Bulletin

BULLETIN 2/2007

Inhalt


Herzlichen Dank an alle Spender

Im letzten Rundschreiben haben wir im Zusammenhang mit der Einforderung des Jahresbeitrages 2007 einen Aufruf für zusätzliche Spenden für unseren neuen Prospekt erlassen. Das Resultat ist äusserst erfreulich: Es sind ausserordentlich viele Spenderbeiträge überwiesen worden, nämlich von Fr. 20 bis Fr. 2007!
Wir danken allen Spendern sehr herzlich. Ihr Beitrag wird ausschliesslich für den neuen Prospekt verwendet, der im Moment von einer Grafikerin bearbeitet wird.

Euer Präsident: Hans-Rudolf Lutz, Lostorf


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CVP will Gaskombi-Kraftwerke verbieten

An ihrer Delegiertenversammlung vom Samstag, 3. März 2007 beschloss die CVP, ein Verbot für den Bau von Gaskombi-Kraftwerken vorzuschlagen. Weiter sollen Elektrogeräte mit Standby-Modus nicht mehr verkauft werden dürfen.


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Standortsuche

Nachdem sich auch Bundesrat Leuenberger mit neuen Kernkraftwerken anfreunden kann, melden die Gemeindepräsidenten von Däniken und Döttingen bereits ihr Interesse an neuen Kernkraftwerken an.


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Gute Konjunktur

Der tiefe Franken und die starke Weltkonjunktur heizen die Exporte und damit auch die Industrieproduktion an.
Nun kommen endlich die Investitionen in Schwung. Neue Maschinen bedeuten in der Regel nicht nur eine höhere Produktivität, sondern auch mehr Stromverbrauch. Überall wird gebaut. Der Zuwachs an Wohn- und Gewerbefläche wirkt sich auf den Stromverbrauch aus. Nach weltweiten Erfahrungen über Jahrzehnte wächst der Stromverbrauch mindestens so schnell wie das Bruttoinlandprodukt (BIP), die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen.


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Stromsparen

Auch in der Schweiz steigt der Stromverbrauch weiter und das viel schneller als erwartet. Die Stromlücke wird schon erwartet, bevor neue Kernkraftwerke verfügbar sein werden. Daher sollen Gaskraftwerke gebaut werden.
Beispiele, wie unsinnige Verschwendung vermieden werden kann:

  • Treppensteigen statt Lift benützen, gut für Herz und Kreislauf, auch Fettabbau. Nicht möglich bei körperlicher Behinderung, schweren Lasten und wenn man nicht schwitzen darf.
  • Geräte ganz ausschalten, um Standby zu vermeiden, verringert auch das Brandrisiko. Der Dauerbetrieb ist für viele Geräte lebensdauerverkürzend. Allenfalls Steckdosenleiste mit Schalter verwenden.
  • Keine heisse Speisen in den Kühlschrank stellen, zuerst abkühlen lassen.


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Deutsche Kernkraftwerke erneut an der Spitze

www.kernenergie.de

Im Jahr 2006 wurden sieben der zehn weltweit besten Produktionsergebnisse von deutschen Kernkraftwerken erzielt. Isar-2 der E.ON steht mit einer Bruttoerzeugung 12,4 Mrd. KWh an der Spitze, gefolgt von Brokdorf mit 11,78. Die zwei US-amerikanischen Anlagen South Texas-5 und Grand Gulf-1 stehen mit 11,76 bzw. 11,24 auf dem 3. und 9. Platz. Der französische Reaktor Civaux-2 steht mit 11,63 an 6. Stelle. Die drückende Überlegenheit deutscher Kernkraftwerke wirft einmal mehr die Frage nach dem Sinn der Ausstiegspläne deutscher Politiker auf. Deutsche Technik top - deutsche Politik flop? Die Gesamtproduktion der deutschen Kernkraftwerke belief sich 2006 auf 167,4 Mrd. KWh, was einer Zunahme von 3 Prozent entspricht.


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In Hamburg wird wieder Aluminium produziert

Wie TaZ-Nord (Niederlassung der Berliner "Tages Zeitung" "TaZ") am 5. März 2007 schreibt, wird in Hamburg wieder Primärlauminium produziert.Das Ende 2005 stillgelegte Hamburger Aluminium-Werk (HAW) wird jetzt von der Essener Trimet Gruppe betrieben. Dank den hohen Alu-Preisen und der erwarteten Nachfragesteigerung sollen bis Ende Oktober wieder 270 Elektrolyseöfen in Betrieb sein. ".... wenn die (Politiker) uns eine Garantie für vernünftige Strompreise in den nächsten 10 Jahren geben, unterschreiben wir sofort eine Standortgarantie.", wird der Bereichs-leiter der Primärproduktion von der als links bekannten Berliner "Tages Zeitung" zitiert. Die hiesige linke "Wochen Zeitung" könnte sich an der Berliner Schwester ein Beispiel nehmen und für vernünftige Strompreise einstehen. "Lieber das AKW vor dem Haus als die Kündigung im Briefkasten!"


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Elektrische Heizsysteme

Für viele Politiker sind elektrische Heizsysteme inakzeptabel. Sie haben dennoch viele Vorteile, so entsteht kein CO2 (mindestens so lange als bei uns der Strom mit Wasserkraft und Kernkraft umweltfreundlich produziert wird), auf Tanks und Gasleitungen kann verzichtet werden, ebenso ist kein Kamin und keine Feuerungskontrolle nötig.
Wenn man den Suchbegriff "elektrische Heizsysteme" in die schweizerische Suchmaschine www.search.ch eingibt, erhält man etwa 100 Treffer, bei www.google.ch sind es etwa 209 000! Die gute alte Elektroheizung ist alles andere als tot. Die sog. Direktheizung hat wohl einen grossen Energieverbrauch, dafür ist der Materialaufwand klein.
Für bestimmte Nischenanwendungen, etwa in Ferienwohnungen, in sehr kleinen Gebäuden oder f''r Strahler im Badezimmer kann sie sinnvoll sein.


