21. Februar 2012
Nicolas Sarkozy und David Cameron bekräftigen am 17. Februar in Paris die französisch- britische Zusammenarbeit im zivilen Nuklearsektor zur "Stärkung der Konkurrenzfähigkeit" und zur "Schaffung von einheimischen Arbeitsplätzen". Die französischen Staatskonzerne Areva und EdF werden zusammen mit britschen Firmen neue Kernkraftwerke in Grossbritannien bauen. Enthusiasmus statt Ausstiegsideologie. Selbstverständlich ist auch die Sicherheit bestehender und künftiger KKW ein Thema; die Lehren aus Fukushima vergessen die beiden Länder mit Reaktoren an den Hochseeküsten nicht.
Nicht nur politische Bekenntnisse und Abkommen zum Bau von EPR (Europäische Druckwasserreaktoren von Areva) prägen die Zusammenarbeit der beiden europäischen Atommächte, auch die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung kommt voran. Die vierte Generation von Kernkraftwerken wird von CEA (Commissariat à l`energie Atomique et Energies Alternatives) und Rolls Royce angepackt. Der Demonstrationsreaktor Astrid, ein natriumgekühlter Schneller Brüter soll als sogenannter Inzinerator für die "Aktinidenverbrennung" eingesetzt werden. So soll die Entsorgung hochradioaktiver Abfälle bedeutend vereinfacht werden.
15. Februar 2012
US- Energieminister Steven Chu besuchte das Kernkraftwerk Vogtle in Waynesboro im Bundesstaat Georgia. Er pries vor 500 Arbeitern die Vorteile der Kernenergie und die Unterstützung der Regierung Obama für die Entwicklung der Kerntechnik. Der Bau der zwei neuen Blöcke Vogtle 3 +4 zeigt, dass die Politik die nukleare Renaissance ernst nimmt.
15. Februar 2012
Die nachlassende Kälte normalisiert den Stromverbrauch. Frankreich exportiert wieder, was die Marktpreise sinken lässt. Um den Jahreswechsel waren alle 58 Kernkraftwerke am Netz, während der Kältewelle ist die Verfügbarkeit nicht weit über 90 % gewesen- kein sonderlich guter Wert. Zusätzlich wurde das Kohlekraftwerk Le Havre Ende Januar durch einen Brand beschädigt. Frankreich wurde so von Stromimporten abhängig, was Europas Übertragungsnetz und Kraftwerkpark forderte. Mit älteren Kohle- und Ölkraftwerken konnte die Stromlücke geschlossen werden. Eine erhöhte Belastung mit Schwefeldioxid und Stickoxiden war eine der Folgen.
15. Februar 2012
Die kantonale Volksinitiative "Mühleberg vom Netz" ist vergangene Woche mit 15 480 Unterschriften eingereicht worden. Sie verlangt die sofortige Abschaltung des Kernkraftwerkes Mühleberg. Wie der Mühleberg- Strom ersetzt werden soll, kümmert die Initianten kaum. Man darf auf die Abstimmung gespannt sein......
Der Verein Kettenreaktion wird sich im kommenden Abstimmungskampf für den Weiterbetrieb des bewährten Kernkraftwerkes einsetzen.
14. Februar 2012
Viel Wind um nichts: Heute wurde in den Radionachrichten die Rekordproduktion der Windräder in der Schweiz gelobt; sie erreiche 0,1 % der gesamten Stromproduktion! Immerhin soll es für viele Haushalte reichen. Windstrom fällt unvorhersehbar und unregelmässig an; entsprechend tief ist der Wert, denn Windräder können keine Kraftwerke ersetzen, sie können allenfalls etwas Brennstoff einsparen. Bei Kernkraftwerken, wo die Brennstoffkosten nur einen Bruchteil der Betriebskosten ausmachen, ist der Nutzen nahe Null. Wenn Gas oder Öl eingespart werden kann, sind es ein paar Rappen pro KWh, aber sicher deutlich weniger als die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Darüber wird aber nicht berichtet. Geht uns auch nichts an, wir sollen einfach bezahlen......
Einen wesentlich relevanteren Rekord erzielte das Kernkraftwerk Leibstadt im vergangenen Jahr; mit 9,841 Mrd. Kilowattstunden wurde in einem Jahr soviel Strom wie noch nie seit der Inbetriebnahme 1984 produziert. Das sind rund 18 % der schweizerischen Stromproduktion. Also keine Schlagzeile wert, denn Leibstadt liefert zuverlässig rund um die Uhr.
2011 war der Strom aus Leibstadt besonders wertvoll, denn die Produktion der Wasserkraftwerke wurde durch die Trockenheit reduziert.
Die Produktion der bestehenden Kernkraftwerke nimmt langfristig zu, denn die Anlagen werden nicht nur sorgfältig gewartet, sondern auch immer wieder verbessert. Neue Turbinen nutzen den Dampf effizienter, neue Generatoren haben einen noch höheren Wirkungsgrad, Verbesserungen am Kondensator steigern den thermischen Wirkungsgrad, optimierte Kühlturmeinbauten sparen Energie....
Ebenso wird die Anlagensicherheit laufend erhöht.
14. Februar 2012
21 Jahre Spitzenleistung ohne Reaktorschnellabschaltung (RESA) : Das Kernkraftwerk Gösgen produzierte auch im Jahr 2011 ohne unvorhergesehenen Unterbruch. Die Nettoproduktion erreichte 7,91 Milliarden KWh, genug für eine Million Menschen. Oder über eine Million Haushaltungen, wie das im Zusammenhang mit Alternativenergien gern geschrieben wird. Aber welcher Mensch verbraucht nur im Haushalt Strom? Zusätzlich lieferte das Kernkraftwerk auch an eine benachtbarte Karton- und eine Papierfabrik Prozessdampf und sparte so fossile Brennstoffe (rund 18 000 Tonnen Öl) ein. Da müsste jeder Grüne jubeln, werden doch neben dem Öl auch rund 800 Lastwagen- Fahrten eingespart....
Im Januar 2012 produzierte die Anlage ohne Unterbruch, einzig am 1. Januar wurde die Leistung für drei Stunden um die Grössenordnung eines Wasserkraftwerkes reduziert, da der Strombedarf feiertagsbedingt geringer war. Kernenergie ist zuverlässig und trägt zur Netzstabilität bei.
21 Jahre fehlerlose Arbeit ist eine schon fast unvorstellbare Spitzenleistung, die grosse Bewunderung verdient.
13. Februar 2012
Russland drosselt wegen der grossen Kälte seinen Gasexport, wie verschiedene europäische Zeitungen berichten. Deutschland, Österreich und Italien hätten bis zu 30 % weniger Gas erhalten. Die gefüllten Gasspeicher verhindern vorerst eine Knappheit, müssen aber später wieder gefüllt werden. Die einseitige Abhängigkeit von Russland zahlt sich nicht aus.
Kleine Länder wie die Schweiz müssen auch den Kernbrennstoff importieren. Die Vorräte der Kraftwerke reichen jedoch wegen der hohen Energiedichte mehrere Jahre. Zudem könnte der Brennstoff auch auf dem Luftweg von irgendwo auf der Welt eingeflogen werden, ohne dass sich der Strom nennenswert verteuern würde. Bei fossilen Brennstoffen wäre das wirtschaftlich nicht tragbar.
12. Februar 2012
Elektroheizungen sind keine französische Spezialität; auch in Basel erhält eine Mieterin einer von der Stadt verwalteten Liegenschaft -laut Sonntagsblick- drei Elektroöfeli, weil der einzige Heizkörper ihrer Wohnung ausgefallen ist. Die Politik am Rheinknie ist wohl gegen Kernenergie, was aber nicht heisst, dass die elektrische Energie eingespart oder durch andere Energien ersetzt werden soll!
Die ungewohnte Kälte ist europaweit ein Problem. Obdachlose und Arme erfrieren, Unfälle und Schäden häufen sich, der Verbrauch fossiler Brennstoffe, auch für die Stromerzeugung, erreicht Rekordwerte. Immerhin wird es in der kommenden Woche milder......
10. Februar 2012
Erfreuliches aus den USA: Vogtle 3 + 4 sollen die kombinierte Bau- und Betriebsbewilligung COL erhalten. Die Aufsichtsbehörde Nuclear Regulatory Comission (NRC) will diese Bewilligung innert rund zehn Tagen erteilen, nachdem das Projekt vier Jahre (!) geprüft wurde. Es sollen zwei AP- 1000 von Westinghouse gebaut werden. Der AP- 1000 ist ein Druckwasserreaktor der 3. Generation und basiert auf der jahrzehntelangen Erfahrung von Westinghouse Nuclear auf diesem Gebiet. Der japanische Elektro- und Elektronik- Konzern Toshiba übernahm Britisch Nuclear Fuels 2006, kurz nachdem diese die Nuklearsparte des amerikanischen Westinghouse- Konzerns übernommen hatte.
Symbolwirkung hat der Fortschritt am Standort Vogtle in Georgia, weil es seit 30 Jahren das erste neue Projekt ist.
Watts Bar 2 wird das erste amerikanische Kernkraftwerk sein, das nach der Jahrtausendwende ans Netz geht. Mit dem Bau wurde schon 1972 begonnen, aus wirtschaftlichen Gründen wurden die Pläne jedoch in den 80ern aufgegeben und bereits gelieferte Komponenten als Ersatzteile verwendet. 2013 soll der AP- 1000 den ersten Strom liefern.
10. Februar 2012
Nicolas Sarkozy besuchte gestern das Kernkraftwerk Fessenheim und provozierte so die deutschen Kernenergie- Gegner. Der in einem harten Wahlkampf stehende Präsident wie auch das älteste Kernkraftwerk der Electricité de France (EdF) haben mit einem ramponierten Ruf zu kämpfen. Sakozy wird bereits als Wahlverlierer gehandelt und sein sozialistischer Hauptkonkurrent Hollande will Fessenheim als Konzession an die Grünen stilllegen und den Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion von heute gegen 80 % auf 50 % senken. Ob er damit den unbeliebten Amtsinhaber schlagen kann, ist fraglich, denn ausser ausser der Enttäuschung über Sarkozy spricht wenig für ihn.
Das Kernkraftwerk Fessenheit, dessen zwei 900 MW- Blöcke seit 1977 bzw. 1978 in Betrieb sind, soll mindestens bis Ende des Jahrzehntes laufen können. Es wird jedoch wegen einem angeblich zu schwachen Fundament und dem erhöhten Erdbebenrisiko kritisiert. Gegenwärtig ist Frankreich wegen der Kälte auf jedes Kraftwerk angewiesen. Der grösste Stromexporteur der Welt ist gegenwärtig rund um die Uhr auf Importe angewiesen, da die verbreiteten Elektroheizungen den Verbrauch auf Rekordwerte treiben.
Seit der Jahrtausendwende ging kein neues Kernkraftwerk ans Netz, die Bevölkerung ist aber weiter gewachsen, gegenwärtig leben über 65 Millionen Menschen in Frankreich.
Der Verbrauch steigt langfristig weiter und ältesten der 58 Kernkraftwerke kommen in die Jahre. Mit Flamanville 3 ist aber erst ein neues Kernkraftwerk im Bau. Die Modernisierung der Kehrichtverbrennungsanlagen und die Alternativenergien vermögen nicht einmal den Verbrauchszuwachs abzudecken; der Ausbau der Wasserkraft stösst ähnliche Probleme wie in der Schweiz, so bleibt kurzfristig nur die Möglichkeit, mehr Strom aus fossilen Brennstoffen zu erzeugen....
