Bulletin 1 / 2012

 Renaissance Watch - Neue Kernenergie- Ära

 Ausstiegsinitiativen

 Schweiz bald an der Tschechdose?

 Langfristige weltweite Energienachfrage

 Schiffsreaktoren

 Kernenergie in der Raumfahrt

 Elektroautos auf der Strasse

 Amtl. bew. Sicherheitsrisiko

 Schneeberger-Krankheit und Radon-Kur

 Arbeitskollegen

 Spendenkonzern Greenpeace in der WoZ

 Interessante Verweise

 Leserbriefe

 

Renaissance Watch - Neue Kernenergie-Ära

1. Weltweit gingen 2011 sechs neue Reaktorblöcke ans Netz, darunter ein Schneller Brüter in China. Dreizehn Reaktoren gingen vom Netz, davon erreichte nur der britische Oldbury-2- Reaktor das Ende seiner Lebensdauer. 60 sind im Bau.

2. EU setzt weiter auf Kernenergie, der deutsche Kommissar Günther Öttinger spricht sich für 40 neue Kernkraftwerke aus.

3. Der kanadische Rohstoffkonzern Tourningam kauft Uranvorkommen in Schweden und Finnland.

4. Die russische TVEL und das tschechische Ingenieurbüro Alta Invest haben ein

Brennstoff-Technologiezentrum in der Tschechischen Republik eröffnet. Neben den tschechischen Kernkraftwerken sollen auch in Westeuropa Kunden gewonnen werden, der Verkauf russischer Kernkraftwerk-Ausrüstungen ist geplant.

5. In Changjiang auf der Insel Hainan läuft der Baufortschritt sehr gut; gemäss Nuklearforum konnte die 180 Tonnen schwere Kuppel des Reaktorgebäudes 28 Tage früher als geplant aufgesetzt werden.

6. Ghana will bis 2020 ein Kernkraftwerk in Betrieb nehmen, dazu wurden Gespräche mit russischen Experten geführt. Seit 1995 wird der von China gelieferte Forschungs-reaktor GHARR-1 mit 30 KW thermischer Leistung betrieben.

7. Frankreich verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Effizienz seiner Kernkraftwerke. Insgesamt werden über 10 Mrd. Euro investiert . Es wird durch Aufrüstungen eine zusätzliche Leistung von rund 400 MW generiert, ebenso wird die Zuverlässigkeit und Lebensdauer verbessert.

8. Myrrha (Multipurpose Hybrid Research Reactor for Hightech Applications) heisst der

beschleunigergetriebene, unterkritische Forschungsreaktor im belgischen Mol, der bis 2023 fertiggestellt werden soll. Diese Technologie, die der 4. Generation zugerechnet wird, soll die Verwertung hochradioaktiver Spaltstoffe ermöglichen. Er wird den Versuchsreaktor BR2 ersetzen, der im laufenden Jahr ein halbes Jahrhundert alt wird.

Ausstiegsinitiativen

Im Moment laufen zwei eidgenössiche Initiativen, die den Atomausstieg anstreben. Die Ausstiegsinitiative der Grünen strebt die Abschaltung des Kernkraftwerkes Beznau 1 ein Jahr nach einem allfälligen Volks-Ja an, die übrigen Kernkraftwerke der Schweiz sollten nach 45 Jahren Betrieb stillgelegt werden. Die Cleantech-Initiative will den Umbau der Energieversorgung auf „Erneuerbare Energien“, was indirekt gegen die Kernenergie gemünzt ist. Sie ist zustande gekommen und wird von der Landesregierung abgelehnt.

Wir sind für Abstimmungskämpfe vorbereitet.

Schweiz bald an der Tschechdose?

Trotz Wärmeüberschuss und nachlassender Konjunktur war die Schweiz auch 2011 auf Stromimporte angewiesen. Hauptursache war die Trockenheit, die zu substantiellen Einbussen bei der Wasserkraft führten, aber auch das Bevölkerungswachstum, das den Stromverbrauch der Haushalte anheizte und so den Minderverbrauch durch die Frankenstärke etwas kompensierte. Für das erst begonnene Jahr rechnen wir mit einer Stagnation des Landesverbrauchs, da die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere die Industrieproduktion, sich eher verlangsamt. Verbrauchsfördernd wirkt weiterhin der Bevölkerungszuwachs. Auffallend war der Importüberschuss im August. Die Schweiz war damit während 7 Monaten von Importen abhängig. In Deutschland wurde im vergangenen Jahr das Wort „Tschechdose“ geprägt, um die durch den Atomausstieg verursachte Abhängigkeit von tschechischen Stromimporten einfach zu umschreiben.

 

Langfristige weltweite Energienachfrage

Unterdessen leben mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Davon die Mehrheit in der Dritten Welt, wo der Energieverbrauch pro Kopf teilweise noch extrem tief ist. Chinas Investitionen und Rohstoffhunger treiben das Wirtschaftswachstum langfristig an, der „Nachholbedarf“ ist gegeben. Alle wollen so leben, wie wir in den reichsten Industrieländern. Die Energiepolitik ist immer noch eine weitgehend nationale Aufgabe, aber die Energiemärkte sind globalisiert; der Klimaschutz ist naturgemäss eine nur international lösbare Aufgabe. Die Klima-Konferenz im südafrikanischen Durban endete nach langem Ringen am 11. Dezember 2011 mit dem Ergebnis, dass auch die Entwicklungsländer auf Ziele verpflichtet werden sollen. Kanada als „reife“ Industrienation kündigte als erstes Land seinen Rückzug vom Kyoto-Protokoll und damit von den Verpflichtungen zum Klimaschutz an. Warum sollen sich nun die Entwicklungsländer an Beschränkungen halten, wenn sogar reiche Industrieländer wie Kanada machen was sie wollen? Alle brauchen Energie, niemand will Einschränkungen hinnehmen. Energieeffizienz ist Pflicht, aber nur mit wesentlich mehr Kernenergie kann allen Menschen ein angenehmes Leben ermöglicht werden.

 

Schiffsreaktoren

Bei der Stromerzeugung setzt sich die Kernenergie weltweit durch, wenn auch langsamer, als vor einem halben Jahrhundert vorausgesagt. In der zivilen Seefahrt verlief die Entwicklung lange harzig und war von herben Rückschlägen geprägt. Der japanische Frachter Mutsu wurde nach Erprobungsfahrten schliesslich zum konventionell angetriebenen Forschungsschiff umgebaut. Die Frachter „Savannah“ und „Otto Hahn“ wurden nur wenige Jahre nuklear betrieben, die 1988 fertiggestellte russische Sewmorput blieb, neben den Eisbrechern, das einzige zivile Schiff mit nuklearem Antrieb. Der Frachter wurde ab 2007 zum Bohrschiff umgebaut, weil sich mit der Öl- und Gasförderung mehr Geld verdienen lässt.

Zwei russische Schiffsreaktoren werden auch im „Schwimmenden Kernkraftwerk“ eingesetzt, das im laufenden Jahr in einer St. Petersburger Werft fertiggestellt werden soll. Kraftwerke dieses Typs sollen dereinst Bohrinseln und küstennahe Siedlungen sowie Bergwerke versorgen können.

Kernenergie in der Raumfahrt

Nicht nur in der Science-Fiction dient Kernkraft als Energiequelle für Satelliten und Raumschiffe, auch in der Realität wird seit Jahrzehnten Strom und Wärme nuklear erzeugt.

Meistens mit Thermoelementen aus hochradioaktiven Stoffen, die ohne bewegliche Teile Strom direkt aus Wärme erzeugen. Die USA haben einen einzigen Satelliten mit einem echten Kernreaktor ausgerüstet, nämlich SNAP 10a, ein Experimentalsatellit mit einem Ionenantrieb. Leider scheiterten beide Experimente. Der Satellit sollte unterdessen für 4000 Jahre in 1300 Meter „endgelagert“ sein.

Eine Gefährdung von Menschenleben (auch in der Luftfahrt) ist äusserst unwahrscheinlich, die Verwendung von Kernreaktoren im Weltraum wirft jedoch ethische Fragen auf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Snapshot_(Satellit)

Es gab viele russische Kosmos-Satelliten mit Kernreaktoren, von denen einige in der Atmosphäre verglüht sind. Unsere Grünen hat‘s bisher nicht gestört.

 

Elektroautos auf der Strasse

Ab diesem Jahr wird das deutsch-französische Elektroauto Mia für knapp 20 000 Euro an Private verkauft. Die Produktion im Werk Cerizay bei Nantes begann 2011. Bereits liegen einige tausend Bestellungen vor. Chefdesigner ist Murat Günak, der schon den weltweit erfolgreichen Peugeot 206 entwarf und auch bei Volkswagen und Mercedes tätig war.

Die Mia (la voiture) wird serienmässig mit einer Batteriekapazität von 8 KWh ausgeliefert, auf Wunsch sind 12 KWh möglich. Aufgeladen wird an einer 230-Volt-Steckdose. Kleine Hersteller wie Kamoo im zürcherischen Schlieren bauen konventionelle Kleinwagen zu Elektrofahrzeugen um und produzieren Kleinserien mit Kunststoff-Karosserien.

