Solar- und Kernenergie in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)

Hans-Rudolf Lutz

Solar- und Kernenergie in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)
im Dezember 2009
NZZ

Solar- und Kernenergie in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)

Wie ich einem Bericht der F.A.Z. entnehme, haben die VAE in Abu Dhabi kürzlich einen 20-Milliarden-€-Vertrag mit einem südkoreanischen Konsortium unterzeichnet, der den Bau von 4 Kernkraftwerken mit Inbetriebnahme zwischen 2017 und 2020 vorsieht. Die beiden Mitbieter, ein französisches und ein japanisch-amerikanisches Konsortium hatten das Nachsehen. Was ist an diesem Bericht interessant?

  1. Der von den europäischen Grünen und Sozialdemokraten so sehnlichst herbei gewünschte Niedergang der Kernenergie findet weder im nahen noch fernen Osten statt!
  2. Wegen der schwachen Haltung der europäischen und auch amerikanischen Politiker hinsichtlich Unterstützung der nuklearen Energieoption hat die westliche Kernenergie-Industrie grössere Mühe, ihre asiatische Konkurrenz zu schlagen.
  3. Obschon die Länder der VAE etwa doppelt so viele Sonnenscheinstunden wie wir hier haben, setzt man nicht ausschliesslich auf Solarenergie, so wie das unsere (dummen) Grünen anstreben.
  4. Dass ausgerechnet die ölreichen Staaten der VAE ihre Stromproduktion von Gas und Öl in Richtung Kernenergie diversifizieren ist im Hinblick auf die damit verbundene Reduktion der CO2-Emissionen sehr begrüssenswert.

Haben Sie übrigens gewusst, dass auch Indien die Kernenergie in ganz grossem Massstab fördern will? An einer Konferenz im November in Mumbai hat der indische Premierminister Singh angekündigt, dass sein Land in den nächsten 30 Jahren seine Nuklearkapazität von gegenwärtig 5'000 auf sage und schreibe 470'000 Megawatt zu steigern gedenkt. Es geht dabei um billige, ökologisch saubere und auch einheimische Energie. Indien besitzt nämlich die grössten Thorium-Reserven der Welt.

Wenn Europa jetzt nicht rasch aus der grün-sozialen Ideologie-Welt aussteigt, dann wird es bald hoffnungslos in den Rückstand geraten!

Hans-Rudolf Lutz, Kantonsrat
Lostorf



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