Sarkozys Effort im elsässischen Fessenheim ist weniger Energiepolitik als vielmehr verzweifelter Wahlkampf; die 700 Angestellten, ihre Angehörigen und Freunde sind doch ein Wählerpotential....
9. Februar 2012
Die Armierung für das Fundament des Kernkraftwerkes Kalilingrad (Königsberg) in Russland wird eingebracht, um in wenigen Wochen mit dem Betonieren zu beginnen. Offensichtlich haben es die Russen mit dem Bau des Kernkraftwerkes sehr eilig, dass sie im Winter mit den Bauarbeiten beginnen. Der erste von zwei Druckwasser- Reaktoren soll bis 2017 am Netz sein, der zweite ein Jahr später.
Es sind zwei russische WWER- 1200 Druckwasserreaktoren vorgesehen. Westliche Investoren, darunter auch die schweizerische Axpo, sollen sich beteiligen, der Strom kann u. a. nach Deutschland exportiert werden. Die Turbinen und Generatoren werden von einem Joint- Venture mit Beteiligung des französischen Alstom- Konzerns gebaut. Kalilingrad wird der neunte im Bau befindliche Reaktor Europas sein- nach Olkiluoto 3 (Finnland), Flamanville 3 (Frankreich) Mohovce 3 + 4 (Slowakei) und Rostov 3 + 4 sowie Leningrad-II 1+2 (alle Russland).
8. Februar 2012
Allzeitrekord beim Stromverbrauch in Frankreich: Gestern Dienstag, 7. Februar 2012 abends um 19:00 benötigte Frankreich eine elektrische Leistung von 100 500 000 Kilowatt. Ursache ist die grosse Kälte, die den Energieverbrauch stark erhöht. Zudem wird in unserem westlichen Nachbarland abends viel gekocht. Weil die Solarzellen unter dem Schnee liegen, eingefroren sind oder ganz einfach wegen der Dunkelheit nicht produzieren und bei grosser Kälte nicht automatisch ein konstanter Wind bläst, ist von den hochsubventionierten Alternativenergien kein substantieller Beitrag zur Abdeckung der Bedarfsspitzen zu erwarten. Die Kernkraftwerke produzieren Tag und Nacht ziemlich konstant, die Bedarfsspitzen werden mit Oel, Kohle, Erdgas und Importen abgedeckt. Heute werden schon tagsüber Werte um 100 000 000 Kilowatt, d. h. 100 Gigawatt erreicht.
6. Februar 2012
In Glarus ist das Gasnetz heute morgen zusammengebrochen, in Italien und Südfrankreich hat es bereits Stromausfälle gegeben, während das schweizerische Stromnetz die erhöhte Belastung durch die ungewöhnliche Kälte bisher gut meistert.
http://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home/current/news/_06_02_2012.html
Wegen der grossen Verbreitung von Elektroheizungen ist der Verbrauch in Frankreich überproportional angestiegen, was trotz recht guter Verfügbarkeit der Kernkraftwerke einen Importüberschuss zur Folge hat. Die Schweiz bezieht daher Kohlestrom aus Deutschland und Österreich. Elektroheizungen sind in der jetzigen Situation nicht umweltfreundlich.
4. Februar 2012
Internet als Stromfresser: In Deutschland macht das Internet laut Heise bereits 10 % des nationalen Stromverbrauchs aus, mit einer weiteren Zunahme wird gerechnet. Immer mehr Menschen sind während der Arbeit, aber auch in der Freizeit ununterbrochen Online, bei manchen wird es gar zur Sucht. http://www.heise.de/tp/blogs/2/150799
Wie im wirklichen Leben, gibt es auch in der virtuellen Welt Menschen, die gerne Streiche spielen. Unsere elektronischen Kontaktformulare werden seit einigen Tagen für Scherze missbraucht; es trifft eine grössere Zahl von offensichtlich fingierten Anmeldungen ein. Anscheinend hat jemand Zeit, stundenlang Unsinn zu schreiben, den wir wieder löschen müssen. So wird Zeit und Strom sinnlos verschwendet. Glücklicherweise geht löschen schneller als schreiben.....
3. Februar 2012
Westinghouse scheint überzeugt davon, die Ausschreibung für zwei neue Reaktoren in Temelin für sich entscheiden zu können und vereinbart mit tschechischen Lieferanten die mögliche Zusammenarbeit. Das Bauunternehmen Metrostav a. s. http://www.metrostav.cz/en , der Maschinenbauer I & C Energo http://www.ic-energo.com/ und die Schmiede Vitkovice http://www.vitkovice.cz/default/index/index/site/10/lang/en können als potentielle Unterlieferanten einen bedeutenden Teil der Wertschöpfung und damit der Arbeitsplätze in der tschechischen Republik behalten.
Wer sich als Lieferant für Kernkraftwerksbau bewährt, hat eine wertvolle Referenz auch für andere Gebiete.
3. Februar 2012
Führt die Kältewelle zum Blackout? GDF-Suez- Chef Gérard Mestrallet wirft in einem Interview mit dem deutschen "Handelsblatt" der deutschen Regierung vor, mit dem übereilten Atomausstieg die Netzstabilität in halb Europa zu gefährden. Zusätzlich wird das Gas, das vielerorts zum Heizen, aber auch zur Stromerzeugung dient, knapp.
Die Abhängigkeit von Russlands Gazprom ist bei grosser Kälte ein Nachteil...
http://www.handelsblatt.com/politik/international/hoher-eigenbedarf-russland-liefert-weniger-gas-nach-europa/6149386.html
2. Februar 2012
Seit dem Tsunami in Japan bewegt sich in der schweizerischen Energiepolitik gar nichts mehr; der Strom kommt aus der Steckdose und die aktuelle Kältewelle darf nicht zu lange dauern, sonst wird die Stromversorgung durch höhere Gewalt gefährdet... Während die die "Energiewende" durch die Politikerköpfe geistert, ruhen die Planungsarbeiten für Ersatz- Kernkraftwerke. Die "alten" Kernkraftwerke werden betrieben, solange sie sicher sind- und damit sie für Jahrzehnte sicher bleiben, wird kräftig investiert. Dass der Stromverbrauch allein schon durch das Bevölkerungswachstum steigt, wird nicht berücksichtigt. Der Strom reicht noch eine Legislatur.
Ganz anders in Grossbritannien, wo im Hinblick auf die Stilllegung alter Kohle- Oel und Kohlekraftwerke neue Kernkraftwerke gebaut werden. Die Investoren kommen......... u.a. aus Deutschland!
http://www.horizonnuclearpower.com/index
1. Februar 2012
Frankreich will seine Stromversorgung mittelfristig mit einer Lebensdauerverlängerung seiner 58 Druckwasserreaktoren sichern.
Die ursprünglich für eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegten Anlage sollen mindestens 40 Jahre am Netz bleiben und können durchaus die doppelte Lebensdauer erreichen, wie das z. B. in den USA üblich ist. Das sei vorläufig kostengünstiger und auch schneller realisierbar als der Bau der favorisierten EPR- Reaktoren als Ersatzkernkraftwerke. Fessenheim und Tricastin dürfen bereits 40 Jahre Betriebsdauer erreichen, andere Standorte folgen nach umfangreichen Investitionen in Sicherheit, Effizienz und Lebensdauer.
Das Auswechseln von nuklearen Bauteilen wie Dampferzeuger, Druckhalter und Reaktordeckel ist heute genauso üblich, wie das Ersetzen von Turbinen, Generatoren und Transformatoren. Die Kernkraftwerke werden so -weltweit- effizienter, leistungsfähiger und zuverlässiger.
30. Januar 2012
Die grosse Kälte aus Sibirien ist für die zweite Wochenhälfte angesagt. Die französischen Stromexporte sind bereits heute abend auf rund 600 MW zurückgegangen, da die Franzosen ihren Strom wegen der Kälte selbst verbrauchen.
Eine längere Kälteperiode würde den Stromverbrauch europaweit anheizen und zugleich die Produktion der Wasserkraftwerke reduzieren. Die Stromlücke könnte so trotz schwacher Wirtschaftslage früher kommen, als vorausgesagt.
30. Januar 2012
Damit der Strom auch weiter aus der Tschechdose kommt: Areva, Westinghouse und ein tschechisch- russisches Konsortium, bestehend aus Skoda, Atomstrojexport und Gidropress sind eingeladen, bis im Juli 2012 ihre Offerten für zwei neue Kernkraftwerke am Standort Temelin einzureichen.
Die Tschechische Republik kann vom Atomausstieg in Deutschland profitieren, wenn rechtzeitig neue Kernkraftwerke zur Verfügung stehen.
28. Januar 2012
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) verzeichnen im Geschäftsjahr 2010/11 einen mit 6140 Gigawattstunden (GWh) etwas geringeren Stromabsatz als in der Vorjahresperiode mit 6260 GWh. Grund ist der wesentlich mildere Winter 2010/11. Die wachsende Bevölkerung und die starke Bautätigkeit im Kanton Zürich lassen den Stromverbrauch langfristig steigen.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Hydrologischen Jahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011.
Die EKZ beziehen den Strom fast ausschliesslich von der Axpo, entsprechend liegt der Kernenergie- Anteil wohl deutlich über 50 %.
27. Januar 2012
Wer wünscht sich "Strahlenmüll"? In der Schweiz niemand, im Gegenteil, man fürchtet, ein (ungefährliches, kaum störendes) Endlager für radioaktive Abfälle würde sich negativ auf den Wert der Immobilien auswirken.
Ganz anders in anderen Teilen der Welt. Beispielsweise in den USA. Carlsbad in New Mexico wünscht sich seit 1980 ein Lager für "Atommüll", weil die Kaliumkarbonat- Vorkommen abgebaut sind und daher neue Arbeitsplätze nötig sind. "Blick am Abend" berichtet über den -politisch inkorrekten- Wunsch der Einwohner von Carlsbad. Normalerweise werden solche Nachrichten in der Schweiz totgeschwiegen.
Ein interessanter Zusammenhang: Carlsbad wurde nach dem in der ehemaligen Tschechoslowakei gelegenen Karlsbad benannt, ein Ort, der für seine radioaktiven Heilquellen bekannt ist. Radioaktives Wasser soll gegen Rheuma helfen, radioaktive Abfälle sollen Arbeitsplätze schaffen....
27. Januar 2012
Zürich probt den Atomausstieg. Nicht einmal vier Jahre nachdem das Stimmvolk den von den Politikern herbeigesehnten Atomausstieg an der Urne deutlich bestätigte, ist es gestern zu einem rund dreistündigen Stromausfall in der Innenstadt gekommen. Ursache sei ein Kabelbrand gewesen, also kein Zusammenhang mit Energiepolitik oder Stromlücke.
Die langfristige Stromknappheit hauptsächlich im Winterhalbjahr, die ein Verzicht auf rund die Hälfte der benötigten Elektrizität zur Folge hätte, wäre wesentlich unangenehmer als ein paar Stunden Totalausfall. Dass eine ernsthafte Stromknappheit gelegentliche Abschaltungen und Ausfälle zur Folge hat, ist anzunehmen. Deshalb soll auch erst auf Atomstrom verzichtet werden müssen, wenn die heutige Politikergeneration längst abgetreten ist. Seniorenresidenzen im Süden werden nicht von der Stromlücke tangiert.....