Der Sportwagen Tesla Roadster mit einer Motorenleistung von satten 225 KW (rund 300 PS) hat eine Batteriekapazität von 56 KWh, zur vollständigen Aufladung werden wegen des unvermeidlichen Verlustes rund 70 KWh benötigt. Im britischen Lotus-Werk wurden von 2008 an rund 2500 Tesla Roadster montiert. Daneben wird die Limousine Model S entwickelt, die in Kalifornien gebaut werden soll und gemäss „Auto Bild“ vom 5. Januar ab 49‘900 Dollar erhältlich sein wird. Es wird drei Akku-Grössen geben, die eine Reichweite von 256 bis 480 (!) Kilometer ermöglichen sollen Die Karosserie besteht zu 95 % aus Aluminium. Der Tesla wird noch im laufenden Jahr an die ersten Kunden in den USA ausgeliefert.

Der Toyota Prius, das seit Ende 1997 bewährte und bekannteste Hybrid-Fahrzeug wird neu als sogenannter Plug-in-Hybrid angeboten. Dank Lithium-Ionen-Batterie wird die rein elektrische Reichweite auf 20 Kilometer verdoppelt. Der Akku kann an der Steckdose in nur 1,5 Stunden aufgeladen werden und senkt die CO2-Emissionen weiter - sofern der Strom aus einem klimafreundlichen Kraftwerk stammt.

Unter der Marke Qoros wollen der unterdessen bereits bekannte chinesische Autohersteller Chery und die Israel Korporation ab 2013 in Westeuropa Autos anbieten. Auch ein Elektromodell soll vertrieben werden. Audi elektrifiziert sein kleinstes Modell - vorerst als Prototyp. Der A1-e-tron mit Wankelmotor zum Verlängern der Reichweite könnte durchaus in Serie gehen. Das Thema Elektromobilität erfasst alle Fahrzeugkategorien, die Batterien werden immer besser, bleiben jedoch teuer, bis eine neue Speichertechnologie gefunden wird. Die Verlängerung der Reichweite mit kleinen Verbrennungsmotoren, Energierückgewinnung beim Bremsen (Rekuperationsbremse) und allenfalls Solarzellen können eine Hilfe sein.

 

Amtl. bew. Sicherheitsrisiko

Unter diesem Titel ist im Ktipp vom 30. November 2011 zu lesen, dass in der Schweiz immer noch Gasherde ohne sogenannte Zündsicherung betrieben werden. Die Zündsicherung soll verhindern, dass nach einem allfälligen Verlöschen der Gasflamme weiter Gas ausströmen kann und so ein Explosionsrisiko entsteht. Seit dem Jahr 2000 ist die Sicherung für Gasgeräte vorgeschrieben. Heizungen, Boiler und Durchlauferhitzer seien sogar ab den 1970er-Jahren nur noch mit Zündsicherungen ausgeliefert worden. Auf Gebrauchtmärkten seien laut Ktipp immer noch Gasgeräte ohne Zündsicherung zu finden.

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Interessant ist dabei, dass Todesopfer durch defekte Gasgeräte hingenommen werden, während die angeblichen Gefahren der Kernenergie (nicht des Atomstroms) erfolgreich als Wahlkampfthema instrumentalisiert werden können.

 

Schneeberger Krankheit und Radon-Kur

Fukushima Daiichi hat die Radioaktivität wieder in den Fokus der Medien gerückt. Weniger bekannt ist der Uran-Bergbau in Ostdeutschland und der ehemaligen Tschechoslowakei, der zur Zeit des Kalten Krieges seinen Höhepunkt erreichte. In früheren Jahrhunderten wurden im Erzgebirge Silber, Zinn, Arsen, Kaolin (Porzellan) und Steinkohle abgebaut. Die Bergleute litten häufig an Lungenkrebs, die Belastung durch radioaktive Stoffe als wahrscheinliche Ursache wurde erst im 19. Jahrhundert bekannt und im 20. Jahrhundert richtig eingeschätzt. Der strahlenbedingte Lungenkrebs wurde nach der Stadt Schneeberg in Sachsen benannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg sicherten sich die Sowjets im Erzgebirge Uran, das sie für Atomwaffen und Atomstrom benötigten. 1946 wurde in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), der späteren DDR, das Bergbaukombinat Wismut gegründet. Wegen ungenügender Ausrüstung, schlechter Ausbildung und hohem Leistungsdruck gab es viele Unfälle und eine hohe Belastung durch radioaktiven Staub sowie das radioaktive Edelgas Radon. Erst in den 50er-Jahren wurde das „trockene Bohren“ verboten und so der Staub effektiv reduziert sowie ein brauchbares Rettungs- und Gesundheitswesen aufgebaut. Noch heute leiden Überlebende unter den Folgen des verantwortungslosen Uranabbaus, der bis in die 1970er- Jahre hauptsächlich militärischen Zwecken diente.

In Deutschland wie in Oesterreich und Tschechien wird in Heilbädern radonhaltiges Wasser gegen Rheumatismus und andere Krankheiten eingesetzt, obwohl die schlimmen Folgen übermässiger Strahlenbelastung heute sehr genau bekannt sind. Bei der Einatmung wirken radioaktive Stoffe von innen auf das Gewebe ein, was besonders verheerend sein kann.

In St. Blasien-Menzenschwand im Schwarzwald, nicht weit vom umstrittenen Kernkraftwerk Fessenheim entfernt, wird die Radiobalneologie, das Baden in radioaktivem Wasser, propagiert…… http://www.radonrevitalbad.de/

 

Arbeitskollegen

Ministerpräsident Wladimir Putin nahm, zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel, am 8. November 2011 die Nordstream Pipeline von Russland nach Deutschland in Betrieb. Damit fliesst russisches Gas direkt nach Deutschland. Der Vorsitzende des Aktionärsausschusses ist Gerhard Schröder, der als Bundeskanzler den Atomausstieg in die Wege leitete. Weil durch die Abschaltung von Kernkraftwerken Strom fehlt, wird Gas für die Stromerzeugung attraktiver.

Zufälligerweise befindet sich der deutsche Terminal in Lubmin bei Greifswald, wo bis 1990 ein Kernkraftwerk mit vier russischen WWER- Reaktoren betrieben wurde.

Der russische Gazprom-Konzern ist mit 445 000 Beschäftigten der grösste Arbeitgeber Russlands, der grösste Gaskonzern der Welt und hat einen Börsenwert von rund 100 Milliarden Dollar. Gazprom Media ist u. a. an der Zeitung „Iswestija“ beteiligt. Am 14. Juli 2011 wurde die strategische Partnerschaft zwischen Gazprom und RWE auf dem deutschen Strommarkt bekanntgegeben. Gazprom hat auch den deutschen Stromhändler Envacom
gekauft und sponsert den bekannten Fussballclub Schalke 04. Auch der russische Präsident Medwedew war bei Gazprom tätig. Ministerpräsident Putin arbeitete zu Sowjetzeiten für den Geheimdienst KGB in der DDR, wo er seine Deutschkenntnisse vertiefen konnte. Der in Russland tätige Dresdner-Bank Manager Mathias Warnig perfektionierte seine Russischkenntnisse bei der Stasi und Gazprom-Deutschland Finanzchef Felix Strehofer wird die Stasi-Vergangenheit zum Vorwurf gemacht. Gazprom steht für eine enge, aber nicht unproblematische Verbindung zwischen Deutschland und Russland.

http://www.nord-stream.com/de/

 

Spendenkonzern Greenpeace in der WoZ

Wie die linksalternative „WochenZeitung“ WOZ in ihrer Ausgabe vom 12. Januar schreibt, beklagten sich rund 60 Personen aus der Basis in einem Brief an die Geschäftsleitung über den „Kurs, der das Fundraising zunehmend ins Zentrum stelle“. „Die undemokratische Top- down-Führungskultur, die einseitige Konzeptverlagerung, der Umgang mit hauptamtlichen Aktivisten, die Missachtung der GP-Basis / Freiwilligenwelt ausserhalb des Büros entsprechen unserer Meinung nach weder dem Schweizer GP-Leitbild noch der internationalen GP-Kultur“, heisse es zu Beginn des Briefes vom vergangenen Dezember.

Konzernweit beschäftige Greenpeace 1200 Mitarbeiter, in der Schweiz seien es 70, die 2010 rund 26 Mio. Franken Spenden generierten. Die Zahl der Freiwilligen wird mit 700 angegeben. Wie hoch die Spendeneinnahmen weltweit sind, wird nicht angegeben. Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung des 1971 in Kanada von Idealisten gegründeten Spendenkonzerns sind nicht neu. Greenpeace Mitgründer Patrick Moore verliess Greenpeace in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre, weil er die kompromisslose Ablehnung von Gentechnologie, Forstwirtschaft und Kernenergie für übertrieben hält. Heute befürworten immer mehr Umweltschützer die Kernenergie und andere moderne Technologien, weil deren verantwortungsvolle Nutzung durchaus ökologische Vorteile hat. Der britische Umweltschutz-Vordenker James Lovelock sieht die Kernenergie als „Grüne Lösung“ für Energiefragen und Klimaprobleme.

