröffentlichte Meinung über die Kernenergie.... nur kann sie dann nicht mehr so schnell veröffentlicht werden, da die Notstromversorgung kaum leistungsfähig genug ist......
6. Juli 2012
Die Untersuchungskommission des japanischen Parlaments kommt -nicht überraschend- zum Schluss, dass die Kernschmelzen in Fukushima vermeidbar gewesen wären. Was in der Fachwelt seit Monaten bekannt ist, wird von den Medien nicht mehr verheimlicht.
"Fukushima" fällt als Argument für den Atomausstieg weg, "Tschernobyl" ist verstaubt, da wird für unsere Regierung guter Rat teuer- so richtig teuer wird für uns Stromkonsumenten der Unterbruch der Planungsarbeiten für die neuen Kernkraftwerke der Schweiz!
Die Sicherheit geniesst in Japan (noch) nicht den gleichen Stellenwert wie in Wohlstandseuropa, aber die Japaner sind lernfähig. Daher werden die japanischen Kernkraftwerke wohl rasch auf westliches Sicherheitsniveau gebracht, was auch schweizerischen Unternehmen Aufträge sichert.
Einmal mehr muss erwähnt werden, dass nur Fukushima Daiichi, nicht aber die neueren Reaktoren in Fukushima Daini von den Kernschmelzen betroffen waren. Hauptursache war die nicht tsunamifeste Auslegung der Notstromversorgung.
Spiegel Online dazu: "Die Katastrophe von Fukushima war das Ergebnis von Kungeleien zwischen Regierung, Atomaufsicht und der Betreiberfirma Tepco."
Dem überhasteten Entschluss der deutschen Regierung, die vor 1980 ans Netz gegangenen deutschen Kernkraftwerke stillzulegen, wird damit öffentlich die Grundlage entzogen. Deutschlands Kernkraftwerke sind erdbeben- und tsunamisicher.
Erdbebensichere Auslegung der sicherheitsrelevanten Gebäude und Anlagen, gesicherte Notstromversorgung, mehrfach abgesicherte Kühlwasserversorgung, Wasserstoff- Rekombinatoren und eine Gefilterte Druckentlastung für das Containment sind Sicherheitsmassnahmen, die sich auszahlen.
Die japanische Autoindustrie passte sich in den vergangenen zehn Jahren den europäischen Sicherheitsvorstellungen an. Dabei ist der Preisvorteil etwas kleiner geworden, aber dafür gibt es gute Bremsen und eine passive Sicherheit nach westlichen Massstäben.
In einem ganz anderen Bereich, nämlich in der Erdbebenvorsorge für "normale Gebäude", könnte der Westen von Japan lernen.
Nicht nur Italien und die Türkei, auch die Region Basel und das Wallis haben ein erhöhtes Erdbebenrisiko, ebenso Teile Südfrankreichs und Gebiete bei Stuttgart und Köln. Aber da schlafen die bei angeblichen Risiken der Kernenergie so hyperaktiven Politiker.
Man hofft einfach, dass nichts passiert- das "Tepco- Prinzip", das sich in Fukushima- Daiichi nicht bewährte.
5. Juli 2012
Der Bundesrat will die Einwanderung nicht bremsen; Bundesrätin Sommaruga erwartet, dass die Einwohnerzahl der Schweiz im Laufe des Jahres über die 8- Millionen- Grenze steigen wird. Das Bevölkerungswachstum soll die Binnennachfrage ankurbeln und so die Auswirkungen der Finanzkrise dämpfen.
Noch vor rund einem Jahr propagierte der Bundesrat aus wahltaktischen Überlegungen den Atomausstieg.
Bevölkerungswachstum führt auch bei stagnierendem Wirtschaftswachstum zu steigendem Stromverbrauch, weil die wachsende Zahl der Haushalte und der elektrischen Geräte den Verbrauch anheizt.
Laut NZZ online könne die Schweiz nach Meinung der SP- Bundesrätin auch ein Mehrfaches dieser Bevölkerung unterbringen. Wenn man sich die Schweiz als grosses Hongkong vorstelle........
Nur ein Jahr nach der Idee, auf neue Kernkraftwerke verzichten zu wollen, setzt die Landesregierung auf unbegrenztes quantitatives Wachstum. Die grossse Politik freut sich auch über die starke Bautätigkeit (Bauland könnte in der kleinen Schweiz knapp werden) und setzt auf "verdichtetes Bauen". Mehr Wohnraum bedeutet mehr Energieverbrauch, selbst bei Minergie- Häusern....
Einziger Sparimpuls bleiben die stagnierenden Löhne bei steigenden Lebenskosten; wenn sich bei gleichem Lohn das Leben verteuert, wird durch den gebremsten Konsum Energie gespart... das Bevölkerungswachstum kompensiert den Spareffekt, zudem sorgt die weitere Elektrifizierung aller Lebensbereiche für einen weiter steigenden Stromverbrauch. Der Anteil der Elektrizität am Gesamtverbrauch nimmt weiter zu.
Der Bundesrat tut gut daran, pro Million neuer Einwohner ein neues Kernkraftwerk zu planen.... auch Hongkong benötigt eine wachsende Zahl von Kernkraftwerken, auch weil die Finanzmetropole zum wachsenden China gehört....
China treibt mit seinem Wirtschaftswachstum den Stromverbrauch in die Höhe, die Schweiz mit dem Bevölkerungswachstum; Indien hat einen gigantischen Nachholbedarf und setzt entsprechend auf Wirtschaftswachstum, zudem wächst die Milliardenbevölkerung immer noch stark, entsprechend hoch ist die Zahl der benötigten Kernkraftwerke. Möglich, dass gegen Ende des Jahrhunderts auf dem Subkontinent 1000 Kernkraftwerke betrieben werden.
Wegen der hohen Energiedichte ist der Platzbedarf der Kernenergie gering; ein Reaktorblock reicht für rund eine Million Menschen, bei Kohle wären es 1-3 Blöcke, Kohle- und Aschenhalden sind auch nicht nötig. Daher eignen sich Kernkraftwerke speziell für dicht besiedelte Länder.
4. Juli 2012
In Grossbritannien steigt die Unterstützung für neue Kernkraftwerke von 46 % auf 50 %, während die Ablehnung kontinuierlich abnimmt. Innert Jahresfrist hat die Zahl der Gegner laut einer Umfrage von 30 % auf 22 % abgenommen.
Gegen die Kernenergie zu kämpfen, kommt zunehmend ausser Mode, weil gerade in den angelsächsischen Ländern der Klimaschutz hohes Ansehen geniesst.
Die Hoffnung, mit Windrädern einen substantiellen Anteil der Stromerzeugung abdecken zu können, erwies sich als Illusion, auch im Inselstaat Grossbritannien mit seinen Hochseeküsten.
Umgekehrt ist es doch erstaunlich und muss zum Nachdenken anregen, dass sich von den befragten 4000 Personen nur die Hälfte für den Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke durch neue ausgesprochen haben.
Mit den Ergebnissen der Umfrage könnte man vielleicht eine Volksabstimmung gewinnen, aber die Tatsache, dass sich nur die Hälfte der Befragten explizit für den Bau der neuen KKW ausspricht, zeugt von keiner grossen Begeisterung für die Kernenergie.
Begeisterung und Herzblut sind aber nötig für unsere Energiezukunft, für eine umweltfreundliche, sichere, leistungsfähige und wirtschaftliche Energieversorgung auf der Basis von Kernenergie und anderen nachhaltigen Energiequellen.
4. Juli 2012
Nationalfeiertag in den USA- Auftakt zur Beschleunigung des Kernenergieprogrammes und damit zur Unabhängigkeit der Energieversorgung?
Nuclear energy: man's low-carbon best friend
Momentan nur eine Hoffnung- aber die kann sich rasch erfüllen.
In den USA ist seit Ausbruch der Finanzkrise 2009 die Einsicht gewachsen, dass Investitionen in die reale Wirtschaft nachhaltiger sind, als reine Spekulationgeschäfte.
Mit 100 neuen Kernkraftwerken würden die CO2- Emissionen der Elektrizitätswirtschaft stark reduziert, die Stromkosten gesenkt und unzählige produktive Arbeitsplätze geschaffen. Im Bulletin unseres Vereines wurde diese Idee schon 2001 aufgegriffen. In der heute von Schwindsucht geplagten amerikanischen Maschinenindustrie würde eine wahre Investitionswelle ausgelöst, obwohl die Technologie zum Teil in Europa und sogar Asien beschafft werden müsste.
Präsident Barack Obama hat sich wiederholt für die Kernenergie ausgesprochen, einige wenige neue Kernkraftwerke sind im Bau, der grosse Investitionsboom lässt aber noch auf sich warten.
2010 wurden 807 Milliarden Kilowattstunden Atomstrom ins Netz gespiesen, damit erreichte die Kernenergie einen Anteil von weniger als 20 %, während Kohlekraftwerke 46 % der Elektrizität liefern. Der Weg in eine nachhaltige Energiezukunft ist auch in den USA noch weit.
4. Juli 2012
Heute soll der zweite Reaktor des japanischen Kernkraftwerkes Oi wieder ans Netz. Der Strom wird wegen der Sommerhitze (Klimaanlagen) dringend gebraucht. Ein Atomausstieg kann sich das Land, das durch eine Staatsverschuldung von weit über 200 % gelähmt ist, schlicht nicht leisten.
2. Juli 2012
Australien führte auf 1. Juli eine hohe CO2- Abgabe ein. Das Land setzte bisher bei der Energieversorgung sehr stark auf fossile Brennstoffe, bei der Stromversorgung hauptsächlich auf Kohlekraftwerke.
Beginnt nun auf Downunder das Atomzeitalter auch in der Energieversorgung? Uranvorkommen wären vorhanden, Know- How auf nuklearem Gebiet ebenso.
Zusammen mit Grossbritannien entwickelte das Land den Schwerwasser- Forschungsreaktor Hi- Flux Australian Reactor, HIFAR. Er wurde ab 1960 mit einer Leistung von 10 Megawatt betrieben und wurde für Experimente und die Isotopenproduktion genutzt.
Am 20. April 2007 wurde am gleichen Standort de Open Pool Australian Light Water Reactor (OPAL) in Betrieb genommen. Er hat eine Leistung von 20 Megawatt.
29. Juni 2012
Gemäss Elektrizitätsstatistik nahm der Stromverbrauch in der Schweiz in den ersten drei Monaten um 1,9 % zu, schuld ist ausschliesslich die grosse Kälte im Februar, der wegen des Schaltjahres auch noch einen zusätzlichen Tag hatte. Schon im März nahm der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr wieder um 3,8 % ab, ein klares Anzeichen für die wirtschaftliche Abkühlung im Zusammenhang mit der Frankenstärke.
Sobald die Wirtschaft und insbesondere die Industrieproduktion, wieder anziehen, nimmt der Stromverbrauch wieder stark zu, unabhängig von saisonalen Schwankungen.
26. Juni 2012
Häufig werden energiesparende Geräte als Wundermittel zur Senkung des Energieverbrauches propagiert.
Allmählich setzt sich die Einsicht durch, dass es doch nicht ganz so einfach ist :
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-06/energie-effizienz-verbrauch
Energieeffizienz ist sinnvoll, die Kernenergie ist aber nicht weniger wichtig.
Die Ansprüche der Menschen, auch der Grünen, treibt den Energieverbrauch an.
26. Juni 2012
Der Gesslerhut "Atomausstieg" (Zitat Jörg Krammer AVES) wird in den deutschsprachigen Ländern eifrig gegrüsst. Nötig sei eine "Energiewende", fordern Politiker und Subventionsfreunde. Dabei wird eifrig in die Taschen von Steuerzahlern und Stromkonsumenten gegriffen. Vernunft wird schon fast kriminalisiert, Kritiker werden zum Schweigen gebracht. (CVP- Fraktion und Atomausstieg!)
Der Gedanke, grosse und teure Kernkraftwerke durch die dezentrale Stromerzeugung auf dem eigenen Hausdach zu ersetzen, hat den Reiz der Unabhängigkeit, Strom aus Sonnenlicht verkörpert Reinheit.
Leider decken sich Wunschdenken und Realität nicht; die Herstellung von Solarzellen ist energieintensiv, die Nettoerzeugung ist im Verhältnis zum grossen Materialaufwand enttäuschend gering und die Leistung ist zudem stark vom Wetter abhängig, also kaum voraussehbar, was den Strom praktisch wertlos macht....
Leider traut sich kaum mehr ein Politiker, die Wahrheit zu sagen. Zu stark wurden die romantischen Vorstellungen von den Medien und Wahlkampfstrategen geschürt...
Unterdessen regt sich in Deutschland erster Widerstand gegen die Solar- Ideologie, die häufig für kommerzielle Interessen instrumentalisiert wird (Abkassieren).
http://solarresearch.org/sk2010/
http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13451001/Der-grosse-Schwindel-mit-der-Solarenergie.html
25. Juni 2012
Chinesische Beteiligung am britischen Kernenergie- Programm?
Die deutschen Stromversorger E.ON und RWE verkaufen auf Druck ihrer ausstiegsorientierten Regierung ihr Gemeinschaftsunternehmen Horizon Nuclear Power, das in Grossbritannien neue Kernkraftwerke baut. Es zeichnet sich laut französischen Presseberichten (u. a. LE FIGARO, 20. 6. 12) ab, dass der französische Reaktorbauer und sein chinesischer Kunde CGNPC (China Guangdong Nuclear Power Group) Horizon zusammen übernehmen könnten. Der chinesische Stromversorger wurde 1994 gegründet und betreibt die Kernkraftwerke Daya Bay und Ling Ao. Daneben werden Taishan zwei EPR gebaut, ebenso sind amerikanische AP-1000 sowie chinesische CPR-1000 im Bau. Der Staatskonzern verfügt damit über einige Erfahrung im Bau und Betrieb von Kernkraftwerken, dazu kommt die Möglichkeit, Projekte in Grossbritannien (und weiteren Ländern) mit günstigen Krediten zu finanzieren.
Seit China der grösste Gläubiger und die grösste Industrienation der Welt ist, treten seine Staatskonzerne immer selbstbewusster auf; Ende 2011 erwarb der Wasserkraftwerk- Betreiber Three Gorges 21 % von Energias Portugal, während State Grid einen Viertel des portugiesischen Netzbetreibers REN (Redes Energeticas Nacionais) übernahm.
Während Europa mit Atomausstieg, Schuldenkrise, Bankenschwäche und Konjunkturflaute beschäftigt ist, expandiert die chinesische Wirtschaft weiter; die Stahlproduktion beispielsweise lag auch im Mai 2012 bei über 60 Millionen Tonnen, was gegenüber Mai 2011 ein Wachstum von 2,5 % bedeutet. In Deutschland, Italien und Spanien ist sie dagegen gefallen.
In der Schweiz treten die Chinesen vorerst im Telecomsektor aggressiv auf; im vergangenen Frühling hat sich Huawei für fünf Jahre den Auftrag für den Unterhalt und die Modernisierung der Sunrise Netze geschnappt. Der chinesische Telecom- Ausrüster hat damit den französisch- amerikanischen Konkurrenten Alcatel- Lucent ausgestochen. 200 Mitarbeiter in der Schweiz müssen sich an einen chinesischen Arbeitgeber gewöhnen.....
Werden nach dem Atomausstieg chinesische Konzerne die Ersatzkernkraftwerke in der Schweiz bauen und betreiben?
25. Juni 2012
Besorgnis in Deutschland über die kopflose Ausstiegspolitik
Datum: Wed, 13 Jun 2012 14:07:31 +0200
Sehr geehrter Herr Binninger, Ihnen als unserem langjährigen Bundestagsabgeordneten möchte ich mitteilen, dass ich nach 30 Jahren Mitgliedschaft fast so weit bin, aus der CDU auszutreten. Grund ist der Schlingerkurs der Bundes-CDU bzw. der Bundesregierung. Dass ich den Austritt noch nicht vollzogen habe, geschieht aus Rücksicht auf die baden-württembergische CDU und deren lokalen Vertreter, die für diese Fehlentwicklungen nicht verantwortlich sind. Mein wichtigster Punkt zur Kritik ist die vielbeschworene "Energiewende":
Der beschleunigte "Atomausstieg" stellt einen Bruch des Wahlprogramms von 2009 dar. Die Ereignisse in Fukushima sagen nichts aus über die Sicherheit deutscher Kernkraftwerke, es sei denn, man hält einen Tsunami auf dem Neckar für möglich, was geologisch völlig absurd wäre. Die Art und Weise, wie das Einknicken vor den Ängsten vieler unserer Landsleute und der geschürten Hysterie mit einer "Ethikkommision" gerechtfertigt wurde, ist empörend: die Zusammensetzung der Kommision lässt den Schluss zu, dass ihre einzige Aufgabe darin bestand, die längst beschlossene Hauruck-Entscheidung "ethisch" zu rechtfertigen. Fachleute der Energiebranche waren kaum vertreten, die hätte man ja als Lobbyisten verteufeln können, wohl aber ein Bischof. Das ist etwa so, als ließe man Ingenieure über Dogmen der katholischen Kirche befinden. Die CDU-Basis hatte nichts dabei zu melden. Das Angebot: "hier können Sie der Kanzlerin Fragen stellen", war eine Farce, da als Antwort nur die längst veröffentlichten Festlegungen verbreitet wurden.
Es fehlte völlig die Abstimmung mit unseren europäischen Partnern, die sich bekanntlich alle anders entschieden. Zum Beispiel wurden in den Niederlanden und der Schweiz Laufzeiten von völlig baugleichen Reaktoren zu unseren (d.h. die abgeschalteten) verlängert. Alle wichtigen Industriestaaten von Russland über Frankreich, Vereinigtes Königreich, USA und viele andere folgen unserer "Vorreiterrolle" nicht. Dabei sollte die Energiepolitik ohnehin dringend in europäische Verantwortung oder mindestens Abstimmung übergehen. Ganz Europa ist über ein Synchron-Stromnetz (sogar bis Marokko und die Türkei) verbunden. Nationale Alleingänge sind nicht mehr zeitgemäß. Wenn unsere Stromnetze, wie schon erkennbar und noch mehr zu erwarten, instabil werden, betrifft das ganz Europa; zu erinnern ist an den Blackout, der von Emden ausging und sich über Frankreich bis nach Spanien ausbreitete. Mit unserem Ausstieg bringen wir uns um die Mitsprache in Fragen der Reaktorsicherheit in Nachbarländern. Bisher galten deutsche Sicherheitsstandards als die höchsten der Welt, man hörte auf unser Urteil. Das ist dann demnächst vorbei. Wer also Sicherheitsbedenken hat, der muss sich klar machen, dass unsere Sicherheit nicht zu- sondern eher abnimmt.
Eine besondere Posse ist die Photovoltaik und deren Förderung. Obwohl der Beitrag gering (3 % im Mittel), auf alle Fälle nicht marktgerecht ist (im Hochsommer, mittags, falls die Sonne scheint, und nicht im Winter mit seinen trüben Tagen), subventionieren wir diese edle Technik mit 7 Milliarden Euro im Jahr zu Lasten der vielen Stromkunden, die nicht gefragt werden. Die Veranstaltung ist zudem noch unsozial, da Häuslesbesitzer mit großer Dachfläche - im allgemeinen die viel zitierten Besserverdienenden - profitieren zu Lasten der Einkommensschwächeren. Die kürzlich durch die Medien geisternde Siegesmeldung: "Photovoltaik erzeugt so viel Strom wie 20 Kernkraftwerke" eignet sich bestensfalls für das Buch der Rekorde, begründet aber nicht den Anspruch auf einen verlässlichen Beitrag zur Stromversorgung. Es fehlt die Meldung, dass bereits am gleichen Nachmittag und in den folgenden Regentagen geschweige denn an trüben Wintertagen nahezu überhaupt kein Solarstrom produziert wurde. Dass dann trotzdem die Fabriken laufen und die Züge fahren liegt an den ansonsten geschmähten "konventionellen" Kraftwerken, die im Gegensatz zu den "Erneuerbaren" zuverlässig zur Verfügung stehen. Es schmerzt, wenn prominente CDU-Politiker (Volker Rühe) diese hochstaplerische Meldung mit den 20 Kernkraftwerken öffentlich zum besten geben. - Das Arbeitsplatzargument ist ebenfalls absurd: unsere Förderung schafft Arbeitsplätze in China, und soweit Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sind, könnte man für sieben Milliarden Euro alle Beschäftigten in den Dauerurlaub in die Karibik schicken.
Höchste Priorität der "Energiewende" genießt die Windenergie. Erst allmählich machen sich die Aussteiger klar, was das bedeutet. Für einen einzigen herkömmlichen Kraftwerksblock (Kohle oder Kernenergie, 1 GW [GigaWatt]) benötigt man nominal 200 Windräder von 5 MW (MegaWatt), wegen Verfügbarkeit von 17 % bei Aufstellung auf dem Festland und 40 % im Meer ("Offshore") sind das 1000 Windräder (aufzustellen z.B. in Höhenlagen des Schwarzwalds) bzw. 500 Windräder 160 km vor der Küste. Dass man dazu auch nur für einen Teil des Windstroms aus dem Meer eine Stromtrasse für 12 Milliarden Euro und weitere 30 Milliarden Euro für die Weiterleitung durch die Republik benötigt, dringt erst jetzt an die Oberfläche. Warum nicht zeitgleich mit der hastig verkündeten "Energiewende"? Zusammengefasst: wir schalten unsere bestens funktionierenden Kraftwerke ab, ersetzen sie durch tausende von Windrädern in der Nordsee mit stark schwankender Stromausbeute und leiten den Strom über 50 Milliarden Euro teure Trassen in den Süden. Dabei ist erneut die Frage zu stellen, warum das Thema überhaupt national angegangen wird; warum muss deutscher Strom in deutschen Gewässern erzeugt und über deutsche Stromtrassen durch die Republik geleitet werden? Die CDU versteht sich doch als Partei der europäische Einigung. Die Energieversorgung wäre dafür ein hervorragend geeignetes Thema.
Die CDU beruft sich so gern auf Ludwig Erhard und dessen Durchsetzung der Marktwirtschaft. Das EEG und die Energiewende sind das genaue Gegenteil von Marktwirtschaft. Photovoltaik- und Windstrom werden zu staatlich festgesetzten Vergütungen zwangsweise eingespeist zu Preisen, die deutlich über den Marktpreisen (s. etwa Strombörse in Leipzig) liegen. Das Risiko für die Betreiber der "Erneuerbaren" ist gleich null. Dreist ist dann die Feststellung: "die Sonne schickt keine Rechnung". Aber es gibt noch schlimmere Auswüchse: Betreiber von Windkraftanlagen erhalten eine Vergütung für Strom, der nie eingespeist wurde, weil die Leitungen fehlten. An windreichen Tagen wurde schon Windstrom zu "negativen" Preisen an der Strombörse verkauft (d.h. es wurde gezahlt, um ihn los zu werden), nachdem die Betreiber natürlich die Einspeisevergütung von 15 cent pro kWh (Kilowattstunde) erhalten hatten. Es galt einmal das Prinzip: wer Strom einspeisen will, sorgt auch für den Netzanschluss. Nicht so bei Windstrom: da wird mit politischem Druck und Subventionen nachgeholfen (s. die 12 Milliarden Euro für einen Windpark in der Nordsee), die Kosten werden dann wie selbstverständlich auf den Strompreis umgelegt. Selbst die potentiellen Investoren in Meereswindanlagen zögern, weil ihnen das Risiko der fehlenden Netzanbindungen zu hoch ist bzw. der kaum abschätzbare Wartungsaufwand auf hoher See abschreckt. Das Unternehmen Enercon, Anbieter von Windkraftanlagen mit der fortgeschrittesten Technik, beteiligt sich nicht an Meereswindparks wegen der Korrosionsgefahr der Anlagen in der Umgebung von Meerwasser. Auch der zögerlichen Investitionsbereitschaft soll mit staatlichen Bürgschaften nachgeholfen werden.
Im Gegensatz dazu haben die Betreiber herkömmlicher Kraftwerke die Aufgabe, die ständigen Schwankungen der "Erneuerbaren" auszugleichen, und sind nach wie vor verpflichtet, auch unter diesen Bedingungen Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Sie beschäftigen mittlerweile ganze Abteilungen, die den Ökostrom-Wetterbericht verfolgen, um dann ihre Anlagen ständig herauf oder herunter zu fahren - auf Anweisung der Netzagentur. Dass dann auch für herkömmliche Kraftwerke keine Investitionsbereitschaft mehr vorhanden ist, sollte niemanden wundern, zumal obendrein auch Kohlekraftwerke politisch oder durch Wutbürger verhindert werden. Da gab es einmal den wahren Satz der Bundeskanzlerin: "wir können nicht gleichzeitig aus der Kernenergie und der Kohleverstromung aussteigen".
Auch in der Endlagerfrage lässt unsere Kanzlerin ihre Richtlinienkompetenz vermissen ("der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik"). So hieß es noch während ihrer ersten Kanzlerschaft, es sei nicht einzusehen, dass die Erkundung des Salzstockes in Gorleben, zu 90 % mit Milliardenaufwand und positivem Ergebnis durchgeführt, nicht zu Ende gebracht wird. Ihr damaliger Umweltminister Gabriel ignorierte die im Koalitionsvertrag vereinbarte Verpflichtung, die Endlagerfrage zügig zu Ende zu führen, sondern verfuhr nach dem Prinzip: "er suchte um nicht zu finden" (Kommentar in der FAZ). Zugleich erging er sich in wüster Hetze mit der ständig wiederholten Festellung: "der Störfall ist der Normalfall" gegen unsere Kernkraftwerke, obwohl er von seinem Ministerium eigentlich wissen musste, dass alle sogenannten Störfälle auf der internationalen Skala namens INES in der Stufe 0 oder 1 lagen, d.h. keine sicherheitstechnische Relevanz. Wenn Kernenergie eine angeblich so gefährliche Technik ist, hätten die Mitarbeiter in dieser Branche ein deutliches Lob verdient, da sie 50 Jahre für eine unfallfreie und verlässliche Stromversorgung sorgten. Stattdessen wurden sie von Teilen der Poltik ständig beschimpft bzw. nicht in Schutz genommen und mussten sich fortwährende Verunglimpfungen von "Umweltschützern" gefallen lassen. - Auch Gabriels Nachfolger namens Röttgen löste nichts, sondern entschied sich, die Suche nach einem Endlager "ergebnisoffen", im Klartext nochmals ganz von vorn zu beginnen (nach 30 Jahren), obwohl doch klar ist, dass jeder Standort auf das Sankt-Florians-Prinzip stößt (amerikanisch: NIMBY, not in my backyard). Auch der hartgesottenste Kernkraftgegner kann nicht leugnen, dass die Endlagerfrage mit oder ohne Ausstieg gelöst werden muss. Dazu nochmals die Kanzlerin vor zwei Jahren: "einfach gar nichts zu tun, ist unverantwortlich".
