Leserbrief an die NZZ betr. Endlager |
Giovanni Schatzmann, Bergdietikon
Leserbrief an die NZZ betr. Endlager
An die Redaktion und Verlag der Neuen Zürcher Zeitung,
Sehr geehrte Damen und Herren, Die auch von Ihnen in der gestrigen Ausgabe auf Seite 19 (kleiner Kasten) publizierten Behauptung von Bundesrat Leuenberger: dass, solange das Abfallproblem nicht gelöst sei könne er nicht Hand bieten für ein neues Kernkraftwerk, hat mich "auf die Palmen gebracht". Als langjähriger treuer Abonnent und Leser der NZZ, bitte ich Sie folgenden Leserbrief zum aktuellen Thema zu publizieren (verbesserte Variante falls Sie keine Firmennamen und Home-Page Adressen publizieren Wollen): "Das Abfallproblem ist technisch gelöst, politisch jedoch blockiert." In seiner ersten Stellungsnahme zum AXPO Energie-Bericht hat Bundesrat Leuenberger gestern behauptet das Abfallproblem sei immer noch nicht gelöst, deshalb sei er gegen ein neues Kernkraftwerk. Ist unser Energieminister wirklich so schlecht informiert oder hat er einfach ein schlechtes Gewissen, weil er mit seinem BFE (Bundesamt für Energie) mitverantwortlich ist, dass die Schweiz noch kein Endlager hat? Weiss er nicht dass weltweit, teilweise seit mehreren Jahren, etwa ein Dutzend Endlager für radioaktive Abfälle, erfolgreich und ohne jegliche Panne, in Betrieb stehen? Ein Beispiel, wenige Autofahrstunden von uns entfernt, ist das Endlager für sämtliche in Frankreich anfallenden mittel- und schwachaktive Abfälle von Kernkraftwerken, Labors und Spitälern. Dass der Bundesrat bewusst Unwahrheiten kolportiert, wollen wir ihm nicht unterstellen, obschon er als alt 68ziger und erklärter Gegner der Kernenergie das letzte jedoch sterbende "Argument" der Rot-Grünen gegen die Kernenergie heranziehen muss um die Opposition am Leben zu erhalten. Giovanni Schatzmann, Bergdietikon |
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