„Environmentalists For Nuclear Energy“ ist ein Zusammenschluss von kernenergie-freundlichen Umweltschützern http://www.ecolo.org/base/basede.htm

Interessante Verweise

Schweiz: http://www.nuklearforum.ch/ www.aves.ch www.swissnuclear.ch

Deutschland:

www.buerger-fuer-technik.de www.energiefakten.de

http://www.schulphysik.de/radio1.html www.kernenergie.de


International:

http://www.iaea.org/ http://www.win-global.org/

http://world-nuclear.org/ http://www.world-nuclear-news.org/

http://www.nustartenergy.com http://www.unistarnuclear.com/

http://www.npcil.nic.in/ http://www.nuclep.gov.br/en

http://www.aeoi.org.ir/portal/Home/Default.aspx?CategoryID=b75076ee-c700-4709-87b1-e64579180d14

www.windtoons.com www.oilprice.com www.rte-france.com/fr/

Leserbriefe :

Nur noch inhärent sichere Kernkraftwerke NZZ 7. 12 2011

Wir alle wollen, dass die Elektrizität sicher, bezahlbar und ökologisch produziert wird. Aufgabe der Wissenschaft ist es zu zeigen, wie das technisch gemacht werden kann. Aufgabe der Wirtschaft ist es zu entscheiden, welche Investitionen zahlbaren Strom ermöglichen, und Aufgabe der Politik ist es, die Versorgungssicherheit und die ökologische Produktion rechtlich zu ermöglichen und ihre Umsetzung zu kontrollieren.

1978 lieferte Wolfgang Kröger, damals im Forschungszentrum Jülich und ab 1990 Professor für Sicherheit technischer Systeme an der ETH, mit neun Fachleuten als Mitautoren im Auftrag des deutschen Bundesministers des Innern nach einer vierjährigen Untersuchung eine Beurteilung ab über die unterirdische Errichtung von Kernkraftwerken (KKW). Untersucht wurden schwere Störfälle mit Kernschmelzen infolge einer Kombination technischer Fehler, induzierte Wasserdampfexplosion mit Versagen des Reaktordruckbehälter-Deckels, Flugzeugabsturz, kriegerische Bombenabwürfe, Saboteur- und Terroristenaktionen, Erdbeben, Überflutung, Transport von störfallbedingt freigesetzten radioaktiven Stoffen wie Edelgase, Jod, Cäsium und Strontium in der Luft oder im Grundwasser. Danach kann ein unterirdisches KKW gegenüber all diesen Einwirkungen so sicher gemacht werden, dass keine Radioaktivität im bedrohlichen Masse entweicht und somit niemand evakuiert werden muss. Im schlimmsten Fall schliesst sich das KKW allein durch Gravitation gegen die Umwelt ab.

Bereits die KKWs mit konventioneller Technik der sogenannten zweiten Generation hätten so weitgehend inhärent sicher gebaut werden können. Die geschätzten Investitionskosten wären maximal fünfzehn Prozent höher gewesen als bei oberirdischer Bauweise, wodurch sich der Produktionspreis der Elektrizität um knapp 8 Prozent erhöht hätte. Jedenfalls sind die Kosten viel günstiger als bei den heute diskutierten Alternativenergien und die Landschaft würde nicht verschandelt durch riesige Windräder, neue Starkstromleitungen und umstrittene Staubecken. All das wäre schon vor dreissig Jahren möglich gewesen. Es braucht also kein Verbot der Kernenergie, im Gegenteil, ein solches würde die Umwelt nur zusätzlich belasten, weil dann auf fossile Brennstoffe ausgewichen würde. Wir müssen auch nicht warten, bis die vierte Generation der Reaktoren (nicht zu verwechseln mit der Kernfusion), bei welcher eine Kernschmelze physikalisch unmöglich ist, in vielleicht dreissig Jahren entwickelt ist. Es braucht allein die gesetzliche Vorschrift, dass KKWs nur bewilligt werden dürfen, wenn sie inhärent sicher sind.

Warum haben die Wissenschafter, die Wirtschaft und die Politiker dreissig Jahre lang geschlafen? Nun, Konsumenten und Wirtschaft wollten keine Mehrkosten, die Politiker liessen sich unter Druck setzen, die Grünen hätten das wichtigste Feindbild für ihre Angstpolitik verloren und die Wissenschafter wollten das Vertrauen der Politiker und der Wirtschaft nicht verlieren, denn sie werden ja von denen bezahlt. Das grösste und schwierigste Problem, das die Menschheit in diesem Jahrhundert lösen muss, ist die Klimaerwärmung wegen der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Es wäre paradox, gefährlich und dumm, wenn wir die schon bisher wackelnden Klimaziele nicht erreichen ausgerechnet wegen der irrationalen Angstmacherei der vermeintlichen „Umweltschützer“ und der Desinformation des Volkes.

Hans Wehrli, Zürich


Verantwortlich für das Bulletin : Markus Alder

Kontaktadressen : koechel@gmx.ch alderfahrschule@gmail.com www.beznau3@gmail.com kettenreaktion@gmail.com

Quellen : Michael Fehr, Internet, Tageszeitungen, www.strom.ch www.nuklearforum.ch , www.power-technology.com www.world-nuclear-news.org www.bfe.admin.ch

www.kettenreaktion.ch

 

Bulletin  4  /  2011

 

 

 

·         Renaissance Watch - Neue Kernenergie- Ära

 

·         Mitgliederversammlung 2011

 

·         Französisch- russische Kooperation

 

·         Jobs durch Alternativenergien

 

·         Swisscleantech

 

·         Konjunktureller Spareffekt

 

·         CANDU

 

·         Castor - Demo

 

·         Leserbriefe

 

 

 

Renaissance Watch - Neue Kernenergie- Ära

1.    Vietnam ohne Tsunami-Angst. Nach Fukushima wurde die Situation noch einmal überprüft, nun sind bis 2030 acht Reaktoren geplant.

2.    Baltisches Rennen um neue Kernkraftwerke. Russland begann den Bau eines Kernkraftwerkes bei Kaliningrad (Königsberg), Litauen will bei Visaginas zusammen mit Estland, Lettland und Polen ein eigenes KKW bauen.

3.    Quinshan-II geht ans Netz. Es ist der 2. Reaktor Chinas, der nach „Fukushima“ in Betrieb genommen wird.

4.    In der Ukraine sollen Chmelnitzki 3 und 4 nun doch gebaut werden. Neben den beiden ersten russischen Druckwasser-Reaktoren entstehen zwei weitere mit etwas höherer Leistung.

5.    Tschechdose : Die Weltwoche beschreibt am 3. November, wie in den Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei die Kernenergie auf dem Vormarsch ist. Das Trendwort tauchte in Deutschland bereits im August auf und wird im November gewürdigt : http://www.trendletter.de/news-archiv/trendwoerter-botox-oekonomie-post-pc-welt-tschechdose-5857.html

 

 

 

 

Mitgliederversammlung  2011

 

Die Mühleberg-Standaktion in Bern am 15. Januar 2011 war der Auftakt zu unseren Jubiläumsaktivitäten. Wir gewannen die Abstimmung zu Mühleberg II schliesslich. Neben weiteren Standaktionen führten im September die Jubiläumsreise zum deutschen Kernkraftwerk Gundremmingen  durch.

 

Die Mitgliederversammlung 2011 mit offeriertem Abendessen bildete den Abschluss unseres Jubiläumsjahres.  Der interessante Vortrag von Dr. Ulrich Bielert über das Kernkraftwerk Mühleberg thematisierte die Sicherheit des häufig kritisierten Reaktors der BKW, die Parallelen und Unterschiede zu den ähnlichen Anlagen in Fukushima Daiichi. Damit wurde eine interessante Diskussion angeregt. Leider drängte, wie immer, die Zeit, denn der statutarische Teil der Versammlung war wegen der Wahlen und der Diskussion über das Tätigkeitsprogramm 2012 auch recht umfangreich.

 

Der bisherige Vorstand wurde bestätigt, zusätzlich wurden mit Ueli Jost (pensioniert, vorher Mühleberg) und Carin Weinmann Seiffert (Leibstadt) zwei neue Vorstandsmitglieder mit beruflicher Erfahrung in der Welt der Kernenergie, neu gewählt. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und viel Erfolg. Nach drei Jahren übernimmt Hannes Lutz das Präsidium des Vereins wieder, bis ein jüngerer Nachfolger, möglichst mit Erfahrung in der Branche, gefunden wird. Die ganze Versammlung war von einer herzlichen und optimistischen Stimmung geprägt.

 

 

Französisch-russische Kooperation

 

Der französische Premierminister Francois Fillon und sein russischer Amtskollege haben am 18. November 2011 eine gemeinsame Erklärung zur Energiepolitik im Allgemeinen und zur Kernenergie im Besonderen, unterzeichnet. Beide Länder bekräftigen die Bedeutung des Kernenergiesektors für die Deckung des zukünftigen Energiebedarfs und bei der Bekämpfung des Klimawandels. Diese Standpunkte sind bekannt.  Neuer ist hingegen die französische Beteiligung am russischen Kernkraftwerk Kaliningrad, nahe der Stadt Neman an der russisch-litauischen Grenze. Die Bauarbeiten für den ersten Block haben gemäss Wikipedia bereits im Frühling begonnen. EdF soll Anteile erwerben, im Gegenzug erhalten Firmen wie Alstom Aufträge. Auch die italienische ENEL und die tschechische CEZ sollen Anteile erwerben.