Aber wie unbedeutend sind alle diese Kleinigkeiten gegen das Ziel der Rettung des Planeten? - Noch vor 1,5 Jahren war die Weltklimakatastrophe das beherrrschende Thema. Darum ist es erstaunlich still geworden, wohl in der Einsicht, dass wir dabei sind, eine Rolle rückwärts (Helmut Kohl) in Richtung fossiler Brennstoffe zu vollziehen. Nochmals zur Erinnerung: ein Kohlekraftwerk der Kapazität 1 GW verbrennt täglich 5000 Tonnen Kohle und stößt damit täglich 18000 Tonnen Kohlendioxid aus, ein Kernkraftwerk verbraucht täglich nur einige Kilogramm Uran, "Atommüll" ebenfalls nur einige Kilogramm täglich, setzt aber überhaupt keine Treibhausgase frei.
Ich möchte mir es ersparen, auch noch das Thema Biokraftstoffe anzusprechen.
Zusammengefasst: die "Energiewende" ist ein ideologie- und panikgetriebener Schnellschuss, führt unser Land in die Isolation und gefährdet unseren Industriestandort. Die "Energiewende" ist keine "Herkulesaufgabe", sondern eine gemessen an den verkündeten Zielen unlösbare Aufgabe. Sie folgt dem Prinzip: "laut Beschluss der Politik werden die Realitäten aufgehoben".
Auf meine Meinungsäußerung erwarte ich keine Antwort, da diese voraussichtlich doch nur die bekannten offiziellen Feststellungen enthielte. Gegen die Weiterleitung meiner Zuschrift habe ich keine Einwände, ganz im Gegenteil.
17. Juni 2012
Neue Kernkraftwerke sind in China Routinesache: Am 9. Juni wurde innert 76 Minuten die Reaktorsicherheitsgebäude-Kuppel von Jangjiang-3 gesetzt. Insgesamt sind sechs Blöcke mit chinesischen Druckwasser- Reaktoren CPR-1000 im Bau, die von 2013 bis 2017 ans Netz gehen.
Weil in China laufend neue Kernkraftwerke gebaut werden und ans Netz gehen, hat die Industrie einige Erfahrungen gesammelt und verfügt über gut ausgebildetes und erfahrenes Personal.
Bauverzögerungen wie sie bei den EPR (Europäischer Druckwasserreaktor der französischen Areva) in Finnland und Frankreich auftreten, sind fast immer auf fehlende Erfahrungen und ungenügende Produktionskapazitäten zurückzuführen.
Chinas Investitionsgüter-Industrie erwirbt sich auf dem riesigen Heimatmarkt wertvolle Erfahrungen und baut sehr wettbewerbsfähige Kapazitäten für den Weltmarkt auf.
Wird die Schweiz in 10-20 Jahren chinesische Druckwassereaktoren kaufen, weil sich die Referenzanlagen bewähren und die Chinesen zu günstigen Preisen kurze Bauzeiten anbieten können?
16. Juni 2012
Das Kernkraftwerk Leibstadt erreichte im "Fukushima- und Ausstiegsjahr" 2011 eine Rekordproduktion von 9 481000 000 Kilowattstunden. Damit zeigt sich, dass eine motivierte und gut ausgebildete Mannschaft mit einem vorbildlich gewarteten Kernkraftwerk über Jahrzehnte Spitzenleistungen erzielen kann.
Der von der Politik angedrohte Atomausstieg ist nicht motivierend und könnte unser Volk sehr teuer zu stehen kommen.
Unsere Politiker würden bei einer Volksabstimmung über ihren eine entsprechende Niederlage einfahren....
Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen 2012 empfiehlt sich ein Ausstieg aus dem Ausstieg...
16. Juni 2012
Japan will zwei Kernkraftwerke am Standort Ohi wieder hochfahren. Damit soll die Stromknappheit gelindert werden. Japans Stromverbrauch ist in den Sommermonaten wegen der Klimaanlagen besonders hoch.
10. Juni 2012
Gestern Samstag fand auf dem Schloss Böttstein beim Kernkraftwerk Beznau die Delegiertenversammlung der "Aktion vernünftige Energiepolitik Schweiz" (AVES) statt. Dabei wurde im grossen wie auch kleineren Kreis (Mittagessen usw.) über Energie- und Umweltpolitik diskutiert.
Dabei wurden nicht nur technische Massnahmen erörtert, sondern auch individuelle Massnahmen, wie eine vernünftige Wahl der Verkehrsmittel, der Verzicht auf Flugreisen, eine fleischarme Ernährung ohne Frischprodukte aus exotischen Ländern usw.
Es gibt offensichtlich sehr viele Menschen, die über die ökologischen Auswirkungen der technisierten Gesellschaft besorgt sind und nicht nur von der Politik Lösungen erwarten, sondern auch selbst einen Beitrag dazu leisten wollen.
Alt- Ständerat Rolf Schweiger stellte sich noch einmal als Präsident zur Verfügung und wurde einstimmig wiedergewählt.
Der langjährige Vizepräsident Konrad Studerus forderte u. a. eine Verringerung des "ökologischen Fussabdruckes" der Bevölkerung durch eine sinnvolle Energiepolitik.
Weiter wurde die unverzichtbare Rolle der Kernenergie bekräftigt. Jörg Krammer, der gebürtige Österreicher (heute Schweizer) und unermüdliche Kämpfer für die Kernenergie, forderte die Eidgenossen auf, den Gesslerhut "Atomausstieg" nicht zu grüssen und sich als Staatsbürger gegen die unvernünftige Energiepolitik unserer Regierung zu wehren.
Die AVES ist ein Verein von energiepolitisch interessierten ParlamentarierInnen aber auch BürgerInnen und strebt eine nachhaltige, ökologische, sozialverträgliche und wirtschaftliche Energiepolitik in der Schweiz an.
Entgegen der veröffentlichten Meinung wird die Kernenergie in der Schweiz immer noch von vielen Menschen unterstützt.
Eine Korrektur des Atomausstiegs ist nötig und möglich. Die Schweiz braucht neue Kernkraftwerke, um die Ende des Jahrzehnts auslaufenden Strombezugsrechte sowie nach 2020 die ersten drei Leistungsreaktoren zu ersetzen. Eine auf Fakten und langfristige Überlegungen gestützte Energiepolitik muss den wahltaktisch motivierten und von romantischen Vorstellungen geprägten Atomausstieg raschmöglichst ablösen.
Durch die rasche Bevölkerungszunahme und die weitere Ausbreitung von Internet und Mobilkommunikation wächst der Strombedarf langfristig auch ohne Wirtschschaftswachstum. Die Stromlücke ist Realität, seit 2005 ist die Schweiz immer stärker von Stromimporten abhängig.
Durch den Atomausstieg in Deutschland sowie die europaweit ungenügenden Investitionen in neue Kraftwerke und Übertragungsleitungen werden Stromimporte teurer und schwieriger.
8. Juni 2012
Mit Taishan 1 und 2 werden die beiden ersten Europäischen Druckwasserreaktoren EPR in China gebaut.
Das mehr als 420 Tonnen schwere Reaktordruckgefäss von Taishan 1 wurde am 3. Juni ins Reaktorgebäude gebracht. Es hat einen Durchmesser von 5,3 Meter und eine Höhe von 10,6 Metern.
Der erste Block soll im kommenden Jahr ans Netz gehen, der zweite 2014.
Der Standort liegt 140 Kilometer westlich von Hongkong.
7. Juni 2012
Ein starker Fukushima- Effekt. Wie das Nuklearforum gestern schreibt, würde ein Atomausstieg Japans Bruttoinlandprodukt bis 2030 um 5 % verringern. Zu diesem Schluss komme eine nationale Subkommission, die fünf langfristige Energieszenarien für das Land ausgearbeitet habe.
19. Mai 2012
Atomausstieg fordert Opfer: Die deutsche Aluminium- Schmelze Voerde ist insolvent. Sinkende Aluminiumpreise bei gleichzeitig stark steigenden Strompreisen führten zum Bankrott.
Ulrich Grillo, der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) warnt vor Deindustrialisierung. Die Herstellung von Metallen, insbesondere Aluminium, werde durch die steigenden Strompreise gefährdet. Ob es aus Sicht der Politiker sinnvoller ist, Metalle und andere energieintensive Grundstoffe in Ländern mit einer vernünftigeren Energiepolitik zu produzieren, wird leider nicht kommuniziert.
Der Atomausstieg und die Förderung ineffizienter Alternativenergien führen zu explodierenden Strompreisen; ein deutscher Haushalt, der jährlich 3500 KWh bezieht, bezahlt über 27 Euro- Cent/ KWh, ein Gewerbe/- Industriebetrieb mit über 20 000 KWh / Jahresverbrauch immer noch 11,9 Cent. Die Vergleichszahlen für Frankreich sind 14,7 und 6,9 Cent/ KWh.
Auch die Franzosen fördern Alternativenergien, verzichten jedoch aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Gründen auf einen Atomausstieg.
In Frankreich stammen 75 % der Elektrizität aus Kernkraftwerken, in Deutschland über 70 % aus Kohle- Gas- und Ölkraftwerken.
14. Mai 2012
Rot-grüner Wahlsieg in NRW. SPD- Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist ein deutlicher Sieg gelungen; ihre Partei erreichte über 39 % der Stimmen. Die Grünen über 11 %, damit ergibt sich für die beiden kernenergiefeindlichen Parteien eine knappe Mehrheit von über 50 % der Stimmen (amtliches Ergebnis 01:30).
In Nordrhein- Westfalen gibt es kein Kernkraftwerk mehr, das die Politiker bekämpfen könnten, aber es gibt eine enorme Umweltbelastung durch die Kohle, die angegangen werden müsste, könnte, sollte.
Rote und Grüne sind in Deutschland strikt gegen Kernenergie, das Signal aus dem grössten Bundesland kann daher als klares Bekenntnis zum Atomausstieg interpretiert werden. Dieser gefährdet die Stromversorgung immer spürbarer.
Falls es bei der Bundestagswahl vom September 2013 zu einer rot-grünen Mehrheit kommen würde, so ist nicht ausgeschlossen, dass eine rot-grüne Bundesregierung den Atomausstieg kippen oder zumindest verschieben müsste.....
Wird Hannelore Kraft gar die rote Kanzlerin für die Renaissance der Kernkraft in Deutschland? In der heutigen Zeit der Umwälzungen ist vieles möglich!
So wie die heutige CDU- Kanzlerin und Physikerin Angela Merkel aus Opportunismus den Atomausstieg von Altkanzler und Gazprom- Manager Gerhard Schröder ohne Rücksicht auf Verluste weiterführt.
Rotchina lebt ganz gut mit dem massiven Ausbau der Kernenergie, denn die Umweltbelastung durch die Kohle ist in vielen Millionenstädten schlicht unerträglich.
Der Sozialist Francois Hollande wird morgen sein Amt antreten; mit der Regierungsverantwortung übernimmt er die Führung eines Landes, dessen Elektrizität seit Jahren zu 75 % aus Kernkraftwerken stammt und mit seinen Stromexporten die Versorgungssicherheit Italiens, der Schweiz und zunehmend auch Deutschlands sichert.
Ein Investitionsprogramm zum ökologischen Umbau der europäischen Energieversorgung hin zu mehr Kernenergie und Wasserkraft ist keine Utopie. Die Wirtschaftskrise und die absehbaren Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen, ausgelöst durch die explodierende Nachfrage aus China und Indien sind starke Argumente für produktive Investitionen in neue Wasser- und Kernkraftwerke sowie Übertragungsnetze. Für Vollbeschäftigung, tiefere Strompreise und die Einsparung fossiler Brennstoffe. Wenn die Roten (und allenfalls die Grünen) in die Regierungsverantwortung eingebunden sind, sehen sie die Vorteile von Wasserkraft und Kernenergie besser. Wohlstandseffekt und Umweltschutz statt Wahlkampfgetöse mit Fukushima- Effekt!
13. Mai 2012
Rot- Grüne Mehrheit in NRW? Gemäss Hochrechnungen ist in Nordrhein- Westfalen, im bevölkerungsreichsten Bundesland unseres nördlichen Nachbarn, eine rot- grüne Mehrheit in Sicht. Ob eine rot-grüne Koalition die Kohlekraftwerke stilllegen wird?
Den Atomausstieg hat das Land bereits vollzogen, die beiden Versuchsanlagen in Hamm und Jülich sowie der Siedewasserreaktor in Würgassen sind schon seit Jahren abgeschaltet. Also heile Öko- Welt, bis auf die Umweltverschmutzung durch die Kohleverstromung und die Stahlwerke. Wie stark sind die Sozialisten heute noch auf die Stimmen der Arbeiter angewiesen? Auch in Deutschland kann nicht jeder auf einen Beamtenposten hoffen! Das französische Lothringen verabschiedete sich von der Kohle und verlor auch einen Teil der Stahlindustrie. Neue Arbeitsplätze brachten das Kernkraftwerk Cattenom und verschiedene Autozulieferer, wie die weltgrösste PKW-Dieselmotoren- Fabrik in Tremery, die verschiedene Fahrzeugwerke in Europa und Übersee beliefert. Dort wurden seit 1979 rund 35 Millionen Motoren produziert. Seit diesem Jahr werden zusätzlich 1,0 und 1,2 Liter- Benzinmotoren für sparsame und trotzdem günstige Kleinwagen französischer Marken hergestellt. Jeden Tag fertigen die 3700 Angestellten rund 6500 Motoren.
Das Kernkraftwerk Cattenom besteht aus vier 1300 MW- Druckwasserreaktoren, die auch Strom für Luxemburg, Deutschland und die Schweiz produzieren. Jedes Jahr werden rund 38 Milliarden Kilowattstunden Elektrizität ins Netz gespiesen.
13. Mai 2012
Für Energieministerin Doris Leuthard sind die Laufzeiten der Kernkraftwerke plötzlich nur noch "hypothetisch" und können, wie es auch in der Branche unbestritten ist, auf 60 Jahre verlängert werden. Das sieht zumindest die "Sonntagszeitung" von heute, Muttertag, so. Wird Bundesrätin Leuthard damit zur "Mutter des Ausstiegs aus dem Ausstieg"?
Wir dürfen auf das Rauschen im Blätterwald gespannt sein!
10. Mai 2012
Kanada mit Einstieg statt Ausstieg; am Standort Darlington in Ontario ist der Bau von bis zu vier neuen Reaktoren bewilligt worden.
Die Ontario Power Generation (OPG) will noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Neben dem kanadischen CANDU-1000- Schwerwasser-Reaktoren werden auch der EPR 1600 von Areva und der AP-1000 von Westinghouse geprüft.
In Darlington werden bereits vier 880 MW- CANDU- Reaktoren betrieben, die von 1990 bis 1993 ans Netz gingen.
8. Mai 2012
Wladimir Putin ist Russlands alter neuer Präsident. Am Montag liess er sich, in Gesellschaft seiner Freunde "Gas- Gerd" Schröder,
"Bonsai- Duce" Silvio Berlusconi und "Stellvertreter" Medwedew krönen. Die aus der ehemaligen DDR stammende Angela Merkel war anscheinend nicht anwesend. Putin spricht fliessend deutsch und Merkel russisch. Ob ihre Abwesenheit etwas zu bedeuten hat?
Der Atomausstieg Deutschlands wird von Russlands Gazprom unterstützt, Schröder ist Aufsichtsrats- Vorsitzender der Pipeline- Gesellschaft "Nord- Stream", die russisches Gas nach Deutschland bringt.
Im Gegensatz zu Schröder und Merkel sind Putin und Medwedew bei unseren Medien nicht beliebt, sie gelten als "undemokratisch". Für Schröder ist Putin ein Demokrat. Aber Gerhard Schröder ist kein Politiker mehr, er konnte sein Einkommen als Manager vervielfachen. Ob für Sarkozy und Berlusconi auch noch Posten bei Gazprom frei werden, ist bis heute Nachmittag (16:30) nicht bekannt.
Warum unsere Meinungsmacher Putin nicht mögen, wird nicht genau begründet, möglich ist, dass die wirtschafts- und kernenergiefreundliche Haltung Putins den Mächtigen bei uns nicht passt.
Russland erlebte nach dem Zerfall der Sowjetunion unter dem alkoholkranken Präsidenten Boris Jelzin einen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Niedergang, unter Putin und Medwedew konnte sich das Land wieder etwas erholen. Putin setzt auf Kernenergie, Raumfahrt und Rüstungsexporte, Wirtschaftszweige, die umstritten sind, die sich aber als erstaunlich robust erwiesen. Aeroflot musste Airbus- Flugzeuge kaufen, da die einheimische Luftfahrtindustrie nicht mehr liefern kann, eine Demütigung für das riesige Land, in dem einst die grössten, schnellsten und stärksten Fluggeräte gebaut wurden! Der Autohersteller Moskwitsch, der schon ab 1965 Motoren mit obenliegender Nockenwelle und Aluminium- Block produzierte, ist pleite, Kamas- Lastwagen sind auch Geschichte.
Da ist es Balsam für die russische Seele, dass die Internationale Raumstation ISS ohne russische Technik kaum in dieser Form gebaut (und finanziert) worden wäre und russische Kernkraftwerke, Komponenten und Technologie weltweit gefragt sind.
Der Export von Nukleartechnik bringt Geld nach Russland, zudem werden interessante Arbeitsplätze gesichert und wieder neu geschaffen. Der russische WWER-1200- Druckwasserreaktor ist auch für die Schweiz interessant- wenn sich die Politik wieder normalisiert hat und sich die Politiker an die Volksabstimmungen über die Kernenergie erinnern. In Russland selbst entlasten neue Kernkraftwerke die Umwelt und ermöglichen, dass eingespartes Gas und Öl profitabel exportiert werden kann.
Mit russischem Gas könnten unsere Kernkraftwerke ersetzt werden, was einflussreiche Kreise offensichtlich anstreben. Gewinner wäre die russische Gazprom, Verlierer die Umwelt und die Schweiz.
8. Mai 2012
Valora leidet unter dem Boom von iPhone und iPad, wie "Blick am Abend" heute schreibt, die "Generation Facebook" informiere sich praktisch nur noch im Internet, kaufe kaum noch Zeitungen und Zeitschriften. So wird weniger Papier verbraucht- dafür mehr Strom!
Das Internet benötigt viel Strom, ebenso müssen die iPhones und iPads auch wieder aufgeladen werden. Es wird wohl Energie für die Papierherstellung und den Druck eingespart, aber insgesamt findet hauptsächlich eine Verlagerung zur Elektrizität statt.
8. Mai 2012
In Südkorea beginnt der Bau der zwei neuen Kernkraftwerke Shin-Ulchin 1+2 . Südkoreas Präsident Lee Myung-bak sagte an der Grundsteinlegung am Freitag, den 4. Mai gemäss Nuklearforum : "Kernenergie ist nicht eine Option, sondern ein Muss." Im Gegensatz zu Putin wird Myung-bak von unseren Medien nicht kritisiert, ja nicht einmal beachtet. Südkorea ist medial einfach kaum vorhanden, obwohl viele europäische und amerikanische Konzerne im fernöstlichen Billiglohnland produzieren lassen. Vielleicht gerade deswegen!
Südkoreas Machthaber setzen wohl auf "westliche Investitionen", halten aber nicht viel von "Freier Marktwirtschaft" und Neoliberalismus. Für die Stromversorgung ist die staatliche Korea Hydro & Nuclear Power Co. zuständig, welche auch Kernkraftwerke baut.
Die beiden neuen Reaktorblöcke in Shin- Ulchin basieren auf westlicher Technologie, sind jedoch Eigenentwicklungen. Alle wichtigen Komponenten werden im Land selbst gefertigt. Eine Strategie, die auch Japan und China erfolgreich verfolgen. Die Welt setzt auf Kernenergie, besonders stürmisch verläuft die Entwicklung im fernen Osten, wo unsere Arbeitsplätze hingehen, aber auch in westlichen Ländern wie Finnland, Frankreich, Holland, Grossbritannien, Kanada, USA, Brasilien und Argentinien werden neue Kernkraftwerke gebaut.
Deutschland, Österreich und die Schweiz sind mit dem Atomausstieg die Exoten.
8. Mai 2012
Ab Mitte Monat wird die Eurodif- Anreicherungsanlage Georges- Besse-1 beim Kernkraftwerk Tricastin im französischen Rhonetal endgültig stillgelegt. Die 1978 in Betrieb genommene Gasdiffusions- Anreicherung wird durch die energiesparenden Zentrifugen von Georges- Besse- 2 abgelöst. Auch wenn der Energieaufwand für die Brennstoff- Herstellung im Verhältnis zum Energieinhalt verhältnismässig gering ist, wird die Kernenergie damit noch umweltfreundlicher und nachhaltiger. Weniger Energieaufwand bedeutet auch tiefere Kosten, auch wenn sich die Ersparnis in diesem Fall kaum spürbar auf den Kilowattstunden- Preis auswirkt. Viele Einzelmassnahmen über die ganze Prozesskette führen schliesslich zu einem wahrnehmbaren Ergebnis.
8. Mai 2012
Japan erstmals seit 1970 ohne Atomstrom. Mit Tomari- 3 ging am Wochenende der letzte Reaktorblock für Unterhaltsarbeiten vom Netz. Wegen der Insellage sind die beiden japanischen Netze- eines arbeitet mit 50 Hertz und eines mit 60, nicht mit den Nachbarländern verbunden, wie das beispielsweise in Europa der Fall ist. Die Stromversorgung muss verstärkt mit Öl, Kohle und Gas sichergestellt werden. Da diese Brennstoffe importiert werden müssen, sind die Kosten hoch und wirken sich auf die Handelsbilanz aus. Zusätzlich wird die Umwelt massiv belastet und dieVersorgungssicherheit sinkt. Für den Sommer wird mit Stromausfällen gerechnet- trotz Einsparungen durch Krise und Bevölkerungsrückgang. Japans jahrzehntelange Einsparungen bei der Sicherheit der Kernkraftwerke wirken sich fatal aus- als ob das Land nach dem schweren Tsunamiunglück, der Immobilien- und Finanzkrise, der Dollarabwertung sowie der wachsenden Konkurrenz durch China nicht schon genug Probleme hätte!
Japans 58 Leistungsreaktoren erzeugten in normalen Jahren rund einen Drittel der Elektrizität; 2011 ist der Anteil wegen der Havarien in Fukushima Daiichi auf 18 % abgesackt; er wird 2012 noch tiefer fallen.
Seit Ausbruch der Krise vor rund 20 Jahren wird die älteste Monarchie der Welt von einer Pechsträhne verfolgt; sogar die Tochter des Kaisers wurde -laut Boulevard- Presse- in der Schule ausgelacht......
Parallel dazu geht der Aufstieg des Hauptrivalen China ungebrochen weiter; die Chinesen haben die grössten Devisenreserven der Welt; ein Spitzenplatz, den Japan jahrelang hielt.
China hat beim Umweltschutz auch Defizite; sparte jedoch weniger an der Sicherheit der Kernkraftwerke, die alle mit einer gefilterten Druckentlastung für den Reaktorsicherheitsbehälter ausgestattet sind. In dieser Hinsicht bewegt sich der Riesenstaat bereits auf Augenhöhe mit der Schweiz, Deutschland und Frankreich.
6. Mai 2012
Was bringt der Sozialist an der Spitze der französischen Regierung? Eine wichtige Frage auch im Zusammenhang mit der Kernenergie und der Sicherung der schweizerischen Stromversorgung in den nächsten Jahren. Präsident Hollande wird das Kernkraftwerk Flamanville 3 in Betrieb nehmen...... Aber kaum die beiden Druckwasser-Einheiten im elsässischen Fessenheim stilllegen lassen..... Eurokrise, Budgetdefizit, Ausländerschwemme und das enorme Lohngefälle zwischen Frankreich und Deutschland sind grosse Herausforderungen, da hat wohl niemand ein Interesse an weiteren Problemen, die durch die versprochene Reduktion des Kernenergie- Anteils an der französischen Stromversorgung geschaffen würden...
Im Gegenteil, Frankreich kann gegenüber seinem Billiglohn- Nachbarn nur mit tiefen Stromtarifen für die Industrie wettbewerbsfähig sein. Der französische Mindestlohn SMIC ist unter Sarkozy auf über 9 Euro/ Stunde geklettert, während auf der anderen Seite des Rheins Stundenlöhne von rund 5 Euro möglich sind, was einen Teil des rekordhohen Handelsdefizites von rund 70 Mrd. Euro erklärt. .
Die von Grünen und Linksextremen geforderte Stilllegung des Kernkraftwerkes Fessenheim würde die Stromexporte reduzieren und sich auch nachteilig auf die Stromkosten auswirken. Hollandes Regierung steht vor vielen Herausforderungen....
4. Mai 2012
Im Januar 2012 hat der Stromverbrauch in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % abgenommen. Gibt es einen "Fukushima- Effekt"- der die Stromnachfrage dämpft? Wohl eher nicht
Starkes Bevölkerungswachstum, nachlassende Finanzkrise und weitergehende Elektrifizierung des Alltags lassen den Stromverbrauch tendenziell weiter steigen. Im langjährigen Mittel wird jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom mehr verbraucht, das ergibt in 10 Jahren 10 Milliarden Kilowattstunden, entsprechend der Jahresproduktion eines modernen Kernkraftwerkes.
Dieser Vorgang wird im Volksmund "Abstimmung an der Steckdose" genannt und von unseren Medien mehr oder weniger beharrlich totgeschwiegen. Ein Kernkraftwerk erzeugt Strom für rund vier Millionen Haushaltungen, sicher, sauber, wirtschaftlich und zuverlässig.
4. Mai 2012
Hollande pour le nucleaire! Sarkozy wird seinen roten Herausforderer Francois Hollande kaum mehr bezwingen können. Frankreichs Nuklearsektor wird ein halbes Jahrzehnt mit einem sozialistischen Präsidenten leben müssen / dürfen.
Was anspruchsvoll klingt, könnte sich gar als Vorteil erweisen; denn unter dem Druck der wirtschaftlichen Krise wird er seine -gegenüber den militanten Grünen gemachten- antinuklearen Wahlversprechen nie einhalten können. Frankreich braucht den Strom aus Fessenheim genauso wie die Schweiz. Ein kurzfristiger Verzicht würde die Stromlücke vergrössern. Auch unter Hollande werden neue Reaktoren gebaut werden, denn die Energienachfrage ist längerfristig wichtiger, als linke Studierstuben- Ideologie. Hollande in der Opposition würde einen schärferen antinuklearen Kurs fahren, um der Regierung das Leben schwer zu machen. In der Regierungsverantwortung müssen sich die Kernenergie- Gegner der Realität beugen. Die Schweiz hat neben den Kernkraftwerken sehr viel Wasserkraft, Deutschland viel (Braun-) Kohle, Frankreich hat von beidem nicht viel.