26. Januar 2012
Für einmal Lob vom ENSI. Die Aufsichtsbehörde meldete am 24. Januar, dass in schweizerischen Kernkraftwerken im Vergangenen Jahr keine ungeplante Schnellabschaltung gab. Mit anderen Worten: Die Betreiber hatten ihre Anlagen rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche "im Griff".
Der Atomausstieg kann sicher nicht mit schlechter Arbeit in schweizerischen Kernkraftwerken begründet werden...
25. Januar 2012
Nach über einer Million Kilometern auf verschiedenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bin ich heute erstmals mit einem richtigen Elektroauto gefahren. Das viertürige Fahrzeug mit einer Reichweite von rund 180 Kilometern basiert auf einem türkischen Mittelklassemodell, das ausserhalb der Schweiz auch mit Verbrennungsmotoren verkauft wird. Daher fällt die Stufenheck- Karosserie bei uns auf. Die Form ist eher langweilig und entspricht eher dem Geschmack östlicher und südlicher Länder, wo das Stufenheck auch für Kompakt- und Kleinwagen wichtig ist. Auch die Innenausstattung, die anderen Modellen ähnelt ist nicht spektakulär, sie ist aber seriös verarbeitet. Gute Autos werden heute längst nicht nur in nordwesteuropäischen Ländern gebaut. Der Kofferraum ist nicht klein, aber dafür unpraktisch, weil die Batterien stören. Das Besondere ist eindeutig der Motor mit einer Nennleistung von 95 PS. Weil das maximale Drehmoment von über 220 Newtomentern schon im Stillstand anfällt, ist die Beschleunigung des Fronttrieblers hervorragend und ein Schaltgetriebe unnötig. Daher fährt man wie mit einem Stufenlosen Automat. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 135 Km/h beschränkt, was nicht stört, denn Elektroautos sind wegen der beschränkten Reichweite eher in der Stadt als auf (deutschen) Autobahnen zuhause. Das völlige Fehlen von Schaltvorgängen, der kaum hörbare Motor mit der starken Beschleunigung aus dem Stand, die Rekuperationsbremse (Motorbremse, die Strom in die Batterien zurückspeist) aber auch die geringe Reichweite sind neue Erfahrungen. Die Klimaanlage, die von anderen Automodellen her bekannt ist, arbeitet hervorragend, jahreszeitlich bedingt wird sie zum Scheiben- Defrosten eingesetzt. Auch dazu braucht sie sehr viel Strom, um die vier Kilowatt Leistung, was die Batterien sehr rasch leersaugt. Die Heizung funktioniert nur auf der Autobahn richtig, dort leeren sich die Batterien aber wie im Zeitraffer.
Fazit:
Ein umweltfreundlicher Mittelklassewagen mit Fahrspass für etwas über 30 000 Franken mit einer anständigen Ausstattung, der aber nur im Kurzstreckeneinsatz richtig Freude macht. Die Batterien werden separat gemietet und können in 6- 8 Stunden komplett aufgeladen werden. Geplant ist auch der Austausch der Batterien, was drei Minuten dauert und die Elektroautos wirklich alltagstauglich machen würde. Entsprechende Stationen sind hierzulande noch nicht in Betrieb.
Der Stromverbrauch liegt bei ungefähr 15- 30 KWh / 100 Kilometer, je nach Fahrweise, Beladung, Strecke, Beleuchtung und Einsatz der Klimaanlage. Das entspricht rund 1,5 - 3 Litern Benzin. Wenig für ein ganz normales Auto mit fünf Sitzplätzen, Klimaanlage usw.
25. Januar 2012
Die Briten nehmen Fukushima offensichtlich gelassener als viele Schweizer, Deutsche, Oesterreicher und Franzosen. Wie eine Umfrage ergab, sprechen sich unterdessen die Hälfte der erwachsenen Briten für den Bau von Ersatzkernkraftwerke aus. Damit zeigt sich, dass der "Fukushima- Effekt" verpufft und einer realistischeren Betrachtung weicht. Grossbritannien braucht dringend neue Kernkraftwerke, da seit Jahrzehnten zu wenig in neue Kraftwerke investiert wurde. Viele ältere Kernkraftwerke stehen an der Küste und sind damit potentiell Tsunami- gefährdet. Durch neue Kernkraftwerke, die auf starke Erdbeben, Tsunamis und Flugzeugabstürze ausgelegt sind, kann die Sicherheit massiv erhöht werden.
23. Januar 2012
Deutschlands Atomausstieg wird die Verbraucher und Steuerzahler sehr teuer zu stehen kommen; von 2011 bis 2030 sind Kosten von über 1400 Milliarden Euro möglich. Die Folgen für Haushalte und Industrie werden einschneidend sein, denn neben den höheren Kosten muss auch mit häufigeren und längeren Stromausfällen gerechnet werden. Auch die Luftqualität wird leiden, weil mehr Kohle und Gas verstromt werden müssen......
Die Deutschen reagieren auf diese Politik der Unsicherheit und der sinkenden Kaufkraft mit den Füssen... wandern aus! Bereits sollen Einwanderer aus Griechenland und der Türkei die Lücken auf dem Arbeitsmarkt kostengünstig schliessen.
23. Januar 2012
Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt das geplante Verbot von Rahmenbewilligungen für neue Kernkraftwerke mit dem obligatorischen Referendum zur Volksabstimmung. Entsprechend müssen 50 000 Unterschriften für das fakultative Referendum gesammelt werden. Der Verein Kettenreaktion ist bereit, zusammen mit befreundeten Organisationen und an einer sicheren Energieversorgung interessierten Politikern sowie Privatpersonen das Referendum zu ergreifen.
22. Januar 2012
Nach langem Rechtsstreit darf Entergy das Kernkraftwerk Vermont Yankee 60 statt wie ursprünglich geplant nur 40 Jahre betreiben.
Weil in den USA kaum mehr neue Kernkraftwerke gebaut werden, sind die Verlängerung der Lebensdauer und die Leistungserhöhung bestehender Anlagen umso wichtiger.
19. Januar 2011
Im vergangenen Jahr ist der Stromverbrauch in Frankreich gegenüber 2010 um 6,8 % zurückgegangen und erreichte mit 478,2 Milliarden Kilowattstunden den tiefsten Wert seit 2003. Ursache ist der Rückgang der Industrieproduktion als Folge der Wirtschaftskrise.
Mit 421,1 Mrd. KWh produzierten die Kernkraftwerke 3,2 % mehr als im Vorjahr. Der Nettoexport ist mit 55,7Mrd. KWh rund doppelt so gross wie im Vorjahr. Eine wichtige Ursache ist der beschleunigte Atomausstieg in Deutschland.
18. Januar 2012
Eine gute Nachricht für alle Umweltschützer: Die drei ausgedienten Dampferzeuger des schwedischen Kernkraftwerkes Ringhals 4 werden in Studsvik für die ressourcenschonende Verwertung zerlegt. Dabei kann die Stahlhülle der Dampferzeuger als normaler Schrott verkauft werden, die Wärmetauscherrohre, die mit dem Wasser des Primärkreislaufes in Berührung standen, werden für die Endlagerung gepresst oder eingeschmolzen, je nach Legierung und Kontamination. Die im gleichnamigen Ort ansässige Nukleardienstleistungsfirma Studsvik ist seit 60 Jahren in den Bereichen Abfallbehandlung, Dekontaminierung, Rückbau sowie Strahlenschutz und Betriebsoptimierung tätig.
Dampferzeuger von Druckwasser- Reaktoren werden nach einigen Jahrzehnten ersetzt, weil sie schneller verschlissen sind, als die Reaktoren selbst. Mit dem Auswechseln der Dampferzeuger ist in der Regel eine Wirkungsgradverbesserung und Leistungserhöhung verbunden. Bei Ringhals 4 konnte die Leistung in den letzten Jahren durch den Wechsel der Dampferzeuger und Verbesserungen an den Turbinen um 270 MW gesteigert. Der Druckwasser-Reaktor wird im Sommer 30- jährig.
2011 produzierten die 4 Reaktorblöcke in Ringhals 18, Milliarden Kilowattstunden (KWh) umweltfreundlichen Strom. Insgesamt wurden seit 1975 700 TWh erzeugt, das sind 700 000 000 000 KWh !
18. Januar 2012
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ist auch ein Verkäufer; wo er hinreist, preist er Chinas Produkte an. Bei seinem Besuch in der saudiarabischen Hauptstadt Riad konnten beide Regierungen ein Abkommen über eine umfassende Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie unterzeichnen. Saudiarabien will die Kernenergie zur Stromerzeugung, aber auch zur Entsalzung von Meerwasser einsetzen. China ist ein potentieller Lieferant für Kernkraftwerke, Zubehör und Forschungsreaktoren.
13. Januar 2012
Greenpeace Schweiz wird von der Basis in einem Brief für die übermässige Ausrichtung auf das Fundraising (Spenden generieren) kritisiert, wie die linksalternative WochenZeitung (WOZ) schreibt. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass der Spendenkonzern mit gezielter Angstmacherei z. B. mit Antikernenergie- Kampagnen abkassiert, ohne konstruktive Lösungen aufzuzeigen.
12. Januar 2012
In den USA gilt "zero tolerance".
Der US- Stromkonzern Entergy muss eine Busse von 140 000 Dollar bezahlen, weil Mitarbeiter im Kontrollraum des Kernkraftwerkes River Bend beim unerlaubten Internet- Surfen erwischt wurden. Sie hätten sich u.a. für Sportfischerei interessiert. Internet- Benutzung ohne Erlaubnis gilt als Verletzung einer Grundregel.
Über die Konsequenzen für die fehlbaren Mitarbeiter wurde nichts bekannt.
Das Beispiel zeigt, dass bei Kernkraftwerken schon die geringste Unregelmässigkeit, die von den Aufsichtsbehörden festgestellt wird, nicht geheimgehalten werden kann.
11. Januar 2012
Elektroautos setzen sich weltweit durch, wenn auch viel langsamer, als während der Ölkrise erwartet.....
Der riesige Nachteil der geringen Reichweite und der sehr teuren und schweren Batterien lässt sich nicht so schnell aus der Welt schaffen. Durch die Massenmotorisierung in China und Indien wird die Treibstoffverknappung in absehbarer Zeit Realität.
Daher das weltweite Interesse an Elektromobilität :
Der totgesagte Autoriese sieht seine Zukunft auch bei den Eletroautos.
11. Januar 2011
Wenn unsere "Roten", "Grünen" und Opportunisten ,die sich so weltoffen geben, einmal nach Grossbritannien schauen :
http://www.youtube.com/watch?v=y-rNG8F9340
http://www.youtube.com/watch?v=jFPg_RTcOB4&feature=relmfu
Hinweis :
Der Verein Kettenreaktion ist politisch neutral, diese Verweise sind keine Werbung für Politiker, Parteien oder Organisationen.
Unsere Politiker setzen mit Hilfe der Medien auf den "Fukushima- Effekt", obwohl ihnen bewusst ist, dass sie damit Bevölkerung und Wirtschaft einen enormen Schaden zufügen. Das stimmt sehr traurig.