Die französische Industrie ist für die Russen ganz klar der interessanteste Partner, betreibt der staatliche Stromversorger EdF doch 58 Kernkraftwerke und ist  der grösste europäische Stromkonzern. EdF ist stark im Stromexport und geschäftet in verschiedenen, auch überseeischen, Ländern. Der Kernkraftwerkbauer und -dienstleister AREVA sowie der Turbinen- und Generator-Hersteller Alstom sind bereits in Russland vertreten.

Auch russische Firmen haben etwas zu bieten, sind sie doch derzeit im Exportgeschäft, etwa in China und Indien, stark.

 

 

Jobs  durch Alternativenergien

 

Auf dem IKEA-Gebäude im aargauischen Spreitenbach werden Solarzellen angebracht. Der schwedische Möbelriese gibt sich voll  ökologisch. Montiert werden die Panels offensichtlich von einer osteuropäischen Firma. Da wird aber richtig gespart! Aus Kostengründen stammen Solarzellen meist aus Japan und China. Deren Herstellung benötigt entsprechend Strom aus östlichen Kohle- und Kernkraftwerken und genügt damit kaum unseren ökologischen Vorstellungen. Ebenso ist nicht mit dauerhaften Arbeitsplätzen für Einheimische zu rechnen. Erfahrungen aus Spanien zeigen, dass fast ausschliesslich Billigjobs geschaffen werden, die nach Streichung der Subventionen (Finanzkrise!) schnell wieder verschwinden.

 

 

Swisscleantech

 

Die Kernenergie wird von unseren Medien seit Jahrzehnten in eine negative Ecke gedrängt. Spätestens seit „Fukushima“  ist der Atomausstieg mehrheitsfähig. Damit lassen sich Wahlen gewinnen und – noch wichtiger - Geld verdienen. Davon profitiert der Wirtschaftsdachverband Swisscleantech, der Profiteure von Subventionen für Alternativenergien vertritt. Die „Handelszeitung“ beschreibt  den Gründer Nick Beglinger am 22. Juni 2011 als „Suspekter Saubermann“. Der 41- jährige Geschäftsmann sei durch Projekte in Vietnam zu Millionen gekommen. Wie genau das funktioniert haben soll, ist jedoch unbekannt. Nach Beglinger ist Swisscleantech der nachhaltige und liberale Wirtschaftsverband. 2009 formulierte Beglinger das Projekt einer Ökostadt auf dem Flugplatz Dübendorf - auch bekannt als Abu Dübi – ( benannt nach Abu Dhabi) dem Emirat in dem die Ökostadt Masdar City gebaut wird, an deren Planung er beteiligt war. Masdar City wird etwa 2025 fertiggestellt sein.

 

In den Vereinigten Arabischen Emiraten, zu denen Abu Dhabi gehört, wird ein Kernkraftwerk südkoreanischer Bauart mit 4 Blöcken errichtet. Cleantech bedeutet anscheinend auch für Abu Dhabi Kernenergie. Damit zeigt sich ein Schwachpunkt der Swisscleantech-Luft- schlösser. Offensichtlich taugen Alternativenergien nur in subventionsfreudigen Märkten.

Swisscleantech muss als Lobby-Organisation für Subventionen ernstgenommen werden. Es ist kein Geheimnis, dass die Stromkonsumenten für die Subventionierung von Alternativ- Energien aufkommen sollen. Steigende Strompreise sind jedoch unerwünscht.

 

 

Konjunktureller Spareffekt

 

Auch im August ist der Stromverbrauch in der Schweiz um 1,1 % zurückgegangen. Hauptgrund ist der starke Franken, der in der Industrie Einsparungen durch Minderproduktion ermöglicht. Die Grünen freuen sich, die Gewerkschaften weniger.
Weil die Stromproduktion wegen der trockenen Witterung stärker gedrosselt wurde, resultierte bereits im August ein Importüberschuss. Mit rund 60 % der Stromerzeugung ist die Schweiz stark von der Wasserkraft abhängig, deren Ertrag witterungsbedingt sehr stark schwankt. Die Kernenergie ist verlässlicher, hat aber wenig Freunde in der Politik.

 

 

20 Jahre Atomstrom in China

 

1991 wurde mit Quinshan I das erste chinesische Kernkraftwerk in Betrieb genommen. Mit einer Leistung von rund 300 Megawatt gehörte es schon zu dieser Zeit zu den eher kleineren Anlagen auf der Welt. Der Reaktordruckbehälter wurde von Mitsubishi geliefert. Seither hat die chinesische Industrie ihre Kapazitäten erweitert und Kompetenz erworben.

Der erste Dampferzeuger des Kernkraftwerkes Fu Quing hat die strenge Qualitätskontrolle bestanden. Damit ist China in der Lage, Dampferzeuger für seine CPR-1000- Druckwasserreaktoren herzustellen. Insgesamt liefern bisher 14 Leistungsreaktoren unterschiedlicher Bauart erst 2 % der Elektrizität. Das Wachstumspotential ist enorm.

Atomstrom ist auch dringend nötig, heute wird in China jede Woche in neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen, mit verheerenden Folgen für die Lufthygiene und das Weltklima.

 

 

CANDU

 

Leichtwasserreaktoren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten weltweit durchgesetzt.

Kanada ist das einzige wichtige Land, das heute noch voll auf Schwerwasser-Reaktoren setzt. Die schweizerische Industrie gab die Entwicklung des eigenen Schwerwasserreaktors auf, nachdem für die Kernkraftwerke in Beznau und Mühleberg amerikanische Leichtwasserreaktoren bestellt wurden und wenige Jahre später der Versuchsreaktor in Lucens durch einen Unfall zerstört wurde. Die kanadischen CANDU (Canada Deuterium Uranium) Reaktoren wurden und werden auch ausserhalb Kanadas gebaut, so in Argentinien, Südkorea, Indien, China und Rumänien. Sie sind als Druckröhren-Reaktoren aufgebaut -  wie der Lucens-Reaktor - und ermöglichen, wie die grafitmoderierten sowjetischen RBMK-Reaktoren, die durch das Unglück in Tschernobyl bekannt sind, Brennelement-Wechsel während des Betriebs.

 

In Kanada sind derzeit 18 Reaktoren in Betrieb und 4 sind für längere Zeit abgeschaltet, sollen aber wieder ans Netz gehen. Der Atomstrom-Anteil beträgt 15 %. 2008 wurden über 93 Milliarden KWh Atomstrom erzeugt. Die Nutzung der Kernenergie ist auch im wasserreichen und dünnbesiedelten Flächenstaat wichtig, da die wirtschaftlich nutzbaren Wasserkraftwerk-Standorte zu einem bedeutenden Teil ausgebaut sind, die Sonnenenergie wegen der nördlichen Lage kaum nutzbar ist und gute Windkraft-Standorte in der Nähe von besiedelten Gebieten rar sind. Die gigantischen Wälder würden grosse Holzkraftwerke ermöglichen, die hohen Kosten wären aber kaum tragbar, da Strom billig sein muss.

Der Pro- Kopf - Stromverbrauch ist mit über 15 000 Kilowattstunden im Jahr gut doppelt so gross wie in der Schweiz, was auf  einen hohen Anteil von elektrischen Heizungen,  die kalten Winter und eine energieintensive Industrie zurückzuführen ist. Ein Atomausstieg ist nicht geplant. Mit dem Demonstrationsreaktor Rolphton mit 25 Megawatt Leistung begann das kanadische Atomzeitalter. Er lieferte von 1962 bis 1987 über drei Milliarden Kilowattstunden Strom. Ein Unglück wie in Lucens blieb aus. Unterdessen wird der Reaktor rückgebaut. Nun soll am Standort Point Lepreau bei St. John an der Atlantikküste Kanadas ein Fortgeschrittener CANDU  ACR (Advanced CANDU Reactor) gebaut werden.

Die Erfolgsgeschichte eines exotischen Reaktortyps geht weiter!

Auch Jordanien will Kernenergie nutzen, Jordanien und Kanada schliessen ein Freihandelsabkommen ab. Daraus ergeben sich Absatzmöglichkeiten für Kanadas Industrie….

http://www.eacl-aecl.ca/NewsRoom-f/News-f/Press-2010f/100317.htm

 

 

 

 

 

CASTOR- Demo

 

Auch der jüngste Castor-Transport nach Gorleben wurde von den traditionellen Ausschreitungen begleitet. Castor-Gegner kennen kaum Tabus, Strahlenängste schon gar nicht. Sie zerstören die Geleise oder ketten sich daran fest, besteigen die bösen Castor- Behälter und gehen brutal gegen Bahnangestellte wie Polizeibeamte vor. Eine Innovation der üblen Sorte sind mit Nägeln bestückte Golfbälle, die erstmals im grösseren Massstab eingesetzt wurden. Deutsche Kernkraftwerke gelten international als besonders sicher und zuverlässig, die deutschen Kernenergie-Gegner sind für ihre Gewaltbereitschaft bekannt - einfach nur traurig.

