Schweden, Ausstieg aus dem Ausstieg

Michael Fehr

Schweden, Ausstieg aus dem Ausstieg
07. Februar 2009
Schaffhauser Nachrichten

Schweden, Ausstieg aus dem Ausstieg

Leserbrief zum Thema „Schweden, Ausstieg aus dem Ausstieg“

Zum Artikel „Schweden setzt nach 29 Jahren wieder auf Atomenergie„, SN vom 6.2.09

Ich finde es sehr gut, dass die Regierung in Schweden zur Kernkraft zurückkehrt. In Schweden sollen einige neue Kernreaktoren als Ersatz der älteren KKWs gebaut werden. In Schweden hat es an drei Standorten 10 in Betrieb stehende KKW (Forsmark, Oskarshamm, Ringhals). Nun wird der 1980 beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft in Schweden definitiv gekippt. Trotz den erneuerbaren Energien wird es nicht möglich sein, auf 50% Kernenergie Anteil zu verzichten. Das sollte auch für die Schweiz einen Ansporn sein, um ein Ersatz–KKW zügig zu planen. (Beznau 3)
Für Beznau 3 wird es ein Reaktortyp der dritten Generation sein (EPR, SWR 1000, ESBWR = Fortgeschrittener Siedewasser Reaktor). Zur Kühlung wird ein Hybridkühlturm eingesetzt, der nur 60 m hoch ist und keine sichtbare Dampfwolke hinterlässt. Um die Stromlücke zu schliessen, sowie um die fehlenden Importverträge mit Frankreich (2000 MW) ab 2018 zu ersetzen, sollte der Rest mit einem neuen KKW gedeckt werden.
Schweden baut 8 neue KKW, Finnland baut den ersten EPR in Olkilouto und hat bereits Olkilouto 4 in Planung und Frankreich plant einen weiteren EPR (Europäischer Druckwasser Reaktor), Penly 3.

Michael Fehr
Neuhausen
Vorstandsmitglied des Verein zur Unterstützung d. Kernenergie



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