10. Januar 2012
Die Kernschmelzen in Fukushima wären verhindert worden, wenn Tepco die Notstromversorgung gesichert hätte, wie das in westlichen Kernkraftwerken üblich ist. Falls es doch zu einer Kernschmelze (und zu einem entsprechenden Druckanstieg) kommen würde, so könnte bei schweizerischen Kernkraftwerken der Überdruck gefiltert abgegeben werden. Feiner Staub kann dabei gut abgefiltert werden, besonders problematisch ist jedoch das gasförmige Jod und seine organischen Verbindungen. Radioaktives Jod lagert sich in der Schilddrüse ein und bewirkt eine sehr gefährliche Bestrahung "von innen". (Daher die Jodtabletten, mit denen die Schilddrüse gesättigt werden kann. Das Jod wirkt also nicht gegen die Strahlung an sich, sondern nur gegen radioaktives Jod.)
In den schweizerischen Kernkraftwerken würde die Luft aus dem Reaktorgebäude in einem sehr aufwändig gebauten Nassfilter gewaschen, dabei könnte das Jod chemisch gebunden werden. Französische Kernkraftwerke haben lediglich Sandfilter, die das Jod kaum aufhalten, in Kanada und China gibt es auch gefilterte Druckentlastungen, nicht jedoch in den USA, wo man auf "hard venting" (Hauptsache, der Überdruck wird abgebaut) setzt.
Das konnte man am "Apero der Wissen schaf(f)t" der Schweizerischen Gesellschaft der Kernfachleute erfahren. Offensichtlich macht sich die Branche Gedanken, wie die Sicherheit der Kernkraftwerke weiter verbessert werden kann.
Es stellt sich bald einmal die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, die Sicherheit der Kernkraftwerke in einer grundsätzlich unsicheren Welt mit einem gigantischen Aufwand ins Unendliche zu steigern, während z. B. die Erdbebensicherheit von Wohngebäuden sehr fraglich ist und das Erdbebenrisiko auch in der Schweiz über 0 liegt.
10. Januar 2012
Rascher Baufortschritt in China: Während die beiden in Europa im Bau stehenden Europäischen Druckwasser- Reaktoren (EPR) immer wieder durch Bauverzögerungen auffallen, macht der chinesische Druckwasser- Reaktor Chanjang- 1 auf der Insel Hainan rasche Fortschritte. Die Stahlkuppel des Reaktorsicherheitsgebäudes konnte 28 Tage früher als geplant aufgesetzt werden. Momentan stehen in China 23 Kernkraftwerke verschiedener Typen, darunter auch französische EPR und russische WWER, im Bau. Es ist denkbar, dass Chinas Industrie einfach mehr praktische Erfahrung hat. Die chinesischen Druckwasser- Reaktoren CPR (wie in Hainan) sind mit rund 600 MW auch bedeutend kleiner als die EPR mit 1600 MW.
Es ist möglich, innert kurzer Zeit viele neue Kernkraftwerke zu bauen. Europa ist dazu bald nicht (mehr) in der Lage.
6. Januar 2011
Dreikönigstag! Wunderbar viel Schnee in unseren Bergen.
Wir blicken auf ein interessantes, hartes und auch grausames Jahr zurück. Erdbeben und Tsunmami in Japan zeigten, welches Leid und welche Zerstörungen Naturgewalten anrichten können. Über 20 000 Todesopfer, viele Obdachlose, ganze Landstriche zerstört und 3 Kernschmelzen in einem älteren Kernkraftwerk. Dreimal Super- GAU und als Folge ein eigentlicher Medien- Tsunami in Europa.
Eine Stimme der Vernunft aus Deutschland: http://www.ke-research.de/research/studien.html
Das Leid der Menschen in Japan ist für unsere Zeitungen kein Thema mehr, nun geht es um Stimmungsmache gegen die Kernenergie- die Politiker sind auf Stimmenfang. Hauptopfer sind Deutschland und die Schweiz, während Grossbritannien, Frankreich, Finnland, Russland und Türkei am Bau neuer Kernkraftwerke festhalten. Die britischen Küsten sind theoretisch Tsunami- gefährdet, während die Türkei ein hohes Erdbebenrisiko aufweist. Die Kernkraftwerke Fukushima Daini und Onagawa zeigten, dass modernere Kernkraftwerke auch aussergewöhnlich starken Katastrophen widerstehen. Die Erdbebensicherheit von Wohnhäusern, Industrieanlagen und öffentlichen Gebäuden in den Risikogebieten der Schweiz ist jedoch immer noch ungenügend.
Es gibt auch bei uns im Westen noch Potential für Verbesserungen........
27. Dezember 2011
Nach den Weihnachtsfeiertagen kommt die Zeit der guten Vorsätze für das neue Jahr. Nach der übertriebenen Energieaufnahme (Festessen) kommt die Zeit der Gewichtsreduktion (Energieverbrauch).
Die BKW verdoppeln mit der Wiederinbetriebnahme ihres modernisierten Biomasse- Kraftwerkes im zürcherischen Otelfingen die Stromerzeugung der Anlage. Sie könne damit den Jahresbedarf von rund 5000 Haushaltungen decken.
Bis das Kernkraftwerk Mühleberg ersetzt werden kann (nach dieser Berechnung Strom für über 750 000 Haushalte) sind noch einige Verdoppelungen nötig. Unterdessen wächst der Strombedarf weiter..... Es ist wohl realistischer, den künftigen Strombedarf der BKW durch Beteiligungen an Kernkraftwerken in Frankreich und Osteuropa zu decken, als durch Biomasse im dichtbesiedelten Kanton Zürich. Problematisch sind die Durchleitungsrechte, die gemäss EU- Plänen künftig versteigert werden sollen, was zu schwer kalkulierbaren und vermutlich massiv höheren Kosten führt.
Deutschland will sich den Atomausstieg mit "Strom aus der Tschechdose" ermöglichen.
Die Stromversorger werden sich 2012 Gedanken machen müssen, wie sie ohne neue Kernkraftwerke die ab Ende des Jahrzehntes auftretende Stromlücke füllen wollen. Wie stark das Bevölkerungswachstum sein wird, hängt von sehr vielen Faktoren, wie den Entwicklungen in Nordafrika sowie Süd- und Osteuropa, ab, die Wirtschaftsentwicklung ist ebenfalls unsicher.
Sicher scheint nur, dass der Stromverbrauch Ende des Jahrzehnts höher sein wird als Anfangs und dass die ersten Strombezugsrechte gegen Ende des Jahrzehnts wegfallen.
Nur eine grosse Naturkatastrophe oder eine dauerhafte Weltwirtschaftskrise könnten die Stromnachfrage europaweit dauerhaft senken.
24. Dezember 2011
Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest!
23. Dezember 2011
Erdbeben und Tsunami bewirkten ein Umdenken -nicht bei der Erdbebensicherheit- sondern beim Betrieb sicherer Kernkraftwerke in Deutschland. Der Atomausstieg wurde beschleunigt und die "Energiewende" versprochen.
In der Schweiz bleiben alle Kernkraftwerke in Betrieb, "...weil sie sicher sind...".
Dagegen soll auf neue verzichtet werden. Wie das geschehen soll, ist noch unsicher- es bleiben auch noch einige Jahre, bis sich die Stromlücke deutlich öffnet!
22. Dezember 2012
Strom aus der "Tschechdose" ist in Deutschland seit Sommer ein Thema, nun blasen die Tschechen zusammen mit den Russen zum Angriff auf den europäischen Nuklearmarkt. Beide Länder haben Erfahrung im Bau und Betrieb von Druckwasser- Reaktoren. Wenn auch gegenwärtig in manchem Land keine neuen Kernkraftwerke gebaut werden, so wird doch für die bestehenden (die weiter betrieben werden, "... weil sie sicher sind...") weiter Brennstoff benötigt. Die russiche Tvel JSC und das tschechische Ingenieurunternehmen Alta Invest werden schon im Januar 2012 mit dem Aufbau eines Joint- Ventures beginnen.
Siehe : www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
21. Dezember 2011
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben heimlich die Strassenbeleuchtung reduziert. Abends wird später eingeschaltet und morgens früher ausgeschaltet, was lange gar niemamd bemerkte. Unterdessen ist das Thema von den Zeitungen aufgegriffen worden. Laut EKZ würde 8 % Strom eingespart. Gesteuert wird die Beleuchtung über Helligkeitssensoren, die sich in den Unterwerken befinden. In Luxemburg werden die Fussgängerstreifen seit über 10 Jahren vorbildlich beleuchtet, in der Schweiz soll, trotz Unfallserie, an der Sicherheit gespart werden. Das darf doch nicht sein!
Ohne Sicherheitseinbusse liesse sich mit (immer noch teuren) LED- Lampen sparen.
20. Dezember 2011
Kernenergie ist in Japan weiter konkurrenzfähig und wichtig. Das dichtbesiedelte und extrem erdbebengefährdete Land braucht eine leistungsfähige Energieversorgung, um die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden und gegenüber China konkurrenzfähig zu bleiben. Durch die hohe Lebenserwartung und den Geburtenrückgang altert die Bevölkerung rasch. Die Industrie muss stärker rationalisieren, was tendenziell eine zumindest stabile Stromnachfrage bedeutet. Derzeit sind, bedingt durch Erdbeben und Tsunami, die meisten Kernkraftwerke stillgelegt, um die Sicherheit zu verbessern. Japan ist bestrebt, seine Kernkraftwerke auf ein westliches Sicherheitsniveau zu bringen.
Eine neue Studie unterstreicht die Kostenvorteile der Kernenergie gegenüber fossilen Brennstoffen, auch wenn die Kostenschätzungen um mehr als 50 % höher ausfallen. Grund sind unter anderem die Risikoeinschätzungen als Folge der Kernschmelzen in Fukushima.
Seit den 50er Jahren gab es immer wieder Ernüchterungen über die Möglichkeiten und Grenzen der Kernenergie, trotzdem setzt sie sich allmählich weltweit durch. Fukushima Daiichi zeigt, wie wichtig die Sicherheit ist. Aber auch der Westen kann von Japan lernen; bei uns ist wohl das Erdbebenrisiko viel geringer; die Erdbebenvorsorge ausserhalb des nuklearen Sektors liegt aber nahe Null.
19. Dezember 2011
Immer wieder wird behauptet, wie die Kernenergie zentralisiert sei. Hier ein exotisches Beispiel, wie Hochtechnologien landesweit direkt und indirekt Arbeitsplätze schaffen. Zu den Stellen an den Standorten kommen Aufträge an die Zulieferer, dazu die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch den technischen Fortschritt:
http://www.mapsofindia.com/maps/india/nuclearpowerplants.htm
http://www.isro.org/isrocentres/isrocenters.aspx
19. Dezember 2011
Zeichen der Vernunft aus Deutschland : EU- Kommissar Günther Öttinger (CDU) spricht sich im "Energiefahrplan 2050" klar für den Bau von 40 neuen Kernkraftwerken aus. Die neuen Reaktortechnologien sollen Zweifel an der Sicherheit der Kernenergie beseitigen. Hans- Peter Keitel, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) stellt fest, dass die hohen Energiepreise (hauptsächlich der in Deutschland ausstiegsbedingt steigende Strompreis), die Konjunktur erheblich belasten. Der Strompreis wird zusätzlich durch eine Abgabe von bis zu 3,5 Cent / Kilowattstunde zur Subventionierung von "Alternativenergien" verteuert. Offensichtlich regt sich allmählich Widerstand gegen den Atomausstieg. Auswanderung ist keine Option für ein 80- Millionen- Volk.