 

 

 

 

 

 

Leserbriefe :

 

Kampf gegen den Atomausstieg

Atomexperte Mycle Schneider hält den Kampf gegen den Atomausstieg als „letzte Zuckungen der Industrie“. Er meint damit wohl nur die Industrie in Deutschland und der Schweiz. Denn nur in diesen Ländern liegen definitive (D) resp. provisorische (CH) Ausstiegsbeschlüsse vor. In der restlichen Welt sieht es ganz anders aus. Es bauen hic et nunc neue Kernkraftwerke: China 24, Russland und Indien je 8, Südkorea 4, Taiwan, Ukraine, Bulgarien je 2, Frankreich, Finnland, Argentinien und Brasilien je 1. Total sind es also 54 Kernkraftwerke, die in den nächsten 2 bis 6 Jahren in Betrieb genommen und dann für 60 bis 80 Jahre Strom liefern werden. Weitere 150 Anlagen sind geplant (15 davon in den USA). Die „letzten Zuckungen“ der heute global agierenden Nuklearindustrie werden also noch sehr lange andauern. Unter den 8 im Bau befindlichen indischen Kernkraftwerken befindet sich auch ein Brutreaktor zur Herstellung von spaltbarem Uran 233 aus Thorium 232. (Im OT vom 31. August stand fälschlicherweise, das sich dabei um ein Projekt handle). Diese Anlage, die im südindischen Madras steht, kommt, nach einer beträchtlichen Verzögerung wegen des 2004-Tsunamis, nun Ende dieses Jahres in Betrieb. Der Thorium 233 – Brutreaktor wird von der indischen Regierung deshalb favorisiert, weil ihr Land enorme Thorium-Vorräte besitzt. Sie könnte damit die Elektrizitätsversorgung für Jahrhunderte sicherstellen. Die indische Regierung denkt also an die nächsten Generationen, während unser Bundesrat und die Parlamentarier ängstlich auf die kommenden Wahlen schielen!

Dr. Hans-Rudolf Lutz, Kantonsrat, Lostorf                           2. September 2011

 

Zum Artikel „ Schlaumeierei der Extraklasse „ In LZ vom  29.9. 11

Der Ständerat hat die Botschaft überwiesen, keine neuen AKWs mehr zu bewilligen und die bestehenden AKWs unbefristet zu betreiben.  Es ist unvorstellbar, dass ab dem Jahre 2034 etwa 40 % Atomstrom durch andere Energieträger ersetzt werden können.

1.    Die AKWs Gösgen und Leibstadt können mindestens bis ins Jahr 2040, respektive Leibstadt bis 2046 sicher betrieben werden.

2.    In der Schweiz kann sich weder ein 14 m hoher Tsunami noch ein Erdbeben von der Stärke 9.0 ereignen. 

3.    Die neuen erneuerbaren Energien ( Fotovoltaik, Wind ) brauchen enorme Landflächen um nur das kleinste AKW Mühleberg ( 373 MW ) zu ersetzen !

4.    Neue Reaktoren der Typen EPR 1600 und WWER die zurzeit in Frankreich, China, Finnland und demnächst auch in England gebaut werden, sind mit einem Core-Catcher ausgerüstet.

5.    Fazit: Frankreich baut Flamanville 3, England Hinkley Point C, AKW Projekte, die auch nach der Reaktor Katastrophe Fukushima weiter gezogen werden – Nein zum Atom Ausstieg in der Schweiz ! !

Es wäre schade, die relativ neuen AKWs Gösgen und Leibstadt ( total 2140 MW Leistung ) abzuschalten, die mindestens bis ins Jahr 2040 resp. 2046 fast Co2 – freien Strom liefern können !   

 

Zum Thema „ Atomausstiegs - Initiative Stadt Luzern „ In LZ vom  18.11. 11

Die Stadt Luzern wird am 27. November über die Ausstiegs Initiative und den Gegenvorschlag abstimmen. Die Atom - Initiative verlangt den Ausstieg schon ab dem Jahr 2035, der Gegenvorschlag erst ab 2045. Beide Varianten sind unnötig und basieren auf der falschen Annahme, dass die neuen erneuerbaren Energien auch im Winter und in der Nacht Grundlast - Energie bereitstellen würden. Auch von der 2000 Watt Gesellschaft sind wir weit entfernt, nicht nur im Bereich Elektrizität, sondern auch beim Oel, Benzin, Kerosin usw.  Es ist unglaubwürdig, dass ab dem Jahre 2035 etwa 40 % Atomstrom durch andere Energieträger ersetzt werden können. Zudem wird bis dann der Energiebedarf rasant ansteigen, wenn die Autolieferanten fast nur noch Elektroautos herstellen und jeder sein(e) Auto(s) aufladen muss. Dazu brauchen wir AKW’ s der Dritten Generation ! In Anbetracht dieser, aus Umweltsicht vernünftigen Umstellung auf E-Autos wäre es klimapolitisch wirklich völlig unverantwortlich, Mühleberg und Beznau 1 + 2 durch Gaskombikraftwerke ( Chavalon, projektiert ) zu ersetzen, die enorme Mengen CO2 ausstossen. Jeder soll mit sich selbst ausmachen, was wohl vernünftiger ist, sichere AKW’ s ( ZB. den EPR = Europäischer Druckwasser Reaktor ), oder Klimaerwärmung mit den stets schlimmer werdenden Ueberschwemmungs - und Dürrekatastrophen !  Die beiden grossen AKWs Gösgen und Leibstadt können technisch bis mindestens ins Jahr 2040 resp. 2046 sicher betrieben werden !! Daher NEIN zum Atom Ausstieg in Luzern !         

Michael Fehr

 

 

 

Verantwortlich für das Bulletin :   Markus Alder

 

 

 

Kontaktadressen : koechel@gmx.ch  

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   www.beznau3@gmail.com   kettenreaktion@gmail.com

Quellen : Michael Fehr, Internet, Tageszeitungen, www.strom.ch  www.nuklearforum.ch , www.power-technology.com  www.world-nuclear-news.org  www.bfe.admin.ch

 

 

 

BULLETIN 4/2010

Inhalt


 

Renaissance Watch - Neue Kernenergie-Ära

 

  1. Am 15. November haben die Bauarbeiten für den dritten Block des Kernkraftwerkes Yangjang in Südchina begonnen. Die Fertigstellung ist auf 2015 geplant. Der erste Block soll bereits 2013 Strom liefern. Insgesamt sind 6 Druckwasserreaktoren chinesischer Bauart geplant.
  2. Ägypten hat Al-Dabaa als Standort für erstes Kernkraftwerk festgelegt. Der erste Reaktor soll schon 2019 Strom liefern.
  3. Der neue 1520 MW-Siedewasserreaktor von GE / Hitachi hat am 28. Oktober die US-Zulassung bekommen. Er soll wegen Vereinfachungen kostengünstig zu errichten sein und weltweit vermarktet werden.
  4. Mit Kakrapar 3 und 4 sind die ersten indischen 700 MW-Schwerwasserreaktoren im Bau. Kakrapar 1 und 2 sind kleinere Reaktoren aus den 90ern.
  5. Venezuela will 2 russische WWER-1200 Reaktorblöcke kaufen.
  6. Vietnam bestellt in Russland und Japan. Das erste vietnamesische Kernkraftwerk wird aus zwei 1200 MW-Reaktoren russischer Bauart bestehen, das zweite wird von einem japanischen Konsortium errichtet.
  7. Leistungserhöhung von 440 MW auf 505 MW brutto des Kernkraftwerkes Bohunice in der Slowakei. Die beiden 25-jährigen russischen Druckwasserreaktoren vom Typ WWER-440/V213 sollen noch einige Jahre sicher und zuverlässig am Netz bleiben.
  8. China will ab 2013 seine ACPR-1000 Reaktoren exportieren.

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Mitgliederversammlung 2010

Zum ersten Mal hat die Versammlung mit dem Referat begonnen. Herr Roland Keller von der Axpo hat uns gezeigt, wie Beznau 3 aussehen könnte, welche Herausforderungen sich durch die spezielle Situation auf der Beznau-Insel stellen und wie die Akzeptanz in der Standortregion und im Aargau allgemein ist. Grundsätzlich ist die Akzeptanz der Kernenergie in der Umgebung von Kernanlagen höher als in anderen Gebieten, ebenso sind viele Menschen überdurchschnittlich informiert. Es fällt auch im Aargau auf, dass viele Menschen völlig übertriebene Erwartungen in die Alternativenergien haben.
Die Axpo arbeitet bereits intensiv an der Projektierung von Beznau 3. Zusammen mit dem Kernkraftwerk würde auch ein neues Flusskraftwerk realisiert. Mit einer Fertigstellung kann ab 2023 gerechnet werden.
Die Mitgliederversammlung genehmigte die Rechnung, den Revisorenbericht, das Tätigkeitsprogramm 2011 und das letztjährige Protokoll einstimmig. Herr Hotz, der altershalb abtretende Revisor, wurde für seine langjährigen treuen Dienste geehrt. Wir wünschen ihm noch viele Jahre mit guter Gesundheit. Herr Louis Hafner aus dem zürcherischen Säuliamt wird sein Nachfolger.
Ein Antrag fordert einen früheren Beginn der Mitgliederversammlung, ein Anliegen, das grosse Zustimmung findet. Der Vorstand wird beauftragt, eine sinnvolle Lösung zu finden. Die Mitgliederversammlung 2011 wird am 23. November 2011 um 18.00 stattfinden, zum 30. Jubiläum unseres Vereins wird ein Nachtessen offeriert. In den letzten 15 Jahren ist das amtsälteste Regierungsmitglied der Schweiz für viele Kernenergiebefürworter (aber auch für Automobilisten usw.) zu einem Feindbild geworden. Sein Moratorium verhindert beispielsweise das Recycling abgebrannter Brennelemente. Sein auf Ende Oktober angekündigter Rücktritt sorgt weitherum für Erleichterung.
 