Der zukünftige französische Präsident wird Flamanville 3 in Betrieb nehmen- heisst er Hollande (PS) so haben die Genossen von Leuenberger (heute Implenia) und Schröder (heute Gazprom) einen Grund mehr, um ihre Ideologie zu hinterfragen....
1. Mai 2012
Wieder einmal Arbeitersonntag- oder Chaoten- Kampftag? Kundgebung der Roten oder Randale des Schwarzen Blocks? Die "Linken" sind tief gespalten. In vielen Fragen. Das Links- Rechts- Schema ist heute veraltet, es vermag das politische Spektrum nicht mehr abzudecken, ist zur willkürlichen Unterscheidung geworden. Die soziale Frage ist keineswegs verschwunden- aber sie stellt sich heute anders als vor 100 Jahren. Cüpli- Sozialisten und Salonkommunisten sind heute mindestens gleich weit von der Arbeiterbewegung entfernt, wie die Bürgerlichen, die auch keineswegs eine homogene Gruppe darstellen.
Alt- Bundesrat Moritz Leuenberger und Alt- Bundeskanzler Gerhard Schröder sind Beispiele für Cüpli- Sozialisten, welche der klassischen Arbeiterbewegung diametral gegenüberstehen. Während unser Bundesrat nach seinem Rücktritt beim Baukonzern Implenia im Verwaltungsrat Einsitz nahm, ist der Atomausstiegs- Kanzler heute Aufsichtsrats- Vorsitzender des Gazprom- Tochterkonzerns Nordstream- Pipeline, an dem u.a. auch BASF und GDF- Suez beteiligt sind. Der von Schröder eingefädelte Atomausstieg fördert die Gasnachfrage in Deutschland, da Gaskraftwerke betrieben werden müssen und der steigende Strompreis Gasheizungen und -Boiler attraktiver macht.
Die SP- Bundesräte Spühler und Ritschard waren noch richtige Arbeiter-Sozis und standen entsprechend auch für die Kernenergie ein, welche durch günstige Strompreise und interessante Arbeitsplätze das Los der werktätigen Bevölkerung verbessert.
Von Lenin ist der Spruch überliefert : "Kommunismus- das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes". Mit dem GOELRO- Plan wurde das rückständige Land ab 1920 elektrifiziert, rund eine Generation später begann 1954 mit dem ersten Kernkraftwerk das Atomzeitalter.
Obwohl Lenin die Schweiz in mancherlei Hinsicht als Vorbild empfand, war die Ideologie der sowjetischen Bolschewisten grundsätzlich anders als die der hiesigen Sozialdemokraten. In der -aus heutiger Sicht unkritischen- Glorifizierung des technischen Fortschrittes waren sie sich jedoch einig. Bundesrat Willy Spühler forderte 1964 die noch zögernde Elektrizitätswirtschaft auf, Kernkraftwerke zu bauen und auf die umweltbelastende Verstromung fossiler Brennstoffe zu verzichten. Unterstützt wurde er dabei von den ersten Umweltschützern.
Die Ablehnung von Kernkraftwerken begann erst Ende der 60er und markierte auch eine weitere Aufspaltung der Linken. Als Ursprung der Antikernenergie- Bewegung gilt Kalifornien, wo sich Widerstand gegen den Bau des Kernkraftwerkes im erdbebengefährdeten San Onofre formierte. In der damaligen Wohlstandsgesellschaft mit steigenden Löhnen und fehlender Angst vor Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit wurde die Kritik an den Idealen der Mittelschicht immer lauter. So entstand mit den 68ern und der Flower- Power- Bewegung eine neue Linke, die mit der traditionellen gewerkschaftlichen, sozialdemokratischen und kommunistischen Linken kaum mehr etwas gemeinsam hatte. Kinder der Mittelschicht, erst in den USA, später in Frankreich und weiten Teilen Europas hinterfragten die Konsumgesellschaft und den technischen Fortschritt. Weil man auch älter wird und sich in der "kapitalistischen" Berufswelt etabliert, Autos, Fernseher und Computer kauft, bleibt bald nur noch die Atomenergie zum "Abschaffen". Das ist bis heute so.
Denn ein Atomkraftwerk braucht niemand, solange der Strom aus der Steckdose kommt. Also kann jeder mit guten Gewissen gegen Atomstrom sein.
Das haben längst auch bürgerliche Politiker gelernt, also geht eine CVP- Bundesrätin Doris Leuthard aus dem Kanton Aargau mit dem Atomausstieg auf Stimmenfang, ebenso distanziert sich eine BDP mit "Antiatom" klar von der SVP. Die FDP kann mit der energiepolitischen 180- Grad Wende den Wandel von der Wirtschafts- zur Wischiwaschi- Partei erfolgreich umsetzen.
Heute gibt es eine breite Antikernenergie- Bewegung mit Symbolfiguren von Christophe Darbellay bis Che Guevara. Vom bürgerlichen Subventionsfreund bis zum linken Totalaussteiger sind alle Schattierungen zu finden....
Die "Abstimmung an der Steckdose" ruft nach einer breiten Allianz der Kernenergiebefürworter, die für eine vernünftige Energiepolitik einstehen!
Kernenergie befreit die Werktätigen von harter körperlicher Belastung und schafft Wohlstand für alle Menschen, ohne die Umwelt übermässig zu belasten!
30. April 2012
Junge Grüne fanatischer als Altgrüne? Die 25- jährige Irene Kälin aus Lenzburg im Kanton Aargau soll die Jungen im Präsidium der Grünen Partei vertreten. Sie studiert Islam- Wissenschaft (Grün ist die Farbe des Propheten!) und predigt beim Atomausstieg eine noch fundamentalistischere Linie als die Altgrünen, wie heute Abend am Radio zu hören war. Sie würde sofort auf die Kernkraftwerke verzichten, dabei hat sie Beznau 1 +2 sowie Mühleberg aufgezählt. Ob sie Gösgen und Leibstadt nur vergass oder doch lieber weiterbetreiben will, ist unklar geblieben. Die Abneigung der Grünen gegen KKW ist bekannt, dass aber ausgerechnet eine Aargauerin der Internet- und Mobilfunk- Generation eine speziell fundamentalistische Antikernenergie- Politik vertreten will, erstaunt doch. Möglich auch, dass sie von den Medienschaffenden zu solchen Aussagen gedrängt wird.
Wenn die Jungpolitikerin nach ihrer Meinung über Gaskraftwerke, die Nutzung von Internet und Mobilkommunikation, über die Mobilitätsbedürfnisse von Jugendlichen oder die Vorteile einer veganischen gegenüber einer vegetarischen Ernährung gefragt worden wäre, hätte sie auch ganz andere Antworten geliefert. Im Fall der Gaskraftwerke oder der Kommunikation sogar eher kernenergie- oder zumindest allgemein technikfreundlichere...... Durch gezielte Fragestellungen können gewünschte Aussagen erzielt werden.
In der islamischen Welt wird die Kernenergie zunehmend positiver gesehen. Die Türkei, wohl ein säkularer Staat, aber doch mit islamischer Bevölkerungsmehrheit, will Kernkraftwerke bauen, die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits Reaktoren bestellt und Saudi- Arabien, Jordanien wie auch Bangladesch bereiten die Nutzung der Kernenergie gewissenhaft vor. Die islamische Republik Iran hat erst vor wenigen Monaten das Kernkraftwerk Busher in Betrieb genommen.....
Irene Kälin ist mit ihrer Ablehnung der Kernenergie in der islamischen Welt bald noch mehr in der Defensive als im Wohnkanton.
28. April 2012
In dieser Woche hat das Bundesamt für Energie (BFE) die Elektrizitätsstatistik 2011 veröffentlicht. Trotz konjunktur- und wetterbedingtem Verbrauchsrückgang ein höherer Stromimport- Überschuss.
Grund ist die tiefere Erzeugung der Wasserkraftwerke, während die Kernkraftwerke ihre Produktion gegenüber 2010 leicht steigern konnten. Gute Versorgungssicherheit dank der -von der Politik geschmähten- Kernenergie.
Die konventionell- thermische und andere Erzeugung (Kehrichtverbrennungsanlagen, Wärme- Kraft- Koppelung und alle Formen der Alternativenergien) ist leicht rückläufig gewesen, trotz neuer Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz in Zürich, Subventionen für Alternativenergien und vieler neuer Solarzellen...... Das steht garantiert nicht in den Zeitungen.......
28. April 2012
Trotz ungünstiger Wirtschaftsaussichten in den USA will die Tennessee Valley Authority ihr Kernkraftwerk Watts- Bar 2 bis 2015 fertigstellen. Der Bau wurde durch schlechtes Management und die Finanzkrisen mehrmals verzögert, wie es in den USA seit 30 Jahren vielerorts vorgekommen ist. Im Februar 2012 war die Anlage zu 81 % fertiggestellt. Der Standort liegt zwischen Chattanooga und Knoxville im Staat Tennessee. In Chattanooga baut Volkswagen seit 2011 den Passat für den US- Markt, Alstom fertigt u. a. seine Arabella- Turbinen für Kernkraftwerke an diesem ehemaligen Comubustion Engineering- Standort. Der Industriestandort Chattanooga bietet eine gute Erschliessung durch das Eisenbahnnetz und die Binnenschiffart auf dem Tennessee- Fluss, eine starke Industrie benötigt zusätzlich eine leistungsfähige Stromversorgung. TVA investiert in neue Kernkraftwerke- für Umwelt, Bürger und Wirtschaft.
Hoffentlich setzt sich diese Einsicht auch in den Regierungen der Schweiz, Deutschlands und Österreichs wieder stärker durch.
28. April 2012
Die Sperrzone um den 1986 durch Brand und Explosionen zerstörten 1000 MW- Graphit- Reaktor im ukrainischen Tschernobyl wird teilweise wieder zur Besiedlung freigegeben. Die Strahlenbelastung hat aus verschiedenen Gründen stärker abgenommen als erwartet, zudem hat die Ukraine heute auch andere Sorgen als die Angst vor Radioaktivität. So ist auch in unbelasteten Gebieten der ehemaligen Sowjetrepublik die Lebenserwartung heute geringer als im südindischen Bundesstaat Kerala, der durch Monazit- Gestein extrem "verstrahlt" ist. Auch im Schwarzwald, in Österreich und Osteuropa gibt es um die bekannten Radonbäder wie Menzenschwand oder Bad Gastein stark belastete Zonen. Das scheint aber viele Kurgäste nicht zu kümmern.......
26. April 2012
"Tschernobyl", der "Joker" der Kernenergie- Gegner ist vergessen; keine grossen Feiern, keine Demonstrationen, keine eingeschlagenen Schaufenster.
Die durch den Tsunami verursachten Kernschmelzen in Fukushima Daiichi sind, obwohl bis heute keine Todesopfer zu beklagen sind, für die Gegner attraktiver als die echte, durch eine unverantwortliche Reaktorkonstruktion und ein unverständliches Experiment ausgelöste Katastrophe vor 26 Jahren.
Durch die sogenannte Leistungsexkursion des graphitmoderierten Druckröhrenreaktors wurde eine Explosion und ein Graphitbrand ausgelöst, grosse Mengen hochradioaktiver Stoffe wurden in der Umgebung verteilt. Mindestens 29 Menschen wurden getötet und tausende erlitten nachweisbare Strahlenschäden, eine unbekannte Anzahl von Betroffenen erlitt eine unzulässige Bestrahlung, die gesundheitliche Folgen haben könnte.
Heute werden in der Ukraine ausschliesslich sichere WWER- Druckwasserreaktoren betrieben, aber in Russland sind unverständlicherweise immer noch graphitmoderierte RBMK- Reaktoren am Netz. Auch wenn die Sicherheit seit 1986 verbessert wurde und auf gefährliche Experimente verzichtet wird, besteht immer noch ein hohes Risiko, denn bei einem Kühlwasserverlust steigt die Reaktorleistung, während sie bei einem Leichtwasserreaktor (wie dem russischen WWER oder den bei uns üblichen Anlagen) sinkt.
In der Ukraine gibt es keine starke Antikernenergie- Bewegung, weil die Mehrheit der Einwohner seit dem Untergang der Sowjetunion in bitterer Armut lebt. Mit Hilfe der EU und Russlands konnten neue WWER- Kernkraftwerke gebaut werden, so dass wenigstens noch eine leistungsfähige Stromversorgung vorhanden ist, um den Wiederaufbau zu ermöglichen.
Saporoschie ist der wichtigste Standort, mit 6 WWER- 1000 Reaktorblöcken, die von 1985 bis 1989, also noch zu Sowjetzeiten, ans Netz gingen. Chmelnitzky 3 und 4 sind noch im Bau. Von Ausstieg kann keine Rede sein. "Tschernobyl" ist auch bei uns kein Argument gegen Kernkraftwerke mehr.
Fukushima Daiichi sollte es noch weniger sein, denn bei uns ist die Notstromversorgung der Kernkraftwerke tsunamisicher untergebracht. Fukushima Daini und Onagawa waren tsunamisicher, daher keine Kernschmelzen.
Fazit: Die (linken) PolitikerInnen und IngenieurInnen, welche für den Standort Tschernobyl den RBMK- Reaktortyp wählten, handelten verantwortungslos. Mit den WWER- Druckwasserreaktoren wäre eine sichere Alternative verfügbar gewesen. Tiefere Baukosten und die Möglichkeit, Plutonium für Atomwaffen zu gewinnen, wurden höher gewichtet, als die Sicherheit der Bevölkerung.
Ein Auslegungsfehler war die die Anordnung der Notstromdiesel in Fukushima Daiichi, diese waren im Maschinenhaus untergebracht, wo sie von den Wassermassen des Tsunamis zerstört wurden.
Die Tsunamisicherheit der ganzen Anlage war ungenügend.
Aus "Tschernobyl" wurde innert einem Vierteljahrhundert "Tschernoflop", nun bleibt uns noch der Marathon vom "Fukushima- Effekt" zum "Zukunfts- Projekt", dem Bau von Beznau 3, Mühleberg 2, Gösgen 2 und einer weiteren Anlage.
Wir nehmen die Herausforderung sportlich und siegesgewiss.
24. April 2012
Der Fukushima- Effekt schlägt in die andere Richtung; der Wahlschlager der CVP trägt Bundesrätin Leuthard Kritik von allen Seiten ein. Konsumenten und Wirtschaft fürchten explodierende Strompreise, Umwelt- und Klimaschützer die Gaskraftwerke und auch die drohende Auslandabhängigkeit stösst auf wachsende Skepsis. Die CVP- Bundesrätin positioniert sich in der Mitte; im Auge des energiepolitischen Hurrikans. CVP und BDP waren vor dem Erdbeben in Japan noch halbwegs für die einheimische Kernenergie, kurz vor den eidgenössichen Wahlen aber ziemlich klar für einen Atomausstieg in einer ferneren Zukunft. Unterdessen hat die CVP trotz Kehrtwende verloren und sucht mit unklaren Energiestrategien Anschluss an die Grünliberalen.
Das Überleben der CVP ist für die Bevölkerung der Schweiz keine Schicksalsfrage, entscheidender ist eine sichere, wirtschaftliche, ökologische und leistungsfähige Stromversorgung!
PolitikerInnen tun gut daran, die Leserbriefseiten unserer Zeitungen zu lesen, damit sie Einblick in die Sorgen und Nöte ihrer WählerInnen (oder eher Untertanen?) gewinnen.
Ängste vor Kernkraftwerken lassen sich leicht schüren, die Gebäude sind riesig und man sieht nicht, was drinnen passiert. Man weiss nur, es sind riesige Energien und es ist radioaktiv. Das beunruhigt. Sobald die Menschen aber sehen, wie viele Gaskraftwerke als Ersatz für ein Kernkraftwerk gebaut werden müssen, wie gross diese sind und welche realen Gefahren (Gasexplosionen, Brände) entstehen und wie teuer der Strom wird, welche Abhängigkeit von Gazprom (oder lieber Algerien) entsteht, dann kommt man doch auf die Kernenergie zurück. Man kann sich informieren und verliert so die Angst vor dem Unbekannten. Kernenergie und Radioaktivität sind keine Erfindungen der "bösen" Wissenschaft, sie sind Wunder der Natur, die Risiken bergen, die aber auch zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden können.
Atomstrom und Nuklearmedizin sind nützlich und nicht mehr wegzudenken.
Ein Höhlenbewohner, der die Kraft des Feuers nutzt, geht grössere Risiken für Gesundheit und Leben ein, als die technisierte Gesellschaft, die Kernkraftwerke betreibt sowie in Medizin, Forschung und Industrie radioaktive Stoffe nutzt. Wir leben doppelt so lange wie die Steinzeitmenschen und haben auch eine höhere Lebensqualität.
Auch Grünliberale und Grüne profitieren von der industriellen Entwicklung, werden doch Tofu und Quorn industriell hergestellt; den Veganern erleichtern Kunstleder und Kunstfasern das Leben.
24. April 2012
Ägypten dreht Israel den Gashahn zu. Damit wird die Produktion der Gaskraftwerke, die 2009 rund einen Drittel der Elektrizität lieferten, eingeschränkt. Kohle und Öl müssen das Gas nun kurz- und mittelfristig ersetzen, trotzdem könnte der Strom im Sommer knapp werden. Die Photovoltaik ist auch im sonnigen Israel weder wirtschaftlich noch ergiebig, der Wind bläst zu wenig regelmässig, Biomasse und Abfall vermögen die Stromlücke auch nicht zu füllen.
Die Atombomben helfen Israel in dieser Krise nicht; sinnvoller wäre ein Kernkraftwerk, das die Abhängigkeit von unfreundlichen Nachbarn reduziert. Jordanien, das ebenfalls von unsicheren Gasimporten aus Ägypten abhängig ist, will Kernkraftwerke bauen. Russen, Kanadier und ein französisch- japanisches Konsortium haben Offerten eingereicht. Der Auftrag soll in den nächsten Wochen erteilt werden. Der erste jordanische Atomstrom soll Ende des Jahrzehnts fliessen.
Nun müssten Europa und die USA Israel helfen, die Abhängigkeit von seinen unzuverlässigen Nachbarn zu reduzieren.
Ein dauerhafter Frieden im Nahen Osten kann nur durch Wohlstand und Vollbeschäftigung erreicht werden. Dazu braucht es Kernkraftwerke.
Die öffentliche Kontroverse über die Kernenergie, wie sie derzeit etwa in Jordanien stattfindet, kann helfen, demokratische Strukturen zu etablieren.
24. April 2012
Die Urangewinnung aus Phospat- Dünger wird konkreter. Durch den patentierten PhosEnergy- Prozess der australischen Uran Euquities Corporation (UEQ) und der kanadischen Cameco soll das (unerwünschte) Uran aus der Phosphorsäure entfernt werden.
Damit ist ein ethischer und möglicherweise gesundheitlicher Vorteil verbunden, denn Radioaktivität im Dünger und damit auch in der Nahrung ist höchst unerwünscht! Es darf nicht sein, dass mit dem Dünger Uran auf die Felder gebracht wird, auch wenn das radioaktive Schwermetall im Boden selbst (meist in viel geringeren Mengen) vorkommt.
In den USA, wo die Vermarktung der Technologie beginnen soll, könnten so jährlich 2300 Tonnen Uran gewonnen werden. Strom statt Strahlenbelastung!
22. April 2012
Anonyme Post vom östlichen Nachbarn:
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15:55 (vor 7 Stunden)
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Lieber Herr Alder,
dann lassen Sie doch Dietikon I bauen, hier im Raum Aarau/Gösgen ist
die Stimmung bezüglich AKWs auf dem Nullpunkt. Die Leute können nicht warten, bis
Gösgen abgestellt und rückgebaut wird. Fakt!
Schönen Gruss
Sabrina Mertens
Dem / den Schreibenden scheint entgangen zu sein, dass der aus dem nördlichen Ruhrgebiet stammende Namen Mertens in der Schweiz äusserst selten ist. Offensichtlich waren die nie in Gösgen.....
Österreich hat sein Kernkraftwerk nie in Betrieb genommen, stattdessen wird Kohle- und Atomstrom aus Ungarn und der ehemaligen Tschechoslowakei importiert.
Offensichtlich auch, um Spam- Server zu betreiben..... schade, hat Österreich doch bisher den besseren Ruf, als unser nördlicher Nachbar mit seiner Kavallerie....
22. April 2012
Widerstand gegen den Atomausstieg:
Unsere Regierung will ohne Volksabstimmung die Kernkraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzen wie das Gerhard Schröder in Deutschland vor 12 Jahren einfädelte und sich dafür mit einem Verwaltungsratsmandat bei Gazprom belohnen liess...
Bei uns geht das nicht; im Kreis unserer Mitglieder, aber auch in breiten Bevölkerungsschichten regt sich Widerstand; unsere Kernkraftwerke sind nicht Fukushima Daiichi, sie sind, wie Bundesrätin Leuthard zugibt, sicher. Weil sie seriös gewartet und von motiviertem und kompetenten Menschen betrieben werden.
Wir Schweizer sind zuverlässig, ehrlich und arbeitsam; daher kann uns auch Bau und Betrieb von Kernkraftwerken der 3. und 4. Generation zugetraut werden. Der schweizerische Technologiesektor braucht sich nicht hinter Giganten wie China, Indien, Frankreich, Russland und USA zu verstecken!
Ja, Kernkraftwerke in der Schweiz sind teurer und komplizierter als solche in Fernost, Russland und USA. Wir wollen eine sehr hohe Sicherheit und legen Wert auf höchste Umweltverträglichkeit. Da gibt es keine Kompromisse!
Produktivitätsgetriebenes, qualitatives Wachstum mit steigenden Löhnen und vorbildlichem Umweltschutz, statt reines Betonwachstum durch steigende Bevölkerungszahlen.
Der Verein Kettenreaktion kämpft mit alter Frische und neuem Schwung für die Akzeptanz der Kernenergie und eine weitsichtige Energiepolitik. Wir nehmen den Schwung unseres 30- Jahr- Jubiläums von 2011 mit. Der verstärkte und hochmotivierte Vorstand plant bereits die nächsten Aktionen; das unermüdliche Vorstandsmitglied Michael Fehr (SVP Schaffhausen) arbeitet an der Leserbrief- Offensive.
Wenn auch die Regierung nicht mehr hinter der einheimischen Kernenergie steht, ein wachsender Teil der Bevölkerung will technischen Fortschritt zum Nutzen aller! Solarutopien sollen die bezahlen, die üppige Boni kassieren.
Es ist durchaus möglich, dass wir schon Mitte des Jahrzehnts über das erste Kernkraftwerk der 3. Generation abstimmen; die Technologie ist marktreif. Ein Reaktorblock von 1000 bis 1200 MW ist realistisch. Längerfristig sind 3 Anlagen an drei verschiedenen Standorten sinnvoll für die Versorgungssicherheit.
21. April 2012
Heute in der NZZ: Ein Interview mit Bundesrätin Doris Leuthard zur Umsetzung und den Kosten für den AKW- Ausstieg.
Lesenswert? Ja, auch wenn schon fast alles bekannt ist. Die Bundesrätin aus dem Kernenergie- Kanton Aargau empfindet die geplanten Kosten von rund einer Milliarde im Jahr (könnte in der Realität auch doppelt so viele sein!) seien -gemessen an den Risiken und Kosten der Kernenergie- vertretbar. Für die Politiker sind Kosten, die hauptsächlich das "einfache" Volk hart treffen meistens "vertretbar" oder "erträglich". Leider sind viele Politikerinnen und Politiker zunehmend der Realität der "einfachen" Menschen entrückt.
Es gab vor Jahren -noch vor dem Fuku- Effekt- den Wahlslogan "Duschen mit Doris", der wohl vor allem Männer zu CVP- Wählern machen sollte. Dazu wurde Duschmittel verschenkt...... heute könnte man den Spruch erweitern...."Duschen mit Doris...... nichts für Warmduscher" denn Warmwasser ist Energieverschwendung und wir leben -wie lange noch?- im Zeitalter des Atomausstiegs.
Ob die Bundesrätin das absehbare Ende des Atomausstiegs für den Rücktritt nutzt, bleibt abzuwarten.
Der Opportunismus vieler Politikerinnen und Politiker erschreckt immer wieder. Doris Leuthard galt als überzeugte und kompetente Befürworterin der Kernenergie- schliesslich ist sie im Aargau aufgewachsen. Bis ihr das (kurzfristige) Überleben ihrer serbelnden Partei wichtiger wurde, als die langfristige Energiepolitik. Mit dem übereilten Atomausstieg wollte die CVP beim von den Massenmedien verunsicherten Volk punkten.
Infos statt Panikmache ist auch in unserem Sprach- und Kulturraum möglich :
http://fukushima.grs.de/ http://www.buerger-fuer-technik.de/
20. April 2012
Die Elektrizitätsstatistik 2011 vom Bundesamt für Energie (BFE) ist bis jetzt (heute 7:00) noch nicht online, aber immerhin gibt das BFE bekannt, dass im vergangenen Jahr trotz Verbrauchsrückgang ein Importüberschuss resultierte. Hauptgrund war die trockene Witterung.
Die Erzeugung der Kernkraftwerke stieg um 1,4 % auf 25,6 Milliarden Kilowattstunden (KWh). Man darf gespannt sein, wie unsere Zeitungen darüber schreiben....
In jedem Monat ging der Stromverbrauch zurück, was mit der milderen Witterung in den kühlen Monaten und mit der schwachen Entwicklung der Industrieproduktion zu erklären ist. Der starke Franken und die Krise in einigen Euro- Ländern dämpfen die Nachfrage nach hiesigen Produkten, bzw. führen zur Auslagerung von Wertschöpfungsschritten, was den Stromverbrauch der Industrie senkt. Ohne genaue Zahlen weiss man aber wenig...
Der Importüberschuss stieg von 0,5 Mrd. KWh (2010) auf 2,6 Mrd. KWh. Die Stromlücke öffnet sich damit weiter.....
19. April 2012
Sehr aufschlussreich ist die Lektüre der aktuellen "Handelszeitung ". "Cleantech" wird als "Die grüne Joblüge" enttarnt. Findet im Blätterwald allmählich ein Umdenken statt, wie es auch die Kommentare im -über Jahrzehnte- kernenergieskeptischen "Tages- Anzeiger nahelegen? (Siehe vorherigen Eintrag)
Auf der Titelseite eine Karikatur der Potemkinschen Dörfer der Alternativenergien mit zwei Windrädern, auf den beiden folgenden Seiten ein aufschlussreicher Artikel über die Illusionen rund um Alternativenergien, die Subventionsjäger und die harte Realität, wo auch die Kernenergie zu "Cleantech" gezählt wird, weil sie bekanntlich sauber und nachhaltig ist. Die Problematik der Arbeitsplatzverluste infolge zu hoher Strompreise wird ebenso thematisiert, wie die Pleiten von einstigen Grössen der hochsubventionierten Alternativenergiebranche. Nick Beglinger, der Präsident des Verbandes "Swisscleantech" sei ganz vorne dabei.
