Gegen Verteufelung der Kernenergie! |
Bruno Fäh, Baar
Gegen Verteufelung der Kernenergie! Gegen Verteufelung der Kernenergie!Der Artikel im "Beobachter" Nr 12/2005 von Thomas Grether zum "Störfall Leibstadt" muss man als tendenziös, ja bösartig bezeichnen. Es wird versucht, die Schweizer Kernkraftwerke, die zuverlässig und sicher CO2-freien Strom liefern, in die Ecke der Bösen zu stellen, ja man bringt sie gar in Verbindung mit den Ereignissen in Tschernobyl - das ist unerhört! Einen Defekt am Generator, der mit dem radioaktiven Teil eines KKW wirklich nichts zu tun hat, in die Nähe eines Gaus zu bringen, gehört nicht gerade zu seriösem Journalismus. Nach dem Generator-Schaden in Leibstadt haben die Verantwortlichen unverzüglich und offen informiert und auch einen weiteren Bericht in Aussicht gestellt. So weit mir als Laie bekannt ist, ist der Generator des KKW Leibstadt - und erst recht seine Umgebung - nicht radioaktiv belastet. Deshalb ist dieser Schaden auch kein Fall für die im Artikel ebenfalls verunglimpfte HSK. Der Artikel enthält leider noch weitere Ungereimtheiten. Es stimmt zum Beispiel auch nicht, dass bei einer Schnellabschaltung die Dampfzufuhr gestoppt wird; sie wird lediglich umgeleitet auf einen anderen Kreislauf. Das gilt übrigens auch für das Kühlsystem, sofern dieses überhaupt versagt hätte. Dafür, dass die Schweizer Kernkraftwerke auch punkto Sicherheit auf einem sehr hohen Stand sind, setzen sich Tag und Nacht ungezählte, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll und ganz ein. Gemäss der eigenen Beobachter-Umfrage ist das Schweizer Volk grosmehrheitlich von der Sicherheit unserer Kernkraftwerke überzeugt. Und wenn man die Resultate der Abstimmungen von 2003 betrachtet, weiss man auch, dass Schweizerinnen und Schweizer die Kernenergie klar befürworten: Die "Strom-ohne-Atom"- Initiative wurde bekanntlich mit 66,3 Prozent abgelehnt, die "MoratoriumPlus"-Initiative mit 58,4 Prozent. Dass der "Beobachter", der im Allgemeinen als aufmerksamer Anwalt des Volkes gilt, einen solch nachlässigen Artikel veröffentlicht, ist nebst dem Aerger, ein gefährliches Spiel. In Zukunft sind wir noch vermehrt auf unsere eigenen, zuverlässigen Kernkraftwerke angewiesen. Darum müssen wir - statt den Menschen Sand in die Augen zu streuen - die Planung des Ersatzes für Mühleberg und Beznau I und II an die Hand nehmen. Denn die Kernenergie bleibt auch in Zukunft die einzige realistische Alternative, ja sie ist der Joker für die sichere, eigenständige und CO2-freie Stromversorgung in unserem Lande. Bruno Fäh, Baar |
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