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Mit Schwung ins Jubiläumsjahr 2011

Unser Verein wurde im Herbst 1981 im Bahnhofbuffet Olten durch unseren langjährigen Präsidenten H.R. Lutz und tüchtige HelferInnen gegründet. Im Hinblick auf das 30-jährige Bestehen unseres Vereins werden wir einige Veranstaltungen planen. Den Auftakt bildet unsere Standaktion in Bern am 15. Januar 2011. Wir werden so zeigen, dass uns ein klares JA zu Mühleberg 2 ein wichtiges Anliegen ist. Ebenso wird eine Standaktion in Basel geplant. Gerne nehmen wir Vorschläge für weitere Aktionen entgegen.


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Iran und Uran

Weltweit sind 61 Kernkraftwerke im Bau und über 100 geplant. Davon ist in unseren Zeitungen nur wenig zu lesen. Eine Anlage macht jedoch seit Jahrzehnten Schlagzeilen: Das Kernkraftwerk Busher, das im Iran seit 1975 im Bau ist und Ende 2010 den Betrieb aufnehmen soll. Unterbrochen wurden die Arbeiten durch die iranische Revolution von 1979. Ob das mit der grünen Farbe, die dem Propheten Mohammed besonders lieb war, zusammenhängt, ist nicht klar. Für Ayatollah Ruhollah Chomeini war die Kernenergie mit dem Islam unvereinbar. Anfangs waren die Mullahs eher wirtschaftsfeindlich eingestellt. Während es jahrelangen Krieges mit dem Irak und noch mehr nach dessen Ende wandelte sich diese Einstellung. Seit Kriegsende erlebt die Industrie, trotz des islamischen Zinsverbotes, das die Finanzierung von Investitionen erschwert und den internationalen Sanktionen, einen starken Aufschwung. Die Iraner sind dabei anpassungsfähig. Weil durch die Sanktionen der Bau neuer Raffinerien erschwert wird, bauen sie einfach gasbetriebene Autos. Mit über 500 000 Arbeitsplätzen ist die Automobilindustrie ein wichtiger und begehrter Arbeitgeber, auch die Textilindustrie hat eine grosse Bedeutung, ebenso Stahl- und Aluminiumerzeugung. Ein grosses Problem für alle Industrien, Dienstleistungsbetriebe und Haushalte ist die unsichere Stromversorgung, die zu gelegentlichen Abschaltungen führt. Die über 70 Millionen Einwohner verbrauchen um die 200 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Gas und Ölkraftwerke dominieren, Wasserkraft macht wenige Prozent aus, Windkraft hat kaum Bedeutung, Photovoltaik scheint unbekannt zu sein. Unter dieser Voraussetzung ist verständlich, dass es im Iran kaum Opposition gegen den Bau von Kernkraftwerken gibt. Schon vor der islamischen Revolution von 1979 wollte der damalige Schah Mohammed Reza Pahlewi Kernenergie nutzen, um die Ölreserven zu schonen, wie er z. B. in einer Rede am 21. März 1974 erklärte. Umstritten bleibt die Urananreicherung. Unbestritten ist, dass der von den USA Ende der 60er gelieferte Forschungsreaktor in Teheran auf 20 % angereichertes Uran benötigt. Weshalb die Iraner den Brennstoff aber um jeden Preis selbst produzieren wollen, ist eher rätselhaft. Die Vermutung, dass Atombomben gebaut werden sollen, erscheint angesichts der Konflikte in der Region nicht abwegig.


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Kernenergie in den USA

Kalifornien galt als Hochburg der 68er und der Kernenergie-Gegner. Mit dem Blackout von 2001 und der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Ablehnung der Kernenergie jedoch immer weniger vertretbar. Trotz des rasanten Wachstums in China sind die USA immer noch der grösste Elektrizitätsmarkt der Welt. Im Jahr 2008 wurden total 4,4 Billionen Kilowattstunden abgesetzt, in China knapp ein Viertel weniger. Rund 837 Milliarden Kilowattstunden, also knapp 20 %, stammten aus den 104 Kernkraftwerken. Drei davon sind bereits seit 1969 in Betrieb, 1996 ging der Druckwasser-Reaktor Watts Bar-1 als bisher letzte Anlage ans Netz. Mit Watts Bar-2 und Vogtle 3 sind bisher 2 Einheiten im Bau, mehr als 20 sind geplant. Ein grosses Hindernis für die rasche Erneuerung und Erweiterung des Kernkraftwerk-Parkes ist der Finanzmarkt, der seit gut zwei Jahrzehnten kurzfristige Investitionen bevorzugt. Solange reichlich billige Tagebau-Kohle verfügbar ist und die CO2-Emissionen zweitrangig sind, kommt die Erneuerung des Kernkraftwerk-Parkes nicht so recht voran.

www.eia.doe.gov

Die Entwicklung neuer Reaktoren geht indessen weiter.

www.hyperionpowergeneration.com
www.ap1000.westinghousenuclear.com
www.nustartenergy.com
www.unistarnuclear.com


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Thorium

Neben der angeblichen Abfallproblematik wird immer wieder eine Uranknappheit propagiert, um die Kernenergie als „Auslaufmodell“ darzustellen. Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist ein klares Argument für die Kernenergie; werden doch in kaum einem Wirtschaftszweig die anfallenden Abfälle derart gewissenhaft registriert und entsorgt, wie das bei der Kernenergie der Fall ist. Weil vor allem in China sehr viele neue Kernkraftwerke ans Netz gehen, steigt die Uran-Nachfrage, was den Preis in die Höhe treibt. Weil die Kosten für das Natur-Uran aber nur rund 3 % der Stromgestehungskosten von etwa 4 - 8 Rappen pro Kilowattstunde ausmachen, ist auch eine Vervielfachung der Beschaffungskosten für Natur-Uran unproblematisch. Dafür lohnt sich die Ausbeutung auch ärmerer Erze.
Falls das Uran wirklich einmal für längere Zeit deutlich teurer werden sollte, würde sich der Bau von Schnellen Brütern lohnen, welche heute gegenüber Leichtwasser-Reaktoren nicht konkurrenzfähig sind. Indien verfügt nur über geringe abbauwürdige Uranreserven, aber umso grössere Thoriumvorkommen. Daher wird in Kalpakkam (Tamil Nadu) ein Schneller Brüter gebaut, der aus Thorium spaltbares Uran 233 erbrüten wird. Mit der Entwicklung dieses Reaktors kann das 1,1 Milliarden-Volk seine Energieversorgung auch bei rasant wachsendem Verbrauch für Jahrhunderte sichern.

www.bhavini.nic.in


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Kohleförderung ist riskant

Das verheerende Unglück im Pike-River Coal Bergwerk in Neuseeland zeigt, mit welchen Risiken die Kohleförderung verbunden ist. Mindestens 29 Bergleute sind gestorben. China und Indien mit ihren zahlreichen halblegalen und illegalen Kohleminen bezahlen den höchsten Blutzoll für den begehrten Brennstoff, vermutlich ist jedes Jahr mit einigen Tausend Todesopfern zu rechnen. Daher ist der Ersatz der Kohle durch Kernenergie auch aus ethischen Gründen geboten.


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Wohlstand durch Wertschöpfung mit Kernenergie

Immer wieder wird behauptet, wie die Alternativenergien Arbeitsplätze schaffen sollen. Man glaubt, je mehr Subventionen, desto mehr Arbeitsplätze. Diese Möglichkeit ist verführerisch. Leider sieht die Realität anders aus. Gemäss verschiedenen Angaben wird jeder Arbeitsplatz in der Alternativenergie-Branche mit 250 - 300 000 Euro jährlich subventioniert. Die hohe Energiedichte der Kernenergie führt zu geringen Kosten, tiefer Umweltbelastung und einer hohen Wertschöpfung pro Mitarbeiter. Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern und eben diese hohe Wertschöpfung pro Mitarbeiter sind die Basis für gute Löhne. Mit dem Moratorium von 1990 und dem definitiven Scheitern des Kernkraftwerkes Kaiseraugst im Jahr 1988 hat die Schweiz verstärkt in französische Strombezugsrechte investiert. Heute verfügt die Energiefinanzierungs-AG (ENAG) mit Sitz in Schwyz über Bezugsrechte für etwa 3,5 Milliarden Kilowattstunden jährlich, bei der AKEB mit Sitz in Luzern sind es verschiedene Beteiligungen an Kernkraftwerken wie Cattenom, die sich insgesamt auf etwa 5 Mrd. KWh belaufen. Insgesamt hat die Schweiz jedes Jahr rund 20 Mrd. KWh aus Frankreich importiert und so mindestens 2000 begehrte Arbeitsplätze in unserem westlichen Nachbarland gesichert. Heute gilt die Kernenergie weltweit wieder als Zukunftstechnologie, wer über Know-How und Produktionskapazitäten verfügt, kann gutes Geld verdienen. Diese Erkenntnis ist auch in Deutschland nicht unbekannt, daher wurde im Saarland eine neue 12 000-Tonnen Schmiedepresse für die Grosskomponentenfertigung gebaut.

www.saarschmiede.de

Die Chinesen denken in anderen Massstäben, sie wollen in Haiyan, in der Provinz Zhejiang im Yantze-Delta eine Stadt für Unternehmen der Kernenergie-Branche errichten. Auf 130 Quadratkilometern sollen Entwicklung und Fertigung, Ausbildung und Training, Nuklearmedizin und Strahlungsforschung sowie Verkaufsaktivitäten stattfinden. Schwertransporte sollen vorteilhaft auf dem Wasserweg abgewickelt werden.

www.chinahed-nuclear.com


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Ausbau der Netze

Der trotz Krise weiter steigende Stromverbrauch und der im Zuge der Liberalisierung wachsende Handel erzwingen den Ausbau der Übertragungsnetze. Ein Beispiel ist die Verstärkung der Verbindung zwischen Frankreich und Spanien. Es werden 65 Kilometer Leitung vollständig unterirdisch verlegt, 40 auf französischer und 25 auf spanischer Seite. Die Übertragungskapazität beträgt 2000 MW.