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Transmutation und Inzineration

In der schweizerischen Energiepolitik gilt die Entsorgung radioaktiver Abfälle als (fast) unlösbares Problem und als letzte Bastion unbeirrbarer Kernenergiegegner. Speziell die Lagerung hochradioaktiver und langlebiger Abfälle aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente oder auch die Lagerung ganzer Brennelemente bereitet kopfzerbrechen. Der menschliche Erfindergeist sucht aber auch hier nach Lösungen. Hauptsächlich in Frankreich und den USA wird an der sogenannten Transmutation gearbeitet, an der Umwandlung langlebiger Radioisotope in kurzlebige. In der Regel sollen die langlebigen Isotope durch Neutroneneinfang und anschliessenden Beta-Zerfall in kurzlebige oder stabile Isotope umgewandelt werden. Mit Inzineration (Einäscherung) ist die Spaltung von Transuranen, insbesondere auch Waffenplutonium (PU239) gemeint. Nach Meinung der "Gesellschaft für Schwerionenforschung GmbH" in Darmstadt sind dafür beschleunigergetriebene unterkritische Reaktorsysteme, sogenannte Hybridreaktoren, denkbar. Diese könnten mit einem Thorium-Uran-Zyklus arbeiten, mit Th 232 als Brutstoff, aus dem Uran 233 als Spaltstoff entsteht. Die zu entsorgenden langlebigen Isotope werden beigemischt. Wahrscheinlich kann ein solcher Reaktor mehr Energie erzeugen, als der Betrieb des nötigen Beschleunigers und der Nebenanlagen verschlingt. In Deutschland ist es laut 3 SAT gelungen, das hochradioaktive Isotop Jod-129 durch Bestrahlen mit einem Ultrakurz-Pulslaser in Jod-128 umzuwandeln, das in nur 25 Minuten in das stabile Edelgas Xenon-128 zerfällt. Auch wenn die Entsorgung radioaktiver Abfälle durch Transmutation und Inzineration noch ferne Zukunft ist, darf man hoffen!


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Al Gore und seine Stromrechnung

Wie der "Blick" in seiner Onlineausgabe vom 1. März 2007 schreibt, verbraucht das Anwesen des ehemaligen US-Vizepräsidenten und heutigen Umwelt-Predigers Al Gore über 200 000 Kilowattstunden Elektrizität im Jahr, etwa das zwanzigfache eines normalen Haushaltes in den USA oder gar das vierzigfache eines europäischen. Er bezahlt dafür umgerechnet etwa 20 000 Franken pro Jahr. In den USA wurde 2004 fast die Hälfte der Elektrizität aus Kohle erzeugt. Al Gore ist der Öffentlichkeit aber nicht als CO2-Sünder bekannt, sondern für seinen Einsatz gegen den Treibhauseffekt. Für seinen Film "an inconvenient truth - eine unbequeme Wahrheit" erhielt er zwei Oscars.


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Leserbriefe

Nun müssen in den Leserbriefen neue Kernkraftwerke gefordert werden. Die "Abstimmung an der Steckdose" muss über die künftige Energiepolitik entscheiden, nicht die Ideologie bestimmter Politiker oder irgendwelche weltfremden Utopien! Die Zeit, als bestehende Kernkraftwerke "verteidigt" werden mussten, ist vorbei!

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Michael Fehr
22.02.2007
Schaffhauser Nachrichten

Mit AKW gegen Stromlücke

Die Normen für die Energieeffizienz von Gebäuden finde ich gut. Noch besser sind neue Kernkraftwerke, denn die Herstellung von Isoliermaterial braucht Strom und die Nutzung von Alternativenergien ist häufig mit zusätzlichem Stromverbrauch verbunden, man denke an elektrische Wärmepumpen!

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Michael Fehr
Aargauer Zeitung

Ja zu Gösgen 2

Ich kann die Pläne für ein neues KKW in Gösgen nur unterstützen, weil eine gewaltige, sehr tiefe und breite Stromversorgungslücke die Schweiz bedroht! Ich hoffe auf einen europäischen Druckwasserreaktor EPR, weil ich von dessen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit restlos überzeugt bin. Die Technologie beruht auf der Erfahrung der deutschen und französischen Industrie. Mit einer Leistung von 1600 Megawatt kann ein Teil der Lücke geschlossen werden. Weitere EPR (oder vergleichbare Anlagen) in Beznau, Mühleberg oder auch an neuen Standorten müssen dringend diskutiert werden!

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Michael Fehr
Tages Anzeiger

Die westlichen Industrieländer können viel von Japan und China lernen. Mit Kernkraftwerken kann der Klimawandel ernsthaft und kostengünstig bekämpft werden! Uran ist auf der ganzen Welt reichlich vorhanden, sogar im Meerwasser. Mit Schnellen Brütern kann die Ausnutzung des Urans um das 60fache verbessert werden, auch Thorium kann in diesen Reaktoren genutzt werden.

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Markus Alder
Tages Anzeiger

In der heutigen globalisierten Welt ist die Konkurrenz derart gross, dass neue Energiesteuern zu einer Abwanderung der Industrie führen können. Auch die Konsumenten dürfen wegen der mageren Reallohnentwicklung nicht mit Energiesteuern belastet werden. Der technische Fortschritt muss bei der Lösung der künftigen Energieprobleme eine zentrale Rolle spielen; selbst neue Kernkraftwerke dürfen kein Tabu mehr sein!


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Quellen : Michael Fehr, Tagespresse, Internet, Nuklearforum