Auf den Seiten 16 und 17 spricht sich der Alpiq Verwaltungsratspräsident und Konzernchef der Alpiq, Hans Schweickardt, klar für eine vernünftige Energiepolitik auch in der Schweiz aus. Er hält den Bau eines Kugelhaufenreaktors chinesischer Bauart in der Schweiz für möglich, wenn einmal entsprechende Betriebserfahrungen in den USA der Grossbritannien vorliegen.
Die Diskussion um die Strompolitik der Zukunft ist in Gang gekommen; nun können Stromkonsumenten, aber auch Mitarbeiter der Elektrizitätswerke ihre Meinung äussern- beispielsweise in Leserbriefen.
19. April 2012
"Natürlich war der im letzten Jahr beschlossene Atomausstieg ein Bauchentscheid...." schreibt Patrick Feuz im "Tages- Anzeiger".
Genau dieser Bauchentscheid führt zu Bauchschmerzen, denn nun wird immer deutlicher, dass der Strom massiv teurer wird, um die "Energiewende" zu finanzieren. Die CVP sei damit "zufrieden". Die anderen Parteien kritisieren die Ideen, neben den Kosten werden auch die Pläne für grosse Gaskraftwerke gerügt. Die Politiker sollen endlich deutlich -und vor allem verbindlich- sagen, wie sie sich ihre "Energiewende" vorstellen, oder ob sie allenfalls die ganze Übung wieder abblasen wollen.
Einen Fehler einzugestehen (Wahlkampfstress und mangelnde Sachkenntnisse wären verständliche Begründungen) ist besser, als endlos daran festzuhalten.
In der Schweiz sind Erdbeben wenig wahrscheinlich (und nur Kernkraftwerke sind dagegen wirksam geschützt) und Tsunamis noch unwahrscheinlicher (auch dagegen sind die KKW gerüstet), Auslegungsfehler wie in Fukushima sind bei den bestehenden Anlagen nicht vorhanden und werden bei den neuen vermieden. Daher ist der Atomausstieg ein Schildbürgerstreich, der nur Schaden anrichtet.
Auch die NZZ thematisiert die Kosten des Atomausstiegs, ebenso der Blick und weitere grössere und kleinere Blätter.
Endlich regt sich auch im Volk etwas Widerstand gegen diese Mogelpackung; ursprünglich wurde versprochen, die KKW durch Windräder und Solarzellen zu ersetzen, obwohl jedem vernünftigen Menschen klar sein müsste, dass das weder machbar noch zahlbar ist. Nun wollen sie Gaskraftwerke- mit allen Nachteilen für Umwelt, Konsumenten und Wirtschaft! Sparen ist auch geplant.
Im Jahr 2011 ist der Stromkonsum tatsächlich gesunken, allerdings nicht wegen der "Sparpolitik", sondern wegen der flauen Konjunktur, nachdem er 2010 wegen der Erholung noch der Finanzkrise um 4 % anstieg....
Gestiegen ist im vergangenen Jahr der Ausstoss des Klimagases Kohlendioxid (CO2), begründet wird dies mit dem kalten Winter.
Besser isolieren bringt tatsächlich etwas.... wenn auch "nur" für den Energieverbrauch insgesamt.
17. April 2012
Der Atomausstieg verliert auch in der Schweiz deutlich an Schwung. Der Glaube, mit Windrädern Kernkraftwerke zu ersetzen, schwindet, während die Begeisterung für 4- 7 Gaskombikraftwerke nicht so recht aufkommen mag.... Die absehbare Abhängigkeit von Schröder, Putin und iranischen Mullahs sowie die in Aussicht gestellten Strompreiserhöhungen stossen auf wenig Begeisterung...
Russland baut Kernkraftwerke, um das eingesparte Gas exportieren zu können (Putins Freund Gerhard Schröder ist Gazprom- Manager) und auch der Iran kaufte von Erzfeind Russland ein Kernkraftwerk, um die Stromlücke zu stopfen. Die Perser sind auf den Export von Öl und Gas angewiesen, zudem fahren sie häufig gasbetriebene Autos. Das Land hat 70 Millionen Einwohner und die Massenmotorisierung hat erst richtig begonnen. Entsprechend steigt der Treibstoffbedarf.
Warum sollte die Schweiz ihre sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Kernkraftwerke frühzeitig abschalten, um anderen Ländern die Kassen zu füllen? Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Deutschland, Österreich und Oststaaten können auch keine glaubwürdige Alternative sein.
Vielleicht sollten unsere Politiker ganz einfach eingestehen, dass der Atomausstieg ein Fehler ist, der nun korrigiert wird.
Der künftige Energiebedarf ist abhängig vom Wirtschaftswachstum und der Einwanderungspolitik. Der Stromverbrauch wächst erfahrungsgemäss mindestens gleich schnell wie das Bruttoninlandprodukt, ähnlich ist es mit dem Bevölkerungswachstum.
Wenn die Politik tatsächlich am Ziel von 10 Millionen Einwohnern festhält, so wird der Stromverbrauch auch ohne Wirtschaftswachstum und bei deutlichen Wohlstandseinbussen für das "Fussvolk" um einen Viertel wachsen.
Selbst die "Grünen" sind heute auf Internet und Mobilkommunikation (Smartphones) angewiesen, zudem benötigt auch die Herstellung von Tofu und Quorn Strom. Nicht wenige der Kernenergiegegner sind auf Facebook dauerpräsent- Stromverbrauch pur! Netz und Server verbrauchen mindestens soviel wie die Endgeräte- und die werden bekanntlich warm durch den Betrieb....
Total ungeeignet für empfindliche Elektronik und schädlich für die Netzstabilität sind die extremen Schwankungen bei Alternativenergien : BKW_Solar
17. April 2012
Wie heute Mittag am Radio zu hören war, ist auch der neue BDP- Präsident Martin Landolt kein Freund der Kernenergie. Damit geht die Bürgerlich- Demokratische Partei den Weg der halblinken CVP und der wankelmütigen FDP.
Unsere sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Kernkraftwerke und damit auch die Menschen, die rund um die Uhr für den reibungslosen Betrieb sorgen, werden damit zu Sündenböcken einer opportunistischen Windfahnenpolitik.
Kurzfristige Wahlerfolge durch den "Fukushima- Effekt" werden höher gewichtet, als Versorgungssicherheit und Umweltschutz.
Staatsmänner wie die verstorbenen Büezer- Bundesräte Willy Spühler und Willi Ritschard dachten an die nächste Generation, statt nur an die nächste Wahl. Es liegt an der Wählerschaft, den Kaviarlinken wie auch den Windfahnen- Bürgerlichen die richtigen Signale zu geben- bevor die Lichter ausgehen!
Versorgungssicherheit und tiefe Strompreise sind im nationalen Interesse. Noch mehr als die Haushalte ist die Wirtschaft auf eine sichere und bezahlbare Stromversorgung angewiesen- unsere Arbeitsplätze hängen letztlich (auch) an den Kernkraftwerken- direkt oder indirekt.
16. April 2012
"Gaskraftwerke sind eine Bankrotterklärung", so endet der Kommentar von Markus Eisenhut, dem Co- Chefredaktor des Zürcher "Tages- Anzeigers" über die Pläne unserer Energieministerin zum Bau von grossen Gaskraftwerken. Der Atomausstieg sei "unüberlegt", "übereilt" beschlossen worden. Harte Worte auf der zweiten Seite einer seit Jahrzehnten kernenergie- skeptischen, wenn nicht gar -feindlichen Zeitung.....
Sind die Tage des Atomausstiegs gezählt? Schwenkt die Politik wieder auf eine vernünftigere Linie ein?
Vielleicht wissen wir schon im Verlauf dieser Woche mehr!
15. April 2012
Bundesrätin Doris Leuthard will bis zu sieben Gaskraftwerke bauen, um die Kernkrafwerke zu ersetzen; eine grosse Bedrohung für Umwelt und ein Fass ohne Boden für Stromkonsumenten, denn Schröder und Putin sehen bereits den Rubel rollen...
Widerstand gegen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen: http://www.megagas.ch/index.html
1964 forderte der SP- Bundesrat Willy Spühler die zögernde Elektrizitätswirtschaft auf, direkt Kernkraftwerke zu bauen und auf Öl- und Gaskraftwerke zu verzichten.
Weil in der heutigen Politik das kurzfristige Denken vorherrscht und auch Bundesräte auf das Wohlwollen der Medien angewiesen sind, traut sich keiner mehr, die Wahrheit auszusprechen.
Es könnte Wählerstimmen kosten oder gar eine Schmutzkampagne provozieren.
Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder setzte in Deutschland im Jahr 2000 den Atomausstieg durch; später wurde er Manager der Gazprom- Tochtergesellschaft, welche unterdessen die Ostsee- Pipeline gebaut hat. Er verdient sich mit dem Atomausstieg eine Goldene Nase......
In Deutschland ersetzen hauptsächlich Kohlekraftwerke die KKW, aber vereinzelt werden auch Gaskraftwerke gebaut.... zusätzlich werden Windräder und Solarzellen subventioniert..... der Kuchen ist gross genug für viele Abzocker und Subventionsfreunde!
Letztlich geht es beim Atomausstieg nur ums Geld; der Absatz fossiler Brennstoffe wird gefördert und Subventionen für Alternativenergie verteilt, so werden auf Kosten von Industrie und Konsumenten fette Profite gemacht!
15. April 2012
Wo bleiben die vielgelobten Alternativenergien.....? Etwas Sonnenenergie wäre ganz gut, an diesem trüben Sonntag.
Wind (Bise) gibt es genug.... Was Windräder taugen : http://www.windtoons.com/
Die Kernenergie ist umweltfreundlich, nachhaltig, wenig anfällig auf Lieferstörungen, da Brennstoff für mehrere Jahre vorrätig ist, während teure Gasspeicher allenfalls für einige Tage reichen......
Mich ärgert, dass unsere sicheren Kernkraftwerke mit Fukushima Daiichi (Anlage 1) verglichen werden. Tatsächlich haben die Reaktoren in Fukushima Daini (Anlage 2) den Tsunami ohne Kernschmelze überstanden, weil die Notstromversorgung wie bei westlichen KKW im Sicherheitsgebäude untergebracht ist.
Nun, unsere Regierung fährt Mercedes S- Klasse, das ist auch eine andere Sicherheit, als eine "Reisschüssel", die man sich mit einem Hungerlohn leisten kann...
Unterdessen lassen Toyota und andere Asiaten Modelle mit 5- Stern- Sicherheit im Ostblock und der Türkei produzieren...
Ist wie der Unterschied Fukushima Daiichi und Daini.....
Wie würden Europas Autohersteller toben, wenn man ihre Produkte als unsicher bezeichnen würde....
Die Kernkraftwerkbetreiber lassen sich Vergleiche mit Fukushima Daiichi bieten.....
Schweizerische, deutsche und französische Kernkraftwerke sind erdbeben- wie auch tsunamisicher gebaut und mit einer gefilterten Druckentlastung des Containments ausgerüstet.
Weitere Verbesserungen der Sicherheit bedeuten nicht, dass die Anlagen vorher ein Risiko dargestellt hätten!
Vielmehr zeugen sie von einem übertriebenen Sicherheitsdenken, während z. B. im Erdbebenschutz der Westen von Japan und China lernen könnte!
11. April 2012
Kanadas erstes Kernkraftwerk, der Demonstrationsreaktor in Rolphton, wurde vor 50 Jahren in Betrieb genommen. Am 11. April 1962 die erste Kettenreaktion, im Mai der erste nuklear erzeugte Dampf und im Juni die Stromabgabe ins Netz.
Die Kernenergie hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Kanadas Schwerwasser- Reaktoren (CANDU) haben sich neben den weltweit verbreiteten Leichtwasserreaktoren behauptet. Es gibt in Rumänien, Indien, China und Südkorea CANDU- Kernkraftwerke.
7. April 2012
China entwickelt auf Basis des AP- 1000 von Westinghouse einen eigenen 1400- MW- Reaktor. Aus "Fukushima" zu lernen ist nicht verboten, daher wird seit Ende März auf dem Gelände der Tsinghua- Universität eine Testanlage für die Passive Kernkühlung gebaut. Bei der Kernenergie gilt: Sicherheit und Wirtschaftlichkeit schliessen sich nicht aus, vielmehr gehören sie zusammen.
Der Unterschied von Fukushima Daiichi und Fukushima Daini hat es klar gezeigt; die alten Anlagen mit der ungeschützten Notstromversorgung überstanden wohl das Erdbeben, weil aber die Notstromaggregate durch den Tsunami zerstört wurden, kam es zu Kernschmelzen, was bei den neueren Reaktorblöcken mit den Notstromdieseln in den Sicherheitsgebäuden und der allgemein besseren Tsunami- Vorsorge völlig ausgeblieben ist. Wenn die Chinesen bei der Reaktorentwicklung auf passive Notkühlsysteme setzen, zeigen sie, dass die Entwicklung der 3. Generation die Sicherheit klar verbessert.
Die Freisetzung von Radioaktivität in Fukushima Daiichi hat bisher keine Menschenleben gefordert und auch niemanden ernsthaft verletzt; sie wäre aber westlichen (oder chinesischen) Sicherheitseinrichtungen zu vermeiden gewesen.
In der Natur gibt es gefährliche Strahlenquellen wie die Strände im südindischen Bundesstaat Kerala oder die Radonbäder in Deutschland, Österreich und Osteuropa; bei der Nutzung der Kernenergie darf jedoch aus ethischen Gründen auf keiner Stufe der Wertschöpfungskette radioaktives Material in einer potentiell gesundheitsgefährdenden Menge abgegeben werden.
7. April 2012
Der Kernenergie- Sicherheits- Gipfel in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul blieb von unseren Medien weitgehend unbeachtet.
Möglich, dass Entfernung und Sprachbarriere eine Rolle spielen. Entscheidend sind wohl aber ideologische Scheuklappen; während fast die ganze Welt auf die Kernenergie als saubere, wirtschaftliche, ergiebige und nachhaltige Energiequelle setzt, fahren Deutschland, Österreich und die Schweiz immer noch auf der Ausstiegsschiene und verlassen sich auf Strom aus der Tschechdose oder auf die seit Jahrzehnten bewährten Strombezugsrechte.
Indiens Premierminister Manhoman Singh nutzte den Gipfel für ein erneutes Bekenntnis zum Ausbau des heute noch bescheidenen Kernkraftwerk- Parks seines riesigen Landes. Bis 2032 werden 62 000 MW nukleare Stromerzeugungskapazität bereitstehen... ungefähr so viel wie heute in Frankreich.
Dass Indiens Stromverbrauch sich bis dahin auch ohne grosses Wirtschaftswachstum mindestens verdoppelt haben wird, ist ein offenes Geheimnis. Auch US- Präsident Obama und asiatische Staatsoberhäupte bekannten sich zur Kernenergie.
Themen des Gipfels waren die Verhinderung der Weiterverbreitung von Atomwaffen, die Verwertung von Atomsprengköpfen, die Umrüstung von Forschungsreaktoren auf niedrig angereichertes Uran, die Sicherheit von Kernanlagen und ähnliches.
http://www.youtube.com/watch?v=B3fsm-L51kw http://www.thenuclearsecuritysummit.org/eng_main/main.jsp
4. April 2012
"Poznaji Atom" heisst die Aufklärungskampagne der polnischen Regierung vor dem Bau der ersten Kernkraftwerke http://poznajatom.pl/ . Die Sprache ist für uns unverständlich, umso verständlicher aber das Anliegen.
Der Konsens über die friedliche Nutzung der Kernenergie zur umweltfreundlichen Energiegewinnung soll breit abgestützt werden. Es ist nicht gut, wenn das Volk einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wird und gar nicht recht weiss, was eigentlich gebaut wird und wer davon profitiert. Es wird auch auf die aus Polen stammende Kernenergie- Pionierin Marie Curie verwiesen.
4. April 2012
Leider kein Aprilscherz: Die Sozialisten wollen seit einigen Jahren keine neuen Kernkraftwerke mehr, aber sie halten an der Masseneinwanderung fest, viel offensichtlicher als die bürgerlichen Parteien, welche argumentieren, die Wirtschaft brauche "dringend" (billigere) Arbeitskräfte.
Damit betreiben die Roten eine äusserst widersprüchliche Politik, denn mehr Einwohner benötigen automatisch auch mehr Energie und damit auch mehr Strom. Es gibt innerhalb der SP sogar Kreise, welche die Personenfreizügigkeit (Aufhebung der Inländerbevorzugung) gegenüber allen Ländern der Welt einführen wollen. Damit hätten 120 Millionen Nigerianer, 150 Millionen Pakistani usw. ein Anrecht auf Einwanderung in die Schweiz.
Diese Idee die (schon aus wirtschaftlichen Gründen) kaum umgesetzt werden kann, hätte eine gewaltige Bevölkerungsexplosion zur Folge, das seit Jahrzehnten geltenden politische Ziel von 10 Millionen Einwohnern würde innert kürzester Zeit übertroffen und der Stromverbrauch würde trotz Sparmassnahmen und Rationierungen weiter steigen.....
Der angeblich so wichtige Atomausstieg würde damit noch unwahrscheinlicher und undurchführbarer.
Die durch Einwanderung stetig wachsende Bevölkerung verlangt nach mehr Infrastruktur und damit (auch) nach neuen Kernkraftwerken! Dazu kommt das wohl bescheidene, aber doch nicht ganz verschwundene Wirtschaftswachstum.
2. April 2012
Leider nur ein Aprilscherz, kein Bewusstseinswandel bei den selbsternannten Weltverbessern. Auch bei den stromfressenden JUSO bewegt sich nichts, trotz totaler Abhängigkeit von Internet und Mobilkommunikation. Selbst die Antikernenergiebewegung kann man auf Youtube (extremer Stromverbrauch) beobachten : www.youtube.com/watch
Die "Abstimmung an der Steckdose" war gestern heute rufen Internet und Mobilfunk nach neuen Kernkraftwerken. Der Strom kommt vielleicht aus der Tschechdose, muss aber erst erzeugt werden......
Kein Aprilscherz sind die -leider verstorbenen- roten Staatsmänner Willy Spühler und Willi Ritschard....... Sie setzten sich noch für die Arbeiterschaft ein!
1. April 2012
Internet macht Energiepolitik. Angesichts leerer Stauseen und einer wachsenden Bevölkerung, die auf die Nutzung neuer Medien wie Facebook, Twitter und Youtube angewiesen sei, fordern die Jungsozialisten im Zürcher Oberland eine Rückbesinnung auf die weitsichtigen Genossen Willy Spühler und Willi Ritschard. Die Strombarone müssten endlich ihre "Schrottreaktoren" abstellen und "unverzüglich" neue, sichere sowie ressourcenschonende Kernkraftwerke der 3. Generation bauen. Die Schweiz sei nicht Japan, die Profitorientierung nach Tepco- Vorbild nicht zulässig.
Die Spitzen der SP, insbesondere Antiatom- Guru Rudolf Rechsteiner und der ehemalige Energieminister Moritz Leuenberger waren für Stellungnahmen noch nicht zu erreichen, Unterstützung finden die jungen Internet- User bei Barbara Marty. Die Lehrerin bezeichnet die Kernenergie als "weibliche Technologie" und verweist auf Marie Curie.
Leider fehle heute vielen Intellektuellen naturwissenschaftliches Basiswissen und ganzheitliches Denken. Auch die Sozialdemokraten
müssten umdenken und sich von ideologischem Ballast befreien......
Energieminister Willy Spühler forderte schon 1964 die damals noch zögernde Elektrizitätswirtschaft auf, ohne Umweg über die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, direkt Kernkraftwerke zu bauen. Der Arbeitersohn aus Zürich Aussersihl bekannte sich damit klar zur Nutzung der Kernenergie. Ihm ist zu verdanken, dass uns -ausser Chavalon- grosse Ölkraftwerke erspart blieben.
Noch in den 70ern setzte sich der SP- Bundesrat Willi Ritschard klar für Kernenergie ein- er bleibt als Staatsmann in Erinnerung.
Heute sehnen wir uns nach standfesten und überzeugenden Politikerinnen und Politikern mit Idealismus und Herzblut.....
31. März
Die US- Aufsichtsbehörde hat gestern den Bau von zwei neuen Reaktorblöcken in South Carolina bewilligt. Am Standort Virgil C. Summer bereiten über 1000 Mitarbeiter den Bauplatz vor. Geplant sind zwei AP- 1000 von Westinghouse.
31. März 2012
Die russische Atomstroiexport bietet Jordanien den Bau und Betrieb von vier Druckwasserreaktoren des Typs WWR- 1200 an.
Bezahlt würden die Anlagen über einen garantierten Stromabnahmepreis.
Als arabisches Land ohne Erdöl ist Jordanien arm. Haushalte, Bergbau, Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Tourismus und die noch sehr schwache Industrie sind auf bezahlbaren Strom angewiesen. Heute muss Strom aus Öl produziert werden, was die Handelsbilanz extrem belastet.
29. März 2012
Die Bohrplattform Elgin des französisch- belgischen Ölkonzerns Total- Fina- Elf ist zur Gefahr für die Öl- und Gasförderung in der Nordsee geworden. Ausströmendes Erdgas schafft eine grosse Explosionsgefahr und verstärkt den Treibhauseffekt- es ist rund 20fach wirksamer als das von Medien und Politik als Klimagift verschrieene CO2. Nach verschiedenen Angaben brennt noch immer eine Flamme (Abfackelung von überflüssigem Gas) an der höchsten Stelle der Plattform. Das Gas tritt mit einen Druck von bis zu 1200 Bar aus (Süddeutsche Zeitung), was die Abdichtung des Lecks erschwert. Drei weitere Plattformen in der Nachbarschaft, darunter eine von Shell, sind ebenfalls gefährdet. Öl- und Gasförderung in der Nordsee sinken entsprechend, was die Preise steigen lässt. Von den Medien kaum bemerkt, sind auch noch schätzungsweise 30 Kubikmeter Erdöl ins Meer gelaufen.
Die Idee unserer Politiker, anstelle neuer Kernkraftwerke Gaskombikraftwerke zu bauen, ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.
Ein Kernkraftwerk kann problemlos Brennstoff- Vorräte für mehrere Jahre halten, die hohe Energiedichte sorgt für geringen Platzbedarf. Bei Gas ist das nicht bezahlbar, zudem machen bei fossilen Brennstoffen die reinen Brennstoffkosten einen grossen Teil der Stromkosten aus; bei der Kernenergie beträgt der Aufwand für das Natururan nur rund ein Prozent des Kilowattstunden- Preises.
Eine Explosionsgefahr besteht auch nicht.
Vielleicht sollten unsere Politiker ihren Atomausstieg im Interesse von Umweltschutz, Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähigen Stromtarifen überdenken.......
27. März 2012
Finnlands Stromkonzern TVO hat die fünf Reaktor- Anbieter AREVA, General- Electric- Hitachi, Korea Hydro & Nuclear Power, Mitsubishi und Toshiba eingeladen, Offerten für den Bau des Kernkraftwerke Olkiluoto-4 einzureichen.
Die russische Rosatom ist übergangen worden, hat darauf aber noch nicht offiziell reagiert.
25. März 2012
Teure Steuerinitiative: Die eidgenössische Volksinitiative der Grünliberalen zur Einführung einer allgemeinen Energiesteuer anstelle (oder in der Realität eher zusätzlich?) zur Mehrwertsteuer soll dank bezahlten Unterschriftensammlern zustande kommen. In der Sonntagspresse wird eine Provision von 2 Franken je Unterschrift genannt. Im Jahr 2000 sind drei Energiesteuerinitiativen vom Volk massiv verworfen worden. Trotz, im Vergleich zu heute, komfortabler Wirtschaftslage und lange vor der Stromlücke. Steigende Energiepreise, Wohnungsknappheit und wachsender Druck auf dem Arbeitsmarkt verringern die Attraktivität von Steuern, welche neben der produzierenden Wirtschaft die Unter- und Mittelschicht überproportional treffen, während die Finanzwirtschaft und die Superreichen weniger stark betroffen wären-
Es gehört zur Strategie der Energieverteuerung, mit Volksinitiativen auf eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Ebene neue Energiesteuern und Vorschriften zu fordern und den Betrieb von Wasser- und Kernkraftwerken zu erschweren. Was die Grünliberalen mit dieser Übung anstreben, ist unklar.
24. März 2012
In Grossbritannien gibt es in weiten Teilen des politischen Spektrums Unterstützung für die Kernenergie. In einer Studie fordert Professor Sir David King, der wissenschaftliche Chefberater der Labour- Regierungen unter Tony Blair und Gordon Brown, einmal mehr den Ausbau der Kernenergie. Um die Energieversorgung zu "entkarbonisieren", sollen Kernkraftwerke statt Windräder gebaut werden.
http://www.smithschool.ox.ac.uk/who-we-are/professor-sir-david-king/
24. März 2012
Auch in Deutschland gibt es neben den Gegnern der Kernenergie auch Befürworter. Dr. Ludwig Lindner von "Bürger für Technik" (statt Chaoten gegen Castortransport, Bahnpersonal und Polizei) http://www.buerger-fuer-technik.de/ . Der Chemiker aus Marl bei Recklinghausen im nördlichen Ruhrgebiet schreibt unermüdlich gegen Ausstiegsutopien und den Opportunimus vieler Politiker.
Sogar in der SPD gibt es vereinzelt vernünftige Stimmen. Der ehemalige Ministerpräsident von Nordrheim Westfahlen und spätere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement wurde wegen seiner Kritik am Atomausstieg leider aus der Partei gemobbt.
Gute Infos bietet auch http://www.energie-fakten.de/ sowie http://fukushima.grs.de/
23. März 2012
Westinghouse hat den Brennstoff für den weltweit ersten AP- 1000 am chinesischen Standort Sanmen hergestellt.
Der 1000- MW- Druckwasserreaktor soll 2013 in Betrieb gehen.
23. März 2012
Neben den grossen, natriumgekühlten Schnellen Brütern entwickelt Russland modulare Brüter, die mit einer Blei- Wismuth- Legierung gekühlt werden. Diese Reaktoren werden zur vierten Generation gezählt und bewährten sich bereits in U- Booten. Insgesamt liegt eine Betriebserfahrung von 80 Jahren vor. Der erste SVBR-100 mit 100 MW elektrischer Leistung soll Ende 2017 in Betrieb gehen. Vorteile dieses Reaktortyps sind die gute Brennstoffausnützung, die Möglichkeit, hochradioaktive Abfälle in weniger gefährliche Stoffe zu verwandeln und eine sehr lange Lebensdauer des Brennstoffes, bis zu 30 Jahre sollten möglich sein.