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Heuchelei auf Kosten der Stromkonsumenten

Gottlieb Duttweiler kämpfte einst für das Wohl der Konsumenten. Heute versucht sich der Detailhandelsriese Migros als „Solarpionier“. Leider nicht auf eigene Kosten, sondern überwiegend mit Subventionen finanziert. Auf der riesigen Dachfläche des Verteilzentrums Ecublens betreibt Romande Energie seit Ende 2009 die grösste Solaranlage der Westschweiz, wofür sich der Detailhandelsriese mit dem „Solarpreis“ auszeichnen liess. Finanziert werden die Solarzellen von den Stromkonsumenten. Die Jahresproduktion soll eine Million Kilowattstunden erreichen. Über den Stromverbrauch des Verteilzentrums ist nichts bekannt, auch nicht, ob und wieviel massiv teurer „Ökostrom“ bezogen wird.
Immerhin hat Migros auch schon 1990 auf eigene Kosten und ohne Gewissheit, dafür einmal Subventionen zu erhalten, zwei kleinere Solaranlagen errichtet.
Leider werden Photovoltaik und Windkraft, die in vielen Ländern für die öffentliche Stromversorgung völlig ungeeignet sind, dem ahnungslosen Publikum als besonders umweltfreundlich verkauft. Als besonders stossend gilt der Verkauf von – hoch -subventioniertem- „Ökostrom“, wenn der Profiteur selbst wesentlich günstigeren „Normal-strom“ bezieht.
Es gibt zunehmenden Widerstand gegen diesen Schwindel.

www.sturmlauf.de
www.windkraftgegner.de
www.gegenwindkraft.de
www.gegen-wind.net
www.epaw.org
www.windtoons.com


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Elektromobilität auf Erfolgskurs

Ältere Menschen erinnern sich noch an die Elektrofahrzeuge von MOWAG Kreuzlingen und SIG Neuhausen. Sie sind unterdessen schon weitgehend verschwunden. Bis vor etwa fünf Jahren wurden für Elektrofahrzeuge fast ausschliesslich Blei-Säure-Akkus verwendet, die wohl ausgereift und relativ preisgünstig sind, aber nur bescheidene Reichweiten ermöglichen. Unterdessen werden zunehmend Technologien verwendet, welche für Mobiltelefone und Laptops entwickelt worden sind. Sie sind wohl teurer, bringen aber auch bessere Leistungen. Wie die „Finanz und Wirtschaft“ vom 13. November berichtet, will der Mischkonzern General Electric bis zum Jahr 2015 rund 25 000 Elektromobile kaufen, um sie in den eigenen Flotten, sowie im Flotten-Dienstleistungsgeschäft einzusetzen. General Electric produziert die Batterieladestation „Wattstation“. Wie „Sonntag“ im September berichtete, wird Renault ab 2011 die Elektroversion der türkische Stufenheck-Limousine Fluence verkaufen. Bis 2020 sollen zehn Prozent der verkauften Fahrzeuge elektrisch fahren. Hybrid-Antriebe seien kein Thema. Mitsubishi verkauft sein Elektrofahrzeug i-MIEV bereits seit einigen Monaten in Europa. Der Kleinwagen hat eine Reichweite von etwa 160 Kilometern; seine Batterien können in einer halben Stunde aufgeladen werden. Das schnelle Aufladen von Elektrofahrzeugen ruft nach leistungsfähigen 400 Volt-Steckdosen. Ein paar Solarzellen reichen da nicht.


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Leuenbergers Nachfolgerin

Genosse Energieminister wird Verwaltungsrat Leuenberger bei Implenia. Bundesrätin Leuthard hat seinen Platz eingenommen. Die 1963 geborene Aargauerin aus Merenschwand war Verwaltungsrätin der Axpo-Tochter EGL (Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg) und im Vorstand des Nuklearforums. Das macht sie aus Sicht der Kernenergie-Gegner zur „Atomlobbyistin“. Sie könnte aber ebenso als „linke“ Katholikin bezeichnet werden, da sie Präsidentin des Stiftungsforums Fastenopfer in Luzern war, einem katholischen Hilfswerk, das auch die Ursachen der Armut gelegentlich kritisch hinterfragt.

www.fastenopfer.ch

Es ist davon auszugehen, dass die 47-jährige CVP-Bundesrätin der Kernenergie objektiver gegenübersteht als ihr Vorgänger. Hoffentlich hat sie auch die nötige Härte, um sich gegen blockierende Chefbeamte aus der Aera Leuenberger durchzusetzen.


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Netzmeister gesucht

Für die optimale Betreuung unserer Seite www.kettenreaktion.ch suchen wir einen „Webmaster“. Nötig sind hauptsächlich Aktualisierungen.


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Gesprächsangebot an einen Gegner

Im Sommer 2010 schrieb unser Mitglied Theo Schaub aus Nussbaumen diesen Brief an den roten Nationalrat Eric Nussbaumer:

Herrn
Nationalrat Eric Nussbaumer
c/o sonnenklar!
Postfach 7876
3001 Bern
Kirchdorf, 28. Juni 2010

Lieber Herr Nationalrat Nussbaumer,

Unter dem Titel „Erneuerbar statt atomar“ lancieren Sie einen Appell für „Alternativen zur Atomkraft“. Falls es wirkliche Alternativen wären, könnte ich mich vielleicht auch dafür erwärmen. Aber leider ist dem nicht so. Wie bekannt ist, bleiben bis zur Ausserbetriebsetzung der drei ältesten Kernkraftwerke nur rund fünfzehn Jahre. Etwa zur gleichen Zeit laufen auch die Lieferverträge für französischen Atomstrom aus. Damit werden rund 50% der heute von Kernkraftwerken produzierten elektrischen Energie oder 20% der gesamten elektrischen Energie entfallen. Demgegenüber liefern heute Photovoltaik und Wind zusammen weniger als 0,1% unseres Stromes.
Selbst wenn wir diesen alternativen Energien 25 Jahre zugestehen, um das Defizit aufzufüllen, wären jährliche Zuwachsraten von über 20% erforderlich. Das schafft keine Volkswirtschaft der Welt! Erschwerend kämen noch die zunehmenden Bewilligungshürden und die beträchtlich steigenden Beschaffungskosten dazu.
Warum sich also gegen evidente Fakten stemmen und Verzögerungen und Verteuerungen beim Neubau der Kernanlagen provozieren? Die Berechtigung der alternativen Energieformen und deren Weiterentwicklung soll damit nicht abgesprochen werden.
Eine umfassende Darstellung der aktuellen Situation betreffend Energiepotential und dessen Nutzung Schweiz- und weltweit könnten Sie in dem nachstehend bezeichneten Buch finden:

Kernkraft – was sonst
Zahlen und Fakten zur Energie- und Klimapolitik
Heinz Albers-Schönberg
Stämpfli Verlag AG – 2008
ISBN 978-3-7272-1337-3

Freundliche Grüsse
Theo Schaub

P.S. Bis jetzt haben alle meine Bemühungen, eingeschworene Gegner der Kernenergie zu einem Gespräch am Standort eines Kernkraftwerkes einzuladen, fehlgeschlagen. Möchten Sie die Gelegenheit ergreifen, diese Regel zu durchbrechen?

Eine Antwort ist bisher leider ausgeblieben.


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Leserbriefe


Peter F. Wider, Wettingen an „Aargauer Zeitung“, 12. Juni 2010

Die kursiv gesetzten Teile sind redaktionell gekürzt worden

Umwelt schonen mit Kernenergie
Das Ende der Erdöl-Aera wurde schon oft prognostiziert, genauso wie bei der Kernenergie, aber wir werden noch lange von beiden abhängig sein. Und offensichtlich gibt es noch sehr viel Oel und Uran. Gut, es gibt auch noch den Wind und die Sonne, aber die Schweiz liegt im windärmsten Teil Europas und Sonnenkollektoren können bestenfalls bei Sonnenschein warmes Wasser produzieren. Elektrischen Strom damit zu produzieren ist ein zwanzig mal teurerer Spass als Kernenergiestrom. Es ist unverschämt, diese Kosten einfach auf die Allgemeinheit zu überwälzen und es kommt dazu, dass die Kosten für die Bereitstellung von Ersatzenergie (wenn die Sonne mal nicht scheint) darin noch nicht enthalten sind.

