Ins eigene Fleisch schneiden? |
Von Nationalrat Ulrich Fischer, SeengenIn der Schweiz wird der Strom zu rund 60 % aus Wasserkraft und 40 % aus Kernenergie produziert. Die übrigen Energiequellen spielen bei der Stromproduktion praktisch keine Rolle; deren Anteil ist vernachlässigbar gering. Besonders vorteilhaft ist die Tatsache, dass unsere Stromproduktion praktisch ohne Ausstoss des für unser Klima schädlichen Treibhausgases CO2 erfolgt. Diese bewährte, umweltfreundliche und ökonomisch günstige Lösung soll nun durch die Ausstiegsinitiativen aus den Angeln gehoben werden, ohne dass brauchbare Alternativen zur Verfügung stehen würden. Ohne Strom geht nichts, sei es in der Industrie, bei den Dienstleistungen oder im Gewerbe. Wer mit solchen Initiativen in Kauf nimmt, dass unsere Stromversorgung nicht oder nur mit unsicheren und teuren Importen aus dem Ausland gewährleistet ist, fügt unserer Volkswirtschaft wissentlich und willentlich schweren Schaden zu. Und die gleichen Kreise sind es dann, die am lautesten über Arbeitsplatzverluste lamentieren. Da kein realistischer Ersatz in Sicht ist, wäre es völlig unverantwortlich, auf die 40 % Kernenergie zu verzichten.
Ersatz durch Windenergie illusorisch Weiterhin sorgfältige Nutzung der Kernenergie Bundesrat und Parlament haben den Initiativen als indirekten Gegenvorschlag ein revidiertes Kernenergiegesetz gegenübergestellt, das die weitere Nutzung der Kernenergie unter strengen Auflagen hinsichtlich Sicherheit und Umweltschutz ermöglicht. Wir tun im Interesse einer gesunden Volkswirtschaft gut daran, diese ökologisch wertvolle und sichere Energiequelle im Sinne des neuen Kernenergiegesetzes weiterhin verantwortungsbewusst zu nutzen und den kernenergiefeindlichen Initiativen eine Absage zu erteilen. 26. Februar 2003 |
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