11. März 2012
Menschenstrom gegen Atom: Je nach Quelle demonstrieren gegenwärtig (15:00) 7- 8000 Menschen in Mühleberg für den Atomausstieg, gegen Kernenergie und für höhere Strompreise. Wo sind den die Kernenergie- Befürworter? Ich habe sie gesucht und schliesslich ihre Spur gewittert: Sie sitzen zuhause und stimmen ab.... die Stimmlokale sind seit 12:00 geschlossen, die Abstimmung über die Kernenergie findet jedoch rund um die Uhr statt- an der Steckdose... Wie auf www.swissgrid.ch zu lesen ist, hat die Schweiz ständig einen Stromimport- Überschuss von rund 1400 MW Leistung.... importiert wird dabei auch Kohlestrom (und osteuropäischer Atomstrom) aus Deutschland und Österreich. Leere Speicherseen, Trockenheit und auch am Sonntag hoher Verbrauch dürften die Ursachen sein. Stromsparen bleibt Theorie, auch bei den Mühleberg- Demonstranten. Im Vorfeld wurde zum Kuchenbacken aufgerufen.... von Holzofen stand aber nichts. Also haben die "Grünen" den elektrischen Backofen eingeschaltet......
Kuchenessende Demonstranten sind viel sympathischer als steinewerfende..... Die meisten seien auch umweltfreundlich mit der Bahn gekommen. Immerhin sind sie vom Bahnhof Gümmenen nach Mühleberg marschiert. Sogar eine ganz seltene Spezies soll zu sehen sein- japanische Kernenergie- Gegner. Was es alles gibt!
11. März 2012
Heute vor einem Jahr zerstörten Erdbeben und Tsunami einen grossen Abschnitt von Japans Westküste in der Region Tohoku. Man hätte die Katastrophe mit über 20 000 Toten längst vergessen, wenn alle Kernkraftwerke so ausgelegt gewesen wären, wie Fukushima Daini und Onagawa. Bei den älteren Blöcken Fukushima Daiichi 1-4, deren definitive Abschaltung für 2011 vorgesehen war, versagte die Notstromversorgung als Folge des Tsunamis. Es kam in drei Reaktoren zu Kernschmelzen, was für -etwas pietätlosen Jubel- bei den Kernenergie- Gegnern hauptsächlich in Deutschland und der Schweiz sorgte. Unterdessen soll das Kernkraftwerk Mühleberg, das kleinste der Schweiz, wegen angeblicher Unsicherheit abgestellt werden. Nicht sofort, denn man braucht den Strom, aber doch irgendwann. Die erneute Befristung der Betriebsbewilligung auf 28. Juni 2013 ist ein erster Schritt dazu. Unterdessen will -laut Sonntagszeitung- ausgerechnet die SP die Laufzeit der bestehenden Kernkraftwerke wieder verlängern. Die KKW sollen länger als die ursprünglich vorgeschlagenen 40 Jahre am Netz bleiben können. Wie Mühleberg ersetzt wird, ist weiter offen, da die meisten Politiker immer noch gegen neue Kernkraftwerke sind.
Der grundsätzliche Widerspruch bleibt: Einerseits sollen die bestehenden Kernkraftwerke mit ihren angeblichen Sicherheitsmängeln weiterlaufen, auf der anderen Seite wird der Bau neuer, noch besserer Kernkraftwerke von der Politik blockiert! Bei einem neuen Kernkraftwerke kann man alle Erkenntnisse aus den vergangenen Jahrzehnten bereits während des Baus integrieren, mit riesigen Vorteilen für Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz.
10. März 2012
Das Leben geht auch nach grossen Schicksalsschlägen weiter; während sich deutsche und schweizerische Politiker mit Atomausstiegsideen profilieren, arbeitet der grosse Rest der Welt weiter an der nuklearen Zukunft, wenn auch nicht ganz ohne Zweifel. In den USA werden wegen der flauen Konjunktur (billige fossile Brennstoffe) nur zögerlich neue Kernkraftwerke gebaut, dafür wird bereits an die 4. Reaktorgeneration gedacht. In Savannah- River wird der Bau von drei verschiedenen Prototypen kleinerer, modularer Reaktoren mit einer Leistung von 25- 140 Megawatt geplant und vom Department of Energy (DOE) finanziell unterstützt. In Brasilien etwa wird am Kernkraftwerk Angra-3 weitergebaut, als ob nichts wäre. Ebenso hat Südkorea erst kürzlich zwei Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Aber davon steht nichts in unseren Zeitungen. China, dessen Kernkraftwerke (im Gegensatz zu japanischen) mit gefilterten Druckentlastungen ausgerüstet sind, zögert bei neuen Projekten, will aber nichts von einem Baustopp bei bereits laufenden Projekten wissen. Im indischen Tamil Nadu wird schliesslich die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Kundankulam von Demonstranten verzögert. Die übrigen Projekte laufen weiter, auch der Schnelle Brüter Kalpakkam im gleichen Bundesstaat soll fertiggestellt werden.
Zweifel sind nötig und erlaubt, Miesmacherei ist auch bei der Kernenergie destruktiv!
10. März 2012
Morgen Sonntag, den 11. März jährt sich das Erdbeben mit dem nachfolgenden Tsunami erstmals. Entsprechend sind Gedenk- Veranstaltungen angesagt- in der Schweiz und Deutschland weniger für die Verstorbenen -immerhin rund 20 000 Menschen- als vielmehr für die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi. Dass die neueren Anlagen Fukushima Daini und Onagawa den Tsunami ohne Kernschmelzen überstanden, wird weiter verschwiegen.
Das -sogar für japanische Verhältnisse- äusserst schwere Erdbeben zeigt auch Mängel in der Schweiz auf; wie steht es um unsere Erdbebenvorsorge? Ein leichtes, aber doch spürbares Erdbeben in der Region Zug zeigte vor wenigen Wochen, dass auch bei uns Beben nicht ganz ausgeschlossen sind. Die anschliessende, sehr kurze politische Diskussion verebbte rasch wieder- Erdbebensicherheit ist bei uns zu teuer, lohnt sich nicht, sogar eine Anpassung der Gebäudeversicherung lohne sich nicht- die Medien wandten sich bald wieder anderen Themen zu.
Kurz zusammengefasst: Das Erdbeben vom 11. März 2011 und der Tsunami töteten rund 20 000 Menschen, richteten gigantische Schäden an und zerstörten die Notstromversorgung der älteren Reaktorblöcke in Fukushima Daiichi, was zum Versagen der Notkühlung und Kernschmelzen führte. Weil Wasserstoff- Rekombinatoren fehlten, kam es auch zu Wasserstoff- Explosionen.
Die neueren Reaktorblöcke in Fukushima Daini und Onagawa verfügten über Notstromaggregate in den Sicherheitsgebäuden, die auch nach dem Tsunami funktionstüchtig blieben. Es gab keine Todesopfer durch die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi!
Schweizerische Kernkraftwerke verfügen über eine gesicherte Notstromversorgung, die auch bei einer völligen Zerstörung der Umgebung die Versorgung der wichtigsten Sicherheitssysteme sicherstellt, Wasserstoff- Rekombinatoren, um Knallgas- Explosionen zu erschweren und eine gefilterte Druckentlastung, um die Freisetzung radioaktiver Stoffe bei Druckanstieg im Containment weitgehend zu verhindern. Selbst wenn die Schweiz nach einem Erdbeben in Trümmern liegen würde, Chemische Industrie und Tanklager zerstört wären, bliebe die nukleare Sicherheit aufrechterhalten.
8. März 2012
Mühleberg- Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes und was die Medien daraus machen
Das Bundesverwaltungsgericht befristet die -vom UVEK unbefristet erteilte Betriebsbewilligung für das Kernkraftwerk Mühleberg- bis zum 28. Juni 2013 und verlangt für den Weiterbetrieb Sicherheitsnachweise, deren Definition bisher nicht öffentlich bekannt ist.
Das Gericht hat sich beim 44- seitigen Urteil hauptsächlich mit der formaljuristischen Seite der Aufhebung der Befristung der Betriebsbewilligung befasst.
Gerügt werden daneben der Zustand des Kernmantels, die Kühlwasserversorgung (wohl für die Notkühlung bei einer Abschaltung) und die Erdbebensicherheit.
Der Kernmantel dient der Wasserführung in einem Siedewasserreaktor und ist kein Bestandteil des Druckgefässes, steht also nicht unter hohem Druck. Die Notkühlung wurde mit neuen Ansaugstutzen, die noch besser vor Geschiebe, Baumstämmen usw. geschützt sind, weiter optimiert. Davon, dass das Kernkraftwerk seit Jahrzehnten laufend dem Stand der Technik angepasst wird, steht kaum etwas in den Zeitungen.
Wenn behauptet wird, Mühleberg würde"der Stecker gezogen", das Werk würde abgeschaltet oder so etwas, dann ist das irreführend. Richtig ist, dass zusätzliche (vermutlich teure) Auflagen für den Weiterbetrieb gemacht werden können. Die erneute Befristung der Betriebsbewilligung erhöht das unternehmerische Risiko für die BKW, da nicht sicher ist, ob und für wie lange das Kernkraftwerk betrieben werden kann. Die übrigen Kernkraftwerke können so lange betrieben werden, wie sie den (ständig steigenden) Sicherheitsanforderungen des ENSI genügen und wirtschaftlich arbeiten. Letztlich wird die jeweilige Verlängerung immer von der Politik (und wohl auch von der Stromlücke) abhängen, statt von der überprüfbaren Anlagesicherheit.
Falls das Kernkraftwerk Mühleberg -wider Erwarten- tatsächlich ein Risiko darstellen würde, so müsste der Reaktor sofort heruntergefahren werden und die Abfuhr der Nachzerfallswärme sichergestellt werden. Die "Gefahr" würde mit jeder Stunde abnehmen, da die hochradioaktiven Isotope rasch zerfallen. Damit müssten die Politiker der Frage nachgehen, woher denn der fehlende Strom kommen soll.
Damit lässt sich aber keine Wahl gewinnen............
7. März 2012
Keine ökologischen Bedenken gegen den Bau einer Laser- Urananreicherungs- Anlage in Wilmington im US- Staat North Carolina hat die Aufsichtsbehörde Nuclear Regulatory Comission (NRC). GE- Hitachi und Cameco kommen damit der Bau- und Betriebsbewilligung für ihre revolutionäre Anlage einen Schritt näher. Üblich sind heute Zentrifugen, in älteren Anlagen wird noch mit dem Diffusionsverfahren angereichert, was aber einen höheren Energieverbrauch zur Folge hat. Das Laser- Verfahren basiert auf einem australischen Patent und wurde bisher erst in Versuchsanlagen angewendet.
7. März
Indiens Permierminister Manmohan Singh beschuldigt ausländische Interessengruppe, die Proteste gegen das Kernkraftwerk Kudankulam in Tamil Nadu anzuheizen. Die beiden russischen Druckwasserreaktoren mit je rund 1000 MW Leistung wurden schon 1988 (!) bestellt und wären 2011 endlich fertiggestellt gewesen, sind aber wegen der Proteste nach den Kernschmelzen in Fukushima immer noch nicht am Netz. Ebenfalls in Tamil Nadu ist ein Schneller Brüter indischer Bauart zur Nutzung von Thorium im Bau.
Pro Kopf wird in Indien jährlich nur rund 750 KWh Elektrizität verbraucht, weniger als ein Zehntel des schweizerischen Wertes. Es wird bis 2050 mit einem Wachstum auf 5000 KWh / Jahr gerechnet, bei einer auf rund 1,6 Millarden Menschen stabilisierten Bevölkerung. Damit würde das Land etwa so viel Strom verbrauchen wie heute die USA und China zusammen. Die rund 8 000 Milliarden Kilowattstunden können aus naheliegenden Gründen nicht allein aus Wasser- und Kohlekraftwerken stammen; Windräder sind auch wenig hilfreich. Entsprechend setzt das Land weiter auf die kostengünstige Kernenergie. Neben dem weiteren Ausbau der eigenen Nuklearindustrie sollen auch weiter Reaktoren importiert werden, was den Riesenstaat mit seinen wachsenden Devisenreserven zu einem sehr attraktiven Markt macht, während Länder wie China, Japan und Südkorea auch im Nuklearbereich immer mehr zu Konkurrenten der westlichen Industrienationen werden.
7. März 2012
Keine Atomängste in Südkorea: Seit Ende Januar liefern die beiden 1000- Megawatt- Reaktoren Shin-Wolsong-1 und Shin-Kori-2 der staatlichen Gesellschaft Korea Hydro & Nuclear Power Strom für einige Millionen Haushalte (um einen Massstab zu verwenden, mit dem unsere Zeitungen die Erzeugung von Windrädern beschreiben) ins Netz. Logisch, dass mit dem Strom nicht nur Reiskocher betrieben werden, sondern z. B. auch Billigwaren für den Export in Aussteiger-Länder wie Deutschland und die Schweiz hergestellt werden. Selbst wenn einmal nur noch Windräder und Kohlekraftwerke Deutschlands Stromversorgung aufrechterhalten, konsumieren die Deutschen mit preisgünstigen Industriegütern aus Südkorea (und China, Japan, Osteuropa usw) weiter Atomstrom.......
Südkorea deckt seinen wachsenden Strombedarf zu über 30 % mit Kernenergie. Insgesamt werden 23 Reaktoren betrieben.
6. März
Für viele Menschen ist die Angst vor Strahlung der wichtigste Grund, die Kernenergie abzulehnen. Heute habe ich selbst anlässlich einer Röntgenuntersuchung im Brustbereich (Herz / Lunge) eine Strahlendosis erhalten, die nach Angaben einer Privatklinik der durchschnittlichen natürlichen Strahlenbelastung von drei (!) Jahren entsprechen soll. Das ist kein angenehmes Gefühl, auch wenn ich davon nichts spüre. Unsichtbare Strahlung, die schädlich oder gar tödlich sein kann, ist unheimlich, erzeugt Ängste. Mir hilft diese Erfahrung, die Kernenergie- Gegner und ihre (mutmassliche) Motivation besser zu verstehen. Ich bin überzeugt, dass nur wenige Menschen aus politischen Motiven (Kapitalismus abschaffen oder dem "bürgerlichen Staat den Strom abdrehen") die Kernenergie bekämpfen. Winzig dürfte die Gruppe derer sein, die aus wirtschaftlichen Überlegungen, beispielsweise um die Nachfrage nach Kohle, Erdöl und Erdgas hoch zu halten, die Antikernenergie- Bewegung finanzieren. Aber sie dürften über grosse Geldmittel verfügen.
Die Strahlenängste müssen ernstgenommen und mit einer ehrlichen, ausführlichen und verständlichen Informationspolitik abgebaut werden.
Die nukleare Zukunft fängt mit Zuhören an; was beunruhigt die Menschen und welche Anforderungen stellen sie an die Energieversorgung? Wie wird die Branche wahrgenommen und ihre Wichtigkeit eingeschätzt? Welches Wissen ist vorhanden? Wie gross ist das Interesse, sich mit diesem Gebiet zu befassen?
26. Februar 2012
Im November 2012 ging der Stromverbrauch in der Schweiz gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 % zurück. Ursachen sind die Abkühlung der Industriekonjunktur als Folge der Frankenstärke und die eher milde Witterung. Für das Gesamtjahr 2011 wird mit einem tieferen Verbrauch als im Rekordjahr 2010 gerechnet, da in den ersten elf Monaten ein Rückgang zwischen 0,1 und 3,3 % verzeichnet wurde und der Dezember wegen der eher milden Temperaturen und der flauen Konjunktur dem Trend folgen wird.
Längerfristig wird der Stromverbrauch wegen der wachsenden Bevölkerung (ungebrochene Einwanderung), der weiteren Elektrifizierung aller Lebensbereiche und dem längerfristigen Wirtschaftswachstum 1-2 % jährlich zunehmen, was in 12- 15 Jahren den Bedarf für ein zusätzliches Kernkraftwerk schafft. Wie die Atomaussteiger- Politiker von links bis bürgerlich die Stromlücke füllen wollen bleibt unklar- sicher ist aber, dass Windräder und heisse Luft nicht ausreichen werden!
Schon der laufende Februar wird wieder einen neuen Rekord bringen- wegen der tiefen Temperaturen und der rekordhohen Einwohnerzahl der Schweiz.
25. Februar 2012
Im Versorgungsgebiet der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) blieb der Stromverbrauch im Geschäftsjahr 2010/2011, das dem hydrologischen Jahr vom 1. Oktober bis 30. September entspricht, auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Die wirtschaftliche Abkühlung und der milde Winter des Vorjahres wurden durch das Bevölkerungswachstum kompensiert. Bereits abgenommen hat in den letzten Monaten das Interesse an "Ökostrom", der bekanntlich nicht aus Kernkraftwerken stammen darf. Der "Fukushima- Effekt" verpufft sehr leicht, sobald das Thema von den Medien nicht mehr aufgeblasen wird. Schon lange vergessen sind die über 20 000 Opfer von Erdbeben und Tsunami.
Die Kernschmelzen in Fukushima- Daiichi führten bisher zu keinen ernsthaften Personenschäden.
Die Erdbebengefahr in der Schweiz ist sehr viel geringer, aber doch real. Damit lässt sich aber kein Wahlkampf machen, daher ist das leichte, aber doch spürbare Beben in Zug bereits nach wenigen Tagen kein Thema mehr. Kernkraftwerke sind erdbebensicher gebaut, die meisten übrigen Gebäude in der Schweiz haben eine geringe Erdbebensicherheit. Die hierzulande üblichen Backsteinmauern sind spröde, eine Verbesserung der Erdbebensicherheit wäre mit hohen Kosten und teilweise mit ästhetischen Problemen verbunden.
21. Februar 2012
Nicolas Sarkozy und David Cameron bekräftigen am 17. Februar in Paris die französisch- britische Zusammenarbeit im zivilen Nuklearsektor zur "Stärkung der Konkurrenzfähigkeit" und zur "Schaffung von einheimischen Arbeitsplätzen". Die französischen Staatskonzerne Areva und EdF werden zusammen mit britschen Firmen neue Kernkraftwerke in Grossbritannien bauen. Enthusiasmus statt Ausstiegsideologie. Selbstverständlich ist auch die Sicherheit bestehender und künftiger KKW ein Thema; die Lehren aus Fukushima vergessen die beiden Länder mit Reaktoren an den Hochseeküsten nicht.
Nicht nur politische Bekenntnisse und Abkommen zum Bau von EPR (Europäische Druckwasserreaktoren von Areva) prägen die Zusammenarbeit der beiden europäischen Atommächte, auch die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung kommt voran. Die vierte Generation von Kernkraftwerken wird von CEA (Commissariat à l`energie Atomique et Energies Alternatives) und Rolls Royce angepackt. Der Demonstrationsreaktor Astrid, ein natriumgekühlter Schneller Brüter soll als sogenannter Inzinerator für die "Aktinidenverbrennung" eingesetzt werden. So soll die Entsorgung hochradioaktiver Abfälle bedeutend vereinfacht werden.
15. Februar 2012
US- Energieminister Steven Chu besuchte das Kernkraftwerk Vogtle in Waynesboro im Bundesstaat Georgia. Er pries vor 500 Arbeitern die Vorteile der Kernenergie und die Unterstützung der Regierung Obama für die Entwicklung der Kerntechnik. Der Bau der zwei neuen Blöcke Vogtle 3 +4 zeigt, dass die Politik die nukleare Renaissance ernst nimmt.
15. Februar 2012
Die nachlassende Kälte normalisiert den Stromverbrauch. Frankreich exportiert wieder, was die Marktpreise sinken lässt. Um den Jahreswechsel waren alle 58 Kernkraftwerke am Netz, während der Kältewelle ist die Verfügbarkeit nicht weit über 90 % gewesen- kein sonderlich guter Wert. Zusätzlich wurde das Kohlekraftwerk Le Havre Ende Januar durch einen Brand beschädigt. Frankreich wurde so von Stromimporten abhängig, was Europas Übertragungsnetz und Kraftwerkpark forderte. Mit älteren Kohle- und Ölkraftwerken konnte die Stromlücke geschlossen werden. Eine erhöhte Belastung mit Schwefeldioxid und Stickoxiden war eine der Folgen.
15. Februar 2012
Die kantonale Volksinitiative "Mühleberg vom Netz" ist vergangene Woche mit 15 480 Unterschriften eingereicht worden. Sie verlangt die sofortige Abschaltung des Kernkraftwerkes Mühleberg. Wie der Mühleberg- Strom ersetzt werden soll, kümmert die Initianten kaum. Man darf auf die Abstimmung gespannt sein......
Der Verein Kettenreaktion wird sich im kommenden Abstimmungskampf für den Weiterbetrieb des bewährten Kernkraftwerkes einsetzen.
14. Februar 2012
Viel Wind um nichts: Heute wurde in den Radionachrichten die Rekordproduktion der Windräder in der Schweiz gelobt; sie erreiche 0,1 % der gesamten Stromproduktion! Immerhin soll es für viele Haushalte reichen. Windstrom fällt unvorhersehbar und unregelmässig an; entsprechend tief ist der Wert, denn Windräder können keine Kraftwerke ersetzen, sie können allenfalls etwas Brennstoff einsparen. Bei Kernkraftwerken, wo die Brennstoffkosten nur einen Bruchteil der Betriebskosten ausmachen, ist der Nutzen nahe Null. Wenn Gas oder Öl eingespart werden kann, sind es ein paar Rappen pro KWh, aber sicher deutlich weniger als die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Darüber wird aber nicht berichtet. Geht uns auch nichts an, wir sollen einfach bezahlen......
Einen wesentlich relevanteren Rekord erzielte das Kernkraftwerk Leibstadt im vergangenen Jahr; mit 9,841 Mrd. Kilowattstunden wurde in einem Jahr soviel Strom wie noch nie seit der Inbetriebnahme 1984 produziert. Das sind rund 18 % der schweizerischen Stromproduktion. Also keine Schlagzeile wert, denn Leibstadt liefert zuverlässig rund um die Uhr.
2011 war der Strom aus Leibstadt besonders wertvoll, denn die Produktion der Wasserkraftwerke wurde durch die Trockenheit reduziert.
Die Produktion der bestehenden Kernkraftwerke nimmt langfristig zu, denn die Anlagen werden nicht nur sorgfältig gewartet, sondern auch immer wieder verbessert. Neue Turbinen nutzen den Dampf effizienter, neue Generatoren haben einen noch höheren Wirkungsgrad, Verbesserungen am Kondensator steigern den thermischen Wirkungsgrad, optimierte Kühlturmeinbauten sparen Energie....
Ebenso wird die Anlagensicherheit laufend erhöht.
14. Februar 2012
21 Jahre Spitzenleistung ohne Reaktorschnellabschaltung (RESA) : Das Kernkraftwerk Gösgen produzierte auch im Jahr 2011 ohne unvorhergesehenen Unterbruch. Die Nettoproduktion erreichte 7,91 Milliarden KWh, genug für eine Million Menschen. Oder über eine Million Haushaltungen, wie das im Zusammenhang mit Alternativenergien gern geschrieben wird. Aber welcher Mensch verbraucht nur im Haushalt Strom? Zusätzlich lieferte das Kernkraftwerk auch an eine benachtbarte Karton- und eine Papierfabrik Prozessdampf und sparte so fossile Brennstoffe (rund 18 000 Tonnen Öl) ein. Da müsste jeder Grüne jubeln, werden doch neben dem Öl auch rund 800 Lastwagen- Fahrten eingespart....
Im Januar 2012 produzierte die Anlage ohne Unterbruch, einzig am 1. Januar wurde die Leistung für drei Stunden um die Grössenordnung eines Wasserkraftwerkes reduziert, da der Strombedarf feiertagsbedingt geringer war. Kernenergie ist zuverlässig und trägt zur Netzstabilität bei.
21 Jahre fehlerlose Arbeit ist eine schon fast unvorstellbare Spitzenleistung, die grosse Bewunderung verdient.
13. Februar 2012
Russland drosselt wegen der grossen Kälte seinen Gasexport, wie verschiedene europäische Zeitungen berichten. Deutschland, Österreich und Italien hätten bis zu 30 % weniger Gas erhalten. Die gefüllten Gasspeicher verhindern vorerst eine Knappheit, müssen aber später wieder gefüllt werden. Die einseitige Abhängigkeit von Russland zahlt sich nicht aus.
Kleine Länder wie die Schweiz müssen auch den Kernbrennstoff importieren. Die Vorräte der Kraftwerke reichen jedoch wegen der hohen Energiedichte mehrere Jahre. Zudem könnte der Brennstoff auch auf dem Luftweg von irgendwo auf der Welt eingeflogen werden, ohne dass sich der Strom nennenswert verteuern würde. Bei fossilen Brennstoffen wäre das wirtschaftlich nicht tragbar.
12. Februar 2012
Elektroheizungen sind keine französische Spezialität; auch in Basel erhält eine Mieterin einer von der Stadt verwalteten Liegenschaft -laut Sonntagsblick- drei Elektroöfeli, weil der einzige Heizkörper ihrer Wohnung ausgefallen ist. Die Politik am Rheinknie ist wohl gegen Kernenergie, was aber nicht heisst, dass die elektrische Energie eingespart oder durch andere Energien ersetzt werden soll!
Die ungewohnte Kälte ist europaweit ein Problem. Obdachlose und Arme erfrieren, Unfälle und Schäden häufen sich, der Verbrauch fossiler Brennstoffe, auch für die Stromerzeugung, erreicht Rekordwerte. Immerhin wird es in der kommenden Woche milder......
10. Februar 2012
Erfreuliches aus den USA: Vogtle 3 + 4 sollen die kombinierte Bau- und Betriebsbewilligung COL erhalten. Die Aufsichtsbehörde Nuclear Regulatory Comission (NRC) will diese Bewilligung innert rund zehn Tagen erteilen, nachdem das Projekt vier Jahre (!) geprüft wurde. Es sollen zwei AP- 1000 von Westinghouse gebaut werden. Der AP- 1000 ist ein Druckwasserreaktor der 3. Generation und basiert auf der jahrzehntelangen Erfahrung von Westinghouse Nuclear auf diesem Gebiet. Der japanische Elektro- und Elektronik- Konzern Toshiba übernahm Britisch Nuclear Fuels 2006, kurz nachdem diese die Nuklearsparte des amerikanischen Westinghouse- Konzerns übernommen hatte.
Symbolwirkung hat der Fortschritt am Standort Vogtle in Georgia, weil es seit 30 Jahren das erste neue Projekt ist.
Watts Bar 2 wird das erste amerikanische Kernkraftwerk sein, das nach der Jahrtausendwende ans Netz geht. Mit dem Bau wurde schon 1972 begonnen, aus wirtschaftlichen Gründen wurden die Pläne jedoch in den 80ern aufgegeben und bereits gelieferte Komponenten als Ersatzteile verwendet. 2013 soll der AP- 1000 den ersten Strom liefern.
