Der Basler Geothermie-Fall |
Dr. Heinz Albers
Der Basler Geothermie-Fall Der Basler Geothermie-FallBeim Bau der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt habe ich die Bewilligungsverfahren für Kernkraftwerke in der Schweiz seit dem ersten Anfang in den 1960er Jahren und bis tief in die 1980er Jahre engstens, geradezu hautnah, miterlebt. Die Verfahren waren gewissenhaft und sorgfältig, und sie sind seitdem noch verfeinert und verbessert worden; die Kernkraftwerke stehen dauernd unter Aufsicht. Nun hat das Basler Strafgericht den technischen Verantwortlichen des Basler Geothermie-Projekts erwartungemäss und gewiss zu Recht frei gesprochen. In der Berichterstattung der NZZ über diesen Fall wurde aber nicht danach gefragt, wer dieses Projekt bewilligt hat. Man kommt m. E. um die Frage nicht herum, welche Baubehörde das Projekt geprüft und genehmigt hat, ob Geologen, Erdbeben- und Felsmechanik-Spezialisten etc. befragt worden sind und Gutachten erstellt haben. Ich verstehe von diesen Sachgebieten wenig; aber ich habe mich von Beginn an darüber gewundert, dass man in Basel dieses Projekt lanciert hat. Man weiss doch, dass der sog. Rheingraben ein geologisch unruhiges Gebiet ist und man weiss, dass Basel im Jahre 1356 von einem sehr schlimmen Erdbeben heimgesucht worden ist. Hätte man nicht wissen können und sollen, dass Basel nicht der gescheiteste Ort war, ein so weit in die Tiefe bohrendes und zudem mit hohen Drücken arbeitendes Geothermie-Projekt zu lancieren? Mich dünkt, dass Sicherheitsfragen in den Gebieten Kernenergie und Geothermie mit sehr verschiedenen Ellen gemessen werden. |
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