18. Dezember 2011
Information statt Medien- Tsunami ? In unseren Zeitungen wird sehr viel über Fukushima Daiichi geschrieben und doch finden
wir kaum verlässliche Informationen. Ein sehr gutes Informationsportal über die Tsunami- betroffenen Kernkraftwerke in Japan :
fukushima.grs.de/
17. Dezember 2011
Fukushima ist nicht überall- Tsunamis sind aber auch an Indiens Küste möglich, wo in den nächsten Jahren sehr viele neue Kernkraftwerke gebaut werden müssen. Indien betreibt Siedewasserreaktoren, wie in Fukushima Daiichi. Aber auch Schwerwasser- Druckwasserreaktoren kanadischer Bauart und demnächst werden russische Druckwasserreaktoren ans Netz gehen. Ein Schneller Brüter an der Küste Tamil Nadus ist im Bau. Entsprechend muss die Sicherheit von sehr unterschiedlichen Kraftwerkstypen geprüft werden: npcil.nic.in/WriteReadData/Post_Fukushia2.html
Wegen der grossen Bevölkerungsdichte (wie Japan) darf kein gefährlicher Austritt radioaktiver Stoffe toleriert werden.
Zudem ist die Akzeptanz der Kernenergie auch im technologiefreundlichen Indien nicht mehr einfach selbstverständlich, wie Demonstrationen in Tamil Nadu beweisen.
17. Dezember 2011
Nicht nur schlechte Nachrichten aus dem leidgeprüften Japan und dem Schandfleck Fukushima Daiichi: Premier Yshihiko Noda konnte am Freitag die "Kalte Abschaltung" der beschädigten Reaktoren von Fukushima Daiichi bekanntgeben. Die Unfallphase sei nun vorbei. Die Reaktoren haben seit zwei Monaten eine Temperatur von weniger als 100 Grad Celsius. Weil die wärmeerzeugenden hochradioaktiven Stoffe fortlaufend zerfallen, dürfte sich die Situation entspannen.
Keine Entspannung gibt es für den Betreiber Tepco, der durch den Schaden von Bankrott oder Verstaatlichung bedroht wird. Die Aktionäre müssen allenfalls mit einem Totalverlust rechnen. Gegenwärtig leidet Japan unter Strommangel, weil nur noch wenige Kernkraftwerke am Netz sind und auch einige konventionelle Anlagen vom Tsunami zerstört wurden.
16. Dezember 2011
In den vergangenen Jahrzehnten ging der Trend zu immer grösseren Leistungsreaktoren, um mit dem Skaleneffekt die Stromgestehungskosten zu reduzieren. Unterdessen sind Einheiten von 1600-1700 Megawatt im Bau, beispielsweise die EPR. Der vielerorts liberalisierte Elektrizitätsmarkt verlangt unterdessen nach kleineren, flexibleren und kostengünstigen Kernkraftwerken. Ebenso sind in kleinen Ländern sehr grosse Kernkraftwerke nicht unbedingt sinnvoll, zudem sind mehrere kleinere Einheiten für die Netzstabilität besser, als einige wenige, sehr grosse Einheiten. Das "Schwimmende Kernkraftwerk" (siehe 10. Dezember) der Russen geht in diese Richtung, es ist zusätzlich transportierbar. Unterdessen ist in den USA die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit von kleinen, modularen Leichtwasserreaktoren (Small Modular Reactor SMR) untersucht worden. Durch den Kostenvorteil der Serienfertigung sind diese Reaktoren auch bei tiefem Gaspreis gegenüber Gaskombi- Kraftwerken mithalten:
www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
Der Hochtemperaturreaktor ist aber auch wieder ein Thema : http://www.intergraph.com/customerstories/chinergy.aspx
Neben Strom kann auch Prozesswärme klimafreundlich erzeugt werden.
15. Dezember 2011
Bei einem Brand auf dem russischen Atom- Eisbrecher Vaigach sind 2 Männer im Alter von 32 und 55 gestorben. Mit Kernenergie hat der Unfall wohl keinen Zusammenhang, wirft aber ein schlechtes Licht auf die russische Marine, bei der immer wieder Tote und Verletzte zu beklagen sind.
14. Dezember 2011
Um den Atomausstieg in der Schweiz ist es ruhig geworden; man darf gespannt sein, wie es nach dem ganzen Wahl- Zirkus weitergeht. Mit dem Fukushima- Effekt kann man (kurzfristig) Wahlen gewinnen, aber kaum langfristige Erfolge erzielen. Andernorts gehen die Investitionen in die Kernenergie weiter. Vladimir Putin konnte sich bei der offiziellen Inbetriebnahme des Blocks 4 des Kernkraftwerks Kaliningrad als Staatsmann geben. In Grossbritannien sind unterdessen die Reaktortypen EPR- 1600 von Areva und AP- 1000 von Westinghouse lizensiert worden. Für den geplanten EPR- 1600 in Hinkley- Point sind bereits die Schwerkomponenten bestellt.
14. Dezember 2011
Areva -der nach eigener Einschätzung grösste Atomkonzern der Welt- baut in Deutschland als Folge des Atomausstiegs 1200 bis 1500 Arbeitsplätze ab. Bis 2016 sollen die Investitionen konzernweit um ein Drittel gesenkt werden, weil wegen der befürchteten Abschwächung der Weltkonjunktur im Neuanlagen- wie auch im Unterhaltsgeschäft mit einem Nachfrage- Rückgang gerechnet wird.
Insgesamt beschäftigt Areva 48 000 Mitarbeiter, davon 28 000 in Frankreich, wo ab kommenden Jahr ein Einstellungsstopp gelten soll.
12. Dezember 2011
Auf dem Mars wird ein Auto mit der Zerfallswärme von Plutonium 238 fahren:
www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
Atombatterien haben in der Raumfahrt Tradition. Die meisten Strom- und Wärmequellen nutzten die Zerfallswärme. Die USA verwendeten nur 1965 einen Kernreaktor, den SNAP-10A, die Russen versorgten einige Kosmos- Satelliten mit kleinen Reaktoren.
11. Dezember 2011
Daimler Benz und der chinesische Autohersteller BYD bringen 2013 in China ein gemeinsam entwickeltes Elektroauto auf den Markt. Die "Shenzen BYD New Technology Co. Ltd." wurde erst im Mai 2010 gegründet.
Hergestellt wird das Auto von BYD. Die Umstellung des Strassenverkehrs von fossilen Brennstoffen aus Elektrizität geht langsam aber stetig voran. Ein Umweltvorteil ist nur möglich, wenn der Strom aus Wasser- und Kernkraftwerken kommt.
10. Dezember 2011
Russland und China wollen bei der Entwicklung von schwimmenden Kernkraftwerken und von nuklearen Schiffsantrieben zusammenarbeiten. Die Russen bauen bereits ein schwimmendes Kernkraftwerk, die Akademik Lomonossow. Es ist mit zwei Reaktoren des Typs KLT-40 ausgestattet, die eine elektrische Nettoleistung von 32 Megawatt haben. Die Plattform soll von Schleppern in die Nähe von Hafenstädten, Offshore- Bohranlagen und Industrieanlagen gebracht werden können. Die Lebensdauer soll 40 Jahre betragen und ein Brennelemente- Wechsel ist erst nach rund 10 Jahren vorgesehen.
10. Dezember 2011
In Grönland soll künftig Uran abgebaut werden dürfen. Die Regierung Grönlands -die Insel gehört zu Dänemark, ist aber weitgehend autonom- will das Uranabbauverbot aufheben. Das Kwanjefeld soll 135 000 Tonnen Uran und 1,4 Mio. Tonnen Zink sowie Seltene Erden enthalten. Weil der Bergbau in Grönland wesentlich stärker kontrolliert wird, als beispielsweise in Afrika, wird das Uran ethisch unbedenklich sein. Damit wird die Kernenergie noch umweltfreundlicher und sozialverträglicher.
8. Dezember 2011
Schweizer Politiker ersehnen den Atomausstieg, in Grossbritannien ist der Klimaschutz dagegen wichtiger, als Politikergeschwafel und Utopien. Die schweizerische Elektrizitätswirtschaft verzichtet vorläufig auf neue Kernkraftwerke und schreibt den bisherigen Aufwand für die Planung ab- immerhin ein zweistelliger Millionen- Betrag.
In Grossbritannien gehts vorwärts: http://www.nugeneration.com/
Der Standort für das neue Kernkraftwerk heisst Moorside.
5. Dezember 2011
Reisen in die "Todeszone" Tschernobyl seien wieder erlaubt, wie "Blick am Abend" heute schreibt.
Ein wichtiger Grund ist wohl die Tatsache, dass Flugreisen mehr Strahlenbelastung bedeuten, als ein Besuch in der "Todeszone": www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
4. Dezember 2011
Deutschland zieht den Atomausstieg durch, der Strom kommt künftig aus der Tschechdose:
http://www.trendletter.de/news-archiv/trendwoerter-botox-oekonomie-post-pc-welt-tschechdose-5857.html
3. Dezember 2011
Am 25. November hat der chinesische 600 MW- Druckwasserreaktor Ginshan II- 4 erstmals Strom an das Netz abgegeben.
Im kommenden Jahr soll der Reaktorblock den kommerziellen Betrieb aufnehmen. An diesem Standort begann vor 20 Jahren mit einem 298- MW- Druckwasserreaktor die Erfolgsgeschichte der Kernenergie in China. Insgesamt sind in Ginshan (auch Quinshan geschrieben) 6 Reaktoren in Betrieb. In China produzieren 14 Leistungsreaktoren rund 2 % der Elektrizität.
1. Dezember 2011
Die Stromlücke sei eine Denklücke, behaupten viele Kernenergie- Gegner. Das mag sein, nur gelingt es offensichtlich nicht, mit den Hirnströmen heller Köpfe diese Versorgungslücke zu stopfen. Nötig sind vielmehr Stromimporte.
In der Schweiz ergab sich bereits im August ein Importüberschuss von 83 Millionen Kilowattstunden. Normal wäre ein Exportüberschuss von mehreren hundert Kilowattstunden. Schuld ist hauptsächlich die seit Anfang Jahr anhaltende Trockenheit.
Auch im August ist der Stromverbrauch, hauptsächlich wegen der Wirtschaftsentwicklung, um gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 % gesunken.
1. Dezember
Wie eine im Oktober 2011 durchgeführte Mitgliederbefragung des Nuklearforums ergeben hat, sind viele Mitglieder mit der Berichterstattung über das Reaktorunglück in Fukushima- Daiichi in unseren Leitmedien (Fernsehen, Radio, Zeitungen) nicht zufrieden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich um ein überdurchschnittlich interessiertes und informiertes Publikum handelt, das entsprechende Ansprüche an die Qualität der Informationen stellt. Die Mitglieder befassen sich beruflich und / oder politisch mit der Kernenergie im weitesten Sinn und haben daher ein grösseres Bedürfnis nach qualitatitv hochwertiger Information.
www.nuklearforum.ch/ebarticle.php
Eine weitere gute Adresse für Infos über Fukushima : fukushima.grs.de/
Offensichtlich gibt es auch in unserem atomaussteigenden Nachbarland immer noch interessierte und kluge Köpfe.