10. Februar 2012
Nicolas Sarkozy besuchte gestern das Kernkraftwerk Fessenheim und provozierte so die deutschen Kernenergie- Gegner. Der in einem harten Wahlkampf stehende Präsident wie auch das älteste Kernkraftwerk der Electricité de France (EdF) haben mit einem ramponierten Ruf zu kämpfen. Sakozy wird bereits als Wahlverlierer gehandelt und sein sozialistischer Hauptkonkurrent Hollande will Fessenheim als Konzession an die Grünen stilllegen und den Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion von heute gegen 80 % auf 50 % senken. Ob er damit den unbeliebten Amtsinhaber schlagen kann, ist fraglich, denn ausser ausser der Enttäuschung über Sarkozy spricht wenig für ihn.
Das Kernkraftwerk Fessenheit, dessen zwei 900 MW- Blöcke seit 1977 bzw. 1978 in Betrieb sind, soll mindestens bis Ende des Jahrzehntes laufen können. Es wird jedoch wegen einem angeblich zu schwachen Fundament und dem erhöhten Erdbebenrisiko kritisiert. Gegenwärtig ist Frankreich wegen der Kälte auf jedes Kraftwerk angewiesen. Der grösste Stromexporteur der Welt ist gegenwärtig rund um die Uhr auf Importe angewiesen, da die verbreiteten Elektroheizungen den Verbrauch auf Rekordwerte treiben.
Seit der Jahrtausendwende ging kein neues Kernkraftwerk ans Netz, die Bevölkerung ist aber weiter gewachsen, gegenwärtig leben über 65 Millionen Menschen in Frankreich.
Der Verbrauch steigt langfristig weiter und ältesten der 58 Kernkraftwerke kommen in die Jahre. Mit Flamanville 3 ist aber erst ein neues Kernkraftwerk im Bau. Die Modernisierung der Kehrichtverbrennungsanlagen und die Alternativenergien vermögen nicht einmal den Verbrauchszuwachs abzudecken; der Ausbau der Wasserkraft stösst ähnliche Probleme wie in der Schweiz, so bleibt kurzfristig nur die Möglichkeit, mehr Strom aus fossilen Brennstoffen zu erzeugen....
Sarkozys Effort im elsässischen Fessenheim ist weniger Energiepolitik als vielmehr verzweifelter Wahlkampf; die 700 Angestellten, ihre Angehörigen und Freunde sind doch ein Wählerpotential....
9. Februar 2012
Die Armierung für das Fundament des Kernkraftwerkes Kalilingrad (Königsberg) in Russland wird eingebracht, um in wenigen Wochen mit dem Betonieren zu beginnen. Offensichtlich haben es die Russen mit dem Bau des Kernkraftwerkes sehr eilig, dass sie im Winter mit den Bauarbeiten beginnen. Der erste von zwei Druckwasser- Reaktoren soll bis 2017 am Netz sein, der zweite ein Jahr später.
Es sind zwei russische WWER- 1200 Druckwasserreaktoren vorgesehen. Westliche Investoren, darunter auch die schweizerische Axpo, sollen sich beteiligen, der Strom kann u. a. nach Deutschland exportiert werden. Die Turbinen und Generatoren werden von einem Joint- Venture mit Beteiligung des französischen Alstom- Konzerns gebaut. Kalilingrad wird der neunte im Bau befindliche Reaktor Europas sein- nach Olkiluoto 3 (Finnland), Flamanville 3 (Frankreich) Mohovce 3 + 4 (Slowakei) und Rostov 3 + 4 sowie Leningrad-II 1+2 (alle Russland).
8. Februar 2012
Allzeitrekord beim Stromverbrauch in Frankreich: Gestern Dienstag, 7. Februar 2012 abends um 19:00 benötigte Frankreich eine elektrische Leistung von 100 500 000 Kilowatt. Ursache ist die grosse Kälte, die den Energieverbrauch stark erhöht. Zudem wird in unserem westlichen Nachbarland abends viel gekocht. Weil die Solarzellen unter dem Schnee liegen, eingefroren sind oder ganz einfach wegen der Dunkelheit nicht produzieren und bei grosser Kälte nicht automatisch ein konstanter Wind bläst, ist von den hochsubventionierten Alternativenergien kein substantieller Beitrag zur Abdeckung der Bedarfsspitzen zu erwarten. Die Kernkraftwerke produzieren Tag und Nacht ziemlich konstant, die Bedarfsspitzen werden mit Oel, Kohle, Erdgas und Importen abgedeckt. Heute werden schon tagsüber Werte um 100 000 000 Kilowatt, d. h. 100 Gigawatt erreicht.
6. Februar 2012
In Glarus ist das Gasnetz heute morgen zusammengebrochen, in Italien und Südfrankreich hat es bereits Stromausfälle gegeben, während das schweizerische Stromnetz die erhöhte Belastung durch die ungewöhnliche Kälte bisher gut meistert.
http://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home/current/news/_06_02_2012.html
Wegen der grossen Verbreitung von Elektroheizungen ist der Verbrauch in Frankreich überproportional angestiegen, was trotz recht guter Verfügbarkeit der Kernkraftwerke einen Importüberschuss zur Folge hat. Die Schweiz bezieht daher Kohlestrom aus Deutschland und Österreich. Elektroheizungen sind in der jetzigen Situation nicht umweltfreundlich.
4. Februar 2012
Internet als Stromfresser: In Deutschland macht das Internet laut Heise bereits 10 % des nationalen Stromverbrauchs aus, mit einer weiteren Zunahme wird gerechnet. Immer mehr Menschen sind während der Arbeit, aber auch in der Freizeit ununterbrochen Online, bei manchen wird es gar zur Sucht. http://www.heise.de/tp/blogs/2/150799
Wie im wirklichen Leben, gibt es auch in der virtuellen Welt Menschen, die gerne Streiche spielen. Unsere elektronischen Kontaktformulare werden seit einigen Tagen für Scherze missbraucht; es trifft eine grössere Zahl von offensichtlich fingierten Anmeldungen ein. Anscheinend hat jemand Zeit, stundenlang Unsinn zu schreiben, den wir wieder löschen müssen. So wird Zeit und Strom sinnlos verschwendet. Glücklicherweise geht löschen schneller als schreiben.....
3. Februar 2012
Westinghouse scheint überzeugt davon, die Ausschreibung für zwei neue Reaktoren in Temelin für sich entscheiden zu können und vereinbart mit tschechischen Lieferanten die mögliche Zusammenarbeit. Das Bauunternehmen Metrostav a. s. http://www.metrostav.cz/en , der Maschinenbauer I & C Energo http://www.ic-energo.com/ und die Schmiede Vitkovice http://www.vitkovice.cz/default/index/index/site/10/lang/en können als potentielle Unterlieferanten einen bedeutenden Teil der Wertschöpfung und damit der Arbeitsplätze in der tschechischen Republik behalten.
Wer sich als Lieferant für Kernkraftwerksbau bewährt, hat eine wertvolle Referenz auch für andere Gebiete.
3. Februar 2012
Führt die Kältewelle zum Blackout? GDF-Suez- Chef Gérard Mestrallet wirft in einem Interview mit dem deutschen "Handelsblatt" der deutschen Regierung vor, mit dem übereilten Atomausstieg die Netzstabilität in halb Europa zu gefährden. Zusätzlich wird das Gas, das vielerorts zum Heizen, aber auch zur Stromerzeugung dient, knapp.
Die Abhängigkeit von Russlands Gazprom ist bei grosser Kälte ein Nachteil...
http://www.handelsblatt.com/politik/international/hoher-eigenbedarf-russland-liefert-weniger-gas-nach-europa/6149386.html
2. Februar 2012
Seit dem Tsunami in Japan bewegt sich in der schweizerischen Energiepolitik gar nichts mehr; der Strom kommt aus der Steckdose und die aktuelle Kältewelle darf nicht zu lange dauern, sonst wird die Stromversorgung durch höhere Gewalt gefährdet... Während die die "Energiewende" durch die Politikerköpfe geistert, ruhen die Planungsarbeiten für Ersatz- Kernkraftwerke. Die "alten" Kernkraftwerke werden betrieben, solange sie sicher sind- und damit sie für Jahrzehnte sicher bleiben, wird kräftig investiert. Dass der Stromverbrauch allein schon durch das Bevölkerungswachstum steigt, wird nicht berücksichtigt. Der Strom reicht noch eine Legislatur.
Ganz anders in Grossbritannien, wo im Hinblick auf die Stilllegung alter Kohle- Oel und Kohlekraftwerke neue Kernkraftwerke gebaut werden. Die Investoren kommen......... u.a. aus Deutschland!
http://www.horizonnuclearpower.com/index
1. Februar 2012
Frankreich will seine Stromversorgung mittelfristig mit einer Lebensdauerverlängerung seiner 58 Druckwasserreaktoren sichern.
Die ursprünglich für eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegten Anlage sollen mindestens 40 Jahre am Netz bleiben und können durchaus die doppelte Lebensdauer erreichen, wie das z. B. in den USA üblich ist. Das sei vorläufig kostengünstiger und auch schneller realisierbar als der Bau der favorisierten EPR- Reaktoren als Ersatzkernkraftwerke. Fessenheim und Tricastin dürfen bereits 40 Jahre Betriebsdauer erreichen, andere Standorte folgen nach umfangreichen Investitionen in Sicherheit, Effizienz und Lebensdauer.
Das Auswechseln von nuklearen Bauteilen wie Dampferzeuger, Druckhalter und Reaktordeckel ist heute genauso üblich, wie das Ersetzen von Turbinen, Generatoren und Transformatoren. Die Kernkraftwerke werden so -weltweit- effizienter, leistungsfähiger und zuverlässiger.
30. Januar 2012
Die grosse Kälte aus Sibirien ist für die zweite Wochenhälfte angesagt. Die französischen Stromexporte sind bereits heute abend auf rund 600 MW zurückgegangen, da die Franzosen ihren Strom wegen der Kälte selbst verbrauchen.
Eine längere Kälteperiode würde den Stromverbrauch europaweit anheizen und zugleich die Produktion der Wasserkraftwerke reduzieren. Die Stromlücke könnte so trotz schwacher Wirtschaftslage früher kommen, als vorausgesagt.
30. Januar 2012
Damit der Strom auch weiter aus der Tschechdose kommt: Areva, Westinghouse und ein tschechisch- russisches Konsortium, bestehend aus Skoda, Atomstrojexport und Gidropress sind eingeladen, bis im Juli 2012 ihre Offerten für zwei neue Kernkraftwerke am Standort Temelin einzureichen.
Die Tschechische Republik kann vom Atomausstieg in Deutschland profitieren, wenn rechtzeitig neue Kernkraftwerke zur Verfügung stehen.
28. Januar 2012
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) verzeichnen im Geschäftsjahr 2010/11 einen mit 6140 Gigawattstunden (GWh) etwas geringeren Stromabsatz als in der Vorjahresperiode mit 6260 GWh. Grund ist der wesentlich mildere Winter 2010/11. Die wachsende Bevölkerung und die starke Bautätigkeit im Kanton Zürich lassen den Stromverbrauch langfristig steigen.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Hydrologischen Jahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011.
Die EKZ beziehen den Strom fast ausschliesslich von der Axpo, entsprechend liegt der Kernenergie- Anteil wohl deutlich über 50 %.
27. Januar 2012
Wer wünscht sich "Strahlenmüll"? In der Schweiz niemand, im Gegenteil, man fürchtet, ein (ungefährliches, kaum störendes) Endlager für radioaktive Abfälle würde sich negativ auf den Wert der Immobilien auswirken.
Ganz anders in anderen Teilen der Welt. Beispielsweise in den USA. Carlsbad in New Mexico wünscht sich seit 1980 ein Lager für "Atommüll", weil die Kaliumkarbonat- Vorkommen abgebaut sind und daher neue Arbeitsplätze nötig sind. "Blick am Abend" berichtet über den -politisch inkorrekten- Wunsch der Einwohner von Carlsbad. Normalerweise werden solche Nachrichten in der Schweiz totgeschwiegen.
Ein interessanter Zusammenhang: Carlsbad wurde nach dem in der ehemaligen Tschechoslowakei gelegenen Karlsbad benannt, ein Ort, der für seine radioaktiven Heilquellen bekannt ist. Radioaktives Wasser soll gegen Rheuma helfen, radioaktive Abfälle sollen Arbeitsplätze schaffen....
27. Januar 2012
Zürich probt den Atomausstieg. Nicht einmal vier Jahre nachdem das Stimmvolk den von den Politikern herbeigesehnten Atomausstieg an der Urne deutlich bestätigte, ist es gestern zu einem rund dreistündigen Stromausfall in der Innenstadt gekommen. Ursache sei ein Kabelbrand gewesen, also kein Zusammenhang mit Energiepolitik oder Stromlücke.
Die langfristige Stromknappheit hauptsächlich im Winterhalbjahr, die ein Verzicht auf rund die Hälfte der benötigten Elektrizität zur Folge hätte, wäre wesentlich unangenehmer als ein paar Stunden Totalausfall. Dass eine ernsthafte Stromknappheit gelegentliche Abschaltungen und Ausfälle zur Folge hat, ist anzunehmen. Deshalb soll auch erst auf Atomstrom verzichtet werden müssen, wenn die heutige Politikergeneration längst abgetreten ist. Seniorenresidenzen im Süden werden nicht von der Stromlücke tangiert.....
26. Januar 2012
Für einmal Lob vom ENSI. Die Aufsichtsbehörde meldete am 24. Januar, dass in schweizerischen Kernkraftwerken im Vergangenen Jahr keine ungeplante Schnellabschaltung gab. Mit anderen Worten: Die Betreiber hatten ihre Anlagen rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche "im Griff".
Der Atomausstieg kann sicher nicht mit schlechter Arbeit in schweizerischen Kernkraftwerken begründet werden...
25. Januar 2012
Nach über einer Million Kilometern auf verschiedenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bin ich heute erstmals mit einem richtigen Elektroauto gefahren. Das viertürige Fahrzeug mit einer Reichweite von rund 180 Kilometern basiert auf einem türkischen Mittelklassemodell, das ausserhalb der Schweiz auch mit Verbrennungsmotoren verkauft wird. Daher fällt die Stufenheck- Karosserie bei uns auf. Die Form ist eher langweilig und entspricht eher dem Geschmack östlicher und südlicher Länder, wo das Stufenheck auch für Kompakt- und Kleinwagen wichtig ist. Auch die Innenausstattung, die anderen Modellen ähnelt ist nicht spektakulär, sie ist aber seriös verarbeitet. Gute Autos werden heute längst nicht nur in nordwesteuropäischen Ländern gebaut. Der Kofferraum ist nicht klein, aber dafür unpraktisch, weil die Batterien stören. Das Besondere ist eindeutig der Motor mit einer Nennleistung von 95 PS. Weil das maximale Drehmoment von über 220 Newtomentern schon im Stillstand anfällt, ist die Beschleunigung des Fronttrieblers hervorragend und ein Schaltgetriebe unnötig. Daher fährt man wie mit einem Stufenlosen Automat. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 135 Km/h beschränkt, was nicht stört, denn Elektroautos sind wegen der beschränkten Reichweite eher in der Stadt als auf (deutschen) Autobahnen zuhause. Das völlige Fehlen von Schaltvorgängen, der kaum hörbare Motor mit der starken Beschleunigung aus dem Stand, die Rekuperationsbremse (Motorbremse, die Strom in die Batterien zurückspeist) aber auch die geringe Reichweite sind neue Erfahrungen. Die Klimaanlage, die von anderen Automodellen her bekannt ist, arbeitet hervorragend, jahreszeitlich bedingt wird sie zum Scheiben- Defrosten eingesetzt. Auch dazu braucht sie sehr viel Strom, um die vier Kilowatt Leistung, was die Batterien sehr rasch leersaugt. Die Heizung funktioniert nur auf der Autobahn richtig, dort leeren sich die Batterien aber wie im Zeitraffer.
Fazit:
Ein umweltfreundlicher Mittelklassewagen mit Fahrspass für etwas über 30 000 Franken mit einer anständigen Ausstattung, der aber nur im Kurzstreckeneinsatz richtig Freude macht. Die Batterien werden separat gemietet und können in 6- 8 Stunden komplett aufgeladen werden. Geplant ist auch der Austausch der Batterien, was drei Minuten dauert und die Elektroautos wirklich alltagstauglich machen würde. Entsprechende Stationen sind hierzulande noch nicht in Betrieb.
Der Stromverbrauch liegt bei ungefähr 15- 30 KWh / 100 Kilometer, je nach Fahrweise, Beladung, Strecke, Beleuchtung und Einsatz der Klimaanlage. Das entspricht rund 1,5 - 3 Litern Benzin. Wenig für ein ganz normales Auto mit fünf Sitzplätzen, Klimaanlage usw.
25. Januar 2012
Die Briten nehmen Fukushima offensichtlich gelassener als viele Schweizer, Deutsche, Oesterreicher und Franzosen. Wie eine Umfrage ergab, sprechen sich unterdessen die Hälfte der erwachsenen Briten für den Bau von Ersatzkernkraftwerke aus. Damit zeigt sich, dass der "Fukushima- Effekt" verpufft und einer realistischeren Betrachtung weicht. Grossbritannien braucht dringend neue Kernkraftwerke, da seit Jahrzehnten zu wenig in neue Kraftwerke investiert wurde. Viele ältere Kernkraftwerke stehen an der Küste und sind damit potentiell Tsunami- gefährdet. Durch neue Kernkraftwerke, die auf starke Erdbeben, Tsunamis und Flugzeugabstürze ausgelegt sind, kann die Sicherheit massiv erhöht werden.
23. Januar 2012
Deutschlands Atomausstieg wird die Verbraucher und Steuerzahler sehr teuer zu stehen kommen; von 2011 bis 2030 sind Kosten von über 1400 Milliarden Euro möglich. Die Folgen für Haushalte und Industrie werden einschneidend sein, denn neben den höheren Kosten muss auch mit häufigeren und längeren Stromausfällen gerechnet werden. Auch die Luftqualität wird leiden, weil mehr Kohle und Gas verstromt werden müssen......
Die Deutschen reagieren auf diese Politik der Unsicherheit und der sinkenden Kaufkraft mit den Füssen... wandern aus! Bereits sollen Einwanderer aus Griechenland und der Türkei die Lücken auf dem Arbeitsmarkt kostengünstig schliessen.
23. Januar 2012
Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt das geplante Verbot von Rahmenbewilligungen für neue Kernkraftwerke mit dem obligatorischen Referendum zur Volksabstimmung. Entsprechend müssen 50 000 Unterschriften für das fakultative Referendum gesammelt werden. Der Verein Kettenreaktion ist bereit, zusammen mit befreundeten Organisationen und an einer sicheren Energieversorgung interessierten Politikern sowie Privatpersonen das Referendum zu ergreifen.
22. Januar 2012
Nach langem Rechtsstreit darf Entergy das Kernkraftwerk Vermont Yankee 60 statt wie ursprünglich geplant nur 40 Jahre betreiben.
Weil in den USA kaum mehr neue Kernkraftwerke gebaut werden, sind die Verlängerung der Lebensdauer und die Leistungserhöhung bestehender Anlagen umso wichtiger.
19. Januar 2011
Im vergangenen Jahr ist der Stromverbrauch in Frankreich gegenüber 2010 um 6,8 % zurückgegangen und erreichte mit 478,2 Milliarden Kilowattstunden den tiefsten Wert seit 2003. Ursache ist der Rückgang der Industrieproduktion als Folge der Wirtschaftskrise.
Mit 421,1 Mrd. KWh produzierten die Kernkraftwerke 3,2 % mehr als im Vorjahr. Der Nettoexport ist mit 55,7Mrd. KWh rund doppelt so gross wie im Vorjahr. Eine wichtige Ursache ist der beschleunigte Atomausstieg in Deutschland.
18. Januar 2012
Eine gute Nachricht für alle Umweltschützer: Die drei ausgedienten Dampferzeuger des schwedischen Kernkraftwerkes Ringhals 4 werden in Studsvik für die ressourcenschonende Verwertung zerlegt. Dabei kann die Stahlhülle der Dampferzeuger als normaler Schrott verkauft werden, die Wärmetauscherrohre, die mit dem Wasser des Primärkreislaufes in Berührung standen, werden für die Endlagerung gepresst oder eingeschmolzen, je nach Legierung und Kontamination. Die im gleichnamigen Ort ansässige Nukleardienstleistungsfirma Studsvik ist seit 60 Jahren in den Bereichen Abfallbehandlung, Dekontaminierung, Rückbau sowie Strahlenschutz und Betriebsoptimierung tätig.
Dampferzeuger von Druckwasser- Reaktoren werden nach einigen Jahrzehnten ersetzt, weil sie schneller verschlissen sind, als die Reaktoren selbst. Mit dem Auswechseln der Dampferzeuger ist in der Regel eine Wirkungsgradverbesserung und Leistungserhöhung verbunden. Bei Ringhals 4 konnte die Leistung in den letzten Jahren durch den Wechsel der Dampferzeuger und Verbesserungen an den Turbinen um 270 MW gesteigert. Der Druckwasser-Reaktor wird im Sommer 30- jährig.
2011 produzierten die 4 Reaktorblöcke in Ringhals 18, Milliarden Kilowattstunden (KWh) umweltfreundlichen Strom. Insgesamt wurden seit 1975 700 TWh erzeugt, das sind 700 000 000 000 KWh !
18. Januar 2012
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ist auch ein Verkäufer; wo er hinreist, preist er Chinas Produkte an. Bei seinem Besuch in der saudiarabischen Hauptstadt Riad konnten beide Regierungen ein Abkommen über eine umfassende Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie unterzeichnen. Saudiarabien will die Kernenergie zur Stromerzeugung, aber auch zur Entsalzung von Meerwasser einsetzen. China ist ein potentieller Lieferant für Kernkraftwerke, Zubehör und Forschungsreaktoren.
13. Januar 2012
Greenpeace Schweiz wird von der Basis in einem Brief für die übermässige Ausrichtung auf das Fundraising (Spenden generieren) kritisiert, wie die linksalternative WochenZeitung (WOZ) schreibt. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass der Spendenkonzern mit gezielter Angstmacherei z. B. mit Antikernenergie- Kampagnen abkassiert, ohne konstruktive Lösungen aufzuzeigen.
12. Januar 2012
In den USA gilt "zero tolerance".
Der US- Stromkonzern Entergy muss eine Busse von 140 000 Dollar bezahlen, weil Mitarbeiter im Kontrollraum des Kernkraftwerkes River Bend beim unerlaubten Internet- Surfen erwischt wurden. Sie hätten sich u.a. für Sportfischerei interessiert. Internet- Benutzung ohne Erlaubnis gilt als Verletzung einer Grundregel.
Über die Konsequenzen für die fehlbaren Mitarbeiter wurde nichts bekannt.
Das Beispiel zeigt, dass bei Kernkraftwerken schon die geringste Unregelmässigkeit, die von den Aufsichtsbehörden festgestellt wird, nicht geheimgehalten werden kann.
11. Januar 2012
Elektroautos setzen sich weltweit durch, wenn auch viel langsamer, als während der Ölkrise erwartet.....
Der riesige Nachteil der geringen Reichweite und der sehr teuren und schweren Batterien lässt sich nicht so schnell aus der Welt schaffen. Durch die Massenmotorisierung in China und Indien wird die Treibstoffverknappung in absehbarer Zeit Realität.
Daher das weltweite Interesse an Elektromobilität :
Der totgesagte Autoriese sieht seine Zukunft auch bei den Eletroautos.
11. Januar 2011
Wenn unsere "Roten", "Grünen" und Opportunisten ,die sich so weltoffen geben, einmal nach Grossbritannien schauen :
http://www.youtube.com/watch?v=y-rNG8F9340
http://www.youtube.com/watch?v=jFPg_RTcOB4&feature=relmfu
Hinweis :
Der Verein Kettenreaktion ist politisch neutral, diese Verweise sind keine Werbung für Politiker, Parteien oder Organisationen.
Unsere Politiker setzen mit Hilfe der Medien auf den "Fukushima- Effekt", obwohl ihnen bewusst ist, dass sie damit Bevölkerung und Wirtschaft einen enormen Schaden zufügen. Das stimmt sehr traurig.
10. Januar 2012
Die Kernschmelzen in Fukushima wären verhindert worden, wenn Tepco die Notstromversorgung gesichert hätte, wie das in westlichen Kernkraftwerken üblich ist. Falls es doch zu einer Kernschmelze (und zu einem entsprechenden Druckanstieg) kommen würde, so könnte bei schweizerischen Kernkraftwerken der Überdruck gefiltert abgegeben werden. Feiner Staub kann dabei gut abgefiltert werden, besonders problematisch ist jedoch das gasförmige Jod und seine organischen Verbindungen. Radioaktives Jod lagert sich in der Schilddrüse ein und bewirkt eine sehr gefährliche Bestrahung "von innen". (Daher die Jodtabletten, mit denen die Schilddrüse gesättigt werden kann. Das Jod wirkt also nicht gegen die Strahlung an sich, sondern nur gegen radioaktives Jod.)
In den schweizerischen Kernkraftwerken würde die Luft aus dem Reaktorgebäude in einem sehr aufwändig gebauten Nassfilter gewaschen, dabei könnte das Jod chemisch gebunden werden. Französische Kernkraftwerke haben lediglich Sandfilter, die das Jod kaum aufhalten, in Kanada und China gibt es auch gefilterte Druckentlastungen, nicht jedoch in den USA, wo man auf "hard venting" (Hauptsache, der Überdruck wird abgebaut) setzt.
Das konnte man am "Apero der Wissen schaf(f)t" der Schweizerischen Gesellschaft der Kernfachleute erfahren. Offensichtlich macht sich die Branche Gedanken, wie die Sicherheit der Kernkraftwerke weiter verbessert werden kann.
Es stellt sich bald einmal die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, die Sicherheit der Kernkraftwerke in einer grundsätzlich unsicheren Welt mit einem gigantischen Aufwand ins Unendliche zu steigern, während z. B. die Erdbebensicherheit von Wohngebäuden sehr fraglich ist und das Erdbebenrisiko auch in der Schweiz über 0 liegt.
10. Januar 2012
Rascher Baufortschritt in China: Während die beiden in Europa im Bau stehenden Europäischen Druckwasser- Reaktoren (EPR) immer wieder durch Bauverzögerungen auffallen, macht der chinesische Druckwasser- Reaktor Chanjang- 1 auf der Insel Hainan rasche Fortschritte. Die Stahlkuppel des Reaktorsicherheitsgebäudes konnte 28 Tage früher als geplant aufgesetzt werden. Momentan stehen in China 23 Kernkraftwerke verschiedener Typen, darunter auch französische EPR und russische WWER, im Bau. Es ist denkbar, dass Chinas Industrie einfach mehr praktische Erfahrung hat. Die chinesischen Druckwasser- Reaktoren CPR (wie in Hainan) sind mit rund 600 MW auch bedeutend kleiner als die EPR mit 1600 MW.
