Zur AKW Debatte

Michael Fehr

Zur AKW Debatte
21. September 2008
Schaffhauser Nachrichten

Zur AKW Debatte

Zum Leserbrief „Zur aktuellen AKW Debatte„, SN vom 20.9.08

Wie Sie richtig erwähnen, werden die hoch radioaktiven Abfälle aus Kernkraftwerken sehr lange Zeit haben, bis ihre Strahlung abgebaut ist. Diese Abfälle werden ja in sicheren, unterirdischen Kavernen eingelagert, und in Stahlbehälter eingegossen. Auch Länder, die keine KKW betreiben, müssen Endlager bauen, da radioaktive Abfälle aus Medizin, Forschung und Industrie anfallen. Die aus 40 Jahren Betrieb eines 1000 MW KKWs anfallenden Abfälle sind sehr klein: Schwach – und mittel aktive Abfälle etwa geben nur ein Volumen in der Grösse einer Turnhalle. Die hoch aktiven Abfälle sind vom Volumen her viel kleiner. Die Uranvorräte reichen weltweit mindestens noch 70 Jahre, und die im Meeresgrund vorhandenen Uran Vorkommen über 200 Jahre.
In der Schweiz wird ab 2018 eine Stromversorgungslücke von über 2000 MW eintreten, da die Strom Bezugsrechte von Frankreich enden und Beznau ab 2020 wahrscheinlich vom Netz geht.
Es ist wünschenswert, dass die Atel im Niederamt ein zweites KKW (Gösgen 2) bauen will.

Im Niederamt wird ein EPR oder ein SWR 1000 (Siedewasser Reaktor 1160 Megawatt) erstellt werden.

Bei der neuen KKW Generation 3 wozu der EPR gehört, (Europäischer Druckwasser Reaktor) wird das Reaktorgebäude mit einer zweiten Betonschale versehen.

In einigen Ländern der Welt steht die Kernenergie vor einer Wiedergeburt, zB. in den USA, wo 18 neue KKW in Bewilligung sind 4 Anlagen sind baureif und 1 KKW (Watts Bar 2) wird fertig gestellt.
Finnland macht sich bereits nach Okliouto 3 über ein weiteres KKW – Projekt Gedanken, und hat die UVP Umwelt- Verträglichkeits-Prüfung eingereicht (Loviisa 3).
Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist technisch möglich, wie zB. in Schweden (Forsmark) wo das Endlager in Betrieb ist.

Michael Fehr
Neuhausen
Vorstandsmitglied des Verein zur Unterstützung d. Kernenergie



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