30. November 2011
Japan Steel Works (JSW), der weltweit führende Hersteller grosser Schmiedeteile, wie sie für die neuen Kernkraftwerke benötigt werden, hat seit vergangenem April (also nach Fukushima-Daiichi!) Export Aufträge für über 640 Mrd. Dollar erhalten. Weil weltweit neue Kernkraftwerke gebaut werden, investierte JSW in den letzten Jahren so viel wie noch nie in der 104- jährigen Unternehmensgeschichte. Die europäische und nordamerikanische Konkurrenz verlor in den vergangenen 30 Jahren Kapazitäten und Kompetenz, da die Manager in der Schwerindustrie keine Zukunft sahen. "Finanzprodukte" versprachen schnellere Rendite. Mit der Krise in den "alten" Industrieländern und dem ungebrochenen Aufstieg Chinas (Investitionsgüter- Nachfrage) steht die Realwirtschaft wieder besser da- sofern sie noch vorhanden ist!
27. November 2011
In Deutschland wird wieder einmal mehr gegen einen Castor- Transport protestiert. Dabei werden nicht nur die Gleise blockiert und demoliert. Besonders mutige Anti- Atom- Aktivisten erklimmen gar die "bösen" Castor- Behälter, in denen sich die verhassten hochradioaktiven Abfälle befinden. Entweder opfern sie ihre Gesundheit bewusst für den Kampf gegen das in der Kernenergie lokalisierte "Böse" oder sie vertrauen voll auf den Strahlenschutz. Das Risiko, durch herumklettern auf Castor- Behältern verstrahlt zu werden, ist extrem gering, gesundheitliche Folgen können ausgeschlossen werden. Demgegenüber besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch Stürze und Überrollen. Das Herumklettern auf Eisenbahnwagen ist daher auch nicht erlaubt. Bei elektrifizierten Strecken besteht zusätzliche Lebensgefahr, da die Oberleitungen (Atom-) strom mit einer Spannung von mehreren Tausend Volt führen. Die Demonstranten gefährden sich, die Polizeibeamten und das Bahnpersonal. Es wäre nun an den Politikern, vor Ort das Gespräch mit den Demonstranten zu suchen und ihnen den Sinn dieser Transporte zu erklären. Schliesslich hat die deutsche Politik die Atom- Ängste jahrelang benützt, Altkanzler Schröder hat sich gar mit seinem Atomausstieg einen lukrativen Verwaltungsratssitz bei Gazprom gesichert!
26. November 2011
Wie das Nuklearforum berichtet, macht auch Bangladesch Fortschritte auf dem Weg ins Atomzeitalter. Das Land habe gemäss Experten der Internationalen Atomenergie- Organisation IAEO "...bemerkenswerte Fortschritte im Bereich der nuklearen Infrastrukturentwicklung erzielt." Geplant wurde schon in den 60er- Jahren, gebaut wurde nichts. Nun sieht es offensichtlich besser aus. Russland soll zwei 1000- MW- Blöcke errichten. Bangladesch ist noch dichter besiedelt als Japan. Die platzsparende Kernenergie bietet sich daher an, um die Energieknappheit zu lindern. Das 145- Millionen- Volk ist dringend auf eine leistungsfähige und sichere Stromversorgung angewiesen, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Abholzung (Brennholz als Energiequelle!) zu lindern!
Erschwerend beim Weg ins Atomzeitalter wirken das Überschwemmungsrisiko weiter Landesteile, das schwache Hochspannungsnetz und der Mangel an Fachkräften. Die Bangladeschi sind jedoch entschlossen, ihr Los zu verbessern, das zeigt sich auch am grossen Interesse an Nichtregierungsorganisationen. Sie wollen besser leben und am Wohlstand teilhaben. Die Kernenergie kann mithelfen.
25. November
Europäische Länder sind wegen des kühlen Klimas, der hohen Industrialisierung und der geringen Ölvorkommen auf Kernkraftwerke angewiesen. Dünn besiedelte und wenig industrialisierte Wüstenländer könnten die Sonnenenergie nutzen, in Nahen Osten kann man preisgünstigen Strom aus Erdöl und Erdgas erzeugen. Die Iraner wollen die Stromlücke mit Kernkraftwerken füllen, ganz einfach, weil ihre grosse Bevölkerung auf stromintensive Arbeitsplätze in der Industrie angewiesen ist und die fossilen Brennstoffe so viel zu schnell verstromt würden. Wenn aber das extrem erdölreiche, dünn besiedelte und mit stark besonnten Wüstenflächen gesegnete Königreich Saudi- Arabien gleich 16 Kernkraftwerke plant, löst das ein gewisses Erstaunen aus. Die Pläne sind aber sehr konkret, das Land arbeitet dabei bereits mit Argentinien und Frankreich zusammen, am 15. November wurde ein Abkommen mit Südkorea abgeschlossen, das Forschung und Entwicklung, aber auch den Bau und Betrieb eines Kernkraftwerkes umfasst. Mit China, den USA, Grossbritannien, Russland und der Tschechischen Republik wird ebenfalls die Zusammenarbeit gesucht. Geplant ist ein Atomstromanteil von 20 %.
25. November 2011
Energie sparen! So wollte man in den 70ern auf die Oelkrise reagieren; knapp zwei Jahrzehnte später demonstrierte der damalige Bundesrat Adolf Ogi, wie Eier energiesparend gekocht werden können. Seither wächst der Energieverbrauch trotz Sparappellen und verlangsamtem Wirtschaftswachstum. Sind wir Europäer die verantwortungslosen Energieverschwender?
Eine Interessante Antwort liefert der "Blick am Abend". Im "Beauty- Streetlook" steht zu lesen, dass der aus offensichtlich aus Übersee stammende Detailhandelsfachmann Jacques (19) morgens eine Stunde im Badezimmer verbringt. "Ich dusche gerne ausgiebig". Viele Menschen in der 3. Welt leiden heute noch unter Wasserknappheit. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich mit diesem Zustand abfinden wollen. Duschen, Zähneputzen, saubere Wäsche und und und..... die Menschen sind unterschiedlich, aber sie haben ähnliche Bedürfnisse..... Damit auf der ganzen Welt 7 Milliarden Menschen so leben können, dass sie gesund und zufrieden sind, ist unglaublich viel Energie nötig. Ich wäre nicht zufrieden, wenn ich nicht duschen könnte und der Kaffee kalt bleiben würde..... wie könnte ich das von anderen Menschen erwarten? Die Kultur der Menschen ist höchst unterschiedlich, ihre materiellen Bedürfnisse sind erstaunlich ähnlich. Die Europäer backen ihr tägliches Brot, die Asiaten kochen ihren Reis. Beides braucht Energie. Die Europäer könnten Brennholz verwenden, die Asiaten Reisstroh. Aber sind wir ehrlich- mit Strom geht es für beide einfacher!
Wir steigen aus dem Atomzeitalter aus, die Asiaten steigen ein. Kulturen gehen unter- andere steigen auf!
24. November 2011
Gestern, den 23. November feierten wir an der Mitgliederversammlung das dreissigjährige Bestehen unseres Vereins. Bei guten Essen und interessanten Diskussionen sowie einem interessanten Vortrag über die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen im Kernkraftwerk Mühleberg wurde der alte Kampfgeist wiederbelebt. Mit den Kernschmelzen in Fukushima Daiichi und dem daraus entstandenen Medien- Tsunami haben wir seit Frühling eine zusätzliche, grosse Herausforderung. Da brauchen wir Motivation und Durchhaltewillen.
Von Resignation, Atomausstieg und Zukunftsängsten ist bei uns nichts zu spüren! Der statutarische Teil der Versammlung war schnell erledigt. Es wurden zwei neue, hochmotivierte Vorstandsmitglieder gewählt.
20. November 2011
Am Mittwoch, den 23. November feiert unser Verein in Olten seinen 30. Geburtstag. Drei Jahrzehnte Einsatz für die Akzeptanz der Kernenergie, motiviert von den grossen Möglichkeiten einer faszinierenden Technologie.
Die Pioniere der Kernenergie erreichen häufig bei guter Gesundheit ein hohes Alter, während die jüngeren Leute in der Branche auffallend häufig Familien gründen und glücklich wirken. Man mag spekulieren, woran das liegt. Vermutlich wirken sich verschiedene Faktoren wie gute Ausbildung, interessante Arbeit und wirtschaftlicher Erfolg, positiv aus.
In der Schweiz, Deutschland und Österreich ist "Atom" schon fast ein Schimpfwort, zumindest löst der Begriff Unbehagen aus. In der übrigen Welt sieht es völlig anders aus, sogar früher kernenergieskeptische Länder wie Grossbritannien, USA und die Niederlande setzen auf neue Kernkraftwerke. Schweden hat seinen Atomausstieg mit geringem Schaden überstanden und viele Wachstumsländer erhoffen sich vom preiswerten und sauberen Atomstrom Wohlstand.
Bei allem Vertrauen in den technischen Fortschritt darf eine gesunde Kritik nicht fehlen; das geht leider in der hitzigen Diskussion um Fukushima häufig vergessen. Es ist wichtig, den drohenden Atom- Ausstieg zu verhindern, aber unser Ziel als Eidgenossen, Europäer und Weltbürger muss sein, eine offene und sachliche Diskussion über Vor- und Nachteile der Kernenergie und anderer neuer Technologien zu führen. Auch wenn wir heute wissen, dass Fukushima Daiichi (die Anlage Nr. 1 mit den älteren Blöcken) massive Sicherheitsdefizite aufwiesen, die bei uns im Westen nicht denkbar sind und die neueren Blöcke von Fukushima Daini sich als -zumindest sicherheitsmässig- Tsunami- resistent erwiesen, müssen wir Kernenergie- Befürworter für Kritiker Verständnis aufbringen. Wenn wir uns der sektiererischen Haltung von hartgesottenen Gegnern annähern, so wird eine sachliche Diskussion abgewürgt. Das ist nicht in unserem Sinn und schadet letztlich der Sache.
Unser Verein steht für die friedliche Nutzung der Kernenergie zum Vorteil der Menschen ein. Es ist ausdrücklich nicht unsere Aufgabe, die Interessen irgendwelcher (Energie-) Konzerne zu vertreten, wir wollen eine umweltfreundliche, ethisch vertretbare, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung für die Schweiz und -zusammen mit ähnlichen Organisationen- auf der ganzen Welt.
Selbst bei den deutschen Linken gibt es Menschen, welche den Nutzen der Kernenergie sehen.