Es ist möglich, innert kurzer Zeit viele neue Kernkraftwerke zu bauen. Europa ist dazu bald nicht (mehr) in der Lage.
6. Januar 2011
Dreikönigstag! Wunderbar viel Schnee in unseren Bergen.
Wir blicken auf ein interessantes, hartes und auch grausames Jahr zurück. Erdbeben und Tsunmami in Japan zeigten, welches Leid und welche Zerstörungen Naturgewalten anrichten können. Über 20 000 Todesopfer, viele Obdachlose, ganze Landstriche zerstört und 3 Kernschmelzen in einem älteren Kernkraftwerk. Dreimal Super- GAU und als Folge ein eigentlicher Medien- Tsunami in Europa.
Eine Stimme der Vernunft aus Deutschland: http://www.ke-research.de/research/studien.html
Das Leid der Menschen in Japan ist für unsere Zeitungen kein Thema mehr, nun geht es um Stimmungsmache gegen die Kernenergie- die Politiker sind auf Stimmenfang. Hauptopfer sind Deutschland und die Schweiz, während Grossbritannien, Frankreich, Finnland, Russland und Türkei am Bau neuer Kernkraftwerke festhalten. Die britischen Küsten sind theoretisch Tsunami- gefährdet, während die Türkei ein hohes Erdbebenrisiko aufweist. Die Kernkraftwerke Fukushima Daini und Onagawa zeigten, dass modernere Kernkraftwerke auch aussergewöhnlich starken Katastrophen widerstehen. Die Erdbebensicherheit von Wohnhäusern, Industrieanlagen und öffentlichen Gebäuden in den Risikogebieten der Schweiz ist jedoch immer noch ungenügend.
Es gibt auch bei uns im Westen noch Potential für Verbesserungen........
27. Dezember 2011
Nach den Weihnachtsfeiertagen kommt die Zeit der guten Vorsätze für das neue Jahr. Nach der übertriebenen Energieaufnahme (Festessen) kommt die Zeit der Gewichtsreduktion (Energieverbrauch).
Die BKW verdoppeln mit der Wiederinbetriebnahme ihres modernisierten Biomasse- Kraftwerkes im zürcherischen Otelfingen die Stromerzeugung der Anlage. Sie könne damit den Jahresbedarf von rund 5000 Haushaltungen decken.
Bis das Kernkraftwerk Mühleberg ersetzt werden kann (nach dieser Berechnung Strom für über 750 000 Haushalte) sind noch einige Verdoppelungen nötig. Unterdessen wächst der Strombedarf weiter..... Es ist wohl realistischer, den künftigen Strombedarf der BKW durch Beteiligungen an Kernkraftwerken in Frankreich und Osteuropa zu decken, als durch Biomasse im dichtbesiedelten Kanton Zürich. Problematisch sind die Durchleitungsrechte, die gemäss EU- Plänen künftig versteigert werden sollen, was zu schwer kalkulierbaren und vermutlich massiv höheren Kosten führt.
Deutschland will sich den Atomausstieg mit "Strom aus der Tschechdose" ermöglichen.
Die Stromversorger werden sich 2012 Gedanken machen müssen, wie sie ohne neue Kernkraftwerke die ab Ende des Jahrzehntes auftretende Stromlücke füllen wollen. Wie stark das Bevölkerungswachstum sein wird, hängt von sehr vielen Faktoren, wie den Entwicklungen in Nordafrika sowie Süd- und Osteuropa, ab, die Wirtschaftsentwicklung ist ebenfalls unsicher.
Sicher scheint nur, dass der Stromverbrauch Ende des Jahrzehnts höher sein wird als Anfangs und dass die ersten Strombezugsrechte gegen Ende des Jahrzehnts wegfallen.
Nur eine grosse Naturkatastrophe oder eine dauerhafte Weltwirtschaftskrise könnten die Stromnachfrage europaweit dauerhaft senken.
24. Dezember 2011
Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest!
23. Dezember 2011
Erdbeben und Tsunami bewirkten ein Umdenken -nicht bei der Erdbebensicherheit- sondern beim Betrieb sicherer Kernkraftwerke in Deutschland. Der Atomausstieg wurde beschleunigt und die "Energiewende" versprochen.
In der Schweiz bleiben alle Kernkraftwerke in Betrieb, "...weil sie sicher sind...".
Dagegen soll auf neue verzichtet werden. Wie das geschehen soll, ist noch unsicher- es bleiben auch noch einige Jahre, bis sich die Stromlücke deutlich öffnet!
22. Dezember 2012
Strom aus der "Tschechdose" ist in Deutschland seit Sommer ein Thema, nun blasen die Tschechen zusammen mit den Russen zum Angriff auf den europäischen Nuklearmarkt. Beide Länder haben Erfahrung im Bau und Betrieb von Druckwasser- Reaktoren. Wenn auch gegenwärtig in manchem Land keine neuen Kernkraftwerke gebaut werden, so wird doch für die bestehenden (die weiter betrieben werden, "... weil sie sicher sind...") weiter Brennstoff benötigt. Die russiche Tvel JSC und das tschechische Ingenieurunternehmen Alta Invest werden schon im Januar 2012 mit dem Aufbau eines Joint- Ventures beginnen.
Siehe : www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
21. Dezember 2011
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben heimlich die Strassenbeleuchtung reduziert. Abends wird später eingeschaltet und morgens früher ausgeschaltet, was lange gar niemamd bemerkte. Unterdessen ist das Thema von den Zeitungen aufgegriffen worden. Laut EKZ würde 8 % Strom eingespart. Gesteuert wird die Beleuchtung über Helligkeitssensoren, die sich in den Unterwerken befinden. In Luxemburg werden die Fussgängerstreifen seit über 10 Jahren vorbildlich beleuchtet, in der Schweiz soll, trotz Unfallserie, an der Sicherheit gespart werden. Das darf doch nicht sein!
Ohne Sicherheitseinbusse liesse sich mit (immer noch teuren) LED- Lampen sparen.
20. Dezember 2011
Kernenergie ist in Japan weiter konkurrenzfähig und wichtig. Das dichtbesiedelte und extrem erdbebengefährdete Land braucht eine leistungsfähige Energieversorgung, um die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden und gegenüber China konkurrenzfähig zu bleiben. Durch die hohe Lebenserwartung und den Geburtenrückgang altert die Bevölkerung rasch. Die Industrie muss stärker rationalisieren, was tendenziell eine zumindest stabile Stromnachfrage bedeutet. Derzeit sind, bedingt durch Erdbeben und Tsunami, die meisten Kernkraftwerke stillgelegt, um die Sicherheit zu verbessern. Japan ist bestrebt, seine Kernkraftwerke auf ein westliches Sicherheitsniveau zu bringen.
Eine neue Studie unterstreicht die Kostenvorteile der Kernenergie gegenüber fossilen Brennstoffen, auch wenn die Kostenschätzungen um mehr als 50 % höher ausfallen. Grund sind unter anderem die Risikoeinschätzungen als Folge der Kernschmelzen in Fukushima.
Seit den 50er Jahren gab es immer wieder Ernüchterungen über die Möglichkeiten und Grenzen der Kernenergie, trotzdem setzt sie sich allmählich weltweit durch. Fukushima Daiichi zeigt, wie wichtig die Sicherheit ist. Aber auch der Westen kann von Japan lernen; bei uns ist wohl das Erdbebenrisiko viel geringer; die Erdbebenvorsorge ausserhalb des nuklearen Sektors liegt aber nahe Null.
19. Dezember 2011
Immer wieder wird behauptet, wie die Kernenergie zentralisiert sei. Hier ein exotisches Beispiel, wie Hochtechnologien landesweit direkt und indirekt Arbeitsplätze schaffen. Zu den Stellen an den Standorten kommen Aufträge an die Zulieferer, dazu die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch den technischen Fortschritt:
http://www.mapsofindia.com/maps/india/nuclearpowerplants.htm
http://www.isro.org/isrocentres/isrocenters.aspx
19. Dezember 2011
Zeichen der Vernunft aus Deutschland : EU- Kommissar Günther Öttinger (CDU) spricht sich im "Energiefahrplan 2050" klar für den Bau von 40 neuen Kernkraftwerken aus. Die neuen Reaktortechnologien sollen Zweifel an der Sicherheit der Kernenergie beseitigen. Hans- Peter Keitel, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) stellt fest, dass die hohen Energiepreise (hauptsächlich der in Deutschland ausstiegsbedingt steigende Strompreis), die Konjunktur erheblich belasten. Der Strompreis wird zusätzlich durch eine Abgabe von bis zu 3,5 Cent / Kilowattstunde zur Subventionierung von "Alternativenergien" verteuert. Offensichtlich regt sich allmählich Widerstand gegen den Atomausstieg. Auswanderung ist keine Option für ein 80- Millionen- Volk.
18. Dezember 2011
Information statt Medien- Tsunami ? In unseren Zeitungen wird sehr viel über Fukushima Daiichi geschrieben und doch finden
wir kaum verlässliche Informationen. Ein sehr gutes Informationsportal über die Tsunami- betroffenen Kernkraftwerke in Japan :
fukushima.grs.de/
17. Dezember 2011
Fukushima ist nicht überall- Tsunamis sind aber auch an Indiens Küste möglich, wo in den nächsten Jahren sehr viele neue Kernkraftwerke gebaut werden müssen. Indien betreibt Siedewasserreaktoren, wie in Fukushima Daiichi. Aber auch Schwerwasser- Druckwasserreaktoren kanadischer Bauart und demnächst werden russische Druckwasserreaktoren ans Netz gehen. Ein Schneller Brüter an der Küste Tamil Nadus ist im Bau. Entsprechend muss die Sicherheit von sehr unterschiedlichen Kraftwerkstypen geprüft werden: npcil.nic.in/WriteReadData/Post_Fukushia2.html
Wegen der grossen Bevölkerungsdichte (wie Japan) darf kein gefährlicher Austritt radioaktiver Stoffe toleriert werden.
Zudem ist die Akzeptanz der Kernenergie auch im technologiefreundlichen Indien nicht mehr einfach selbstverständlich, wie Demonstrationen in Tamil Nadu beweisen.
17. Dezember 2011
Nicht nur schlechte Nachrichten aus dem leidgeprüften Japan und dem Schandfleck Fukushima Daiichi: Premier Yshihiko Noda konnte am Freitag die "Kalte Abschaltung" der beschädigten Reaktoren von Fukushima Daiichi bekanntgeben. Die Unfallphase sei nun vorbei. Die Reaktoren haben seit zwei Monaten eine Temperatur von weniger als 100 Grad Celsius. Weil die wärmeerzeugenden hochradioaktiven Stoffe fortlaufend zerfallen, dürfte sich die Situation entspannen.
Keine Entspannung gibt es für den Betreiber Tepco, der durch den Schaden von Bankrott oder Verstaatlichung bedroht wird. Die Aktionäre müssen allenfalls mit einem Totalverlust rechnen. Gegenwärtig leidet Japan unter Strommangel, weil nur noch wenige Kernkraftwerke am Netz sind und auch einige konventionelle Anlagen vom Tsunami zerstört wurden.
16. Dezember 2011
In den vergangenen Jahrzehnten ging der Trend zu immer grösseren Leistungsreaktoren, um mit dem Skaleneffekt die Stromgestehungskosten zu reduzieren. Unterdessen sind Einheiten von 1600-1700 Megawatt im Bau, beispielsweise die EPR. Der vielerorts liberalisierte Elektrizitätsmarkt verlangt unterdessen nach kleineren, flexibleren und kostengünstigen Kernkraftwerken. Ebenso sind in kleinen Ländern sehr grosse Kernkraftwerke nicht unbedingt sinnvoll, zudem sind mehrere kleinere Einheiten für die Netzstabilität besser, als einige wenige, sehr grosse Einheiten. Das "Schwimmende Kernkraftwerk" (siehe 10. Dezember) der Russen geht in diese Richtung, es ist zusätzlich transportierbar. Unterdessen ist in den USA die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit von kleinen, modularen Leichtwasserreaktoren (Small Modular Reactor SMR) untersucht worden. Durch den Kostenvorteil der Serienfertigung sind diese Reaktoren auch bei tiefem Gaspreis gegenüber Gaskombi- Kraftwerken mithalten:
www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
Der Hochtemperaturreaktor ist aber auch wieder ein Thema : http://www.intergraph.com/customerstories/chinergy.aspx
Neben Strom kann auch Prozesswärme klimafreundlich erzeugt werden.
15. Dezember 2011
Bei einem Brand auf dem russischen Atom- Eisbrecher Vaigach sind 2 Männer im Alter von 32 und 55 gestorben. Mit Kernenergie hat der Unfall wohl keinen Zusammenhang, wirft aber ein schlechtes Licht auf die russische Marine, bei der immer wieder Tote und Verletzte zu beklagen sind.
14. Dezember 2011
Um den Atomausstieg in der Schweiz ist es ruhig geworden; man darf gespannt sein, wie es nach dem ganzen Wahl- Zirkus weitergeht. Mit dem Fukushima- Effekt kann man (kurzfristig) Wahlen gewinnen, aber kaum langfristige Erfolge erzielen. Andernorts gehen die Investitionen in die Kernenergie weiter. Vladimir Putin konnte sich bei der offiziellen Inbetriebnahme des Blocks 4 des Kernkraftwerks Kaliningrad als Staatsmann geben. In Grossbritannien sind unterdessen die Reaktortypen EPR- 1600 von Areva und AP- 1000 von Westinghouse lizensiert worden. Für den geplanten EPR- 1600 in Hinkley- Point sind bereits die Schwerkomponenten bestellt.
14. Dezember 2011
Areva -der nach eigener Einschätzung grösste Atomkonzern der Welt- baut in Deutschland als Folge des Atomausstiegs 1200 bis 1500 Arbeitsplätze ab. Bis 2016 sollen die Investitionen konzernweit um ein Drittel gesenkt werden, weil wegen der befürchteten Abschwächung der Weltkonjunktur im Neuanlagen- wie auch im Unterhaltsgeschäft mit einem Nachfrage- Rückgang gerechnet wird.
Insgesamt beschäftigt Areva 48 000 Mitarbeiter, davon 28 000 in Frankreich, wo ab kommenden Jahr ein Einstellungsstopp gelten soll.
12. Dezember 2011
Auf dem Mars wird ein Auto mit der Zerfallswärme von Plutonium 238 fahren:
www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
Atombatterien haben in der Raumfahrt Tradition. Die meisten Strom- und Wärmequellen nutzten die Zerfallswärme. Die USA verwendeten nur 1965 einen Kernreaktor, den SNAP-10A, die Russen versorgten einige Kosmos- Satelliten mit kleinen Reaktoren.
11. Dezember 2011
Daimler Benz und der chinesische Autohersteller BYD bringen 2013 in China ein gemeinsam entwickeltes Elektroauto auf den Markt. Die "Shenzen BYD New Technology Co. Ltd." wurde erst im Mai 2010 gegründet.
Hergestellt wird das Auto von BYD. Die Umstellung des Strassenverkehrs von fossilen Brennstoffen aus Elektrizität geht langsam aber stetig voran. Ein Umweltvorteil ist nur möglich, wenn der Strom aus Wasser- und Kernkraftwerken kommt.
10. Dezember 2011
Russland und China wollen bei der Entwicklung von schwimmenden Kernkraftwerken und von nuklearen Schiffsantrieben zusammenarbeiten. Die Russen bauen bereits ein schwimmendes Kernkraftwerk, die Akademik Lomonossow. Es ist mit zwei Reaktoren des Typs KLT-40 ausgestattet, die eine elektrische Nettoleistung von 32 Megawatt haben. Die Plattform soll von Schleppern in die Nähe von Hafenstädten, Offshore- Bohranlagen und Industrieanlagen gebracht werden können. Die Lebensdauer soll 40 Jahre betragen und ein Brennelemente- Wechsel ist erst nach rund 10 Jahren vorgesehen.
10. Dezember 2011
In Grönland soll künftig Uran abgebaut werden dürfen. Die Regierung Grönlands -die Insel gehört zu Dänemark, ist aber weitgehend autonom- will das Uranabbauverbot aufheben. Das Kwanjefeld soll 135 000 Tonnen Uran und 1,4 Mio. Tonnen Zink sowie Seltene Erden enthalten. Weil der Bergbau in Grönland wesentlich stärker kontrolliert wird, als beispielsweise in Afrika, wird das Uran ethisch unbedenklich sein. Damit wird die Kernenergie noch umweltfreundlicher und sozialverträglicher.
8. Dezember 2011
Schweizer Politiker ersehnen den Atomausstieg, in Grossbritannien ist der Klimaschutz dagegen wichtiger, als Politikergeschwafel und Utopien. Die schweizerische Elektrizitätswirtschaft verzichtet vorläufig auf neue Kernkraftwerke und schreibt den bisherigen Aufwand für die Planung ab- immerhin ein zweistelliger Millionen- Betrag.
In Grossbritannien gehts vorwärts: http://www.nugeneration.com/
Der Standort für das neue Kernkraftwerk heisst Moorside.
5. Dezember 2011
Reisen in die "Todeszone" Tschernobyl seien wieder erlaubt, wie "Blick am Abend" heute schreibt.
Ein wichtiger Grund ist wohl die Tatsache, dass Flugreisen mehr Strahlenbelastung bedeuten, als ein Besuch in der "Todeszone": www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
4. Dezember 2011
Deutschland zieht den Atomausstieg durch, der Strom kommt künftig aus der Tschechdose:
http://www.trendletter.de/news-archiv/trendwoerter-botox-oekonomie-post-pc-welt-tschechdose-5857.html
3. Dezember 2011
Am 25. November hat der chinesische 600 MW- Druckwasserreaktor Ginshan II- 4 erstmals Strom an das Netz abgegeben.
Im kommenden Jahr soll der Reaktorblock den kommerziellen Betrieb aufnehmen. An diesem Standort begann vor 20 Jahren mit einem 298- MW- Druckwasserreaktor die Erfolgsgeschichte der Kernenergie in China. Insgesamt sind in Ginshan (auch Quinshan geschrieben) 6 Reaktoren in Betrieb. In China produzieren 14 Leistungsreaktoren rund 2 % der Elektrizität.
1. Dezember 2011
Die Stromlücke sei eine Denklücke, behaupten viele Kernenergie- Gegner. Das mag sein, nur gelingt es offensichtlich nicht, mit den Hirnströmen heller Köpfe diese Versorgungslücke zu stopfen. Nötig sind vielmehr Stromimporte.
In der Schweiz ergab sich bereits im August ein Importüberschuss von 83 Millionen Kilowattstunden. Normal wäre ein Exportüberschuss von mehreren hundert Kilowattstunden. Schuld ist hauptsächlich die seit Anfang Jahr anhaltende Trockenheit.
Auch im August ist der Stromverbrauch, hauptsächlich wegen der Wirtschaftsentwicklung, um gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 % gesunken.
1. Dezember
Wie eine im Oktober 2011 durchgeführte Mitgliederbefragung des Nuklearforums ergeben hat, sind viele Mitglieder mit der Berichterstattung über das Reaktorunglück in Fukushima- Daiichi in unseren Leitmedien (Fernsehen, Radio, Zeitungen) nicht zufrieden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich um ein überdurchschnittlich interessiertes und informiertes Publikum handelt, das entsprechende Ansprüche an die Qualität der Informationen stellt. Die Mitglieder befassen sich beruflich und / oder politisch mit der Kernenergie im weitesten Sinn und haben daher ein grösseres Bedürfnis nach qualitatitv hochwertiger Information.
www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
Eine weitere gute Adresse für Infos über Fukushima : fukushima.grs.de/
Offensichtlich gibt es auch in unserem atomaussteigenden Nachbarland immer noch interessierte und kluge Köpfe.
30. November 2011
Japan Steel Works (JSW), der weltweit führende Hersteller grosser Schmiedeteile, wie sie für die neuen Kernkraftwerke benötigt werden, hat seit vergangenem April (also nach Fukushima-Daiichi!) Export Aufträge für über 640 Mrd. Dollar erhalten. Weil weltweit neue Kernkraftwerke gebaut werden, investierte JSW in den letzten Jahren so viel wie noch nie in der 104- jährigen Unternehmensgeschichte. Die europäische und nordamerikanische Konkurrenz verlor in den vergangenen 30 Jahren Kapazitäten und Kompetenz, da die Manager in der Schwerindustrie keine Zukunft sahen. "Finanzprodukte" versprachen schnellere Rendite. Mit der Krise in den "alten" Industrieländern und dem ungebrochenen Aufstieg Chinas (Investitionsgüter- Nachfrage) steht die Realwirtschaft wieder besser da- sofern sie noch vorhanden ist!
27. November 2011
In Deutschland wird wieder einmal mehr gegen einen Castor- Transport protestiert. Dabei werden nicht nur die Gleise blockiert und demoliert. Besonders mutige Anti- Atom- Aktivisten erklimmen gar die "bösen" Castor- Behälter, in denen sich die verhassten hochradioaktiven Abfälle befinden. Entweder opfern sie ihre Gesundheit bewusst für den Kampf gegen das in der Kernenergie lokalisierte "Böse" oder sie vertrauen voll auf den Strahlenschutz. Das Risiko, durch herumklettern auf Castor- Behältern verstrahlt zu werden, ist extrem gering, gesundheitliche Folgen können ausgeschlossen werden. Demgegenüber besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch Stürze und Überrollen. Das Herumklettern auf Eisenbahnwagen ist daher auch nicht erlaubt. Bei elektrifizierten Strecken besteht zusätzliche Lebensgefahr, da die Oberleitungen (Atom-) strom mit einer Spannung von mehreren Tausend Volt führen. Die Demonstranten gefährden sich, die Polizeibeamten und das Bahnpersonal. Es wäre nun an den Politikern, vor Ort das Gespräch mit den Demonstranten zu suchen und ihnen den Sinn dieser Transporte zu erklären. Schliesslich hat die deutsche Politik die Atom- Ängste jahrelang benützt, Altkanzler Schröder hat sich gar mit seinem Atomausstieg einen lukrativen Verwaltungsratssitz bei Gazprom gesichert!
26. November 2011
Wie das Nuklearforum berichtet, macht auch Bangladesch Fortschritte auf dem Weg ins Atomzeitalter. Das Land habe gemäss Experten der Internationalen Atomenergie- Organisation IAEO "...bemerkenswerte Fortschritte im Bereich der nuklearen Infrastrukturentwicklung erzielt." Geplant wurde schon in den 60er- Jahren, gebaut wurde nichts. Nun sieht es offensichtlich besser aus. Russland soll zwei 1000- MW- Blöcke errichten. Bangladesch ist noch dichter besiedelt als Japan. Die platzsparende Kernenergie bietet sich daher an, um die Energieknappheit zu lindern. Das 145- Millionen- Volk ist dringend auf eine leistungsfähige und sichere Stromversorgung angewiesen, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Abholzung (Brennholz als Energiequelle!) zu lindern!
Erschwerend beim Weg ins Atomzeitalter wirken das Überschwemmungsrisiko weiter Landesteile, das schwache Hochspannungsnetz und der Mangel an Fachkräften. Die Bangladeschi sind jedoch entschlossen, ihr Los zu verbessern, das zeigt sich auch am grossen Interesse an Nichtregierungsorganisationen. Sie wollen besser leben und am Wohlstand teilhaben. Die Kernenergie kann mithelfen.
25. November
Europäische Länder sind wegen des kühlen Klimas, der hohen Industrialisierung und der geringen Ölvorkommen auf Kernkraftwerke angewiesen. Dünn besiedelte und wenig industrialisierte Wüstenländer könnten die Sonnenenergie nutzen, in Nahen Osten kann man preisgünstigen Strom aus Erdöl und Erdgas erzeugen. Die Iraner wollen die Stromlücke mit Kernkraftwerken füllen, ganz einfach, weil ihre grosse Bevölkerung auf stromintensive Arbeitsplätze in der Industrie angewiesen ist und die fossilen Brennstoffe so viel zu schnell verstromt würden. Wenn aber das extrem erdölreiche, dünn besiedelte und mit stark besonnten Wüstenflächen gesegnete Königreich Saudi- Arabien gleich 16 Kernkraftwerke plant, löst das ein gewisses Erstaunen aus. Die Pläne sind aber sehr konkret, das Land arbeitet dabei bereits mit Argentinien und Frankreich zusammen, am 15. November wurde ein Abkommen mit Südkorea abgeschlossen, das Forschung und Entwicklung, aber auch den Bau und Betrieb eines Kernkraftwerkes umfasst. Mit China, den USA, Grossbritannien, Russland und der Tschechischen Republik wird ebenfalls die Zusammenarbeit gesucht. Geplant ist ein Atomstromanteil von 20 %.
25. November 2011
Energie sparen! So wollte man in den 70ern auf die Oelkrise reagieren; knapp zwei Jahrzehnte später demonstrierte der damalige Bundesrat Adolf Ogi, wie Eier energiesparend gekocht werden können. Seither wächst der Energieverbrauch trotz Sparappellen und verlangsamtem Wirtschaftswachstum. Sind wir Europäer die verantwortungslosen Energieverschwender?
Eine Interessante Antwort liefert der "Blick am Abend". Im "Beauty- Streetlook" steht zu lesen, dass der aus offensichtlich aus Übersee stammende Detailhandelsfachmann Jacques (19) morgens eine Stunde im Badezimmer verbringt. "Ich dusche gerne ausgiebig". Viele Menschen in der 3. Welt leiden heute noch unter Wasserknappheit. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich mit diesem Zustand abfinden wollen. Duschen, Zähneputzen, saubere Wäsche und und und..... die Menschen sind unterschiedlich, aber sie haben ähnliche Bedürfnisse..... Damit auf der ganzen Welt 7 Milliarden Menschen so leben können, dass sie gesund und zufrieden sind, ist unglaublich viel Energie nötig. Ich wäre nicht zufrieden, wenn ich nicht duschen könnte und der Kaffee kalt bleiben würde..... wie könnte ich das von anderen Menschen erwarten? Die Kultur der Menschen ist höchst unterschiedlich, ihre materiellen Bedürfnisse sind erstaunlich ähnlich. Die Europäer backen ihr tägliches Brot, die Asiaten kochen ihren Reis. Beides braucht Energie. Die Europäer könnten Brennholz verwenden, die Asiaten Reisstroh. Aber sind wir ehrlich- mit Strom geht es für beide einfacher!
Wir steigen aus dem Atomzeitalter aus, die Asiaten steigen ein. Kulturen gehen unter- andere steigen auf!
24. November 2011
Gestern, den 23. November feierten wir an der Mitgliederversammlung das dreissigjährige Bestehen unseres Vereins. Bei guten Essen und interessanten Diskussionen sowie einem interessanten Vortrag über die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen im Kernkraftwerk Mühleberg wurde der alte Kampfgeist wiederbelebt. Mit den Kernschmelzen in Fukushima Daiichi und dem daraus entstandenen Medien- Tsunami haben wir seit Frühling eine zusätzliche, grosse Herausforderung. Da brauchen wir Motivation und Durchhaltewillen.