Das Uran im Erdinnern ist Tag und Nacht da. Es liefert die Erdwärme, und sie wird die praktisch unerschöpfliche, zukünftige Energiequelle sein. Bis sie genügend erforscht ist, könnten wir aber jetzt schon Millionen Tonnen Erdöl (und CO2) einsparen, wenn zum Beispiel das Limmattal mit der (Fern-) Wärme aus den Kernkraftwerken versorgt würde – wie es ja mal geplant war. Recht spöttisch hat mich einmal ein chinesischer Politiker gefragt, warum wir die von der ETH Zürich entworfenen Heizreaktoren nicht bauen würden. Sie seinen daran, ihre im Norden gelegenen Städte damit zu heizen.

Was Oel anrichten kann, sehen wir momentan an der amerikanischen Küste. Dem wird gern entgegengehalten, dass die Kernenergie dafür radioaktive Abfälle produziere und dessen Lagerung ungelöst sei. Ist das so? Die Kernkraftwerke produzieren sehr wenig hochradioaktiven Abfall (rund drei Kubikmeter in 60 Jahren pro Grosskraftwerk) und der strahlt nach einem Jahr zu 80% nicht mehr., nach 300 Jahren sind schon 99,9% stabil. Dann sind diese Abfälle nicht mehr gefährlich (im Gegenteil, sie wandeln sich z.T. in sehr wertvolle Grundstoffe um).

Warum reden die Kernenergie-Gegner von Millionen von Jahren? Weil die Abfälle zumeist aus Stoffen mit schwacher Radioaktivität bestehen, die lange Halbwertszeiten haben, wie sie im Granit des Gotthards, im Wallis und im Schwarzwald zu Tausenden von Tonnen auch schon vorhanden sind. Die Gefahr dieser niedrigaktiven Abfälle liegt denn auch nicht in der Strahlung, sondern im Umstand, dass es sich z. T. um Schwermetalle handelt. Ihre Entsorgung ist also kein Strahlungs- sondern ein Sondermüllproblem. Das NAGRA-Konzept sieht eine Lagerung vor, die unvergleichlich viel besser sein wird, als sie jetzt für die Abfälle aus Kölliken realisiert werden. Das gilt auch für die Kosten: Im Gegensatz zu Kölliken wird der Steuerzahler nicht belastet, das Geld dafür ist vorhanden.

Der Bau eines Endlagers wurde bisher politisch verhindert, was die Kernkraftwerke nicht weiter stört. Sie haben ihr Zwischenlager für viele Jahre ausgelegt. Anders sieht es mit den radioaktiven Abfällen aus Industrie, Hochschulen und Medizin aus. Deren Zwischenlager ist praktisch voll und es ist ein Versäumnis vom zuständigen Bundesrat, hier keine Abhilfe, resp. Lösung zu schaffen.



Mieter, wehrt Euch!

Dr. Hans-Rudolf Lutz, Kantonsrat, Lostorf

Ich muss jetzt den folgenden Aufruf niederschreiben, einfach deshalb, weil ich mich nicht dem Vorwurf aussetzen will, ich hätte es gewusst und nichts gesagt.
Also, worum geht es?
Ab 1. Januar 2013 zahlen alle Stromverbraucher, ob klein oder gross, Private oder Firmen pro Kilowattstunden nicht mehr nur 0,45 sondern 0,9 Rappen als Förderbeiträge, sprich Subventionen für erneuerbare Energie und Wärmedämmungsmassnahmen. Pro Jahr ergibt dies für die Schweiz rund 550 Millionen Franken! Ein guter Teil davon wird für die Einspeisevergütung von Photovoltaikanlagen verwendet. Für denjenigen, der Geld und die Möglichkeit hat, auf seinem Dach eine solche moderne Produktionsanlage zu installieren, ist das über 20 Jahre eine äusserst gut rentierende Investition. Das Gros der Mieter – und das sind in der Schweiz immer noch über 50 % der Bevölkerung – ist von diesem lukrativen Geschäft ausgeschlossen. Ihnen fehlt das Geld und die Möglichkeit, diese flächenheischenden Solarzellen zu montieren. Auf die Kurzform gebracht heisst dies: Arme subventionieren (zwangsweise!) Reiche. Der Verband, der die Interessen der Mieter vertritt, unternimmt nichts, vor allem auch deshalb, weil dessen Vorstände von Sozialisten dominiert werden, bei denen Ideologie vor technischem und energiewirtschaftlichem Sachverstand rangiert. Der technische Sachverstand sagt nämlich: Die Schweiz ist kein Photovoltaik-Land, weil die jährliche Sonnenscheindauer zu kurz ist, um die Solarzellen so auszunützen, dass der produzierte Solarstrom einigermassen preiswert wird. Der energiewirtschaftliche Beitrag der Solarzellen wird im Promillebereich bleiben, also unbedeutend für die Sicherheit der Landesversorgung. Zudem werden heute viele Photovoltaikzellen mit Kohlestrom in China produziert. Ohne die Millionen, welche die Mieter zahlen, würden in der Schweiz keine Photovoltaik-Anlagen erstellt. Ich bin selber Hausbesitzer und könnte auch von dieser völlig einseitigen Geldumverteilung-Massnahme profitieren. Mein soziales (nicht sozialistisches!) Gewissen und meine technischen Kenntnisse verbieten mir jedoch, dies zu tun. Ich frage jetzt alle Mieter: Wie lange wollen Sie dieses sozialistisch/grüne „Hinters-Licht-Führen“ noch billigen? Wäre es nicht an der Zeit hier und jetzt sich zu wehren und zu sagen: Ohne mich, so nicht!



Warum Strompreise teurer?

Othmar Lengwiler an St. Galler Tagblatt

Infolge „Strommarktliberalisierung“ / Globalisierung, Einspeisevergütungen von 0,45 Rp. und Systemdienstleistungen von 0,4 Rp. stieg der Strompreis (in unserer Gemeinde) um 25 %, unser Parlament hat diese Liberalisierung durchgedrückt, im Wissen (aus Deutschland), dass der Strompreis steigen wird. Unglaublich! Jahrzehntelang funktionierte unsere schweizerische Stromverteilung und –Versorgung zu günstigen Preisen einwandfrei. Aber Bewährtes muss leichtsinnig zerstört werden. Neu redet unser Parlament wieder von Erhöhung der Einspeisevergütungen und Subventionierung von Solarstrom. Solarstrom ist teuer. Im Vergleich, nur Produktion ohne Verteilung : Solarstrom 85 - 90 Rp. pro KWh, Windstrom 25 - 30 Rp. , Wasser- und Atomstrom 4 - 6 Rp.. Daraus ist ersichtlich, dass Solarstrom 15mal teurer ist, als Strom aus Wasser- und Atomkraft und somit für Wirtschaft und Industrie nicht brauchbar ist. Zudem ist auf Solarstrom kein Verlass, weil die Sonnenscheindauer nicht planbar ist, bei Nacht 0, bei dichtem Nebel noch 10 %. Windenergie ist ebenfalls zu teuer und in der Schweiz nur zum Teil berechenbar. Oekostrom aus Abfällen der Landwirtschaft, Industrie und Konsum ist ebenfalls teuer, aber berechenbar und verwertet Abfälle. Somit steht fest, dass nur Strom aus Wasserkraft und Atomkraft in genügenden Mengen, planbar und zu bezahlbaren Preisen, produziert werden kann, ohne unsere Natur zu schädigen. Frankreich produziert 80 % der benötigten elektrischen Energie aus Atomkraft, aus 58 Reaktorblöcken und baut weiter. Dafür hat Frankreich die Kohlekraftwerke, die für unser Waldsterben mitverantwortlich waren, stillgelegt. Atommüll entsorgt Frankreich hundertprozentig einwandfrei. Ich habe persönlich das Endlager in Aube (ca. 100 Km vor Paris) besucht. Weltweit sind ca. 100 Atomkraftwerke geplant. Es ist dringend nötig, dass bei uns in der Schweiz sofort mit der Planung von zwei neuen Kernkraftwerken begonnen werden kann. Unser Atommüll wird im Zwischenlager Würenlingen einwandfrei gelagert, bis ein Endlager endlich zur Verfügung gestellt werden kann. Auch dieses Zwischenlager habe ich besucht.



Leserbrief in Deutschland (Süddeutsche Zeitung)

„Kernkraftwerke vermeiden starke CO2-Emissionen“

Die Behauptung „Dem Klima nützen längere Laufzeiten nichts“ ist schlichtweg falsch. Dem Autor Alex Mäder scheint nicht bekannt zu sein, dass die deutschen Kernkraftwerke im Jahr 150 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden, so viel wie der ganze Strassenverkehr abgibt. Die Behauptung, „In den Zukunftsszenarien wird der CO2-Ausstoss durch Stromsparen gesenkt“, ist eine blosse Willensbekundung und Wunschvorstellung. Die CO2-Vermeidung durch Kernkraftwerke ist jedoch eine Tatsache.
Ludwig Lindner D - 45770 Marl

www.buerger-fuer-technik.de
www.energie-fakten.de


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Quellen:
Michael Fehr
Internet
Tageszeitungen
www.ewb.ch
www.power-technology.com
www.world-nuclear-news.org
www.strom.ch
www.nuklearforum.ch


 

Kontaktadressen:
koechel@gmax.ch
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