17. November 2011
In der Beilage zur aktuellen "Handelszeitung" "Special Stahl" wird mehrfach auf die Bedeutung der Stromkosten für die einheimische Stahlindustrie hingewiesen. Es geht dabei ausdrücklich nicht um wirklich teuren Solarstrom, sondern um Preiserhöhungen von einigen Prozenten. Die Energiekosten seien mit einem Anteil 13 % noch wichtiger als die Personalkosten. Das Stahlwerk Gerlafingen hat einen Anteil von rund 0,7 % am Stromverbrauch in der Schweiz. Die Stahlwerke in Gerlafingen und Emmenbrücke erzeugen aus 1,3 Millionen Tonnen Schrott rund 1,1 Millionen Tonnen Stahl. In Gerlafingen ist eine zweite Stranggussanlage geplant, deren Bau wohl entscheidend vom zukünftigen Strompreis abhängt. Die Stahlproduktion in der Schweiz ist sinnvoll, weil so lange Transportwegen für Schrott und Stahl vermieden werden können. Es ist zudem unehrlich, kostengünstigen Stahl z. B. aus Japan zu kaufen, im Wissen, dass dieser mit Atomstrom erzeugt wird, während bei uns ganze Industrien dem Atomausstieg geopfert werden sollen!
17. November 2011
Saudia Arabien und Südkorea haben Mitte November ein Abkommen zur Zusammenarbeit in der friedlichen Kernenergie- Nutzung unterzeichnet. Es umfasst Forschung und Entwicklung, die Planung, den Bau und Betrieb eines Kernkraftwerkes sowie den Export von koreanischen Nukleargütern. Ähnliche Abkommen werden mit China, Russland, Tschechien, Grossbritannien und den USA angestrebt. Abkommen mit Argentinien und Frankreich bestehen bereits. Dem Erdölstaat ist die Nutzung der Kernenergie offensichtlich ein ernstes Anliegen.
12. November
Nach einer im September durchgeführten Befragung unterstützen 59 % der Amerikaner den Bau neuer Kernkraftwerke. 62 % sind grundsätzlich für die Kernenergie im eigenen Land, 35 % dagegen. In der Schweiz kühlt sich die Konjunktur spürbar ab; wegen der Frankenstärke sinkt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Höhere Strompreise, wie sie mit dem von der Regierung angestrebten Atomausstieg erreicht werden, ergäben eine zusätzliche Belastung.
Möglicherweise verbessert die härtere wirtschaftliche Realität die Akzeptanz der Kernenergie, wie das in den USA bereits eingetreten ist. In der "Handelszeitung" vom 10. November wird beschrieben, wie verstärkte Automatisierung die Konkurrenzfähigkeit der schweizerischen Industrie erhalten kann. Dass Roboter Strom verbrauchen, steht so nicht geschrieben, ist aber kein Geheimnis....
6. November 2011
Russland wird ab 2013 in Bangladesch ein Kernkraftwerke mit zwei 1000 MW- Druckwasser- Reaktoren bauen. Damit beginnt für das extrem dicht besiedelte und immer noch sehr arme Land nordöstlich von Indien das Atomzeitalter. Die Reaktoren sollen ab 2018 den ersten Strom liefern.
6. November 2011
Schwache bis rückläufige Entwicklung der Industrieproduktion und die milde Witterung lassen den Stromverbrauch in der Schweiz seit Jahresanfang sinken, zusätzlich drückt die Trockenheit die Wasserkraft- Produktion. Der starke Franken drückt die Profite im europäischen Stromhandel und -als ob das alles nicht schon genug wäre- verschlechtert der Atomausstieg die längerfristigen Zukunftsaussichten.
Alpiq, Axpo und BKW bauen entsprechend rund 600 Stellen ab. Damit weht in der Elektrizitätswirtschaft ein ungewohnt harter Wind. Die Verunsicherung, die schon durch den Atomausstieg, die Liberalisierung in der EU und die widersprüchlichen Signale für die CO2- Kompensation zukünftiger Gaskraftwerke besteht, wird nun weiter verstärkt.
Langfristig wird weiter ein steigender Stromverbrauch erwartet, ebenso ist klar, dass die Strombezugsrechte in Frankreich bald wegfallen und neue Bezugsrechte in anderen Ländern durch die neuen Regeln der EU für den Zugang zum Übertragungsnetz mindestens unsicher werden.
Für die längerfristige Stromversorgung sind das keine guten Zeichen!
2. November 2011
Im Juli 2011 ging der Stromverbrauch in der Schweiz gegenüber der Vorjahresperiode um 2,6 % zurück, nachdem schon im Juni ein Rückgang um 2,7 % zu verzeichnen war. Seit Januar ist der Stromverbrauch trotz starker Bevölkerungszunahme rückläufig, was sich mit der Wirtschaftsentwicklung erklären lässt. Wegen der trockenen Witterung musste trotzdem bis in den April Strom importiert werden. Der Füllungsgrad der Stauseen ist bis Ende Oktober unterdurchschnittlich. Entsprechend ist die Schweiz auch diesen Winter auf Stromimporte angewiesen, um die Versorgung zu sichern. Ohne währungsbedingte Einsparungen bei der Industrie würde sich die Stromlücke wesentlich stärker öffnen.
25. Oktober 2011
Nach den Wahlen mit dem unerwartet wirksamen "Fukushima- Effekt" bleibt die Hoffnung auf eine realistischere Energiepolitik. Ein eigentlicher rotgrüner "Tsunami" ist ausgeblieben, aber die SVP als noch einzige echt kernenergiefreundliche Partei ist im Parlament klar geschwächt. Entscheidender als die Stärke der SVP bleibt aber die Haltung von FDP, CVP und BDP, die rasch wechselt und nicht vorauszusehen ist. Die Fakten haben sich in der Energiepolitik nicht geändert; wohl sinkt der Stromverbrauch durch die wirtschaftliche Abkühlung, da eine tiefe Dauerrezession von der Bevölkerung und wohl auch von einer Mehrheit der Politiker nicht gewünscht wird, sind Ersatz- Kernkraftwerke immer noch ein Thema. Stromimporte sind keine dauerhafte Lösung, siehe Italien mit den hohen Preisen und der unsicheren Versorgung.
19. Oktober 2011
Die Kohlestrom- Projekte der Repower (ehemals Rätia- Energie) bleiben weiter umstritten. Nun soll auch das Bündner Stimmvolk über die Beteiligung an Kohlekraftwerken in Deutschland und Italien entscheiden. Die kantonale Volksinitiative "Strom ohne Kohlekraft" ist mit 4427 Unterschriften eingereicht worden.
Solange Klimaschutz gefordert wird, ist an Kohlekraftwerke gar nicht zu denken. Wir brauchen in der Schweiz und Europa neue Kernkraftwerke statt Atomausstieg. Die Umwelt dankt!
16. Oktober 2011
Im Jahr 2011 verbrauchte Google rund 2,26 Milliarden Kilowattstunden Strom, rund einen Drittel weniger als die Jahreserzeugung des Kernkraftwerkes Mühleberg. Tendenz steigend, wie überall in der Elektronik.
Unterdessen läuft die Unterschriftensammlung für die Atomausstiegs- Initiative der Grünen recht harzig, wie die "Sonntags- Zeitung" berichtet. Offensichtlich verliert der "Fukushima- Effekt" rasch an Schwung.
Vielleicht bleibt nach den Wahlen gar nichts mehr übrig...
15. Oktober 2011
Stephan Kohler, der Geschäftsführer der Dena, der Deutschen Energie- Agentur, befürwortet den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke, weil sich auch in Deutschland eine Stromlücke öffnet. Im Zusammenhang mit der Photovoltaik bezeichnet er in der "Berliner- Zeitung" Deutschland als "lichtarm". Nicht einmal ein Prozent des Stroms komme aus Solarenergie.
Der Atomausstieg Deutschlands verlangt von Mensch und Umwelt grosse Opfer.
8. Oktober 2011
Unsere Standaktion in Luzern ist trotz des Regens nicht "ins Wasser gefallen", es hat viele interessante Begegnungen und Diskussionen gegeben. Wir konnten für unseren Verein werben und aufzeigen, dass die Kernenergie kein Auslaufmodell ist und unsere Politiker nicht allwissend sind.
3. Oktober 2011
Auch im Juni hat der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahresmonat abgenommen. Die Abnahme um 2,7 % ist hauptsächlich mit der schwächeren Verfassung der verarbeitenden Industrie zu erklären. Wegen der Trockenheit ist der Exportüberschuss im Juni deutlich schwächer als im vergangenen Jahr. Insgesamt resultiert für das erste Halbjahr ein massiver Stromimport- Überschuss von 2,9 Milliarden Kilowattstunden.
Weil der Füllungsgrad der Speicherseen eher gering ist, wird der Strom trotz Frankenstärke und der daraus resultierenden Stromeinsparung in der verarbeitenden Industrie knapp.
2. Oktober 2011
So kurz vor den Wahlen kann man von den Politikern keine glaubwürdigen Positionen zur zukünftigen Energieversorgung erwarten. Die Ausstiegsbeschlüsse und -ideen der eidgenössischen Räte sind daher nicht so ernst zu nehmen. Viele wollen einfach vom "Fukushima- Effekt" profitieren.
28. September 2011
Leider konnte die Seite wegen eines Software- Fehlers, der nun behoben ist, längere Zeit nicht mehr aktualisiert werden.
14. Juni 2011
Italien hält am Atomausstieg fest und verzichtet damit auf produktive Investitionen und Technologietransfer. Möglich, dass die Enttäuschung über Berlusconi eine Rolle spielte. Investiert wohl auch so -in teure Stromimporte und in neue Oel- Gas- und Kohlekraftwerke. Die Bündner Repower will in Saline Joniche, Kalabrien ein Kohlekraftwerk bauen. Italien als Abfalleimer für die reichen Länder? Für die neuen Kernkraftwerke wurden bereits Investitionen getätigt und junge Leute ausgebildet. Mit Beteiligung der italienischen Industrie hätten Enel (Italien) und EdF (Frankreich) modernste Druckwasser- Reaktoren des Typs EPR gebaut. Tiefere Strompreise und gute Arbeitsplätze wären die Folge gewesen. Stromimporte wie auch die fossile Stromerzeugung bedeuten Geldabfluss ins Ausland, denn bei Kohle- Oel- und Gaskraftwerken machen die Brennstoffe rund drei Viertel der Erzeugungskosten aus. Bei der Kernenergie ist der Anteil wesentlich geringer, auch wenn Italien die Brennelemente nicht selbst herstellen kann. Schweizerische und französische Elektrizitätswerke haben in den letzen 20 Jahren dank Italiens Verzicht auf eigene Kernkraftwerke Milliarden verdient- Geld das der italienischen Volkswirtschaft, insbesondere der Industrie durch überhöhte Stromtarife entzogen worden ist. Eine moderne Form der kolonialen Ausbeutung.
Die Türkei will eigene Kernkraftwerke, die ersten werden von den Russen gebaut und vorerst auch betrieben. Beschäftigungseffekt und Technologietransfer werden entsprechend geringer ausfallen, als bei den italienischen Projekten.
Aber immerhin wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen etwas reduziert.
Die Idee, Italien könnte mehr Alternativenergien einsetzen, wird an den Finanzen scheitern. Die reichen Euro- Länder bezahlen schon für die Euro- Krise genug.