Von Resignation, Atomausstieg und Zukunftsängsten ist bei uns nichts zu spüren! Der statutarische Teil der Versammlung war schnell erledigt. Es wurden zwei neue, hochmotivierte Vorstandsmitglieder gewählt.
20. November 2011
Am Mittwoch, den 23. November feiert unser Verein in Olten seinen 30. Geburtstag. Drei Jahrzehnte Einsatz für die Akzeptanz der Kernenergie, motiviert von den grossen Möglichkeiten einer faszinierenden Technologie.
Die Pioniere der Kernenergie erreichen häufig bei guter Gesundheit ein hohes Alter, während die jüngeren Leute in der Branche auffallend häufig Familien gründen und glücklich wirken. Man mag spekulieren, woran das liegt. Vermutlich wirken sich verschiedene Faktoren wie gute Ausbildung, interessante Arbeit und wirtschaftlicher Erfolg, positiv aus.
In der Schweiz, Deutschland und Österreich ist "Atom" schon fast ein Schimpfwort, zumindest löst der Begriff Unbehagen aus. In der übrigen Welt sieht es völlig anders aus, sogar früher kernenergieskeptische Länder wie Grossbritannien, USA und die Niederlande setzen auf neue Kernkraftwerke. Schweden hat seinen Atomausstieg mit geringem Schaden überstanden und viele Wachstumsländer erhoffen sich vom preiswerten und sauberen Atomstrom Wohlstand.
Bei allem Vertrauen in den technischen Fortschritt darf eine gesunde Kritik nicht fehlen; das geht leider in der hitzigen Diskussion um Fukushima häufig vergessen. Es ist wichtig, den drohenden Atom- Ausstieg zu verhindern, aber unser Ziel als Eidgenossen, Europäer und Weltbürger muss sein, eine offene und sachliche Diskussion über Vor- und Nachteile der Kernenergie und anderer neuer Technologien zu führen. Auch wenn wir heute wissen, dass Fukushima Daiichi (die Anlage Nr. 1 mit den älteren Blöcken) massive Sicherheitsdefizite aufwiesen, die bei uns im Westen nicht denkbar sind und die neueren Blöcke von Fukushima Daini sich als -zumindest sicherheitsmässig- Tsunami- resistent erwiesen, müssen wir Kernenergie- Befürworter für Kritiker Verständnis aufbringen. Wenn wir uns der sektiererischen Haltung von hartgesottenen Gegnern annähern, so wird eine sachliche Diskussion abgewürgt. Das ist nicht in unserem Sinn und schadet letztlich der Sache.
Unser Verein steht für die friedliche Nutzung der Kernenergie zum Vorteil der Menschen ein. Es ist ausdrücklich nicht unsere Aufgabe, die Interessen irgendwelcher (Energie-) Konzerne zu vertreten, wir wollen eine umweltfreundliche, ethisch vertretbare, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung für die Schweiz und -zusammen mit ähnlichen Organisationen- auf der ganzen Welt.
Selbst bei den deutschen Linken gibt es Menschen, welche den Nutzen der Kernenergie sehen.
17. November 2011
In der Beilage zur aktuellen "Handelszeitung" "Special Stahl" wird mehrfach auf die Bedeutung der Stromkosten für die einheimische Stahlindustrie hingewiesen. Es geht dabei ausdrücklich nicht um wirklich teuren Solarstrom, sondern um Preiserhöhungen von einigen Prozenten. Die Energiekosten seien mit einem Anteil 13 % noch wichtiger als die Personalkosten. Das Stahlwerk Gerlafingen hat einen Anteil von rund 0,7 % am Stromverbrauch in der Schweiz. Die Stahlwerke in Gerlafingen und Emmenbrücke erzeugen aus 1,3 Millionen Tonnen Schrott rund 1,1 Millionen Tonnen Stahl. In Gerlafingen ist eine zweite Stranggussanlage geplant, deren Bau wohl entscheidend vom zukünftigen Strompreis abhängt. Die Stahlproduktion in der Schweiz ist sinnvoll, weil so lange Transportwegen für Schrott und Stahl vermieden werden können. Es ist zudem unehrlich, kostengünstigen Stahl z. B. aus Japan zu kaufen, im Wissen, dass dieser mit Atomstrom erzeugt wird, während bei uns ganze Industrien dem Atomausstieg geopfert werden sollen!
17. November 2011
Saudia Arabien und Südkorea haben Mitte November ein Abkommen zur Zusammenarbeit in der friedlichen Kernenergie- Nutzung unterzeichnet. Es umfasst Forschung und Entwicklung, die Planung, den Bau und Betrieb eines Kernkraftwerkes sowie den Export von koreanischen Nukleargütern. Ähnliche Abkommen werden mit China, Russland, Tschechien, Grossbritannien und den USA angestrebt. Abkommen mit Argentinien und Frankreich bestehen bereits. Dem Erdölstaat ist die Nutzung der Kernenergie offensichtlich ein ernstes Anliegen.
12. November
Nach einer im September durchgeführten Befragung unterstützen 59 % der Amerikaner den Bau neuer Kernkraftwerke. 62 % sind grundsätzlich für die Kernenergie im eigenen Land, 35 % dagegen. In der Schweiz kühlt sich die Konjunktur spürbar ab; wegen der Frankenstärke sinkt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Höhere Strompreise, wie sie mit dem von der Regierung angestrebten Atomausstieg erreicht werden, ergäben eine zusätzliche Belastung.
Möglicherweise verbessert die härtere wirtschaftliche Realität die Akzeptanz der Kernenergie, wie das in den USA bereits eingetreten ist. In der "Handelszeitung" vom 10. November wird beschrieben, wie verstärkte Automatisierung die Konkurrenzfähigkeit der schweizerischen Industrie erhalten kann. Dass Roboter Strom verbrauchen, steht so nicht geschrieben, ist aber kein Geheimnis....
6. November 2011
Russland wird ab 2013 in Bangladesch ein Kernkraftwerke mit zwei 1000 MW- Druckwasser- Reaktoren bauen. Damit beginnt für das extrem dicht besiedelte und immer noch sehr arme Land nordöstlich von Indien das Atomzeitalter. Die Reaktoren sollen ab 2018 den ersten Strom liefern.
6. November 2011
Schwache bis rückläufige Entwicklung der Industrieproduktion und die milde Witterung lassen den Stromverbrauch in der Schweiz seit Jahresanfang sinken, zusätzlich drückt die Trockenheit die Wasserkraft- Produktion. Der starke Franken drückt die Profite im europäischen Stromhandel und -als ob das alles nicht schon genug wäre- verschlechtert der Atomausstieg die längerfristigen Zukunftsaussichten.
Alpiq, Axpo und BKW bauen entsprechend rund 600 Stellen ab. Damit weht in der Elektrizitätswirtschaft ein ungewohnt harter Wind. Die Verunsicherung, die schon durch den Atomausstieg, die Liberalisierung in der EU und die widersprüchlichen Signale für die CO2- Kompensation zukünftiger Gaskraftwerke besteht, wird nun weiter verstärkt.
Langfristig wird weiter ein steigender Stromverbrauch erwartet, ebenso ist klar, dass die Strombezugsrechte in Frankreich bald wegfallen und neue Bezugsrechte in anderen Ländern durch die neuen Regeln der EU für den Zugang zum Übertragungsnetz mindestens unsicher werden.
Für die längerfristige Stromversorgung sind das keine guten Zeichen!
2. November 2011
Im Juli 2011 ging der Stromverbrauch in der Schweiz gegenüber der Vorjahresperiode um 2,6 % zurück, nachdem schon im Juni ein Rückgang um 2,7 % zu verzeichnen war. Seit Januar ist der Stromverbrauch trotz starker Bevölkerungszunahme rückläufig, was sich mit der Wirtschaftsentwicklung erklären lässt. Wegen der trockenen Witterung musste trotzdem bis in den April Strom importiert werden. Der Füllungsgrad der Stauseen ist bis Ende Oktober unterdurchschnittlich. Entsprechend ist die Schweiz auch diesen Winter auf Stromimporte angewiesen, um die Versorgung zu sichern. Ohne währungsbedingte Einsparungen bei der Industrie würde sich die Stromlücke wesentlich stärker öffnen.
25. Oktober 2011
Nach den Wahlen mit dem unerwartet wirksamen "Fukushima- Effekt" bleibt die Hoffnung auf eine realistischere Energiepolitik. Ein eigentlicher rotgrüner "Tsunami" ist ausgeblieben, aber die SVP als noch einzige echt kernenergiefreundliche Partei ist im Parlament klar geschwächt. Entscheidender als die Stärke der SVP bleibt aber die Haltung von FDP, CVP und BDP, die rasch wechselt und nicht vorauszusehen ist. Die Fakten haben sich in der Energiepolitik nicht geändert; wohl sinkt der Stromverbrauch durch die wirtschaftliche Abkühlung, da eine tiefe Dauerrezession von der Bevölkerung und wohl auch von einer Mehrheit der Politiker nicht gewünscht wird, sind Ersatz- Kernkraftwerke immer noch ein Thema. Stromimporte sind keine dauerhafte Lösung, siehe Italien mit den hohen Preisen und der unsicheren Versorgung.
19. Oktober 2011
Die Kohlestrom- Projekte der Repower (ehemals Rätia- Energie) bleiben weiter umstritten. Nun soll auch das Bündner Stimmvolk über die Beteiligung an Kohlekraftwerken in Deutschland und Italien entscheiden. Die kantonale Volksinitiative "Strom ohne Kohlekraft" ist mit 4427 Unterschriften eingereicht worden.
Solange Klimaschutz gefordert wird, ist an Kohlekraftwerke gar nicht zu denken. Wir brauchen in der Schweiz und Europa neue Kernkraftwerke statt Atomausstieg. Die Umwelt dankt!
16. Oktober 2011
Im Jahr 2011 verbrauchte Google rund 2,26 Milliarden Kilowattstunden Strom, rund einen Drittel weniger als die Jahreserzeugung des Kernkraftwerkes Mühleberg. Tendenz steigend, wie überall in der Elektronik.
Unterdessen läuft die Unterschriftensammlung für die Atomausstiegs- Initiative der Grünen recht harzig, wie die "Sonntags- Zeitung" berichtet. Offensichtlich verliert der "Fukushima- Effekt" rasch an Schwung.
Vielleicht bleibt nach den Wahlen gar nichts mehr übrig...
15. Oktober 2011
Stephan Kohler, der Geschäftsführer der Dena, der Deutschen Energie- Agentur, befürwortet den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke, weil sich auch in Deutschland eine Stromlücke öffnet. Im Zusammenhang mit der Photovoltaik bezeichnet er in der "Berliner- Zeitung" Deutschland als "lichtarm". Nicht einmal ein Prozent des Stroms komme aus Solarenergie.
Der Atomausstieg Deutschlands verlangt von Mensch und Umwelt grosse Opfer.
8. Oktober 2011
Unsere Standaktion in Luzern ist trotz des Regens nicht "ins Wasser gefallen", es hat viele interessante Begegnungen und Diskussionen gegeben. Wir konnten für unseren Verein werben und aufzeigen, dass die Kernenergie kein Auslaufmodell ist und unsere Politiker nicht allwissend sind.
3. Oktober 2011
Auch im Juni hat der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahresmonat abgenommen. Die Abnahme um 2,7 % ist hauptsächlich mit der schwächeren Verfassung der verarbeitenden Industrie zu erklären. Wegen der Trockenheit ist der Exportüberschuss im Juni deutlich schwächer als im vergangenen Jahr. Insgesamt resultiert für das erste Halbjahr ein massiver Stromimport- Überschuss von 2,9 Milliarden Kilowattstunden.
Weil der Füllungsgrad der Speicherseen eher gering ist, wird der Strom trotz Frankenstärke und der daraus resultierenden Stromeinsparung in der verarbeitenden Industrie knapp.
2. Oktober 2011
So kurz vor den Wahlen kann man von den Politikern keine glaubwürdigen Positionen zur zukünftigen Energieversorgung erwarten. Die Ausstiegsbeschlüsse und -ideen der eidgenössischen Räte sind daher nicht so ernst zu nehmen. Viele wollen einfach vom "Fukushima- Effekt" profitieren.
28. September 2011
Leider konnte die Seite wegen eines Software- Fehlers, der nun behoben ist, längere Zeit nicht mehr aktualisiert werden.
14. Juni 2011
Italien hält am Atomausstieg fest und verzichtet damit auf produktive Investitionen und Technologietransfer. Möglich, dass die Enttäuschung über Berlusconi eine Rolle spielte. Investiert wohl auch so -in teure Stromimporte und in neue Oel- Gas- und Kohlekraftwerke. Die Bündner Repower will in Saline Joniche, Kalabrien ein Kohlekraftwerk bauen. Italien als Abfalleimer für die reichen Länder? Für die neuen Kernkraftwerke wurden bereits Investitionen getätigt und junge Leute ausgebildet. Mit Beteiligung der italienischen Industrie hätten Enel (Italien) und EdF (Frankreich) modernste Druckwasser- Reaktoren des Typs EPR gebaut. Tiefere Strompreise und gute Arbeitsplätze wären die Folge gewesen. Stromimporte wie auch die fossile Stromerzeugung bedeuten Geldabfluss ins Ausland, denn bei Kohle- Oel- und Gaskraftwerken machen die Brennstoffe rund drei Viertel der Erzeugungskosten aus. Bei der Kernenergie ist der Anteil wesentlich geringer, auch wenn Italien die Brennelemente nicht selbst herstellen kann. Schweizerische und französische Elektrizitätswerke haben in den letzen 20 Jahren dank Italiens Verzicht auf eigene Kernkraftwerke Milliarden verdient- Geld das der italienischen Volkswirtschaft, insbesondere der Industrie durch überhöhte Stromtarife entzogen worden ist. Eine moderne Form der kolonialen Ausbeutung.
Die Türkei will eigene Kernkraftwerke, die ersten werden von den Russen gebaut und vorerst auch betrieben. Beschäftigungseffekt und Technologietransfer werden entsprechend geringer ausfallen, als bei den italienischen Projekten.
Aber immerhin wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen etwas reduziert.
Die Idee, Italien könnte mehr Alternativenergien einsetzen, wird an den Finanzen scheitern. Die reichen Euro- Länder bezahlen schon für die Euro- Krise genug.
8. Juni 2011
Die heutige Atomdebatte im Nationalrat ist ohne Überraschungen geblieben. Die bestehenden Kernkraftwerke sollen weiterlaufen, der Bau von neuen Kernkraftwerken wird jedoch vorläufig verunmöglicht, was hohe Kosten und die Aufgabe der bisherigen Klimapolitik zur Folge haben wird. Die SVP hat sich als einzige Partei konsequent für die einheimische Kernenergie eingesetzt. Exponenten von FDP und CVP haben wohl auf die nachteiligen Folgen des Atomausstieges hingewiesen, es hat ihnen aber am nötigen Rückgrat gefehlt, den Atomausstieg klar abzulehnen. Der FDP ist zugute zu halten, dass sie die Option Kernenergie nicht ganz aufgeben will. Aber leider ist nicht allen ihren Exponenten klar, dass die heute in der Schweiz betriebenen Kernkraftwerke zur 2. Generation gehören, während die Projekte zur 3. Generation gehören werden und daher wesentlich fortschrittlicher und sicherer sind.Der Atomausstieg wird überwiegend mit den angeblichen Gefahren der drei ältesten und kleinsten Kernkraftwerke Mühleberg sowie Beznau 1 und 2 begründet. Sie sollen jedoch auch nach dem Willen der Mehrheit des Nationalrates jahrelang weiterbetrieben werden. Eigentlich wäre es Aufgabe der Politiker, diese angebliche Gefahr für die Öffentlichkeit möglichst schnell zu beseitigen, z. B. indem rasch ein Ersatz- Kernkraftwerk gebaut wird. Ein neuer Kernkraftwerk- Block von 1200- 1600 Megawatt könnte alle drei älteren Anlagen ersetzen. In Anbetracht dieser Tatsache ist dieser geplante Atomausstieg, der auch noch im Ständerat behandelt werden muss und gegen den bestimmt das Referendum ergriffen wird, höchst widersprüchlich. Der Solothurner Nationalrat Roland Borer (SVP) hat Energieministerin Leuthard ganz direkt gefragt, wer denn die geplante Strompreis- Verbilligung für die energieintensiven Industrien finanzieren soll. Die Bundesrätin hat ausweichend geantwortet. Anlass für die ganze -stark von Wahlkampfgetöse geprägte- Debatte ist die Kernschmelze in vermutlich drei der sechs Blöcke des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi. Die vier Blöcke der moderneren Anlage Fukushima Daini haben den Tsunami ohne unzulässige Freisetzung von Radioaktivität überstanden, im wesentlichen, weil ihre Notstromaggregate nicht in den Maschinenhallen untergebracht sind, sondern in den gesicherten Reaktorgebäuden. Damit dürfte feststehen, dass sich die teure Sicherheitstechnik westlicher Kernkraftwerke langfristig auszahlt. Sachlich betrachtet, ist es nicht sinnvoll, sichere Kernkraftwerke in Deutschland und der Schweiz politisch motiviert stillzulegen und damit dem Volk hohe Kosten aufzubürden.
Das Hinterfragen der Kernenergie und der Sicherheit sowie Umweltverträglichkeit von Kernkraftwerken ist wichtig und sinnvoll. Ebenfalls erwünscht ist die Erforschung anderer Energiequellen. Wenn jedoch aus rein politischen Erwägungen (Grüne aller Schattierungen und opportunistische Bürgerliche) sowie wirtschaftlichen Partikularinteressen (Gazprom, Subventionsfreunde) unsachlich gegen die Kernenergie gehetzt wird, so werden Umwelt, Wohnbevölkerung und Wirtschaft den hohen Preis einer verfehlten Energiepolitik bezahlen müssen.
Das Beispiel Schwedens zeigt, dass ein Atomausstieg durchaus überwunden werden kann.
Aufschlussreicher als die Voten von Politikern im Wahlkampf und das Getöse in den Medien wird weiter die "Abstimmung an der Steckdose" sein. Wird der Stromverbrauch ab dem März 2011 durch den "Fukushima- Effekt" tatsächlich längerfristig sinken? Die warme Witterung und der hohe Franken (bremst die stromintensive Industrie) können durchaus eine gewisse Einsparung bewirken.
Der Verein Kettenreaktion steht 30 Jahre nach seiner Gründung vor der grossen Herausforderung, dem "Medien- Tsunami" nach der Naturkatastrophe in Japan entschlossen entgegenzutreten. Die Energiediskussion muss sachlicher werden.
29. Mai 2011
85- 95 % Atomstrom! Eine Horrorvorstellung für Grüne!
Kernenergie deckt die Grundlast, daher ist der Anteil bei (witterungs-und tagesbedingtem) tiefen Verbrauch besonders hoch.
29. Mai 2011
Eine deutsche Abstimmung über Alternativenergien :
http://www.goeppel.de/no_cache/aktuell/umfrage.html
29. Mai 2011
Wenn man unsere Zeitungen liest, so glaubt man, die Welt, bestehend aus Deutschland, Schweiz und Österreich, wolle sofort auf Kernkraftwerke verzichten. Was die "bösen" Holländer, Chinesen, Inder, Amerikaner, Russen, Türken usw. bauen, ist kaum eine Zeile wert. Doch auch in der deutschsprachigen Welt gibt es Befürworter der Kernenergie :
http://www.planet-liebe.de/forum/showthread.php?t=280130&page=
25. Mai 2011
Das japanische Erdbeben erschüttert die eidgenössische Politik. Die Landesregierung will aus dem Atomzeitalter aussteigen. Dieselbe Regierung lässt die Bevölkerung durch Einwanderung stark wachsen. Woher der Strom stammen soll, ist recht unsicher. Alternativenergie soll es sein. Dazu Gaskraftwerke als "Übergangslösung", wie einst die Autobahnvignette! Und etwas Stromsparen. Bundesrat Ogi zeigte vor rund 20 Jahren, wie das funktionieren soll- heute bleibt die Politik vage. Es wird auf jeden Fall teuer. Allein schon die absehbaren Bauverzögerungen für die geplanten Ersatz- Kernkraftewerke werden ins dicke Tuch gehen. Dazu die steigenden Stromimporte. Der Strom wird europaweit knapp und damit steigen die Marktpreise längerfristig.
22. Mai 2011
Kämpft gegen Atom ......... natürlich mit (Atom-) strom:
Kommt zuhauf! Bringt soviele Menschen mit, wie Ihr könnt! Leitet diese
Nachricht weiter, daß die Leitungen glühen und die Server rauchen! Ihr
braucht sie nicht einmal zu anonymisieren, sie steht sowieso völlig
offen im Internet.
Viele Grüße
Euer
Amish D. Leßmann
So lässt sich der explodierende Stromverbrauch des Internets teilweise erklären.....
22. Mai 2011
Die Türkei will trotz Erdbebenrisiken ein Kernkraftwerk mit vier Reaktorblöcken bauen. Bauen und finanzieren sollen die Russen, die Türkei garantiert dafür einen relativ hohen Abnahmepreis für die Elektrizität.
http://de.rian.ru/business/20110418/258872077.html
22. Mai 2011
Elektrofahrzeuge benötigen eine leistungsfähige und sichere Stromversorgung: http://www.chademo.com/
Zudem darf der Strom nicht zu teuer werden.
21. Mai 2011
Finnlands Olkiluoto- 3 macht hauptsächlich durch Verzögerungen und Kostenüberschreitungen Schlagzeilen. Der erste Europäische Druckwasser- Reaktor leidet offensichtlich unter Kinderkrankheiten.
Trotzdem und ungeachtet der Antikernenergie- Stimmung in Deutschland soll am gleichen Standort ein vierter Block gebaut werden. Finnland benötige emissionsfreie und wettbewerbsfähige Elektrizität. http://www.tvo.fi/www/page/ol4_en/
21. Mai 2011
Das Kernkraftwerk Gösgen wird in der Jahresrevision 2014 mit dem in Erlangen entwickelten Areva- Sicherheitsleitsystem Teleperm XS aufgerüstet. Das Leitsystem wird in Erlangen vorgefertigt und getestet. Trotz Atomausstieg bleibt die nordbayerische Stadt ein wichtiger Standort für den französischen Areva- Konzern, der aus der Fusion von Framatome und Siemens KWU hervorgegangen ist.
Alder Fahrschule Postfach 118 8953 Dietikon Markus Alder Fahrlehrer / Dipl. Verkehrslehrer / Senioren- Fahrberater
Michael Fehr SVP / Leserbriefschreiber Maurer / Bautechniker
Kantonsrat Dr. H. R. Lutz AVES Leute, ungenannte bleiben wollende Mitarbeiter von Stromkonzernen ...
Der Kreis der Helfer vergrössert sich! Auch in Deutschland regt sich immer mehr Widerstand gegen eine Politik, die nur Verlierer ergeben wird. Die Kettenreaktion kämpft seit 1981 ungebrochen gegen die rotgrüne Ausstiegspolitik. Melonengrüne sind aussen rot und innen grün. Ein Begriff aus dem Kalten Krieg, emotionsgeladen, aber allein aus diesem Grund keineswegs falsch.
Nur die Gurkengrünen sind in der Substanz grün.
Michael Fehr ist aufgefallen, dass viele Persönlichkeiten aus dem Antiatom- Lager eine linke Orientierung oder mindestens eine rote Vergangenheit haben.
Man denke an Gerhard Schröder, Angela Merkel, Jürgen Trittin, Joschka Fischer, Petra Kelly und und...
19. Mai 2011
Deutschlands Atomausstieg wird beschleunigt, während die Briten gelassen und überlegt auf die Havarien in Fukushima reagieren. Der britische Kernkraftwerk- Park ist überaltert, zudem sind noch gasgekühlte Graphit- Reaktoren in Betrieb. Trotzdem hält der Inselstaat an der Kernenergie fest:
http://www.reuters.com/article/2011/05/18/us-britain-nuclear-safety-idUSTRE74H34Y20110518
Eigentlich ist es auch sinnvoller, ältere Reaktoren durch neue, bessere Anlagen zu ersetzen, als kopflos den Ausstieg zu verlangen.
16. Mai 2011
In Pakistan wurde das dritte Kernkraftwerk des Landes ein Vierteljahr früher als geplant in Betrieb genommen. Es ist ein Druckwasser- Reaktor chinesischer Bauart mit einer Leistung von 300 Megawatt. Premierminister Syed Yuyuf Raza Gilani lobte mit Stolz den Einsatz der chinesichen und pakistanischen Arbeiter und betonte, das Kernkraftwerk Chasma-2 werde helfen, die Stromknappheit in der Region zu bekämpfen. Bis 2030 soll die gesamte Kraftwerks- Kapazität Pakistans auf 160 000 Megawatt (MW) steigen, davon sollen 8 800 MW auf Kernkraft entfallen.
15. Mai 2011
Wieder einmal wird die Inbetriebnahme des iranischen Kernkraftwerkes Busher von einigen Medien angekündigt. Die Anlage wurde bereits vom persischen Schah Mohamed Reza Pahlewi in Auftrag gegeben, weil er das Erdöl lieber exportieren als verstromen wollte. Nach dem Vorbild von Biblis sollte Siemens- KWU zwei Druckwasser- Reaktoren errichten. Durch die iranische Revolution von 1979 wurde der Bau vorerst unterbrochen. Für Ayatollah Chomeini war der Kernenergie nicht mit dem Islam vereinbar und der islamisierte Iran für Siemens kein interessanter Geschäftspartner mehr. Nach dem Ende des Krieges gegen Irak entwickelte sich die Industrie rasch, entsprechend erhöhte sich der Stromverbrauch. 1995 begannen die Russen mit der Fertigstellung vorerst eines Reaktorblocks. Möglich, dass noch in diesem Jahr die Inbetriebnahme erfolgt- nach 35 jahren Bauzeit. Russische WWER- 1000- Reaktoren gehen normal nach einer Bauzeit von rund 5 Jahren ans Netz.
15. Mai 2011
Die Folgen der schrecklichen Naturkatastrophen in Japan bedrohen die Zukunft der Kernenergie nach Meinung von AREVA nicht: http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13373296/AKW-Bauer-Areva-sieht-Atomkraft-nicht-in-Gefahr.html
11. Mai 2011
Zwei Monate nach der japanischen Erdbeben- und Tsunami- Katastrophe meldet das Nuklearforum die 1. Netzsynchronisation des chinesischen Kernkraftwerkes Ling-Ao II-2. Der Druckwasser- Reaktor chinesischer Bauart soll voraussichtlich im Juni 2011 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Für unsere Zeitungen ist die Tatsache, dass in China auch nach "Fukushima" neue Kernkraftwerke ans Netz gehen, offensichtlich unwichtig.