8. Juni 2011
Die heutige Atomdebatte im Nationalrat ist ohne Überraschungen geblieben. Die bestehenden Kernkraftwerke sollen weiterlaufen, der Bau von neuen Kernkraftwerken wird jedoch vorläufig verunmöglicht, was hohe Kosten und die Aufgabe der bisherigen Klimapolitik zur Folge haben wird. Die SVP hat sich als einzige Partei konsequent für die einheimische Kernenergie eingesetzt. Exponenten von FDP und CVP haben wohl auf die nachteiligen Folgen des Atomausstieges hingewiesen, es hat ihnen aber am nötigen Rückgrat gefehlt, den Atomausstieg klar abzulehnen. Der FDP ist zugute zu halten, dass sie die Option Kernenergie nicht ganz aufgeben will. Aber leider ist nicht allen ihren Exponenten klar, dass die heute in der Schweiz betriebenen Kernkraftwerke zur 2. Generation gehören, während die Projekte zur 3. Generation gehören werden und daher wesentlich fortschrittlicher und sicherer sind.Der Atomausstieg wird überwiegend mit den angeblichen Gefahren der drei ältesten und kleinsten Kernkraftwerke Mühleberg sowie Beznau 1 und 2 begründet. Sie sollen jedoch auch nach dem Willen der Mehrheit des Nationalrates jahrelang weiterbetrieben werden. Eigentlich wäre es Aufgabe der Politiker, diese angebliche Gefahr für die Öffentlichkeit möglichst schnell zu beseitigen, z. B. indem rasch ein Ersatz- Kernkraftwerk gebaut wird. Ein neuer Kernkraftwerk- Block von 1200- 1600 Megawatt könnte alle drei älteren Anlagen ersetzen. In Anbetracht dieser Tatsache ist dieser geplante Atomausstieg, der auch noch im Ständerat behandelt werden muss und gegen den bestimmt das Referendum ergriffen wird, höchst widersprüchlich. Der Solothurner Nationalrat Roland Borer (SVP) hat Energieministerin Leuthard ganz direkt gefragt, wer denn die geplante Strompreis- Verbilligung für die energieintensiven Industrien finanzieren soll. Die Bundesrätin hat ausweichend geantwortet. Anlass für die ganze -stark von Wahlkampfgetöse geprägte- Debatte ist die Kernschmelze in vermutlich drei der sechs Blöcke des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi. Die vier Blöcke der moderneren Anlage Fukushima Daini haben den Tsunami ohne unzulässige Freisetzung von Radioaktivität überstanden, im wesentlichen, weil ihre Notstromaggregate nicht in den Maschinenhallen untergebracht sind, sondern in den gesicherten Reaktorgebäuden. Damit dürfte feststehen, dass sich die teure Sicherheitstechnik westlicher Kernkraftwerke langfristig auszahlt. Sachlich betrachtet, ist es nicht sinnvoll, sichere Kernkraftwerke in Deutschland und der Schweiz politisch motiviert stillzulegen und damit dem Volk hohe Kosten aufzubürden.
Das Hinterfragen der Kernenergie und der Sicherheit sowie Umweltverträglichkeit von Kernkraftwerken ist wichtig und sinnvoll. Ebenfalls erwünscht ist die Erforschung anderer Energiequellen. Wenn jedoch aus rein politischen Erwägungen (Grüne aller Schattierungen und opportunistische Bürgerliche) sowie wirtschaftlichen Partikularinteressen (Gazprom, Subventionsfreunde) unsachlich gegen die Kernenergie gehetzt wird, so werden Umwelt, Wohnbevölkerung und Wirtschaft den hohen Preis einer verfehlten Energiepolitik bezahlen müssen.
Das Beispiel Schwedens zeigt, dass ein Atomausstieg durchaus überwunden werden kann.
Aufschlussreicher als die Voten von Politikern im Wahlkampf und das Getöse in den Medien wird weiter die "Abstimmung an der Steckdose" sein. Wird der Stromverbrauch ab dem März 2011 durch den "Fukushima- Effekt" tatsächlich längerfristig sinken? Die warme Witterung und der hohe Franken (bremst die stromintensive Industrie) können durchaus eine gewisse Einsparung bewirken.
Der Verein Kettenreaktion steht 30 Jahre nach seiner Gründung vor der grossen Herausforderung, dem "Medien- Tsunami" nach der Naturkatastrophe in Japan entschlossen entgegenzutreten. Die Energiediskussion muss sachlicher werden.
29. Mai 2011
85- 95 % Atomstrom! Eine Horrorvorstellung für Grüne!
Kernenergie deckt die Grundlast, daher ist der Anteil bei (witterungs-und tagesbedingtem) tiefen Verbrauch besonders hoch.
29. Mai 2011
Eine deutsche Abstimmung über Alternativenergien :
http://www.goeppel.de/no_cache/aktuell/umfrage.html
29. Mai 2011
Wenn man unsere Zeitungen liest, so glaubt man, die Welt, bestehend aus Deutschland, Schweiz und Österreich, wolle sofort auf Kernkraftwerke verzichten. Was die "bösen" Holländer, Chinesen, Inder, Amerikaner, Russen, Türken usw. bauen, ist kaum eine Zeile wert. Doch auch in der deutschsprachigen Welt gibt es Befürworter der Kernenergie :
http://www.planet-liebe.de/forum/showthread.php?t=280130&page=
25. Mai 2011
Das japanische Erdbeben erschüttert die eidgenössische Politik. Die Landesregierung will aus dem Atomzeitalter aussteigen. Dieselbe Regierung lässt die Bevölkerung durch Einwanderung stark wachsen. Woher der Strom stammen soll, ist recht unsicher. Alternativenergie soll es sein. Dazu Gaskraftwerke als "Übergangslösung", wie einst die Autobahnvignette! Und etwas Stromsparen. Bundesrat Ogi zeigte vor rund 20 Jahren, wie das funktionieren soll- heute bleibt die Politik vage. Es wird auf jeden Fall teuer. Allein schon die absehbaren Bauverzögerungen für die geplanten Ersatz- Kernkraftewerke werden ins dicke Tuch gehen. Dazu die steigenden Stromimporte. Der Strom wird europaweit knapp und damit steigen die Marktpreise längerfristig.
22. Mai 2011
Kämpft gegen Atom ......... natürlich mit (Atom-) strom:
Kommt zuhauf! Bringt soviele Menschen mit, wie Ihr könnt! Leitet diese
Nachricht weiter, daß die Leitungen glühen und die Server rauchen! Ihr
braucht sie nicht einmal zu anonymisieren, sie steht sowieso völlig
offen im Internet.
Viele Grüße
Euer
Amish D. Leßmann
So lässt sich der explodierende Stromverbrauch des Internets teilweise erklären.....
22. Mai 2011
Die Türkei will trotz Erdbebenrisiken ein Kernkraftwerk mit vier Reaktorblöcken bauen. Bauen und finanzieren sollen die Russen, die Türkei garantiert dafür einen relativ hohen Abnahmepreis für die Elektrizität.
http://de.rian.ru/business/20110418/258872077.html
22. Mai 2011
Elektrofahrzeuge benötigen eine leistungsfähige und sichere Stromversorgung: http://www.chademo.com/
Zudem darf der Strom nicht zu teuer werden.
21. Mai 2011
Finnlands Olkiluoto- 3 macht hauptsächlich durch Verzögerungen und Kostenüberschreitungen Schlagzeilen. Der erste Europäische Druckwasser- Reaktor leidet offensichtlich unter Kinderkrankheiten.
Trotzdem und ungeachtet der Antikernenergie- Stimmung in Deutschland soll am gleichen Standort ein vierter Block gebaut werden. Finnland benötige emissionsfreie und wettbewerbsfähige Elektrizität. http://www.tvo.fi/www/page/ol4_en/
21. Mai 2011
Das Kernkraftwerk Gösgen wird in der Jahresrevision 2014 mit dem in Erlangen entwickelten Areva- Sicherheitsleitsystem Teleperm XS aufgerüstet. Das Leitsystem wird in Erlangen vorgefertigt und getestet. Trotz Atomausstieg bleibt die nordbayerische Stadt ein wichtiger Standort für den französischen Areva- Konzern, der aus der Fusion von Framatome und Siemens KWU hervorgegangen ist.
20. Mai 2011
Der deutsche Stromkonzern wird 30 % des neuen Kernkraftwerkes im holländischen Borssele besitzen. Der Bau der Anlage soll 2013 beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2018 geplant.
19. Mai 2011
Deutschlands Atomausstieg wird beschleunigt, während die Briten gelassen und überlegt auf die Havarien in Fukushima reagieren. Der britische Kernkraftwerk- Park ist überaltert, zudem sind noch gasgekühlte Graphit- Reaktoren in Betrieb. Trotzdem hält der Inselstaat an der Kernenergie fest:
http://www.reuters.com/article/2011/05/18/us-britain-nuclear-safety-idUSTRE74H34Y20110518
Eigentlich ist es auch sinnvoller, ältere Reaktoren durch neue, bessere Anlagen zu ersetzen, als kopflos den Ausstieg zu verlangen.
16. Mai 2011
In Pakistan wurde das dritte Kernkraftwerk des Landes ein Vierteljahr früher als geplant in Betrieb genommen. Es ist ein Druckwasser- Reaktor chinesischer Bauart mit einer Leistung von 300 Megawatt. Premierminister Syed Yuyuf Raza Gilani lobte mit Stolz den Einsatz der chinesichen und pakistanischen Arbeiter und betonte, das Kernkraftwerk Chasma-2 werde helfen, die Stromknappheit in der Region zu bekämpfen. Bis 2030 soll die gesamte Kraftwerks- Kapazität Pakistans auf 160 000 Megawatt (MW) steigen, davon sollen 8 800 MW auf Kernkraft entfallen.
15. Mai 2011
Wieder einmal wird die Inbetriebnahme des iranischen Kernkraftwerkes Busher von einigen Medien angekündigt. Die Anlage wurde bereits vom persischen Schah Mohamed Reza Pahlewi in Auftrag gegeben, weil er das Erdöl lieber exportieren als verstromen wollte. Nach dem Vorbild von Biblis sollte Siemens- KWU zwei Druckwasser- Reaktoren errichten. Durch die iranische Revolution von 1979 wurde der Bau vorerst unterbrochen. Für Ayatollah Chomeini war der Kernenergie nicht mit dem Islam vereinbar und der islamisierte Iran für Siemens kein interessanter Geschäftspartner mehr. Nach dem Ende des Krieges gegen Irak entwickelte sich die Industrie rasch, entsprechend erhöhte sich der Stromverbrauch. 1995 begannen die Russen mit der Fertigstellung vorerst eines Reaktorblocks. Möglich, dass noch in diesem Jahr die Inbetriebnahme erfolgt- nach 35 jahren Bauzeit. Russische WWER- 1000- Reaktoren gehen normal nach einer Bauzeit von rund 5 Jahren ans Netz.
15. Mai 2011
Die Folgen der schrecklichen Naturkatastrophen in Japan bedrohen die Zukunft der Kernenergie nach Meinung von AREVA nicht: http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13373296/AKW-Bauer-Areva-sieht-Atomkraft-nicht-in-Gefahr.html
11. Mai 2011
Zwei Monate nach der japanischen Erdbeben- und Tsunami- Katastrophe meldet das Nuklearforum die 1. Netzsynchronisation des chinesischen Kernkraftwerkes Ling-Ao II-2. Der Druckwasser- Reaktor chinesischer Bauart soll voraussichtlich im Juni 2011 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Für unsere Zeitungen ist die Tatsache, dass in China auch nach "Fukushima" neue Kernkraftwerke ans Netz gehen, offensichtlich unwichtig.
